Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

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fachaela
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von fachaela » 14. September 2012 20:22

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

ich werde dir das nächste woche erklären, meine mutter ist da sehr perfide und nicht so der ganz typische offensichtiche narziss,

aber erstmal haben wir ein einschulungswochenende und müssen das überstehen ;-) dann meld ich mich wieder :winken:
fachaela
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von fachaela » 18. September 2012 12:44

meine mutter diskutiert nicht, sie macht einfach was sie will und weil sie es gut meint, alle müssen davon begeistert sein. sie ist so toll und von sich überzeugt, dass ihre lebensweise die einzig wahre ist. da wird gar nicht hinterfragt, obs passt, muss einfach, weil sie meint es gut und sie bildet sich dauernd weiter und deshalb passts für alle.
sie hat so en unterschwellige arroganz, die sie hinter der maske des gutmeindene versteckt und es kommen dauernd neue situationen, in denen sie meine grenzen verletzt, auf die ich einfach "noch" nicht vorbereitet war und ständig erzählt sie von irgendwelchen supergurus und grossartigen seminaren, um mir im selbem atemzug zu zeigen, dass ihr das viel wichtiger ist, als ich und wie bewusstserweiternd das doch (auch für mich, ohne es offen zu sagen) war.
der erhobene zeigefinger schwebt immer im raum
sehr anstrengend
aktuelles beispiel: sie ist von bonn nach zürich gefahren um eine seminar über die kraft des bewussten atems zu machen. wie toll das und wichtig das war hat sie wortreich und lang am telefon erklärt um dann im nebensatz zu erwähnen, dass es ihr leid tut,dass sie nicht bei uns halten konnte ( unser haus  liegt, wenn man will fast direkt am weg).
der kleine tritt musste dann irgendwo nochmal sein und darauf war ich wieder nicht vorbereitet, also hats getroffen :upsi:.
hätte sie ihre klappe in dem moment gehalten, wäre der effekt auch nicht so toll für sie gewesen.
sie richtet ihr narzisstisches verhalten gegen ihren mann und gegen mich, wenig gegen andre und deshalb verstehen mich auch ganz wenig leute, weil sie sonst als sehr offen und modern rüber kommt.
obwohl ich einzelkind bin, hat sie es zeitlebens geschafft mir das gefühl zu gegeben, dass ich "das schwarze schaf" bin. cool, gell? ist ne reife leistung muss man/frau auch erstmal hinbekommen :icon_rolleyes:
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von nixe » 18. September 2012 15:30

Ja, hättest Du denn gerne einen Besuch von ihr gehabt auf dem Weg zum superwichtigen Atemseminar ? Inklusive Vortrag über die Vorteile des Einatmens gegenüber dem Ausatmen ?

Weisst Du, ich schreibe über das Thema nicht, weil ich da keine Erfahrung hätte. Meine Mutter ist ein gewaltiges Energiebündel mit einen Haufen Pläne in der Tasche für alles und jeden, immer gut gemeint.

Der Saarländer sagt: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht.

Mit meiner Mutter musste ich die Abgrenzung seinerzeit auch ganz rigoros ausfechten. Etwa anderthalb Jahre hatte ich den Kontakt zu ihr abgebrochen, zur gleichen Zeit war ich unter anderem arbeitsunfähig erkrankt, akut depressiv und wohnte ca. 500 m von meinen Eltern entfernt. Ich musste dabei auch Selbstmorddrohungen meiner Mutter über mich ergehen lassen. So von der Rolle war sie angesichts meiner "Gehorsamkeitsverweigerung".

Und weißt Du, was das Erstaunliche daran ist ? Heute habe ich mit meiner Mutter die beste Beziehung, die wir je hatten. Zwar nervt sie mit ihrer Geschäftigkeit immer noch ab und zu, aber sie hat die Grenzen anerkannt und hält sich im Großen und Ganzen daran. Das, was an Reibung übrig geblieben ist, findet nur noch auf der ganz normalen zwischenmenschlichen Ebene statt. Sie hat auf die harte Tour kapiert, dass ich erwachsen geworden bin und selbst Verantwortung für mein Leben trage.

Um zu Deinem Beispiel zurückzukommen: ruft sie Dich an und quatscht Dir einen von Oberswami Sri Hare TikTak vor - teil´ihr mit, dass Du leider keine Zeit und kein Interesse an dem Bildungsvortrag hast und beende das Gespräch. Sag´ihr, dass Du Interesse an einem richtigen Austausch hast und dass Du Dich freust, wenn sie sich mal meldet, wenn sie wissen möchte, wie es DIR geht. Bis dahin alles Gute !

Gut geeignet ist da übrigens ein Brief. Briefe kann man ganz in Ruhe so lange formulieren, bis sie das ausdrücken, was man im Sinn hat. Und der Empfänger liest es in Ruhe, kann es auch nochmal und nochmal lesen, kann sich auch aufregen oder sonstwas - aber es ist eben ohne direkte Konfrontation, Wut und Tränen.

Deine Mutter ist eine erwachsene Frau. Wenn sie möchte, kann sie zu allen Seminaren dieser Welt rennen und das für das Wichtigste auf der Welt halten. Das ist ihre Sache.

Du bist auch eine erwachsene Frau. Und Du kannst gerne keinen Bock darauf haben, Dir ihre esoterischen Halbweisheiten anzuhören. Das ist Deine Sache.

Worauf Du leider keinen Anspruch hast: dass Deine Mama bestimmte Dinge sagt oder tut, z.B. sagt, dass ihr irgendetwas oder irgendwer wichtiger sei als Sri Hare Tiktak. Worauf Du einen Anspruch hast: dass auch Deine Mutter anerkennt, dass Du erwachsen bist und selbst Grenzen ziehst.
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von nixe » 18. September 2012 15:32

PS: übrigens ist es völlig egal, wofür Dich jemand hält. Das ändert an dem Wert, den Du als Mensch hast, nicht das geringste. Das gilt sogar für Äußerungen / Meinungen Deiner Mutter.

Dein eigenes Selbstwertgefühl hängt nicht davon ab, für wen oder was sie Dich hält.
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von fachaela » 18. September 2012 19:30

nixe ich wollte gar keine infos über dieses seminar und vor allem wollte ich nicht im nebensatz drüber aufgeklärt werden, dass ihr das wichtiger ist, als bei uns vorbei zu schauen. hätte sie gar nichts gesagt, und nur vom seminar erzählt, hätte ich vielleicht mit einer frozelei das gespräch beendet, so konnte sie dem noch mehr bedeutung unterjubeln und im nebensatz rausstreichen, dass ihr selbst das wichtiger ist, als ihre tochter.
wie so vieles....
als mein vater starb kam raus, dass sie ein testament auf gegenseitigkeit aufgesetzt hatten. die frau muss eine sch....... angst vor meiner reaktion haben, dass sie die einzige potentielle miterbin grad mal mit einer unterschrift ausschliesst.
es gibt noch so viele beispiele mehr und sie schafft es immer wieder diese mit nebensätzen rauszukitzeln :upsi:

ein nebensatz und ich bin wieder die unbedeutende dumme kleine tochter, das objekt
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von Angie » 18. September 2012 19:36

Ich sag nur : Verhaltenstherapie ... da lernst mit solchen Dingen umzugehen.
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von fachaela » 18. September 2012 19:42

danke angie du machst mir echt mut :smt023:

das werd ich ab oktober auch machen, wenn die therapeutin und ich zusammenpassen*hoffhoff*
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von nixe » 19. September 2012 11:14

Sorry, aber ich glaube, Du übersiehst in der Sache konsequent Deinen eigenen Anteil. Sie schuldet Dir nichts. Sie ist auch nicht mehr für Dich verantwortlich, Du bist nämlich erwachsen.

Ein Testament auf Gegenseitigkeit unter Eheleuten ist vollkommen normal und auch sinnvoll. Zu Lebzeiten darf man über sein Vermögen so entscheiden, wie man es für richtig hält und wie man es nach seinem Tod gerne geregelt haben möchte. Dazu gehören übrigens zwei, nicht nur eine. Deinen Pflichtteil kann auch keiner ausschließen.

Wieso empfindest Du es als Angriff auf Dich ? Hast Du einen Anspruch auf anderer Leute Geld ?
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von ADHDgoesto11 » 19. September 2012 11:30

[quote="Sandor"]
Hallo und Tag zusammen.

Ich habe hier eine Komborbidität gefunden, die offenbar öfter im zusammenhang mit ADHS beobachtet wird bzw fast mit ihr ident sein könnte. [/quote]

Identisch nicht, aber aus dem ADHS kann sich eine solche Persönlichkeitsstörung entwickeln.

Ach ja: Such mal nach "histrionische Persönlichkeitsstörung". Oder, warte mal:

http://de.wikipedia.org/wiki/Histrionis ... %C3%B6rung

Da gibt es auch frappierende Parallelen zu ADHS. Fehlende Impulskontrolle, Kicksuche, etc.

Tochter *2007 ... ADHS
Sohn *2005 ADHS+Autismus
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von Angie » 19. September 2012 13:54

Sandor am 8. Dezember 2007  :icon_rolleyes:

Mal so ein paar Eigenschaften von Narzissmus gefunden, ( die leider auf meine Mutter zutreffen  :icon_rolleyes: :108: ) mache ich mal als Zitat hier rein:
Noch folgenschwerer wird es, wenn es sich um eine narzisstische Persönlichkeitsstörung handelt: selbstgefällig, dünkelhaft, aufgeblasen, wichtigtuerisch, großspurig. Dabei unrealistisch überzeugt von eigenen Eigenschaften wie Erfolg, Macht, Scharfsinn, Schönheit oder gar idealer Liebe.

Dazu weitere Belastungen wie Gier nach übermäßiger Bewunderung und unbegründete Erwartungen, als etwas Besonderes behandelt zu werden (wenn noch hysterische Züge dazu kommen). Außerdem die Neigung, andere auszubeuten, insbesondere was zwischenmenschliche Beziehungen (Partnerschaft, Familie, Freundeskreis, aber auch Arbeitsplatz), ja selbst Finanzen, Position u. a. anbelangt.

Ggf. sogar ein unverständlicher Mangel an Mitleid, Zuwendung und Hilfsbereitschaft. Dafür neidisch und manchmal sogar bösartig (z. B. bösartig eifersüchtig). Kurz: eine Belastung
http://www.psychosoziale-gesundheit.net ... macht.html
Gott verzeiht - ein Narzisst nie!

Narzissten pochen nicht nur unverbesserlich auf ihr Recht, sie können auch
Kränkungen nur schwer verzeihen, falls überhaupt.
Tatsächlich können auch psychologische Persönlichkeitstests beweisen,
dass Narzissten nicht nur schneller als andere beleidigt oder gekränkt sind,
sondern in der Tat auch nicht verzeihen können. Unabhängig von der
Schwere des Unrechts und davon, ob sich die „Täter“ entschuldigen, bleiben
sie meist unversöhnlich.
Und wenn sie verzeihen, dann nur unter der Bedingung der Wiedergutmachung:
Das ihnen angetane Unrecht muss in irgendeiner Form vergolten
werden. Für sie steht das eigene „Recht“ im Vordergrund. Zwischenmenschliche
Kompromisse, Respekt für den anderen, Loyalität oder Fairness sind nicht ihre Sache. Sie sind nicht bereit, den „Tätern“ ihre Schuld
„einfach so zu erlassen“.
Dass sie sich damit selber den größten Schaden zufügen, zeigt die psychosomatische
StressForschung.
Sie hat nachgewiesen, dass Feindseligkeit
und NichtverzeihenKönnen
nicht nur anstrengend, sondern auch auf
der seelischen Schiene schließlich organisch riskant bis gefährlich sind, vor
allem für HerzKreislauf
und seelische Stabilität. Verzeihen dagegen
entlastet.
Aus A. Huber (PSYCHOLOGIE HEUTE 8 (2005) 17. Die Untersuchungen der Sozialpsychologen
http://www.psychosoziale-gesundheit.net ... issmus.pdf
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von fachaela » 19. September 2012 14:00

[quote="nixe"]


Wieso empfindest Du es als Angriff auf Dich ? Hast Du einen Anspruch auf anderer Leute Geld ?
[/quote]

weil es genau in das verhalten passt, dass sie auch sonst an den tag legt.

sie muss in allem das letzten wort haben und es läuft nur gut, wenn es so läuft wie sie es will.
Zuletzt geändert von fachaela am 19. September 2012 14:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von Angie » 19. September 2012 14:08

Ich würde glatt denken: Dann stehe ich noch nach ihren Tod in ihrer "Schuld" und "Dankbarkeit".  :up_to_something:
Ich habe das Erbe abgeschlagen, habe ihr gleich gesagt: Ich will das Haus nicht, bis ich darein ziehen kann, bin ich schon alt, gebs meinen Kindern!

Achja, meine Schwester ist angeblich scharf auf das Haus. So nach ihrer Aussage : Die will das Haus!  :totlach:
Sie wollte mal wieder,  Neid und Hass zwischen mir und meiner Schwester schüren - ist ihr nicht gelungen.
Da meine Schwester und ich uns sowieso gegenseitig mitteilen, was sie wieder jeden einzelnen mitteilte.

Achja, meine Schwester übrigens auf die Haussache:
Das blöde Haus kann sie sich am Ar.... stecken, will nur den Pflichtteil mehr nicht, weisst wieviel Arbeit darin steckt? Was alles renoviert werden muss? Und erstmal das Haus entrümpeln ......... boah.

Mit Haus entrümpeln muss ich noch erwähnen, Mutter behält sämtliche Sachen auf, weil die haben ja mal Geld gekostet.  :icon_rolleyes:
Zuletzt geändert von Angie am 19. September 2012 14:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von fachaela » 19. September 2012 14:37

so richtig "nachtragend" im sinne von schuldgeben ist meine mutter definitiv nicht. sie gibt nur einfach keine ruhe.

sie hat mich, gegen meinen ausdrücklichen wunsch, aufs gymnasium gelabert ( in jedem gespräch davon angefangen, wie gut das doch für mich wäre. es würde mir leid tun, wenn ich es nicht mache, blablabla) irgendwann hab ich nachgegeben, bin hängengeblieben, wurde gemoppt, hab ein schlechtes abi und wenn ich mittlere reife gemacht hätte, hätte ich eine ausbildung in der tasche gehabt, als mein sohn geboren wurde. so stand ich mitten im abitur.
diesen sommer,  über 20 jahre und 6 kinder später, kommt auf einmal die frage von ihr, wann ich denn endlich mein studium aufnehmen wolle??!

ich hab gedacht, ich höre nicht richtig :aufsmaul_2:
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von Angie » 19. September 2012 14:48

hihi kommt mir bekannt vor.
Ich wollte damals Erzieherin werden. Sie schickte mich auf die Berufsschule für Ernährung und dachte, ich sollte jetzt denselben Mist machen wie sie.
Sie hat Hauswirtschaftlerin gelernt.
Sie hat mir nie gesagt, dass ich vorher ein Jahr Berufsschule für Ernährung brauche, damit ich später Pädagogik weiter machen kann.
Dementsprechend, bin ich unmotiviert zur Berufsschule, wurde nur gemobbt und habe dann zum Schluss gerade alles knapp mit einer 4 bestanden.
Irgendwann später hielt ich ihr vor, dass sie mich andauernd in Berufe reinzwängen will, die ich gar nicht machen will.
Sie dann: Ja du musstest ja vorher Ernährung und Hauswirtschaft machen, sonst wärst du nicht zur Pädagogik gekommen.
Ich: Schön, hast du mir nie erwähnt, du hast mich ohne weitere Infos einfach auf die Schule angemeldet.

Dann zog sich mich in den Osterferien  :108: zu einen Praktikum in der Bäderabteilung, naja, dann meinte sie: 'Wenn es dir gefällt, dann finanziere ich dir die Ausbildung.

Ok, gefiel mir, aber warum in den Osterferien  :aufsmaul_2:

Apropro Ferien, ich musste meine Schulbücher mitschleppen, in den Urlaubsorten.  :aufsmaul_2:
Ich habe so blöd getan, als würde ich dann daraus lesen. Ich klemmte ein Comicheft zwischen das Schulbuch.
Irgendwann wird auch ein Kind trickreich und kann perfekt Lügen, damit das Kind den Strafen und Schuldvorweisungen der Mutter entkommt.
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von fachaela » 19. September 2012 15:13

hat deine mutter auch gedacht, sie darf auf deine hochzeit ihre freunde einladen, ohne dich zu fragen, weil sie ja die hochzeit bezahlt?

so ist meine mutter, so fürsorglich ignorant. wozu nachfragen
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von Angie » 19. September 2012 15:21

Die hat sogar bestimmt, wer kommen soll und wer nicht und das ganze Festprogramm plus ihre "scheiss" Reimvorträge alles sie organiesiert.
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von fachaela » 19. September 2012 16:16

das war der erste grosse krach, den sie mit meinem mann hatte. der hat sich das nämlich ziemlich deutlich verbeten und das konnte meine mutter gar nicht nach volllziehen. sie meinte es doch soooooooooooo gut.
das essen hat sie organisiert und dann hat sie mir eben auch verwandte aufgedrückt, die ich eigentlich gar nicht dabei haben wollte, aber gegen familie wollte/konnte ich damals noch nicht so gut argumentieren :icon_rolleyes:
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von Angie » 19. September 2012 16:37

Am Besten war, als kein Kind ihre Spiele mitmachen wollten. Es war 25 Grad draussen, viele Gäste hielten sich draussen lieber auf, als im stickigen Saal.
Naja, sie war wie ein hysterisches Huhn und hat sich beleidigt gefühlt, dass ja keiner ihre "Arbeit" schätzte.
Ich ihr erklärte: Das die ja lieber draussen sind.
Und sie dann: Für die 5 Minuten können die aber mal reinkommen.

Dann musste ich noch, wo dann Essenszeit war, ich selbstgedichtetes Etwas vorlesen, dass in meinen Sinn so geschmalzt und gesteltzt rüber kam und ich es betonungslos herunter rasselte.
Hat sie sich darüber aufgeregt, dass ich es nicht richtig vorgelsesen habe, so ohne Betonung.
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von fachaela » 19. September 2012 17:18

so wars bei unserer standesamtlichen trauung, da hat sie extra vorher die speisekarte von einem extratreuren schuppen mitgenommen und zu zeigen in welch tolles teil sie und mein vater uns schleppen werden. mein mann hat ihr im vorfeld mehrmals bekräftigt, dass seine familie da garantiert nicht mitkommen wird, weils viel zu kompliziertes zeug für sie ist.
hat sie natürlich nicht glauben wollen und dann sassen wir allein mit meiner tante und meinen eltern und einem bruder meines mannes ( der aus höflichkeit mit gekommen war :upsi:) in dem edelschuppen, weil mein mann natürlich recht hatte und keiner ausser ihr hirschragout essen wollte.
aber so ist sie nun mal.
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von Angie » 19. September 2012 18:01

:ja1: Standesamtliche Trauung. Ich hatte schon ein Lokal ausgesucht, der Schuppen war nicht gut genug für sie.

So, will jetzt nicht weitere Sachen aufführen, von meiner Mutter.

Was ich eigentlich noch mitteilen will, dass solche Menschen, den anderen Menschen ganz schön schwer macht, besonders, wenn es noch in der Familie ist.
Da wird schon so eine Hilfslosigkeit von einen ADHSler wie mir, ganz schön ausgenutzt; so dass eigenständiges Denken und eine eigene Meinung bilden gar nicht mehr möglich war.


Und ich glaube als ADHS-Kind hatte meine Mutter sowieso noch den Hang, mich überzubemuttern. Denn das Kind muss ja angeleitet werden.
Vielleicht war ich auch durch das ADHS dadurch für meine Mutter zugänglicher.
Schliesslich weiss Kind nicht was es will.

Falls jemand auf die Idee kommt, die versucht das "Böse" einen Namen zu geben ............. nee nee 
Eigentlich geht es viel mehr um mich und um mein Befinden.
Zu meiner Mutter verspür ich kein Hass und auch keine Liebe. Eher eine Gleichgültigkeit.
Ob die nun eine Diagnose in Persönlichkeitsstörungen hätte , oder  nicht, würde nichts an der Situation ändern.
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Re: Komborbidität: Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Beitrag von fachaela » 19. September 2012 23:12

so weit wie du werd ich auch hoffentlch noch kommen,

aber ich finde es spannend zu lesen, dass man nicht allein mit so einer mutter ist :froi1:. die eine oder andre situation grenzt ja irgendwie schon an realsatire,..............wenns nicht so traurig wäre, oder?
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