ADHS oder Borderline? Wer hat Erfahrung?

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tscheytschey
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ADHS oder Borderline? Wer hat Erfahrung?

Beitragvon tscheytschey » 8. November 2013 14:59

Hallo,

wer hat Erfahrung mit der Diagnosestellung Borderline oder ADHS?

Auf was muss ich da achten, auch bei den Ärzten.

Bin im Moment etwas ratlos, will mir einfach nicht irgendwas einreden lassen
ohne mich vorher zu informieren oder mit Betroffenen auszutauschen!

DANKE
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Re: ADHS oder Borderline? Wer hat Erfahrung?

Beitragvon No User » 8. November 2013 22:34

Worum geht's denn genau? Borderline / ADHS bei Erwachsenen? Bei dir? Beim Kind?

Was führt zu dem Verdacht?

Man kann übrigens auch Läuse UND Flöhe haben, bzw. ADHS kommt selten allein, Borderline erst recht nicht.

LG
Steffchen
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tscheytschey
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Re: ADHS oder Borderline? Wer hat Erfahrung?

Beitragvon tscheytschey » 11. November 2013 10:00

Sorry das ich mich undeutlich ausgedrückt hab.

Es geht um mich.

ADHS könnte sein, da sehr viele Freunde und Bekannte und auch Verwandte sagen mein Sohn sei wie ich als Kind.

Nun bin ich in therapeutischer Behandlung seit einiger Zeit, und durch mein Verhalten was ich an den Tag lege
könnte eine Borderline-Störung vorliegen.

Ich hab im Dezember jetzt einen Termin bei einer neurologischen Praxis die Tests mit Erwachsenen auf ADHS machen.

In erster Linie bin ich einfach grad völlig überfragt.

Ich kenne mich so nicht.......man sagt ja Borderline fängt schon in der Pubertät an........die Mädchen die sich ritzen z.B.
sowas tue ich ja nicht.....
es ist eher mein impulsives Verhalten und das ich emotional instabil bin.
Wobei ich wirklich die letzten Jahre auch einiges verarbeiten bzw. verkraften musste.

Ganz ehrlich: ich hab einfach Angst ein Borderliner zu sein!!!

Dann zehnmal lieber ein ADHSler  :ja1:

Vielleicht hat hier jemand Erfahrung mit Diagnosestellung usw. auf was ich achten muss........ein paar Tipps

DANKE
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Eule
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Re: ADHS oder Borderline? Wer hat Erfahrung?

Beitragvon Eule » 11. November 2013 12:39

Diagnostik bei erwachsenen ist mehr oder weniger das gleiche in grün wie bei kindern. Nur muß eben zusätzlich festgestellt werden daß man das ADHS-Verhalten "schon immer" hatte und nicht erst irgendwann in den letzten 3-5 Jahren, als man längst volljährig war möglicherweise als Reaktion auf wirklich belastende Ereignisse wie Trennung/Tod/ernste Erkrankung im allernächsten Umfeld oder/und gleichzeitige Überforderung mit einem schwierigen Kind entwickelt hat.

Abklärung ob es andere organische Ursachen für Verhalten gibt das wie ADHS aussieht, von Schilddrüse bis Durchblutungsstörungen etc sollte seriöserweise einer der ersten Schritte sein, Evtl macht es Sinn die Praxis zu fragen was sie an organischer Diagnostik brauchen, und beispielsweise schon mal vorab vom Hausarzt ein entsprechendes Blutbild mit ALLEN Schilddrüsenwerten machen lassen. Natürlich kann es auch noch sein daß man nicht nur entgleiste Schilddrüsenwerte hat, sondern noch ZUSÄTZLICH ADHS - sprich auch eine korrekte Einstellung mit Tabletten für die Schilddrüse sorgt nicht für das vollständige Verschwinden der ADHS-Symptome. Bei mir gab es Phasen mit eher ADS-typischer Motivationslosigkeit, Träumerei, Unkonzentriertheit, die durch gerade völlig "daneben" liegende Eisenwerte wohl noch "gefördert" wurden - da war bei mir noch lange nicht von ADS die Rede, und das ließ sich deutlich verbessern durch eine Eisenkur von ein paar Wochen sowie verstärktes Achten auf Ernährung in der auch Eisen ausreichend vorkommt helfen da, seit ich konsequent so Dingen wie der gelegentlichen Lust auf ein Rumpsteak oder eine Portion gebratene Leber nachgebe (beides Dinge die ich nicht immer mag, und mir in den Phasen vor den problematischen Eisenwerten aus diversen Gründen auch länger verkniffen hatte) oder in solchen Fällen dann verstärkt auf Broccoli, Rosenkohl, Feldsalat und Nüsse auf dem Speiseplan achte, zusätzlich zu der tatsache daß ich ohnehin überwiewgend Brot aus Roggen und Dinkel esse klappt das ganz gut, und meine Eisenwerte sind seit Jahren nicht mehr im auffälligen bereich gewesen. Da dabei für Frauen auch die Menstruation eine Rolle spielt, macht es Sinn die Blutwerte in der ersten Hälfte des Zyklus zwischen Regel und Eisprung kontrollieren zu lassen, wenn der Körper viel Eisen braucht (das nun mal wesentlicher "Baustoff" für die Bildung von Blutzellen ist) um das bei der Menstruation ausgeschiedene Blut und Gewebe zu ersetzen und sich auf die mögliche Einnistung einer neuen befruchteten Eizelle vorzubereiten.

außerdem gibts Fragebögen ähnlich wie denen für (oder besser über) die Kids, um auch die Frage zu klären ob das "schon immer" so war - sinnvollerweise sowohl einen zum selber ausfüllen, einen für den Partner/einen anderen aktuell sehr nahestehenden Menschen (v.a. wegen des ADHS-typischen Unterschieds zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung) sowie einen für einen Menschen der einen schon als Kind sehr gut kannte und zur Symptomatik in der Kindheit was sagen kann. Intelligenz- und Konzentrationstest gehört auch dazu. Nützlich, sofern vorhanden: Alte Schulzeugnisse oder Beurteilungen, gerade die aus den ersten Schuljahren wo ja oft auch Anmerkungen über Auffassungsgabe, Arbeitsstil und -Geschwindgkeit gemacht werden.

Du kannst auch mal das Team (PN oder Arztsuche-Bereich) fragen, ob denen "dein" Spezialist als kompetent für ADHS bei erwachsenen bekannt ist bzw ob sie dir in deiner Nähe (erste zwei bis drei stellen der PLZ) kompetente Diagnostiker nennen können. Wichtig: Keine Arztnamen öffentlich!
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tscheytschey
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Re: ADHS oder Borderline? Wer hat Erfahrung?

Beitragvon tscheytschey » 12. November 2013 15:19

In Zeiten von Überforderung und Erschöpfung können längere Zeit Emotionen auch völlig fehlen und der Betroffene lebt in einem lähmendem Zustand eingeschränktem Reagierens. Und in Abwesenheit jeder Empfindung, kann er einfach nicht aktiv werden.

Nicht selten werden in diesem quälendem Zustand „alte“ Emotionen scheibchenweise hervorgeholt und die Umwelt … Eltern, Partner, Arbeitskollegen … bekommen eines Tages, meist völlig überraschend, diese meist negativen Emotionen explosionsartig als volle Breitseite um die Ohren geschlagen. Für manchen ADHS ler ist das eine Art unbewusster „Befreiungsschlag“, der es ihm ermöglicht ins aktive Leben zurückzukehren. Tatsächlich geht es ihm anschließend häufig besser.


Das hab ich vom Forum ADHS Erwachsene von hier.........

und genau dieser "Befreiungsschlag" dieses Unberechenbare, impulsieve, explosionsartige wie mein Partner, Freunde oder auch Arbeitskollegen sagen.......ich kann echt ne Weile ruhig bleiben und schau mir die Sache an. Und dann kommt der große Rundumschlag........die Globalkritik.


bin ich nun emotional instabil sprich Borderliner oder einfach nur mit meiner Umwelt überfordert, hab ich das Verhalten vielleicht doch erlernt...........oder ist es die letzten Jahre einfach wesentlicher schlimmer geworden, da ich einige traumatische Erlebnisse hatte???

Fragen über Fragen...........

So Fragebögen für mich und mein Umfeld habe ich auch schon mal mit meinem Partner ausgefüllt.
Und da waren wir von der Wahrnehmung her uns recht einig.
Und das spricht ja auch schon wieder gegen Borderline, da man da keine Selbstwahrnehmung hat.

Ich hab halt auch schon gelesen, dass Erwachsene die eigentlich ein ADHS haben, es aber ja vor Jahren noch gar nicht so diagnostiziert wurde als man Kind war, jetzt als Borderliner diagnostiziert werden............

:Frag:

Danke trotzdem.......
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