Angst- und Panikstörung / Hypochondrie

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alexander1981
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Angst- und Panikstörung / Hypochondrie

Beitragvon alexander1981 » 2. Dezember 2010 17:13

Hallo Leute... Vielleicht hilft es mir ja wenn ich darüber schreibe. Habe ADHS in Komorbität mit der im Betreff genannten Störung. War gestern bei Orthopäden, weil ich nen Arbeitsunfall hatte. Er hat mein Sprungelenk geröngt und durch Zufall eine ovale Erhellung auf dem Knochen gesehen. Gebrochen ist Gott sei dank nichts.
Der Doc sagte diese Stelle muss man abklären lassen und hat mir ne Überweisung fürs MRT gegeben.

Wie ich halt bin hab ich richtig Angst bekommen und den Arzt gefragt was es sein könnte. Er hat alles mögliche genannt, nur nicht das es Knochenkrebs sein könnte. Ich habe ihn dann danach gefragt und er sagte das es schon kein Krebs sei.... Dieser nicht gerade gesprächige Arzt hat mir damit wirklich kein Gefallen getan. Ich bin wieder mal am Grübeln und nachdenken. Gestern hatte ich dann ne Panikattacke.. Termin zum MRT habe ich erst am 24.01.2011.
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Amy7
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Re: Angst- und Panikstörung / Hypochondrie

Beitragvon Amy7 » 7. Dezember 2010 17:46

Hallo Alexander,

ich habe auch Panikstörungen. Seit einem Jahr.

Jetzt ist mir seit ein paar Wochen zum ersten Mal klar geworden, dass diese Panikstörungen wohl aufgrund von AD(H)S aufgetreten sind. Eigentlich bin ich in diesem Forum wegen meiner Kleinen. Dann kam die Erkenntnis, mein Mann hat es auch. Dann kam die Erkenntnis. Okay, ich gehöre auch dazu. Na denn auch, warum nicht.

MRT habe ich schon zwei hinter mir. Da hatte ich noch keine Panikstörungen, aber alleine der Gedanke, in diesem Gerät liegen zu müssen hat bei mir schon ein Gefühl ausgelöst, keine Beschreibung möglich! Verstehe Dich da sehr gut.

Was mir inzwischen hilft ist "Muskelrelaxation nach Jacobsen". Wurde mir von der Therapeutin dringend empfohlen und es hilft wirklich. Es gibt hierzu entsprechende CD's mit geführter Anweisung. Es hilft wirklich, alle anderen Enstpannungstechniken versagten bei mir, durch mich, kläglich. Das war das Einzige, mit dem ich klar kam. Weil relativ einfach zu lernen.

Du hast ja noch ein bißchen Zeit bis zum MRT. Hol Dir im Buchhandel eine CD, empfehlen kann ich bspw.: Dr. med. Stephan Frucht, "Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson" CD.  Mit der CD, bspw. abends oder wenn halt Zeit ist, üben, üben, üben, geht relativ leicht und dann versuch das im MRT durchzuziehen.

Ich wünsche Dir eine schöne Adventszeit und viel Kraft für Deine Untersuchung.

L.G.

Amy7
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Nando
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Re: Angst- und Panikstörung / Hypochondrie

Beitragvon Nando » 1. Juni 2013 17:59

Hallo alexander1981,

Dein Beitrag ist zwar schon ne ganze Wile her, wollte Dir aber trotzdem kurz dazu schreiben

Ich pers. leide auch unter Hypochondrie (F45.2) und wurde auch u.a. darauf in der Psychiatrie therapiert. Wegbekommen hab ich dies bis heute allerdings noch nicht. Teilweise ist es leicht besser, teilweise auch wieder schlimmer.

In meinem ganzen Leben habe ich schon dermaßen oft meinen Arzt gewechselt, weil ich mir blöd vorkam, wegen "kleinigkeiten" jedesmal den Arzt zu belästigen. Ich bin der Typ Mensch, der oft auch als "Arzthopper" bezeichnet wird, da er ständig nur bei Ärzten rumhängt und oftmals auch Todesängste ausstehen muß, bis er erstmal gesagt bekommt, das alles ok ist. Das aber immer so zu glauben oder "anzunehmen" ist für Hypochonder sehr schwer, da sie sich mit einer zufriedenen Diagnose meist nicht zufriedengeben.

In sofern kann ich Deine Bedenken sehr gut nachvollziehen.

Gruß Nando
Geb. 1974, m., AD(H)S-Diagnose seit 05.08.2013
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- HSP (hochsensibel)
- ADS als Kind
- ADHS als Erwachsener

>> Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich nur darin zurechtfinden. <<

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