verzweifelt! kommen nicht mehr an ihn ran

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tiffi70
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verzweifelt! kommen nicht mehr an ihn ran

Beitragvon tiffi70 » 16. Oktober 2014 08:46

Hallo ihr,
Unser Sohn ist 14. Adhs diagnostiziert seit er 7 ist.solange nimmt er auch schon Medis.
Jahrelang sind wir jetzt von Arzt zu Arzt und Therapie gerannt.
Aktuell nimmt er 36mg concerta.
Die letzten jahre litt er immer unter vielen Zwängen,  Tics, Angst und 0 Selbstwertgefühl.
Hat bis vor 2 Monaten noch bei uns mit im Schlafzimmer geschlafen.
Jetzt haben wir ihn in eine neue Schule.  Er hat ein Handy,  viele Kontakte und plötzlich ist alles anders.
Gut er ist vol in der Pubertät,  will sich selber finden  usw  aber die letzten Wochen waren fie Hölle!!
Er lässt uns überhaupt nicht mehr an sich ran
Liegt nur noch im zimmer am Handy flippt komplett aus. Und bei Strafen (Handy weg) dreht er total durch. Ich möchte hier gar nicht mehr sagen was er uns die letzten Wochen hasserfüllt, arrogant und bösartig alles an den Kopf geschmissen hat.
Letzte Woche ist er abgehaun, gestern handgreiflich geworden. 
Die Psychologin hat ihm auch schon eine NPS diagnostiziert.
Innerhalb von 6 Wochen ist er zum Monster mutiert.
Handysucht und endlich Freunde die ihm über alles gehn.
Und wir können nicht mehr!
Wer hat einen Rat für uns????? Unsere Familie geht kaputt!
Chrissy803
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Re: verzweifelt! kommen nicht mehr an ihn ran

Beitragvon Chrissy803 » 16. Oktober 2014 10:48

Es ist oft so, dass es in der Pubertät so ist, dass die Dosierung herunterfahren werden muss. Das könnte schon ein wenig helfen.
Die Beleidigungen würde ich nicht persönlich nehmen, aber klar machen, dass das nicht geht.
Wichtig ist jetzt auch, dass ihr Eurem Sohn zeigt, dass ihr ihn liebt und hinter ihm steht.
Er braucht jetzt mehr Freiraum und trotzdem seine Grenzen, das ist ein sehr schwieriger Lebensabschnitt für Eltern und Kinder.
Ich wünsche Euch viel Kraft.
Grüße Chrissy
No User
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Re: verzweifelt! kommen nicht mehr an ihn ran

Beitragvon No User » 16. Oktober 2014 11:27

tiffi70, leider habe ich im Moment mehr Fragen als Rat für dich. Zwänge, Tics und Angst hört sich nicht nach guten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Stimulanzientherapie an und 0 Selbstwertgefühl scheint zu bestätigen, dass diese Therapie so nicht richtig hilft.

Und ja, die Veränderungen durch die Pubertät sollten auch eine Überprüfung der Dosierung veranlassen.

Ich möchte fragen, ob die Diagnose einer narzistischen Persönlichkeitsstörung auch zu einer entsprechenden Therapie führt. Ich habe leider keinerlei Ahnung von der Therapie einer NPS.

Ein Stück weit müsst ihr akzeptieren, dass in seinem Alter Freunde nun wichtiger zu sein scheinen als Eltern, das ist auch Teil normaler Pubertät. Wenn es sich bei der Handynutzung tatsächlich um echte Sucht handelt, solltet ihr euch professionellen Rat holen, bevor ihr einen kalten Entzug wagt, der ja vorhersehbar sowieso nicht anhaltend konsequent durchzuziehen ist. Früher oder später bekommt er doch wieder ein Smartphone in die Hand, das ist ein wenig, als würde man einem Alkoholiker nach zwei Wochen Entzug Schnaps anbieten.

Ihr solltet euch auch genau überlegen, für welche Regelverletzungen ihr ausgerechnet den Handyentzug als Konsequenz einsetzt. Logisch wäre das nur bei Verfehlungen, die auch direkt mit der Handynutzung zu tun haben. Da ihn das von der heute ganz normalen Kommunikation mit seinen Freunden abschneidet, ist seine Verzweiflung vorhersehbar.

LG
Steffchen
Zuletzt geändert von No User am 16. Oktober 2014 11:28, insgesamt 1-mal geändert.
Falschparker
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Re: verzweifelt! kommen nicht mehr an ihn ran

Beitragvon Falschparker » 16. Oktober 2014 16:09

Was ist NPS?
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Sheherazade
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Re: verzweifelt! kommen nicht mehr an ihn ran

Beitragvon Sheherazade » 16. Oktober 2014 16:36

Ich bin auch erst durch eine Antwort drauf gekommen.

[quote=&quot;steffchen&quot;]
narzistischen Persönlichkeitsstörung[/quote]
Sohn *2003 - Autist mit komorbider ADHS
Sohn *2001 - ADS
2 Töchter *1998 und * 1989
Schmerz vergeht, aufgeben ist für immer.

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