Der Beruf des Schriftstellers

jennifer

Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von jennifer » 30. September 2007 18:53

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"Da gibt es keine Diskusion."

Huch ?!  :icon_eek:
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chriss
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von chriss » 30. September 2007 20:58

[quote="jennifer"]
"Da gibt es keine Diskusion."

Huch ?!  :icon_eek:[/quote]

Lernen müssen nur Menschen, die noch nicht perfekt sind. Die Perfekten müssen einfach nur so weitermachen wie bisher.
juergenbrain
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von juergenbrain » 30. September 2007 21:04

[quote="chriss"]
[quote="jennifer"]
"Da gibt es keine Diskusion."

Huch ?!  :icon_eek:[/quote]

Lernen müssen nur Menschen, die noch nicht perfekt sind. Die Perfekten müssen einfach nur so weitermachen wie bisher.
[/quote]

Oha,

starker Tobak  :aufsmaul_2: und was ist mit den Menschen, die lernen müssen, dass andere nicht perfekt sind?  :baw:

Viele Grüsse

Jürgen
Dopaminchen

Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von Dopaminchen » 30. September 2007 21:12

[quote="juergenbrain"]
Oha,
starker Tobak  :aufsmaul_2: und was ist mit den Menschen, die lernen müssen, dass andere nicht perfekt sind?  :baw:
[/quote]

Die sind größenwahnsinnig, haben bestimmten Tobak geraucht, oder beides!

MfG Dopaminchen
Zuletzt geändert von Dopaminchen am 30. September 2007 21:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von juergenbrain » 30. September 2007 21:16

[quote="Dopaminchen"]
[quote="juergenbrain"]
Oha,
starker Tobak  :aufsmaul_2: und was ist mit den Menschen, die lernen müssen, dass andere nicht perfekt sind?  :baw:
[/quote]

Die sind größenwahnsinnig, haben bstimmten Tobak geraucht, oder beides!
[/quote]

Vielleicht glaube sie auch eine Kraft, die nicht jeder hat, setzen aber voraus, dass sie überall ist.
Vielleicht rauchen nur die bestimmten Tobak, die nicht an diese Kraft glauben?
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von chriss » 30. September 2007 21:26

[quote="juergenbrain"]
[quote="Dopaminchen"]
[quote="juergenbrain"]
Oha,
starker Tobak  :aufsmaul_2: und was ist mit den Menschen, die lernen müssen, dass andere nicht perfekt sind?  :baw:
[/quote]

Die sind größenwahnsinnig, haben bstimmten Tobak geraucht, oder beides!
[/quote]

Vielleicht glaube sie auch eine Kraft, die nicht jeder hat, setzen aber voraus, dass sie überall ist.
Vielleicht rauchen nur die bestimmten Tobak, die nicht an diese Kraft glauben?
[/quote]

Oder vielleicht verwenden sie sprachliche Mittel wie Ironie und hoffen darauf, dass andere das verstehen, auch wenn man es ihnen nicht gewaltsam per  :icon_wink: Smiley auf die Nase drückt.
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von Madmartin » 1. Oktober 2007 21:34

Hallo liebe Andersweltler, :)

Und wieder ein Problem gelöst.
Hab den Lektor gefunden der mir meine Grammatikschnitzer korrigieren wird.

Was jetzt bei mir noch offen steht, ist das Urheberrecht.

Es ist schon anstössig das ich mich nicht mehr in jede Dikussion reinhänge,
es geht bei mir drum gute Romane fertig zu stellen.

Die Strategie des Überflusses und der Effektivität funktioniert vor allem dan gut,
wenn ich fokusiere. Ich habe für bestimmte Diskusionen nicht das ganze Leben Zeit. :stop:

Bitte habt Verständnis

Euer Madmartin :peace:
Zuletzt geändert von Madmartin am 1. Oktober 2007 21:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von juergenbrain » 1. Oktober 2007 21:55

[quote="Madmartin"]
Die Strategie des Überflusses und der Effektivität funktioniert vor allem dan gut,
wenn ich fokusiere. Ich habe für bestimmte Diskusionen nicht das ganze Leben Zeit. :stop:

Euer Madmartin :peace:
[/quote]

So ist es richtig: Prioritäten setzen.
Sehr gut, der Erfolg und die Arbeit haben immer höchste Priorität.

Wünsche dir alles Gute

Jürgen
bellaria

Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von bellaria » 1. Oktober 2007 22:18

[quote="Madmartin"]

Was jetzt bei mir noch offen steht, ist das Urheberrecht.

[/quote]

Das Urheberrecht hast Du automatisch, indem Du der Urheber bist. Worum Du Dich kümmern musst, sind die Verwertungsrechte.
Mjöllnir
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von Mjöllnir » 5. Oktober 2007 17:37

[quote="chriss"]
Und eine generelle Bitte mit spezieller Anmerkung für diesen Thread:
  • Posted nicht einfach Links. Posted dazu eine Beschreibung, was da zu finden ist. Links sind billig und meist eine Zeitverschwendung.
  • Dies ist ein Forum für ADHS. Leute mit Unmengen unstrukturierter Information zumüllen ist kontraproduktiv, da die damit meist nicht umgehen können.
  • Das gilt eigentlich für jedes Forum, aber hier tummeln sich ja gerade Leute die sich fürs SCHREIBEN interessieren. Wenn man es nicht mal in einer Diskussion über Schreiben hinbekommt, ein paar sinnvolle Sätze zu formulieren, sollte man es vielleicht besser lassen.
  • Smilies sind Krücken für Leute, die es nicht schaffen, Gefühle durch Formulierungen zu kommunizieren. Konsequenz siehe letzter Punkt.

[/quote]

Exakt so wie chriss es schreibt, ist es mir damit ergangen. Außerdem hat mich die fäkalische Art der gesamten Seite der Textfresserei abgestoßen.

Naja, Idee und Buch sind ja schon fertig (ich korrigiere inzwischen urheberrechtskritische Textstellen - und das dauert noch) und Rechtschreib- und Grammatikprüfung habe ich mehr oder weniger perfektionistisch längst selbst vorgenommen.

Das ewige Unorganisatorische, das mir im Wege steht, um mich in der geschäftlichen Welt zu behaupten, könnt Ihr mir auch nicht abnehmen.

`Wer schreibt der bleibt´.
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von Madmartin » 6. Oktober 2007 18:16

[quote="bellaria"]
[quote="Madmartin"]

Was jetzt bei mir noch offen steht, ist das Urheberrecht.

[/quote]

Das Urheberrecht hast Du automatisch, indem Du der Urheber bist. Worum Du Dich kümmern musst, sind die Verwertungsrechte.
[/quote]


Sodele,

ich bin wieder da.

Und da taucht noch die Frage auf, wie sehen diese Verwertungsrechte den genau aus? (Ja richtig liebe Bella)

Der Denkanstoss von Lillifee ist auch nicht von der Hand zu weisen.
Diese Geschichten von dem amerikanischen Traum mit nichts alles zu erreichen.
Positive Extreme a la Hollywood.

Machen wir uns nichts vor, es gibt in sachen Einkommen nach oben keine Grenzen.
Es gibt Schriftsteller die zu vermögen gekommen sind. Die haben mit Sicherheit einen Plan von solchen Verwertungsrechten. Da sollten wir uns noch schlauer machen. :icon_redface:

Ich selber strebe erstmal ein durchschnittliches Einkommen von ca. 1500 Euro an.
Damit kann man in Mitteleuropa schön leben.

Soli hat noch etwas vom Nettogewinn erwähnt.
Und das es einen vernünftigen Gewinn von 100000 Exemplaren gibt.
Wie errechnet sich der Nettogewinn bei einem Endverkauf von 20€?
Und wie errechnet sich die Bestsellerliste?


Ok, bis bald
Euer Madmartin :winken:
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von chriss » 6. Oktober 2007 19:38

[quote="Madmartin"]
Soli hat noch etwas vom Nettogewinn erwähnt.
Und das es einen vernünftigen Gewinn von 100000 Exemplaren gibt.
Wie errechnet sich der Nettogewinn bei einem Endverkauf von 20€?
[/quote]

Einnahmen hängen von diversen Faktoren ab (Auflage, Provision, Bekanntheit, Abschlagzahlungen etc.), aber grob:

Gewinnanteil für Autor pro Buch:
Taschenbuch: 6-8% vom Nettoladenpreis
Hardcover: 8-10% vom Nettoladenpreis

Nettoladenpreis = Kaufpreis - 7% Mehrwertsteuer

Bei wissenschaftlichen Fachbüchern gibt es teilweise deutlich mehr, die Auflagen bleiben da sehr klein und die Einzelbücher sind sehr teuer.

Pro Jahr werfen deutsche Verlage etwa 80.000 neue oder neu aufgelegte Buchtitel auf den Markt, gedruckt werden 770 Millionen, Durchschnittsauflage aller Bücher (incl. Harry Potter) also 9.625.

Beispielrechnung zu Einnahmen pro durchschnittlich geschriebenem Buch:
Hardcover, EUR 20-7%, 10% Prov = EUR 1,86 pro Buch * 9.625 = EUR 17.902,50
Taschenbuch, EUR 9 -7%, 6% Prov = EUR 0,84 pro Buch * 9.625 =  EUR 8.056,16

Wenn du also 100% deiner Bücher zu normalen Konditionen verlegt bekommst, müsstest du für EUR 1500/Monat etwa alle fünf bzw. zwölf Monate eines an einen Verlag verkaufen, Steuern noch nicht abgerechnet.
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von Daria » 9. Oktober 2007 18:21

Oder man geht zu einem BoD-Verlag, also book on demand, d.h. es wird erst gedruckt, wenn es bestellt wird. Da kann man seinen Gewinn z. T. selbst bestimmen.

Dafuer muss man eventuell erst etwas Geld in die Vermarktung etc. stecken, ISBN besorgen usw.
Ist also insgesamt etwas umstaendlicher, aber man kriegt auch Buecher in den Handel (auch amazon und andere online-Buchlaeden), die kein 'normaler' Verleger haben will.
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde zu sein, muss man vor allem eins sein: Ein Schaf!
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von chriss » 9. Oktober 2007 19:51

[quote="Daria"]
Oder man geht zu einem BoD-Verlag, also book on demand, d.h. es wird erst gedruckt, wenn es bestellt wird. Da kann man seinen Gewinn z. T. selbst bestimmen.

Dafuer muss man eventuell erst etwas Geld in die Vermarktung etc. stecken, ISBN besorgen usw.
Ist also insgesamt etwas umstaendlicher, aber man kriegt auch Buecher in den Handel (auch amazon und andere online-Buchlaeden), die kein 'normaler' Verleger haben will.
[/quote]

Vorsicht bei BoD. Das Konzept hört sich toll an, aber die Druckkosten pro Einzelbuch sind viel höher. Ein Problem bei allen Drucksachen ist, dass geringe Auflagen sich kaum zu drucken lohnen, weil die Einrichtung der Maschinen etc. sehr teuer ist.

Beispiel Falzflyer:

10 StückEUR 14
100 StückEUR 57
1.000 StückEUR 79
10.000 StückEUR 293


Wenn man bei Books on Demand ein Taschenbuch mit 200 Seiten im Standardformat ohne Farbseiten in den Preiskalkulator eingibt, ergibt sich ein Minimalladenpreis von EUR 10,11, damit es beim Verkauf über den Buchhandel keinen Verlust gibt. Will man Gewinn machen, muss man den Preis deutlich höher setzen.

BoD ist eine klasse Sache für Bücher, bei denen nur kleine Auflagen zu erwarten sind. Es lohnt sich bei Auflagen unter etwa 500 Büchern, laut Wikipedia eher 30-100. Am besten eignet es sich damit für exotische Fachwerke und Bücher, deren erste Auflage komplett verkauft wurde, bei der der Druck einer kompletten zweiten sich aber vermutlich nicht lohnen würde. Bei dem Rechenbeispiel zu Madmartins EUR 1500/Monat waren aber eine Auflage von 9.625 notwendig, also viel größer, und der Verkaufspreis pro Buch war geringer.

Und man sollte nicht unterschätzen, was die Verlage alles für einen tun. Eben nicht nur Lektorat und Druck, sondern eben auch Marketing, Vertrieb etc. Zumindest theoretisch, gerade kleinere Verlage sind damit oft überfordert und es bleibt am Autoren hängen, selber Lesungen zu organisieren o.ä. die Werbetrommel zu rühren.

BoD kann ein Weg für Autoren sein, die keinen Verlag finden, der das Buch veröffentlichen will. Man kann es als indirekten Weg wählen. Wenn man per BoD eine überdurchschnittliche Menge verkauft bekommt, dann kann man vielleicht leichter einen normalen Verlag zum Publizieren bewegen. Zum Geldverdienen taugt es aber wenig, ist also eher was für das eigene Ego, weil man danach ein Buch veröffentlicht hat, und es nicht wie ein Haufen Kopien aussieht.

Eine weitere Falle sind sog. Zuschussverlage, die von den Autoren die Vorfinanzierung des Drucks verlangen. Das ist ein Verlustgeschäft, wenn man nicht viel verkauft bekommt, und die Motivation des Verlages nachträglich noch Aufwand in die Werbung zu stecken ist klein, denn die haben ihr Geld ja schon vorher bekommen. Und vom Stigma ist beides eher schlecht. Sowohl BoD als auch Zuschussverlag bedeuten in der Regel, dass niemand außer dem Autor selber der Meinung war, dass es sich lohnt, das Buch zu drucken.

Wer wirklich schreiben will, den sollte das nicht abschrecken. Wer wirklich gut ist und sich hinreichend nach der Decke streckt, der wird auch einen Verlag finden. Und selbst wenn nicht, hat das Schreiben auch noch einen Wert an sich, und man wird im Laufe der Zeit durch Übung besser. Nur von allzu naiven Ideen, davon mittelfristig oder überhaupt sicher leben zu können, sollte man Abstand nehmen. Das kann klappen, aber man kann es nicht erzwingen, weder durch die Betrachtung rosiger Beispiele wie Joanne K. Rowling noch durch technische Tricks wie BoD.
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von hypiemum » 5. November 2007 09:54

Hallo,
mal vorweg: wer nen Lektor sucht: Hier, ich arbeite u.a. auch als Lektorin

Habe Germanistik studiert und arbeite seither freiberuflich, hauptsächlich im journalistischen Bereich. Also davon kann man auf jeden mal, zwar mehr recht als schlecht, leben.
Ich denke aber, Journalismus für einen ADSler fordert einen richtig heraus, weil der Job irre chaotisch ist, Stressresistenz muss man irgendwie entwickeln und eine Organisationsstrategie auch.
Habe dies auch nur mit sehr großem Kraftaufwand bewältigt und suche schon länger eine Alternative dazu.

Toller Thread!

LG
hypiemum
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von Madmartin » 7. November 2007 17:13

[quote="chriss"]

Gewinnanteil für Autor pro Buch:
Taschenbuch: 6-8% vom Nettoladenpreis
Hardcover: 8-10% vom Nettoladenpreis

Nettoladenpreis = Kaufpreis - 7% Mehrwertsteuer

[/quote]

Gut,

hier sind schonmal Formeln auf die man bauen kann.
Ich will nochmal wissen was man beachten muss damit man
auch diesen Gewinnanteil erhält.

Ich kenn einen jungen Nachwuchsautor, der hat sich dazu überreden lassen
seine Rechte zu verkaufen. Er erhält keinen Gewinnanteil.
Ich glaub, da hat er mit der Zeit viel Geld verschenkt.

Gruß Madmartin

@hypiemum
  Herzlich willkommen. Das ist mal echt wieder ein Lichtblick
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von chriss » 7. November 2007 18:16

[quote="Madmartin"]
Ich will nochmal wissen was man beachten muss damit man auch diesen Gewinnanteil erhält.[/quote]

Ein gutes Buch schreiben, das einen hinreichend großen Käuferkreis anziehen könnte, so dass es sich für einen normalen Verlag lohnen würde, es zu verlegen?

Wenn du das hinbekommst und auch einen passenden Verlag findest, sollte es kein allzu großes Problem mit dem Gewinnanteil geben. Die angegebenen Zahlen sind aber als Durchschnittswerte zu verstehen, als einfache Formel taugen sie nur bedingt, denn da spielen eine Reihe von Faktoren wie etwaige Vorschüsse (bei Anfängern eher selten), weitere Buchoptionen, Verteilung der Werbungskosten, Bekanntheitsgrad der/des Autorin/Autoren etc. eine Rolle. Verlage, die an die Qualität des Buchs glauben werden aus eigenem Interesse nicht versuchen dich über den Tisch zu ziehen, denn sonst könntest du bei Erfolg beim nächsten Buch ja einfach woanders verlegen, und ihre geleistete Arbeit bei Promotion etc. ginge für sie verloren.
bellaria

Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von bellaria » 7. November 2007 18:54

[quote="Madmartin"]
Ich kenn einen jungen Nachwuchsautor, der hat sich dazu überreden lassen
seine Rechte zu verkaufen. Er erhält keinen Gewinnanteil.
Ich glaub, da hat er mit der Zeit viel Geld verschenkt.
[/quote]

Wenn Du ein Buch veröffentlichen willst, musst Du immer (Verwertungs-)Rechte verkaufen. Ob das einmalig geschieht oder per Gewinnbeteiligung, ist verschieden. Glücklich der, der sich das aussuchen kann und nicht auf ein einmaliges Honorar angewiesen ist  :00000285:
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von Madmartin » 27. Februar 2008 20:00

Hallöle ihr Schreiberlinge,

bin wieder fleisig am Texten und habe mir mal durch den Kopf gehen lassen,
wie es ein wenig schneller gehen könnte.
Ich finde eine Seite pro Woche doch etwas dürftig.

Hat jemand eine Idee?

Gruß Madmartin
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von Mjöllnir » 27. Februar 2008 22:38

hallo Madmartin,
zur Zeit kann ich nicht mehr schreiben, weil ich im Angestelltenverhältnis arbeiten gehe und der Kopf daher nicht mehr für Phantasy und Recherche frei ist sowie keine mir gemäße Zeiteinteilung mehr möglich ist. Aber als ich die Zeit noch rund um die Uhr hatte, habe ich mir oftmals an ein bis zwei Tagen pro Woche viele Stunden in der Natur gegönnt - in dieser Zeit kamen die Ideen - die ich dann wie Spielfilmsequenzen im Hirn hatte. Manchmal habe ich mir für Dialoge ein Diktiergerät mit in den Wald genommen.
Dann abends schnell Stichpunkte aufschreiben und die nächsten drei Tage quasi pausenlos am Rechner sitzen, von morgens zehn bis nachts um vier, und die Spielfilmszenen gnadenlos reinhacken. Manchmal war ich um halb sieben früh wieder in Schreibklausur, mit frisch gebrühter Kaffeedröhnung zum Runterfahren der Hibbelei und ohne Kontakt zur Außenwelt. Ich musste mich in die Geschichte ganz reinversetzen.
Erst das Redigieren kostete dreifach so viel Zeit wie das eigentliche Schreiben. Meine Rohfassung hatte binnen neun Monaten 330 Seiten (schon teilweise mit nachkontrolliertem Satzbau), binnen 15 Monaten 650. Mehr ist wohl beim besten Willen kaum drin, wenn man gerade erst debütiert (sind dann wohl etwa 1,5 Seiten pro Tag, falls ich jetzt nicht in die Dyskalkuliefalle getappt bin)

chriss, danke für die tollen Aufrechungen der Verdienstmöglichkeit.  :smt023:

bella, danke für die Rechtsberatung.

hoffentlich finde ich diesen Thread/die Infos wieder, wenn ich in unabsehbarer Zukunft erneut ins Bücherverfassen mit Verkaufshoffnung versinke.  :winken:
LG, Mjöllnir
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Re: Der Beruf des Schriftstellers

Beitrag von Madmartin » 31. März 2008 00:15

Gerade gestern wieder das alte ADS-Problem,

wollte an meiner Story weiterschreiben und wollte wieder vorher mal kurz in ein Forum schauen.
Das ging dann gleich wieder den ganzen Tag. Ich könnte mein Buch normalerweise schon längst fertig haben.

Was ist das bei euch?
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