Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

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violent
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von violent » 21. Mai 2009 20:15

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Hallo rieka,

dazu fällt mir gerade etwas ein,muss aber nicht stimmen,also bitte nicht zuuu ernst nehmen.

Ich habe auch eine PTBS,Borderline und ADHS,mir wurde in der Klinik gesagt das ich keine Medikament wie Ritalin usw.
bekomme,da diese Medi-Gruppe die PTBS und Borderline Symptome verstärken.

Dies ist mir eingefallen weil du geschrieben hast das es alles noch schlimmer geworden ist seitdem du das Medi nimmst.

Ich weiß nicht ob es stimmt was mir da gesagt wurde,ich glaube es aber einfach mal.

LG violent  :winken:
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rieka
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von rieka » 22. Mai 2009 11:40

Hallo Violent,

ja,  es könnte bei mir auch so sein!  :icon_rolleyes: :fr:

Weißt Du, wie das mit Strattera ist? Das wirkt ja anders, müsste also besser sein oder?

Ich werde den Arzt mal fragen, was er dazu meint, vor allem SVV und Su*z*dgedanken machen wir zu
schaffen.

Habe die nicht immer, aber wie gesagt, mit dem Amphetamin. so heftig wie vorher nicht. 

Das Dumme ist auch, dass ich auf meine Traumatherapie gerade noch warte und es nicht so gut ist, wenn jetzt alles hochkommt, ohne dass ich eine
therapeutische Unterstützung habe.

Na ja, heute ist es wieder besser und dann habe ich ja auch schon bald meinen Arzttermin Anfang nächster Woche. HOffe, dass ich bis dahin einigermaßen stabil bleibe.
lg rieka  :winken:
violent
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von violent » 22. Mai 2009 16:04

Huhu rieka,

leider kann ich dir zu Strattera nichts sagen, ist eins der Medis die in noch nicht genommen habe. :icon_rolleyes:

Ich nehme jetzt seit fast einem Jahr Cipralex und bin zufrieden,alles andere hat nicht geholfen.
Manchmal in extremen Situationen habe ich auch noch Suizidgedanken,aber lang nicht mehr so schlimm wie vorher.
Ist alles etwas gedämpfter,zum Glück.

Ich würde das mit den Medis auf jeden Fall mal beim Doc. ansprechen.

Wünsch dir alles Gute  :winken:
Raphael

Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von Raphael » 22. Mai 2009 16:26

[quote="papillonindigo"]
Also eine  traumata hatte ich auch. Mobbing in der schule und dann am arbeitplatz. Dadruch hatte ich immer angst wenn ich mit menschen war, immer gestresst. Ich hatte auch alpträume und flaschback...
[/quote]

Ich muss sagen, dass es mir genauso ging - speziell Mobbing in der Schule. ... und: ich habe das Problem gerade jetzt erst bei mir erkannt; vielleicht auch deswegen, weil ich jetzt (wirksame) Medikamente nehme und den Blick auf ADS gerichtet habe. Ich wurde recht häufig "gehänselt" und hatte immer wieder Probleme, "dazuzugehören". Unter den Traumatisierungen leide ich heute noch. Ich denke, das ist ein konstruktiver Ansatz für (m)eine Psychotherapie.

Teilweise habe ich auch an Autismus bei mir gedacht; darüber werde ich mich noch informieren...

By the way: Was ist denn eine EMDR ?

Raphael

P.S.: Wer würde sagen, dass es sich bei dem Mobbing um ein ADS-spezifisches Phänomen handelt ?

P.S.2: Meine Eltern haben mich mal zum Kinderpsychologen gebracht; der sollte Auffälligkeiten an meinem Verhalten feststellen. Aber ich denke, damals war man noch nicht sensibel auf ADHS. Bin jetzt 37. Schade, ich hätte besser leben können.
Zuletzt geändert von Raphael am 22. Mai 2009 16:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von rieka » 23. Mai 2009 11:51

Hallo,


@ violent, danke für Deine antwort. Ich werde wie gesagt mit dem doc sprechen, es ist sehr wechselhaft alles, tagsüber gehts mir mit heute gut, heute nacht aber wieder angst.... keinen plan.

@raphael:

Ich habe noch kein EMDR gemacht, will es aber bald machen. Bei Traumata soll es eine der besten Methoden überhaupt sein. Der Therapeut bewegt dabei zwei Finger vor Deinem Gesicht und Du musst mit den Augen den Fingern folgen. Dabei wird über eine traumatische Situation gesprochen. Durch die Augenbewegung soll ein Vorgang im Gehirn in Gang kommen durch den traumatische Erlebnisse/Erinnerungen daran, an den "richtigen" Platz im Gehirn abgelegt werden und damit sollen sie dann nicht mehr aktiv sein, in Form von flashbacks oder triggern.


So in der Art. jedenfalls....

Mehr Infos:
http://www.emdr-institut.de/0100_emdr/index.php

Mit dem Mobbing kenn ich mich nicht so aus, aber ich denke Mobbing kann sicher traumatisieren.

liebe grüße,

rieka  :winken:
Zuletzt geändert von rieka am 23. Mai 2009 11:52, insgesamt 1-mal geändert.
Raphael

Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von Raphael » 23. Mai 2009 11:59

Hai, rieka!

Danke Dir für Deine Erklärung, ich werde meinen Psychologen fragen, ob er auch so etwas mit mir machen kann.

LG Raphael
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Catriona
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von Catriona » 28. Mai 2009 08:51

Huhu,

ich habe gerade zufällig gesehen, daß in der "Schrot & Korn" - die Kundenzeitschrift der Naturkostläden - ein Artikel über EMDR ist. Leider in der aktuellen Mai-Ausgabe - allerdings gibt es unter www.schrotundkorn.de die meisten Artikel auch online - einfach mal schauen! Ansonsten: ab in den nächsten Bioladen :-)

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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von oetzi » 2. Januar 2011 00:21

Nach den ICD Kriterien und den Symptomen die bei Wiki stehen habe ich auch ne PTBS.

Wenn ich müde bin und dann schlafen gehen will, kommen diese Erinnerungen hoch und dann bin ich wieder wach, und kann nicht schlafen.
Deswegen bekomme ich auch ein typisches Neuroleptikum. Das bringts aber auch nicht immer.
Das schlafen gehen ist echt TERROR
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von cajo81 » 27. April 2011 16:43

Also Traumatas hatte ich auch einige :

1)
Meine Eltern haben sich ihr Leben lang nur gestritten (haben beide wohl ADS oder Asperger). Die Schreierei war für mich unerträglich. Wenn einer von beiden A sagte dann sagte der andere B.
Auch belastet hat mich immer dass mein Vater meine Muttwer oft betrogen hat. Bei den dann folgenden gegenseitigen Intrigen/Beschimpfungen stand ich als Einzelkind dann immer mittendrin und musste mich entscheiden wenn ich nun lieber haben muss. Eine furchtbare Zeit. Ich war dankbar als ich mit 19 den Hexenkessel endlich verlassen konnte.
2)
Wir haben einen ziemlichen sozialen Abstieg hinter uns gebracht. Von der generationenalten, millionenschweren, selbstständigen Industriellenfamilie zu einer Familie mit sehr geringem Einkommen.
Das hat mich auch sehr geprägt weil dieser Wandel über Jahre stattfand und mit viel Kampf, Misserfolgen etc. verbunden war. Seitdem habe ich große Angst selber etwas anzufangen und dann zu versagen.
3)
Mobbing an der Schule war für mich auch schlimm
4)
Mein versagtes Studium - ich wußte da noch nicht dass ich ADS habe - und die dadurch ausgebrochene Depression (plus im Hintergrund wahrscheinlich auch die anderen Traumatas) stellt eigentlich selber ein eigenes Trauma dar. Fast zwei Jahre bestanden meine Gedanken fast nur noch aus Tot und Selbstmord.  :icon_rolleyes:



Aber dank meiner fast dreijährigen Therapie ist es besser geworden. Nur halt die Angststörungen und die allgemeine Lustlosigkeit stellen ein großes Problem dar. Gegen die Angst hilft aber immerhin MPH relativ gut.
Ich persönlich denke auch wie es hier einige gesagt haben dass ADS die Traumatas verschlimmert weil man deshalb die eigenen gedanken nicht sortieren und richtig verarbeiten kann.
In schwierigen Phasen ist dies aber gerade ein wichtiger Aspekt !
Zuletzt geändert von cajo81 am 27. April 2011 16:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Angie
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von Angie » 27. April 2011 16:52

Mal eine Frage habe, gehören emotionale, seelische Qualen auch zu PTBS?

Ich verbinde mit PTBS eher erlebte grausame Ereignisse, wie Krieg, Gewaltverbrechen usw
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von BlackLady » 27. April 2011 17:10

@ Angie

ich denke schon das es so ist.

Denn es gibt auch einen emotionalen Mißbrauch und das würde für mich ganz klar darunter fallen



@ All

Ich hab mich nun nach längerer Zeit doch dazu durchgerungen eine ADHS Diagnose durchführen zu lassen.
Nun hab ich schonmal Fragebögen zugeschickt bekommen.

Ich steh jetzt vor der Wahl, wirklich ALLES zu sagen, oder Dinge zu verschweigen, die auf eine PTBS schließen lassen.

Eigentlich bin ich dafür alles anzusprechen was noch sein könnte. Andererseits hab ich aber Angst, das meine Symptome (die ich auf ADHS zurückführe) dann ausschließlich auf PTBS reduziert werden.
Mir ist klar, das es durchaus so sein kann das einige Dinge auch auf die PTBS passen (die bei mir ebenfalls nicht diagnostiziert ist, da ich mich bislang geweigert hab, überhaupt Hilfe in irgendeiner Form zu suchen).

Wie stell ich es denn nun an, das es nicht von vornherein darauf reduziert wird?
Ich hab keine Problem damit, wenn ich am Ende doch kein ADHS hab.
Aber ich möchte auch nicht, das es von vornherein ausgeschlossen wird.

Wenn ich meine Vorgeschichte aber verschweige und dann eine ADHS rauskommt, kann ich mir nie sicher sein, das ichs wirklich hab.

Wie allso soll ich mich verhalten?
Soll ich dem Arzt von meinen Bedenken diesbezüglich erzählen?
Oder es lieber abwarten?


Wurde bei euch zuerst die PTBS diagnostiziert und später die ADHS, wenns das allein net sein konnte?
Oder auch umgekehrt /zeitgleich?
Ich habe ein Motivationsproblem - solange bis ich ein Zeitproblem hab....


Wer mich für KOMPLIZIERT hält,
hat nur keine Lust
sich mit meiner EINZIGARTIGKEIT
auseinander zu setzen
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von salus » 27. April 2011 17:34

Bei mir wurde erst eine PTSB festgestellt und danach das ADHS. Die Traumatas wurden auch behandelt oder besser gesagt, ich bin noch dabei wegen Multitraumatisierung. Wirklich geholfen hat mir die Therapie erst, als ich Mph bekommen habe. Bei mir wird EMDR und Körpertherapie gemacht.
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von Angie » 27. April 2011 17:44

Tja, und schon würde jemand erwähnen,  was du nicht so alles hast.  :uah:

Jetzt weiss ich warum mein Thera auf die Erlebnisse mit meiner Mutter herumbohrt. Die mich ja emotional, seelisch belastet hat.
Wahrscheinlich hat meine Mutter narzisstische Züge; laut Thera.

Also als Kind durfte ich keine eigene Meinung haben, alles was meine Mutter für richtig befand, war gut.
Ich konnte auch nie selbsständig denken.
Immer was ich machte, war nie gut genug.
Bei den Hausaufgaben stand sie hinter mir und wehe die waren nicht so perfekt, wie sie es wollte.
Da riss sie die Blätter aus dem Heft oder radierte alles weg und ich durfte alles neu machen.
Und direkte Liebe habe ich auch sehr selten erfahren von ihr, sie bezahlte alles eher mit Materialismus.
Und dann sollte ich nach ihrer Pfeife tanzen, schliesslich sollte ich dafür dankbar sein, was sie mir schon alles gekauft hätte.
Die Entscheidungen meiner Mutter grenzte mich noch mehr aus, aus der Schule. Nun war ich ja schon wegen meines Verhaltens nicht gerade die Beliebteste, aber meine Mutter hat es hinbekommen, dass ich noch mehr ausgegrenzt wurde.
Sie hat mir verboten, in der Jugendherberge mit den anderen Kindern zu kochen und gab mir Microwellenessen mit.  :108:
Wenn ich mal einen Widerspruch erlaubt habe, wurde ich gleich darauf hin verprügelt, mit Teppichklopfer, später war es der Gehstock von meinen Papa.  :108:
Ich habe meistens nur das gemacht, was meine Mutter wollte, aber es hat nie gereicht.
Ausserdem war es ihr immer wichtig: Was sollen die anderen Leute von dir denken!  :108: :108: :108:
Wie ich diesen Satz überhaupt nicht mag.
Ich wollte mal nicht mehr zum Konfermationsunterricht, anstatt zu erklären, welchen Sinn der hat, kam nämlich Folgendes zurück:
Denk mal an die vielen Geschenke die du bekommst (Materialismus) und was sollen die anderen Leute denken ( sie hatte wohl das Bedenken, dass andere sie darauf ansprechen, warum ihre Tochter nicht zur Konfirmation will).
Irgendeine Wertschätzung habe ich von ihr selten bekommen.
Ich hatte mal eine Partnerarbeit auf in der Schule, ich sollte Denkmäler mit einer Schulkameradin fotografieren.
Meine Schulkameradin bekam die gute Note mit, obwohl sie ja nichts getan hatte. Weil meine Mutter es für richtiger hielt, dass sie mit mir das unternimmt. So auch gemeinsame Referate, die sie auch verfasste.  :108:
Könnte ja sein, dass ich und meine Schulkameraden ja nicht gut genug sind.  :108:
Dann drohte sie mir öfters: du kannst gehen, aber so wie du auf die Welt gekommen bist, nackig!
Schei....benkleister, hätte ich damals gewusst, dass man sich ans Jugendamt wenden kann, wäre ich dahin.

Mit meiner Schwester hat sie dasselbe abgezogen, allerdings traute sich meine Schwester sich zu wehren. So bekam ich als Kleinkind mit, wie meine Schwester und meine Mutter sich kämpfend auf den Küchenboden wälzten, sich gegenseitig in die Haare zogen.
Oder das Schlimmste, wie meine Mutter mit einen Messer hinter meine Schwester herlief und meine Schwester schnell die Küchentür zu zog, so dass der Arm mit dem Messer eingeklemmt wurde.
Meine Schwester hat mir erzählt, einen Tag hatte sie mal überlegt, ob es vielleicht besser wäre, sich im Abwasserkanal zu ertränken.
Aber für den Freitod, das wäre sie nicht wert gewesen. Meine Schwester war mit 15 Jahren schon ausser Haus.

Ich selbst vermied auch das Zuhause, blieb bis 19Uhr meistens draussen.
Punkt 19 Uhr musste ich Zuhause sein und wehe nicht.

Einmal habe ich miterlebt, wie meine Mutter meine Schwester eine Backpfeife gab, da war meine Schwester schon 32 Jahre alt.
Und andauernd versuchte meine Mutter zwischen uns ein Keil reinzutreiben, sie meinte, meine Schwester wäre eifersüchtig, weil ich mehr bekomme (Material und Geld) dabei würden wir alle beide gleich bekommen.
Und sie sieht sich als die perfekte Mutter und mit meinen Paps hatte sie ja angeblich die perfekte Liebe.

2003 habe ich mich endlich gegen sie gewährt, als sie nämlich die gleich Prozedur mit meinen Tim durchziehen wollte.
Ich dachte nur, mein Kind leidet nicht so, wie ich gelitten hatte.

Heute hat sie keine Macht mehr über mich, mein Thera hat mir dabei geholfen, ihre Macht zu entziehen.
Ausserdem ist sie körperlich krank geworden, sodass sie jetzt von mir abhängig ist und nicht mehr umgekehrt.
Ich war so von ihrer Meinung abhängig, ich konnte ja nicht einmal selbsständig eine Versicherung abschliessen.
Und kam ich mit neuen Klamotten und ihr gefielen die nicht, hatte ich die gleich wieder umgetauscht.
Ich weiss noch, ich war 21 Jahr alt, da kaufte dir mir ein T-Shirt, mit Bärchen und Luftballon drauf mit meinen Vornamen.
Sowas trägt nicht einmal ein 12jähriges Kind mehr.  :aufsmaul_2:

Boah genug ausgelassen, diese Erinnerungen regen mich echt auf.  :bo:
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von Neza » 27. April 2011 21:23

Ich konnte jetzt nicht alles auf einmal lesen, das ist mir zu viel zum Schlucken. Das wühlt mich sehr auf, diese schlimmen Dinge von euch zu lesen und zu wissen, ja davon kennst du und davon und davon usw.

Die Begrifflichkeiten verwirren mich noch etwas, also werde ich mal versuchen ein wenig Ordnung in meine Aussage zu bringen.

PTBS ist im Zusammenhang mit einer Borderline-Erkrankung festgestellt worden. Allerdings eher eine ganze Anhäufung von (für mich) erlebten Traumata.

Eine allgemeine Situation, wie von cato81 unter 1), 3) und 4) beschrieben wobei ich nicht weiß, welche Störungen meine Eltern hatten.

Dies alles geschah  innerhalb einer sehr dichten Zeitspanne von 1/2 Jahr ich war damals 7.

(1) meine Eltern drohten sich scheiden zu lassen, schrien auch ständig und waren gewalttätig, sowohl gegen sich als auch gegen mich.

(2) ein neuer mehrfach strafversetzter Lehrer kam in meine (damals 2.) Klasse und wollte eine neue
Arier-Elite-Klasse formen. Ich war zwar die beste dort (damals war es Mode in der ersten Klasse alle neuen Schüler einem IQ-Test zu unterziehen) aber auch eigenwillig, sprich kritisch. Dies führte zu einer erheblichen Quälerei, die auch nach der Schule in meinem Wohnumfeld zu einer regelrechten Verfolgung meiner Person führte (Beleidigungen, Anspucken und leichte gezielte Schläge, die keine Hämatome hinterließen)

(3) ich wurde, wie ich vor 2 Jahren herausfinden mußte, gezielt aus meiner Familie entfernt und in Folge für 7 Jahre an eine andere, mit meinen Eltern befreundete Familie "weitervermietet", wahrscheinlich sogar gegen Geld. Dies natürlich "nur" an den schulfreien Tagen. Ca. 100 Tage im Jahr durchschnittlich. An diesen Tagen hatte ich bis zu 20 Stunden am Stück zu "dienen". An Schlaf war danach kaum zu denken.

(4) ich hatte durch ein schlimmes Feuer (in einem ganz anderen Mietshaus) ständig wiederkehrende Zwangsvorstellungen und schlimme Ängste, auch vor Toten und Geistern, die ich dann sah. Eine kleine Lampe mußte bei mir nachts im Kinderzimmer brennen, weil ich nicht gegen die Angst ankam.

3+4 gehören irgendwie zusammen
Ich denke ihr habt genug Phantasie und eigene traurige Erfahrungen gemacht um zu wissen, wie dieser Dienst (4)aussah  :schäm:
Ich bekam dann am eigenen Leib die Phänome der sogenannten Depersonlisierung und Derealisation zu spüren. Vorher hatte ich einen Körper, danach nur noch ein winzig kleines Areal in meinem Gehirn, der Rest hat sich regelrecht zurückgezogen das war ein sehr sehr befremdliches Gefühl und danach sah ich die Bilder an der weißen Wand im schwach erleuchteten Zimmer. Ich wurde dort hineingesogen, und wer den Film Odysee 2001 kennt, weiß was ich in etwa gesehen habe. Das alles hat mir aber keine Angst gemacht, obwohl es ziemlich seltsam war.
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von agathe » 28. April 2011 07:30

[quote="Angie"]
Mal eine Frage habe, gehören emotionale, seelische Qualen auch zu PTBS?

Ich verbinde mit PTBS eher erlebte grausame Ereignisse, wie Krieg, Gewaltverbrechen usw

[/quote]


auf jeden fall...
psychische und physische misshandlungen/erlebnisse sind da gleichgestellt.
und genau das, was du im zweiten satz schreibst, nämlich das du  seelische, emotionale quälerei quasi "abwertest", bzw als nicht  " grausam" einstufst, ist eher klassisch.


ACHTUNG- nochmal ne extra triggerwarnung!!!

http://www.aufrecht.net/utu/emdr.html
Zuletzt geändert von agathe am 28. April 2011 07:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von Angie » 28. April 2011 14:01

Stell dir vor, ich habe Bilder in meinen Kopf, da war ich Kleinkind, vllt 4 Jahre alt, wie sich meine Mutter mit meiner Schwester prügelt auf den Küchenboden liegen; den Grund dafür weiss ich nicht. Meine Schwester hatte mir erzählt, es ginge damals um ihren Freund.
Ich weiss noch, wie meine Schwester immer sagte:"Ich hasse Dich, ich hasse Dich, ich bring dich um, ich wünschte du wärst tot."
Ich stand heulend vor der Küchentür und sagte nur:"Hört auf damit!"
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von cajo81 » 29. April 2011 12:45

[quote="Angie"]
Mal eine Frage habe, gehören emotionale, seelische Qualen auch zu PTBS?

Ich verbinde mit PTBS eher erlebte grausame Ereignisse, wie Krieg, Gewaltverbrechen usw

[/quote]

Also seid mir nicht böse aber ich nehme die Sache mit den Inhalten nicht so genau.

Im Endeffekt, so sieht man es ja auch bei Normalos, kann alles Mögliche große seelische Belastungen auslösen.
Sei es eine Trennung von einem Partner den man liebte, die Scheidung der Eltern, Mobbing, ein Unfall etc.

Krieg oder Gewaltverbrechen würde ich innerhalb dieser Liste als die heftigsten bzw. traumatischsten Ereignisse ansehen. Wobei da jeder individuell wahrscheinlich auch wieder anders tickt.
Ich z.B. wurde mal vor wenigen Jahren von drei Jugendlichen überfallen (wollten mein Geld), auf den Boden geschmissen und beinahe zusammengeschlagen wenn einer der drei die anderen nicht gestoppt hätte.
Obwohl ich in der Situation große Angst hatte ist sie mir im Nachhinein komischerweise ziemlich am A*** vorbeigegangen. Ich denke gar nicht mehr daran während andere vielleicht nachdenklicher und ängstlicher reagieren würden.
Ich kenne auch einen Typen dem hat sein Aphganistaneinsatz Spaß gemacht obwohl er in Gefechte verwickelt war. Der hat das Ganze doch tatsächlich als eine Art "Kick" angesehen - man mag es kaum glauben.  :icon_rolleyes:
Es kommt wohl also auch echt auf den Menschen an wie dramatisch man was betrachtet.

Im Bezug auf ADS nehme ich einfach mal an dass ein ADSler aufgrund seiner gedanklichen Unordnung Traumatas, selbst harmlosere, weniger schnell verarbeiten und ablegen kann als Normalos die ja definitiv auch eine Weile brauchen um eine negative Erfahrung zu verarbeiten. Durch die Grübelei, so war es jedenfalls bei mir, macht der ADSler womöglich zusätzlich aus der Mücke einen Elefanten. Jede Kleinigkeit des Erlebten wird hundertmal hinterfragt und immer wieder entdeckt man dabei (scheinbar) neue negative Hintergründe. Man steigert sich halt zu sehr in das negative Erlebnis rein.
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von Ninetta » 29. April 2011 12:48

Hallo.

Es gibt Unterschiede zwischen chronisch komplexer PTBS und durch ein traumatisierendes Ereignis hervorgerufener PTBS. Fertig.

Und wenn jemand behauptet, dass es für eine PTBS reicht, sich in Dinge "zu sehr hineinzusteigern", hat noch nicht verstanden, was eine PTBS ist und deren Symptome sind. Auch fertig.

Ninetta
Zuletzt geändert von Ninetta am 29. April 2011 14:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von agathe » 29. April 2011 13:07

danke ninetta..
auch fertig.
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von Angie » 29. April 2011 14:18

Danke Ninetta, darum habe ich ja gefragt.  :zwink:
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Re: Posttraumatische Belastungsstörung (Trigger)

Beitrag von KleineFeder » 1. Mai 2011 10:23

Lass dich nicht verunsichern.
Tempo kann manchmal von Vorteil sein,
zum Erfolg führt allein die Ausdauer.
(Verfasser unbekannt)
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