Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

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anna222
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von anna222 » 25. Februar 2009 22:22

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:icon_eek: geht es auch deutlicher?
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starchild
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von starchild » 26. Februar 2009 00:21

hallo chaosprinz,

da hast du mir arbeit abgenommen  :ja: jupp, den meinte ich  :top:

ich wusste noch mit welchem buchstaben der nachname begann und wo ich es gesehen habe.
nur leider war ich danahc gedanklich irgendwo anders und so habe ich erst jetzt, deine thread in meinem postkasten gefunden..  :108:

da ich mich eher auf bl seiten tummle, da dies zumindest noch immer die diagnose ist und ich ad(h)s noch nicht weiterverfolgt habe, kann ich mit deinen quellen nicht mithalten  :icon_redface:

aber dat wird noch---werd mir die gleich mal zu gemüte führen...

ob es nun irgendeine der persönlichkeitsstörungen ist oder ad(h)s oder beideszusammen...denke der name spielt nciht die rolle, sondern die positiv anschlagende behandlung ;)
Liebe Grüße starchild

"Erwachsen - was heiß das schon?
Vernünftig - wer ist das schon?
Ich bin ich und Du bist Du,
das ist alles was ich weiß."

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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von lejuba » 26. Februar 2009 16:53

Hallo,

ich versuche seit einiger Zeit unsere Tochter (23 Jahre alt) zu verstehen. Sie hat, genau wie ich auch, ADHS. Ist vor 3 Jahre zu Hause ausgezogen, mit Streit und allem drum und dran, und zu ihrem Freund gezogen. Den Kontakt zu uns hatte sie total abgebrochen. Wie ich nun als Mutter nun mal bin, habe ich hart daran gearbeitet, wieder Kontakt zu ihr bekommen, was sie dann auch nach längerer Zeit zugelassen hat. Sie ist dann bei ihrem Freund rausgeflogen, weil sie fremdgegangen war. Wir haben sie dann aufgenommen. Leider nur für 1 Nacht. Sie hat dann die Sachen gepackt und ist wieder einmal gegangen. Im letzten Jahr hat sie einen Selbstmordversuch gemacht, den sie knapp überlebt hat. Wir haben sie gefunden und sie wurde im letzten Moment gerettet. In der Klinik wurde erst Borderline diagnostiziert, leider haben wir danach keine Informationen von unserer Tochter oder der Klinik erhalten. Den Therapieplatz in einer Spezialklinik wurde erst von der Klinik bei uns hier nicht unterstütz und dann wollte unsere Tochter nicht mehr hin.  In der nachfolgenden Zeit hatten wir das Gefühl, dass sie uns wieder ein bisschen an ihrem Leben teilhaben lässt. Leider war das ein Trugschluss. Sie hat ihre finanziellen Sachen von uns erledigen lassen und wir haben wieder einmal voll einen A..tritt bekommen. Wir haben nun eine Unterhaltsklage von ihr bekommen, ohne dass wir in irgendeiner Weise mit ihr oder ihrer Anwältin die Sache klären können. Kann mir jemand einen Rat geben, wie ich damit klarkommen kann oder evtl. auch die evtl. Sichtweise einer ADHS´lerin und Borderlinerin erklären ??  Wir sind am Ende unserer Kräfte, immerhin ist sie ja, auch wenn sie schon 23 Jahre alt ist, immer noch unsere Tochter.

Wäre schön, wenn irgendjemand dazu was schreiben könnte.
Liebe Grüße,

lejuba
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von saadina » 27. Februar 2009 22:20

den artikel würd ich gerne lesen.. :ja:
link geht aber nimmer!!!!!!!!!!! :lesen: 

:Lupenfisch:

[quote="chaosprinz"]


In der Akzente (Fachzeitschrift des ADHS Deutschland e.V.) steht ein guter Artikel, den kann man auch hier lesen: 

Artikel: Differenzialdiagnostik und ADHS

[/quote]
es gibt noch bäume in mengen,
schattig
und durchaus kommun.,
um oben sich aufzuhängen
oder unten sich auszuruhen....
(Baal...B.Brecht)
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von starshine » 17. März 2009 12:32

Wow! *schluck* bin noch nie auf die Idee gekommen, dass mein Partner vielleicht nicht nur ADHS hat - habe die Diagnose nie angezweifelt... NPS oder auch Borderline würden einiges noch viel besser erklären....

Ich glaube ich tue gut daran mich zu trennen *aufatme*
Shoot for the moon - even if you miss it you will land among the stars (Les Brown)
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von AnkerHass » 20. Januar 2012 13:37

Tag.
Ich hab die Diagnosen ADS, BPS und NPS. Alles von und mit dem selben Psychiater abgeklärt, also keine Ansammlung an 5-Minuten-Diagnosen, die man nebenbei mitnimmt, wenn man mehrere Psychiater, Kliniken und Rehaeinrichtungen durchläuft. Die Diagnosekriterien passen auch alle.

Ich muss mal ein wenig widersprechen. Eine NPS bedeutet nicht zwangsläufig, dass jemand so dermaßen denkgestört ist, dass er sich immer im Recht sieht.
Was nach außen hin (vorallem wenn man sich im Streitgespräch befindet und zwischen den wütenden Erwiderungen beider Parteien jeweils nur Sekundenbruchteile vergehen, was ein vernünftiges Durchdenken nahezu unmöglich machen kann), teilweise auch nur impulsiv-affektiv die Schuld auf jemand anderen abwälzt und die eigene Größe betont, muss ja nicht dem eigenem Denken entsprechen. Wie oft sagen auch gesunde Menschen schnell etwas, dass sie im Nachhinein betrachtet als falsch, unfair und wenig durchdacht bezeichnen würden?

Beim Narzissten sollte man als Außenstehender beachten, dass Selbsterkenntnis, Ehrlichkeit in Bezug auf die eigenen Stärken und Schwächen, also im Grunde ein gesundes Selbstbewusstsein, sowie die Bereitschaft und Kompetenz dies nach Außen hin zu vertreten, von der Gesellschaft oft nicht gedankt werden.
Gesellschaft steht hier als Summe bzw Querschnitt aller Menschen, denen man hierzulande im jeweiligen Umfeld begegnen kann / muss.
In einem kranken und krankheitseinsichten Umfeld wie in diesem Forum oder einer Klinik erntet man dagegen sogar noch Sympathie, wenn man sich fehlerhaft gib (sofern die Fehler zum Umfeld passen). Wenn man sich dagegen in einem gesunden Umfeld bewegt, ist oft Wert auf Glätte, Makelosigkeit, Richtigkeit der eigenen Gedanken und Handlungsweisen, sowie auf Erfolg, Charakterstärke (individuell wie das jeweilige Umfeld einen halt gern haben möchte) zu legen.

Ein Narzisst kann sich in den meisten Situationen mit anderen Menschen doch überhaupt nicht ehrlich äußern, da er sonst abgewertet wird. Gibts was schlimmeres? Um zum Anfang zurückzukommen: Narzissmus bedeutet nicht automatisch "keine Krankheitseinsicht". Meine Diagnose hat mein Arzt erst gestellt, weil ICH ihn drauf hingewiesen habe. Ich bin durchaus fähig und bereit, zu reflektieren und mich kritisch zu betrachten. Das Problem besteht eher darin, dass Kritik von Außen oftmals wie ein Angriff wirkt und manchmal auch durchaus so gemeint ist. Instinktiv verteidigt man sich also. Wenn so ein Verhalten Einzug in eine Beziehung hält, ist es kein Wunder, dass der Narzisst auf gut deutsch "wie ein Arschloch" wirkt, aber wirklich hinter die Schädelplatte kann man ihm dann doch nicht schauen. Äh, ja. Ich hab den Faden verloren.
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Angie
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von Angie » 10. Februar 2012 21:14

Ehrlichkeit in Bezug auf die eigenen Stärken und Schwächen


Du gibts Schwächen zu?  Scheint wohl mehere Sorten von Narzissmus zu geben.
Meine Mutter hat wohl NPS und die würde niemals Schwächen zu geben.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
AnkerHass

Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von AnkerHass » 11. Februar 2012 22:41

[quote="Angie"]
Ehrlichkeit in Bezug auf die eigenen Stärken und Schwächen


Du gibts Schwächen zu?  Scheint wohl mehere Sorten von Narzissmus zu geben.
Meine Mutter hat wohl NPS und die würde niemals Schwächen zu geben.

[/quote]

Persönlichkeitsstörungen sind ja im Grunde nur Summen von extremisierten / pervertierten / verdrehten / krankhaften Eigenschaften, die jeder Mensch in sich trägt.
Die Ausprägung ist immer individuell und beeinflussbar von Menschen, Erfahrungen, eigenen Gedanken oder gar so merkwürdigen Dingen wie Krankheitseinsicht.  :zwink:

Ich weiß, dass ich ein Narzisst bin. Das hilft bei der Begegnung mit "euch da draußen", beseitigt aber meine Krankheit nicht.

Menschen die niemals Schwächen zugeben können / wollen, aber eindeutig welche haben, sind extrem schwach.
Eine Stärke, auf die ich durchgehend stolz sein kann, sowohl in stark narzisstisch geprägten Momenten, als auch im "Normal"-Zustand, ist es, zumindest gewisse Schwächen von mir zu erkennen, zu akzeptieren und nach außen hin auch zu bezeugen, zu vertreten. Dazu zu stehen. Das ist ernorm hilfreich, wenn man Kontakt zu Menschen haben möchte.
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von Angie » 11. Februar 2012 22:47

Da du gerade Krankheitseinsicht erwähnst, also meine Mutter hat immer Schlimmeres wie all die anderen und die anderen stellen sich ja immer nur an.
:icon_rolleyes:
Keine Sorge, sie hatte auch gute Eigenschaften. Wurde ich mal wieder zu unrecht bestraft, kämpfte sie wie eine Löwin um mein Recht.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
AnkerHass

Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von AnkerHass » 11. Februar 2012 22:59

[quote="Angie"]

Keine Sorge, sie hatte auch gute Eigenschaften. Wurde ich mal wieder zu unrecht bestraft, kämpfte sie wie eine Löwin um mein Recht.

[/quote]


*prust*

Du hast vergessen "von anderen" zu schreiben, oder?
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von Angie » 11. Februar 2012 23:23

Die Einsicht so zu denken, habe ich von meinen Thera gelernt.
Nicht nur die unguten Eigenschaften zu sehen.
Und da ich als Kind nichts anderes kannte, war die Macht über meine Mutter an mich selbst wahrscheinlich selbstverständlich.
Was alles geschen war, in meiner Kindheit, wurde tiefenpsychologisch aus mir herausgekitzelt.
Willst die schlechten Eigenschaften wissen?
Ich konnte keine eigene Persönlichkeit entwickeln, da meine eigen Meinung nie zählte und ich hatte so zu denken wie meine Mutter.
Und was deine Eigenschaften sind, keine Ahnung, ich kenne dich nicht persönlich.
Mich würde mal interessieren, haben Menschen die länger mit dir zusammen waren, dir mitgeteilt, was störend und was gut an dir ist?
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
AnkerHass

Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von AnkerHass » 15. Februar 2012 22:18

[quote="Angie"]
Ich konnte keine eigene Persönlichkeit entwickeln, da meine eigen Meinung nie zählte und ich hatte so zu denken wie meine Mutter.[/quote]

Das ist übel. Junge Menschen versuchen ja irgendwie in der Welt herumzustolpern, sei es durch Bewegung, Erkundung oder halt auch Bewertung mit der Basis, die als moralische Stütze seitens der Gesellschaft und der Eltern / Bezugspersonen gelegt wird.
Muss schwer sein, aus so einem antrainierten Dauernicken rauszukommen.

Und was deine Eigenschaften sind, keine Ahnung, ich kenne dich nicht persönlich.
Mich würde mal interessieren, haben Menschen die länger mit dir zusammen waren, dir mitgeteilt, was störend und was gut an dir ist?



Es gab nie so viele lang anhaltene Beziehungen. Familie: Ja, die waren auch meist ehrlich und objektiv, haben mich versucht, mich aufzubauen und mir zu helfen, meine Stärken zu nutzen. Freunde: Wenige. Noch weniger, die so nah kamen, dass sie mich wirklich kannten. Bei denen kann ich nur das gleiche sagen. Beziehungen: Bisher nur zwei, eine aktuell. Beide mit BPS. Objektivität ist also Glückssache. Teilweise schon.

Was die negativen Eigenschaften angeht....Es gibt wenige Menschen, wirklich nur wenige, die meine negativen Eigenschaften einigermaßen objektiv behandeln.
Da gibts dann auch innerhalb der Familie oder bei an sich engen Beziehungen Momente, in denen ich mich wieder verstellen muss, damit ewige Streitereien nicht ausarten.
So gefühlsmäßig unbeladene Dinge wie ADS- oder Aspi-typische komplizierte Verhaltensweisen werden akzeptiert, aber angemerkt, wenn die Erwähnung grad relevant ist, weil Arbeit daran zu leisten ist oder weil sich Ziele damit überschneiden könnten oder einfach eine ehrliche Meinung gefragt ist.

Emotional beladene Dinge wie meine Gefühlswelt, meine politischen Ansichten, mein Weltbild, meine sexuellen Vorlieben, mein Verständnis über das Leben, die Menschen und Moral, Glauben, Gewissen, Verantwortung und wie das alles heißt, lasse ich inzwischen einfach weg, egal wie nahe mir die Leute sind. Lieber anonym im Internet was dazu schreiben, dann muss man keine Repressalien fürchten. Aber diesbezüglich habe ich auch schon objektive Momente der "nahen" Menschen erfahren können. Von manchen.

Da das vorkommen kann (äh quatsch. regelmäßig so ist!), frag ich mal: Hab ich deine Frage überhaupt beantwortet? Oder bin ich wieder abgeschweift ohne das Hauptthema zu behandeln?
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Angie
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von Angie » 16. Februar 2012 18:51

Ob Aspi oder ADHS oder sonstige Verhaltens-oder Persönlichkeitsstörungen wird zwischenmenschlich wahrscheinlich eine Einschränkung sein.

Aber, wenn ich so an meine Mutter denke, "richtige" Freunde hatte sie nie.
Sie kam sich eigentlich immer nur wichtig vor, dass ohne sie nichts laufen würde.
Aber komischer Weise, kümmert sich jetzt, wo sie krankheitsbedingt nicht mehr kann, kein "Freund" und keine anderen Verwandten um sie.
Obwohl sie immer meint, die anderen können ihr ja so gestohlen sein, da diejenigen ja "nichts" für sie richtig tun können.
Und es gibt den Anschein, als würde es ihr nichts ausmachen, dass sie im Prinzip alleine dasteht und nur noch auf mich angewiesen ist.
Weil ja all die anderen ja nichts für sie tun können.
Sie kapatuliert sich selbst ins Ausseits. Es scheint so, als würde der Rest der Menschheit, ihr nicht genügend zu sein.
Die einzige Zustimmung bekommt sie noch aus ihrer Seite her Verwandschaft. Die Cousinen. Die selbst ja soviel zu tun haben, ohne sie würde der Laden ja nicht laufen und können nur telefonisch Kontakt mit meiner Mutter halten. Sie wohnen ja auch 130km weg. Da wird dann die Zustimmung gesucht, dass ja die Schwiegertochter ( von ihrer Cousine die Schwiegertochter) ja überhaupt nicht soviel im Betrieb rein bringt und das geht ja nicht so und bla bla bla
Es scheint so, als wäre NPS in Mutters Verwandtschaft Gang und Gäbe.
Ist das bei dir auch so Ankerhass? Das sämtlich andere Leute dir nicht genügend sind?
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von fachaela » 14. September 2012 09:38

das ist ein interessantes thema,

von meinem vater weiss ich sicher, dass er aspergerautist war und bei meiner mutter seh ich züge einer nps. ich werd so wütend, wenn ich drüber nachdenke, wie unreif und willenlos sie meinen vater behandelt hat und das schlimme ist, dass ich ihr mit den jahren immer klarer grenzen gesetzt hab und das hat nicht wirklich was genutzt, denn je deutlicher diese sind, desto manipulativer versucht sie ihren willen zu erreichen, aber sie gibt einfach keine ruhe.
es ist so anstrengend und selbst, wenn ich mich abgrenze bin ich nicht erleichtert, sondern eher erschöpft, weil ich weiss, das da wieder ein neues "schlachtfeld" ist, wo ich in zukunft damit beschäftigt sein werde mich zu verteidigen :upsi:
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von nixe » 14. September 2012 10:25

Du kannst das "Spiel" nur verlassen, wenn Du vom Spielfeld gehst. Schon die Vorbereitung der Verteidigung oder Rechtfertigung heißt, sich wieder auf ihr Spiel einzulassen.

Der Punkt ist, sie kann nicht über Dein Leben bestimmen. Also ist es auch egal, mit welchen Mitteln sie versucht, ihren Willen durchzusetzen. Sie hat da nichts zu wollen.

Was Du tun kannst, ist, loslassen. Sie kann reden, tun und lassen, was sie will und sie selbst kann das auch interpretieren, wie sie möchte. Solange Dir nur klar bleibt, dass niemand außer DIR entscheidet, ist alles paletti.

Also zB nicht mehr versuchen, sie von etwas zu überzeugen, oder mit ihr in "Argumentationen" einsteigen. Sondern selbst entscheiden und die gute Frau auf dem ansonsten vereinsamten Spielfeld ruhig toben lassen. Einfach beobachten, ohne zu werten und ohne mitzumachen.
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von Angie » 14. September 2012 11:24

:ja1:
Da habe ich mir  einen guten Spruch angewöhnt: Du hast Recht und ich habe meine Ruhe!
Dann weiss sie zwar, dass sie immer noch nicht ihre Meinung mir aufgedrückt hat, aber ich will nicht weiter darüber diskutieren.
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von fachaela » 14. September 2012 11:52

den spruch kenn ich auch, aber er bringt leider nichts, wenn deine mutter dauernd taten sprechen lässt. das hat leider eine andre qualität.

je klarer ich in ihrer kontra gegeben hab, umso hinterhältiger versucht sie ihr weltbild bei uns einzuschleusen. sich dagegen zu wehren ist sehr kraftzehrend. es fallen ihre auch dauernd neue möglichkeiten ein, auf die ich noch nicht vorbereitet bin :upsi:
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von Angie » 14. September 2012 12:46

Ohja, ganz hinterhältige Einfälle hat sie, wie die Familienmitglieder sich gegenseitig auszuspielen oder neidisch zu machen.
Aber selbst das haben wir jetzt raus, wenn es von ihr kommt, sie will nur Neid untereinander schüren, gar nicht dran glauben, was hinterrücks erzählt wird.
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von nixe » 14. September 2012 16:57

[quote="fachaela"]
den spruch kenn ich auch, aber er bringt leider nichts, wenn deine mutter dauernd taten sprechen lässt. das hat leider eine andre qualität.

je klarer ich in ihrer kontra gegeben hab, umso hinterhältiger versucht sie ihr weltbild bei uns einzuschleusen. sich dagegen zu wehren ist sehr kraftzehrend. es fallen ihre auch dauernd neue möglichkeiten ein, auf die ich noch nicht vorbereitet bin :upsi:
[/quote]


An welcher Stelle gebt ihr Deiner Mutter denn die Gelegenheit dazu, sich so breitzumachen ?
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von Angie » 14. September 2012 17:08

Du sollst dich ja nicht in Diskussionen einlassen, beende es mit: Du hast Recht und ich hab meine Ruhe!
Auch, wenn du sie nicht über deinen Standpunkt erklären konntest, den sie sowieso als für nicht richtig hält, spare die Kraft und versuch es erst gar nicht.
Sie wird sich eher darüber ärgern, wenn du nicht mehr diskutierst und mit :Du hast Recht und ich hab meine Ruhe! die Diskussion beendest.
Da sie ganz genau weiss, dass du ihr jetzt nicht glauben wirst, aber nicht weiter darüber reden willst.
Du hast Recht und ich hab meine Ruhe! - ist eher ironisch ausgelegt, wenn sie Ironie versteht, also meine Mutter versteht es.

Oder auch jetzt nicht ironisch: Du kannst mir soviel versuchen deine Meinung aufzuzwingen, ich bleibe bei meine und diskutiere nicht weiter darüber!

Und nochmals, mache deine Familienmitglieder klar, dass sie Euch gegenseitig ausspielen will und ihre Aussagen über jene oder jener nicht zu glauben ist.
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von fachaela » 14. September 2012 20:22

ich werde dir das nächste woche erklären, meine mutter ist da sehr perfide und nicht so der ganz typische offensichtiche narziss,

aber erstmal haben wir ein einschulungswochenende und müssen das überstehen ;-) dann meld ich mich wieder :winken:
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