Schülerpraktikum / Medikation

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Sonnenblume123
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Schülerpraktikum / Medikation

Beitragvon Sonnenblume123 » 12. Januar 2018 11:42

Hallo!

Ich habe mal eine Frage in die Runde...
Mein Sohn wird nach Ende der Sommerferien in der 9. Klasse ein Schülerpraktikum machen und nun stehen natürlich die Bewerbungen hierfür an.
Hat jemand Erfahrungen in Bezug auf Tätigkeiten bei Polizei / Rettungsdienst und die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten? ( Er hat eine ADHS-Diagnose und ist mit Strattera eingestellt. )

Ich weiß, dass es in Bezug auf Polizei sehr unterschiedliche Auslagen gibt, aber vielleicht hat hier jemand mehr Erfahrungen. Es macht auch wenig Sinn, irgendwo ein Praktikum zu machen, wo er eine Ausbildung aufgrund seiner Medikation eh nicht beginnen könnte.

Nicht falsch verstehen. Die Medikation sollte, wenn sie abgefragt wird, natürlich nicht verschwiegen werden. Das macht ja keinen Sinn. Aber im Vorfeld könnte man dann vielleicht sein "Interesse" auf Möglichkeiten lenken, die ihm auch nach der Schule real zur Verfügung stehen.

Würdet Ihr die Medikation bei einem Praktikum in einem anderen Bereich ( zum Beispiel Handwerk ) angeben, wenn NICHT danach gefragt wird? Ist das eine Versicherungsfrage, wenn beispielsweise mit Maschinen gearbeitet wird und etwas passiert?

Fragen über Fragen....
;)
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Sheherazade
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Re: Schülerpraktikum / Medikation

Beitragvon Sheherazade » 12. Januar 2018 13:46

Meine Söhne haben scheinbar für sich beschlossen, die Medikation nicht bis zum Ausbildungsbeginn beizubehalten.

Der Ältere hat Monate vor Beginn der handwerklichen Ausbildung damit aufgehört (während der Betriebspraktika hat er es nicht angegeben, wurde auch nicht danach gefragt), der Jüngere hatte zeitgleich aufgehört, fängt aber gerade wieder an. Er hat gemerkt, dass es ohne noch nicht so sauber funktioniert bei ihm. Er hat schon das eine oder andere Praktikum gemacht, da wurde nicht danach gefragt und er hat auch nichts gesagt. Das erste richtige Schülerpraktikum (8. Schuljahr) steht im April an bei der Bundeswehr (er hat seit letzten August den Vertrag), da wurde auch nicht danach gefragt.

Ich habe mal den KJP danach gefragt, er meinte, es wäre kontraproduktiv, den Kids ihre Traumberufe schon weit im Vorfeld mit der Medikation zu vermiesen, indem man nach Problemen sucht, wo eigentlich keine sind.
Sohn *2003 - Autist mit komorbider ADHS
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Re: Schülerpraktikum / Medikation

Beitragvon Sonnenblume123 » 12. Januar 2018 13:57

Danke für Deine Rückmeldung.
Ja, ich denke auch. Wo es nicht gefragt wird, wird es nicht gefragt. Da muss man auch nichts angeben.

Aber ich habe im Netz Infos zur Polizei gefunden, wo es doch bei der Verbeamtung ( und dementsprechend der Einsicht in die Krankenakte ) Probleme gab.

Noch ist ja alles offen. Er ist da noch leicht planlos... Und ob er überhaupt mit der 10. aufhört, .. man weiß es nicht.

Vielen Dank für Deine Erfahrungen!

;)
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Sheherazade
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Re: Schülerpraktikum / Medikation

Beitragvon Sheherazade » 12. Januar 2018 14:13

Eben, alles ist noch offen. ;)

Ich wollte noch darauf zurück kommen
Sonnenblume123 hat geschrieben:Ist das eine Versicherungsfrage, wenn beispielsweise mit Maschinen gearbeitet wird und etwas passiert?


Keine Ahnung, aber zu seinen Bestzeiten wäre es erheblich gefährlicher gewesen, meinen Großen OHNE seine Medikamente an Maschinen zu lassen. Außerdem werden weder Praktikanten noch Auszubildende unbeaufsichtigt an Maschinen gelassen - sollte jedenfalls so ein.

Mir macht im Moment noch ein wenig Bauchschmerzen, dass mein Kleiner seine Schwerbehinderung (GdB 70 mit Merkzeichen B und H bis zum 18. Geburtstag) nicht angeben will - was er ja auch nicht muss. Das muss ich aber auch so auf uns zukommen lassen, wir werden sehen, wenn es soweit ist.
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