Migräne-Anfälle bei Kindern

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Angie
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Migräne-Anfälle bei Kindern

Beitragvon Angie » 9. Juni 2011 19:00

Mein Marc leidet unter Migräneanfälle. Die sind so stark, dass er sich manchmal übergeben muss.
Besonders, wenn er sich überfordert fühlt.
Auch hat er hin und wieder Nasenbluten.
Ich habe den KJP darauf angesprochen, der meinte, es käme nicht vom Medikament.
Es wäre vererbar, ob jemand in der Familie auch als Kind Migräne gehabt hätte.
Mein Mann hat mir erzählt, er hätte als Kind auch Migräne gehabt.
KJP meinte, in der Pubertät würde es nach lassen.

Hat da jemand auch Erfahrungen mit Migräne bei Kindern?
Was hat Euer Arzt gesagt?
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
Matara
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Re: Migräne-Anfälle bei Kindern

Beitragvon Matara » 9. Juni 2011 21:30

Hallo Angie,

mein Mann hatte immer sehr schlimme Migräne. Und das mit dem Nasenbluten hatten Mann und Kind sehr stark.
Trinkt dein Sohn genug??? Das ist nämlich oft auch ein Auslöser dafür. Seit mein Mann jeden Tag viel trinkt hat es komplett aufgehört.
Unser Sohn bekommt nur Beinschmerzen wenn er zuwenig trinkt, aber laut Arzt wäre es das gleiche nur bei einem ging es in den Kopf und bei dem anderen in die Beine.  :fr:
Nasenbluten haben beide nicht mehr.

Liebe Grüße

Matara
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Re: Migräne-Anfälle bei Kindern

Beitragvon graffiti » 9. Juni 2011 22:00

mein sohn - ads, nicht diagnostiziert, aber das glaubt ihm kein mensch, daß er kein adsler ist  :icon_mrgreen: - hatte als kind migräne.

ich nehme an, daß er die schon als säugling hatte, denn er 1,5 jahre lang JEDE nacht 3x, 4x, 5x so lange gebrüllt, bis er vor erschöpfung einschlief.
man konnte nichts tun, außer ihn rumtragen, damit er zwar brüllt, aber weiß daß er nicht allein ist.
ursache nicht festzustellen.

bis 14, 15 hatte er migräne (erfuhr ich dann, als er reden konnte) - in der rückschau immer dann, wenn er streß hatte (kindergeburtstag war z.b. eine ganz sichere nummer).

nicht nur ein arzt, nicht nur ein heilpraktiker konnten nichts ausrichten, nichts feststellen.

zwischen 14, 15 & 16, 17, 18 wurden die anfälle seltener.
soweit ich weiß, sind sie nicht wiedergekommen - genauso wie die durchwachten nächte.

nachtrag nach durchlesen: keine ahnung, warum ich hier ads-migräne & schlaf gekoppelt habe - vielleicht hängt es ja tatsächlich zusammen.
bin ich froh, daß ich mir diese nachdenk-zigarette nicht angezündet habe, als ich die gasleitung abgemäht habe :icon_mrgreen:<br />oder: alles wird gut.
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Re: Migräne-Anfälle bei Kindern

Beitragvon Polaris » 10. Juni 2011 08:54

Als Kind bis zum Beginn der Pubertät hatte ich ebenfalls regelmäßig Migräne und auch Nasenbluten.

Über einen längeren Zeitraum trat die Migräne jeden Freitag auf. Ich weiß nicht, ob der Grund dafür die zurückliegende Woche war, oder die Aussicht auf das WE mit seiner völlig anderen Tagesstruktur.

Oder daran, dass meine Mutter eine lange Zeit dachte, jeden Freitag gebratene Leber sei eine tolle Sache  :kotz111:

Oft bekam ich auch Migräne, wenn viele Gäste kommen sollten.

Auf jeden Fall verschwanden die Anfälle und auch das Nasenbluten wirklich während der Pubertät. Sie traten nur noch einmal während meiner ersten Schwangerschaft auf.

Leider kann ich keinen guten Tip zur Vermeidung geben, aber vielleicht findest du gemeinsam mit deinem Sohn heraus, ob es ähnlich konkrete Anlässe gibt und könnt dann diese Situationen für ihn leichter machen.
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Re: Migräne-Anfälle bei Kindern

Beitragvon Nando » 1. Juni 2013 17:47

Hallo,

ich habe Migräne seit etwa meinem 7. Lebensjahr, die heute noch immer andauern. Seit etwa 4 Jahren vielleicht nicht mehr ganz so häufig, bzw. die Abstände wurden Länger, aber trotzdem immernoch.
Ich bekam immer Medikamente (erst ab dem 13. Lebensjahr etwa), in denen der Wirkstoff Paracetamol war. Heute nehme ich reines Paracetamol. Bei 4 Tabletten bleibt es meist bei Sehstörungen (Aura), die dann nach etwa 45 min. verschwindet und alles fast wieder so ist wie vor dem Eintreten.

Früher, als ich noch keine Medis gegen Migräne einnahm, weil ich nicht wusste, was es ist oder ich es noch nicht beschreiben konnte, War das die Hölle. Dann dauerte das schon mal so 2 Tage an, mit Mega Kopfschmerzen, Wortfindungsproblemen, Kribbeln und Taubheit an Fingern und Mund- / Gesichtsbereich, extreme Lichtempfindlichkeit, etc ... . Übergeben hatte ich mich in dieser ganzen Zeit glaube ich nur einmal müssen.

Gruß Nando
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Re: Migräne-Anfälle bei Kindern

Beitragvon Angie » 1. Juni 2013 17:50

@Nando mit dem Kribbeln im Gesicht liest sich eher nach Clusterkopfschmerzattacken

http://www.adhs-anderswelt.de/index.php ... #msg454996
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Re: Migräne-Anfälle bei Kindern

Beitragvon Nando » 1. Juni 2013 18:05

[quote=&quot;Angie&quot;]
@Nando mit dem Kribbeln im Gesicht liest sich eher nach Clusterkopfschmerzattacken

http://www.adhs-anderswelt.de/index.php ... #msg454996
[/quote]

Ne ne. Gesichtslähmungen zählen nach meiner Erkentnis zu den Typischen Migräne-Symptomen.

Clusterkopfschmerzen ist nochmal ne viel üblere Nummer, wie das was ich kenne und jemals hatte. Da hilft dann auch kein Paracethamol mehr und bei vielen auch keine normalen Migränetablette. Ich habe schon Berichte über Cluster gelesen, da sind die Leute krümmend am Boden gelegen und haben geschrien vor Schmerzen. Die waren dann auch völlig handlungsunfähig, z.T. auch mit Krämpfen. Die konnten sich sogar nicht einmal mehr ne Tablette einschmeißen.

Das, was Du hattest, könnte schon eher ne Clusteratakke gewesen sei, da sie so plötzlich und gleichzeitig so intensiv auftauchte. Noch dazu so spezifisch sich auf ein Gesichtsbereich fixierte.

Gruß Nando
Zuletzt geändert von Nando am 1. Juni 2013 18:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Migräne-Anfälle bei Kindern

Beitragvon st.alaska » 2. Juni 2013 20:15

Meine Mittlere ADHS diagnostiziert und seit 6 Wochen auf Medikamente eingestellt hat auch Migräne.
Sie hatte diese Anfälle schon bevor wir überhaupt mit der Gabe von Medikinet angefangen haben. Deswegen hat auch unsere Ärztin gesagt, dass es kindliche Migräne ist. Bei ihr äußerte sich das immer so, dass sie erst sagte sie hat Kopfweh, dann hat sie noch ne ganze Weile ganz normal gespielt und getobt. Anschließend hat man zusehen können wie ihr das BLut aus dem Gesicht wich. Daraufhin musste sie immer spucken und ist dann vor lauter Erschöpfung eingeschlafen. Danach war der ganze Spuk wie weggeblasen.
Unser KiA meint, das wir ihr beim ersten "Mama ich hab Kopfweh" gleich erst mal ne halbe Dosis Schmerzsaft geben sollen, damit der Anfall erst gar nicht richtig auftritt. sollte nach ner halben Stunde keine Besserung eingetreten sein, dann noch mal ne halbe. So laufen wir aktuell ganz gut. Und sie ist seit ca 5 Wochen "anfallsfrei". Sonst hatte sie es durchschnittlich einmal in der Woche.
LG st.alaska

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