Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

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RatWolf
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Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von RatWolf » 2. September 2006 23:29

Unter Unterbewusstsein begreife ich die Gesamtheit aller unterhalb der Großhirnrinde in den archaischen Hirnarrealen für die Lebenserhaltung notwendigen ablaufenden Regulationsprozesse.

Als Vergleichsmaßstab für die Regulationsprozesse sehe ich die Konzentration von Gammaaminobuttersäure (GABA) Dopamin und Serotonin im Liquor (Gehirnflüssigkeit) http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=242638 . Die Konzentration der Monosacharide (Einfachzucker) verhält sich genauso wie die Konzentration von GABA, Dopamin und Serotonin. Entsprechend meinen Erkenntnissen sind die genannten Moleküle, bis auf die Monosacharide, Nährstoffe und Neurotransmitter zugleich.

+ Im Gehirn gibt es spezialisierte Zellen die die Konzentration der genannten Nährstoffe im Liquor ermitteln. Je nach ermittelter Konzentration werden aus den Messergebnissen in Zusammenhang mit der grade erlebten Lebenssituation in Echtzeit alles überragende Verhaltensmuster abgeleitet. Diese von der Nährstoffkonzentration und akuten Lebenssituation abhängige Steuerung des akuten Verhaltens sind überlebenswichtige Regulationsprozesse, die sowohl in der Intensität als auch in der Art und Weise von den gerade herrschenden Bedingungen abhängen.

Die Ergebnisse können sich sogar gegen das Bewusstsein stellen, in dem die zuvor bewusst wahrgenommenen Denkprozesse ausgeblendet werden und das archaische Handeln einsetzt.

z.B. eine junge Frau unterhält sich auf einem Platz mit ihrem Freund. Plötzlich nimmt sie wahr, dass sich um sie eine Menschenmenge gebildet hat. In diesem Moment bekommt sie eine Panikatacke und flüchtet.

Erklärung: Im Unterbewussten wurde zunächst eine ausreichend hohe Konzentration an Nährstoffen im Liquor festgestellt, um eventuelle Konflikte mit dem Freund zu lösen. Durch die fehlende Aufmerksamkeit erkennt die Frau nicht, dass es mehr Menschen werden. Bei einem neuen Check der Umwelt wird die größere Menschenmenge festgestellt. Jetzt stellt das Unterbewusstsein eine nicht mehr ausreichende Nährstoffkonzentration fest, um einen eventuellen Konflikt in oder mit der Menschenmenge zu lösen. Die immer noch und auch in heutiger Zeit wichtigen Schaltmechanismen veranlassen eine panikartige Flucht.

Schwankende Konzentrationen dieser Stoffe führen zu Stimmungsschwankungen oder Entscheidungsschwierigkeiten.

Die Intensität äußerer Umweltfaktoren und innerer Prozesse, Sinneswahrnehmungen, werden in das Verhältnis zur Konzentration dieser genannten Moleküle im Liquor gesetzt. Dieses ist wichtig zur situationsabhängigen Wahrnehmung des Reizes oder Schmerzes und eines daraus resultierenden lebenserhaltenden Verhaltens.

- Eine geringe Konzentration führt erst zu einer Hypersensibilität:
-- Niedrige Außentemperaturen werden noch als warm empfunden. (Bauchfrei oder nur T-Shirt im Winter)
-- obwohl Untergewicht da ist, fühlt man sich zu schwer
-- obwohl der Magen fast nicht gefüllt ist, fühlt man sich übersättigt.

- Sinkt die Konzentration weiter ab, hat man zunächst das Gefühl normal zu fühlen.

- Bei weiterem unterschreiten einer mindest notwendigen Konzentration kommt es zu einer Hyposensibilität:
   -- in einem normalgeheizten Raum friert man.
   -- die Fülle des Magens wird nicht mehr wahrgenommen
   -- Schmerzen werden nur abgeschwächt wahrgenommen

- Bei fast nicht mehr vorhandener Nährstoffkonzentration kommt es zum Aussetzen der Informationsweiterleitung in den betroffenen Nervenzellen. Die betroffenen Nervenzellen sind am Rande der Existenz angelangt.
   -- Schockzustand bei Unfällen
   -- Kurz vor dem Eintritt des Todes der einzelnen Nervenzelle bzw. des Menschen

Bei Borderline Patienten kann eine akute Belastungssituation zu einem gefährlichen Absinken der Nährstoffkonzentration und damit zum Aussetzen der Körperwahrnehmung führen.

Die räumlichen Bedingungen im Gehirn sind von Mensch zu Mensch genetisch bedingt unterschiedlich. Allein die unterschiedlichen räumlichen verhältnisse in einem Gehirn führen zu völlig unterschiedlichen Reaktionen entsprechend der oben genannten Skala (normal-hyperaktiv-normal-hypoaktiv-nullaktiv).

So kann es vorkommen, dass die Sinnesempfindungen in den Armen noch normal sind, jedoch für die Beine eine hypersensibilität vorherrscht. In diesem Fall versuchen die Beine den störenden Umwelteindruck wegzustrampeln (Restless Legs Syndrom).

Schnell ändernde Nährstoffkonzentrationen führen zu unterschiedlichen Wahrnehmungen in einem Körperbereich.

- Jemand nimmt Nahrung zu sich und stellt in Folge Hypoaktivität in dem betroffenen Hirnareal nicht fest, dass der Magen gefüllt ist (das subjektive Empfinden ist entscheidend). Es wird weiter gegessen. Bedingt durch die einsetzende Verdauung erhöht sich auch die Nährstoffkonzentration im betroffenen Hirnarreal. Plötzlich wird der zu volle Magen festgestellt. Dem Betroffenen wird übel. Als Antwort wird die schnelle Entleerung des Magens durch die Speiseröhre veranlasst. (Bulimie)

- Eine andre Person verspürt Hungergefühl. Sie beginnt zu essen. Die Füllung des Magens verursacht einen erhöhten Strom an Neurotransmitter zum Gehirn. In Folge dessen steigt auch der Nährstoffverbrauch im betroffenen Hirnareal an und somit sinkt auch die Konzentration an Nährstoffen. Bei zu geringer Konzentration an Nährstoffen kann trotz sehr geringer Füllung des Magens eine Überfüllung empfunden werden. Das Essen wird eingestellt.

Bei der Betrachtung dieser Vorgänge ist zu beachten, dass der Liquor im ersten Ventrikel des Gehirns mit Nährstoffen angereichert wird und die Stoffwechselendprodukte das Gehirn im vierten Ventrikel verlassen. Die Umwältzzeit beträgt in Ruhe 5-6 Stunden. Bei körperlicher Aktivität verringert sich die Umwälzzeit, da die Hirnarterien eine Art Pumpfunktion erfüllen.

Ratender Wolf


ps. sofern es gewünscht wird, werde ich näher auf meine Darstellung der ablaufenden Prozesse eingehen
Zuletzt geändert von RatWolf am 2. September 2006 23:32, insgesamt 1-mal geändert.
Hannes
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Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von Hannes » 3. September 2006 00:15

Hallo RatenderWolf,

Ist es deiner Theorie entsprechend hilfreich, sich mit "GABA" und "Tryptophan" vollzustopfen, die sich problemlos rezeptfrei beschaffen lassen?
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RatWolf
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Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von RatWolf » 3. September 2006 11:46

Hallo Hannes,

mit irgendwelchen Mitteln vollstopfen bringt keinen Erfolg. Das Ausschlaggebende ist eine wirkungsvolle Dosierung. Und diese ist meiner Meinung nach mit MPH entsprechend den allgemein anerkannten Vorgaben sehr gut gegeben.



RatenderWolf
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Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von RatWolf » 3. September 2006 20:11

Hallo Hannes,

auf deinen Hinweis hin habe ich mich mal kundig gemacht und dazu den Link gefunden

http://www.megavitalshop.com/?shopconte ... shopid=890

Die Dosis je Tablette scheint mir doch sehr hoch zu sein.


Ratender Wolf
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michael
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Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von michael » 4. September 2006 00:09

Ist es deiner Theorie entsprechend hilfreich, sich mit "GABA" und "Tryptophan" vollzustopfen, die sich problemlos rezeptfrei beschaffen lassen?


Um eine erhöte Gabaausschüttung zu veranlassen musst du einfach viel Alkohol trinken :icon_mrgreen:
Bei Alkoholgenuss wird in erster Linie GABA sowie Dopamin ausgeschüttet.
Aber mal im ernst, ich halte persönlich nichts von Mitteln die dass Gaba im Körper beeinflussen. Normalerweise kann dein Köfper die selber ohne Probleme herrstellen. Das problem liegt meines Wissens nach eher in der Verarbeitung, die nicht immer optimal ist.
Heisst man müsste diese beeinflussen, was sehr schnell abhängig machen kann. Wie halt auch Alkohol, bei dem die Köfperliche Abhängigkeit auf eine Veränderung
im GABAminergen Transmittersystem vorliegt.

Was Tryptophan betrifft, kannst du veranlassen, dass die Konzentration in deinem Köfper steigt, indem du viele Milchprodukte zu dir nimmst. Zudem reichlich enthalten ist es in Geflügel, Rindfleisch, Eiern, Erbsen, Nüssen und Kartoffeln.

lg michael

P.S. Ja Ralf, ich würde mich freuen wenn du näher auf die Prozesse eingehen.
Hannes
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Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von Hannes » 8. September 2006 00:28

[quote="michael"]
Ist es deiner Theorie entsprechend hilfreich, sich mit "GABA" und "Tryptophan" vollzustopfen, die sich problemlos rezeptfrei beschaffen lassen?


Um eine erhöte Gabaausschüttung zu veranlassen musst du einfach viel Alkohol trinken :icon_mrgreen:
Bei Alkoholgenuss wird in erster Linie GABA sowie Dopamin ausgeschüttet.
Aber mal im ernst, ich halte persönlich nichts von Mitteln die dass Gaba im Körper beeinflussen. Normalerweise kann dein Köfper die selber ohne Probleme herrstellen. Das problem liegt meines Wissens nach eher in der Verarbeitung, die nicht immer optimal ist.
Heisst man müsste diese beeinflussen, was sehr schnell abhängig machen kann. Wie halt auch Alkohol, bei dem die Köfperliche Abhängigkeit auf eine Veränderung
im GABAminergen Transmittersystem vorliegt.
[..]

lg michael
[/quote]

Hmm, weißt Du was in dem Zusammenhang interessant ist? Ich habe unter Alkoholeinfluss immer einen klaren Kopf  :saufbrueder:  (ich bin kein Alki, trinke nur alle paar Wochen mal bei Gelegenheit, dann aber gerne auch signifikante Mengen). Ich habe es dabei noch nie erlebt, dass ich "betrunken" gewesen wäre in dem Sinne, wie es sich bei den meisten anderen beobachten lässt, die einen oder mehrere über den Durst zu sich nehmen. Klar, Reflexe bauen ab, etc. :icon_redface:, aber "breit" war ich noch nie. Zusammenhang?  :00000285: Gruß, Hannes
Zuletzt geändert von Hannes am 8. September 2006 00:34, insgesamt 1-mal geändert.
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michael
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Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von michael » 10. September 2006 18:54

Das problem, was dabei nur ist, dass man von sich selber als letztes merkt dass man ekinen Klaren Kopf mehr hat. Ich selber war einmal kurz vor eine Alkoholvergiftung und habe da wohl kein klares Wort mehr rausbekommen, dennoch habe ich mich vom Kopf her noch relativ klar gefühlt.
Das war zwar eine Ausnahmesitutaion dennoch fühlt ich mich halt klar.
Gut ich trinke nun seit über 4 Jahren gar keinen Alkhohol mehr, obwohl ich nie Probleme in Form von Abhängigkeit damit mit hatte. Es war bei mir mehr dass problem, dass ich mir selber doof vorkomme, ich konnte immer noch klar genug denken um mir selber zu Sagen, dass es arm ist für mehr Spaß sich zuzudröhnen. Zudem mag ich es nicht, wenn ich nicht mehr die volle Kontrolle über meinen Körper hab
Und dass es bei einem ADSler auch erstmal mehr einen klaren Kopf macht ist ansich nur logisch.
GABA ist quasi eine Artr Drossel für Gehirn, desto mehr GABA ausgeschüttet wird, desto weiter fährt die Leistung runter was bei einem ADSler heisst, dass die Reizüberflutung abnimmt, da gar nicht mehr soviele Reize aufgenommen werden.

Das ist ja auch ein Grund, warum ADSler eher dazu neigen Alkoholabhängig zu werden, bzw eher überhaupt zur Abängigkeit neigen.

lg michael
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Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von RatWolf » 13. September 2006 00:15

Hallo Michael,

zZ. bin ich grade nicht an meinem eigenen pc. Sobald ich wieder zu Hause bin, gehe ich ausgiebig auf die interessierenden Fragen ein.

Ralf
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kleiner Hypie
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Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von kleiner Hypie » 14. Januar 2008 15:40

Dies ist ein wirklich interessanter Thread; auch wenn er schon etwas älter ist =D.

lg, kH
Ohne michael ist Forum doof.
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Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von RatWolf » 17. Januar 2008 21:58

Hallo


langsam wundert es mich gar nicht mehr, dass meine Beiträge zu den Thesen verschoben werden. Mich regt es auch nicht mehr auf.

Irgendwo in diesem Forum schrieb ich, dass 2 Moleküle Gaba zu 1 Molekül Dopamin verschmelzen können.

Nach Paracelsius: Alles ist Gift - es kommt auf die Dosis an.

So kann zuviel Gaba genauso zu Vergiftungserscheinungen führen wie zuviel Dopamin.

Gaba in geringen Dosen kann beruhigend wirken. In ganz hohen Dosen wird es dämpfend wirken.



RatWolf
Dopaminchen

Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von Dopaminchen » 19. Januar 2008 12:02

[quote="RatWolf"]
Irgendwo in diesem Forum schrieb ich, dass 2 Moleküle Gaba zu 1 Molekül Dopamin verschmelzen können.
[/quote]

Hallo RatWolf,

irgendwo schrieb ich Dir auch schon mal, daß es nicht stimmt, daß GABA zu Dopamin "verschmelzen" kann.

Dopamin wird aus Tyrosin synthetisiert, Tyrosin entsteht aus Phenylalanin (Biosynthese der Katecholamine).
GAGA wird aus Glutamat synthetisiert, Vorstufe von Glutamat ist Alpha-Ketoglutarat (aus dem Citratcyclus).

Dopi
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RatWolf
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Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von RatWolf » 20. Januar 2008 00:36

Hallo Dopaminchen,

in der normalen Chemie ist es nicht ausgeschlossen, dass es zu chemischen Reaktionen kommt, wenn bestimmte Ausgangsvoraussetzungen erfüllt sind.

Eine wichtige Ausgangsbedingung für eine chemische Reaktion ist die Konzentration der Reaktionspartner. Dabei müssen zwei Raktions-Partner so dicht zusammen kommen, dass sie miteinander ihre Elektronen austauschen können. Ein Austausch der Elektronen ist jedoch nur möglich, wenn die Elektronen eine ausreichende Beweglichkeit bekommen haben.  Dafür ist nun mal Wärme zuständig.

Leider hält sich die Natur nicht an die Vorgaben des Menschen. Der Mensch und nur der Mensch verbietet, dass bei zutreffenden Ausgangsbedingungen eine Reaktion abläuft. Vor dem Auftreten des Homo Sapiens und gerade des biochemisch "vorgebildeten" Homo Sapiens Sapiens hat die Natur sich keinerlei Beschränkungen dieser Art auferlegt. Hätte Sie es gemacht - der Homo Sapiens Sapiens wäre erst gar nicht entstanden.




RatWolf

PS. Machmal habe ich den Eindruck, dass einige Mitlesende ihre Bildung vergessen, wenn sie meine Beiträge lesen. Das was in der chemischen Grundausbildung noch an der Schule gelehrt wird - kann doch nicht einfach vergessen worden sein. Die Natur besitzt mehr Phantasie und lässt Reaktionen zu - wo der Mensch sich in seiner Vorstellungskraft Grenzen setzt.
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Re: Die Rolle des Unbewussten und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von sonrix » 20. Januar 2008 01:05

Lieber RatWolf,

den Begriff Unterbewußtsein gibt es nur in falsch aus dem englischen übersetzten Büchern und bei einigen Zeitgenossen, die von Psychologie keinerlei Ahnung haben.

Freud spricht vom Unbewußten... (Und vom Vorbewußten... und jeder Menge anderer Dinge)

Aber nie vom Unterbewußtsein... Wo sollte das denn drunter sein?

Abgesehen davon kann ich Deiner Theorie nicht folgen, finde es aber mutig revolutionäre Gedanken zu formulieren und zur Debatte zu stellen...

LG, sonrix
Lieber Gott, hilf mir der Mensch zu werden, von dem mein Hund denkt, dass ich es sei!
Dopaminchen

Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von Dopaminchen » 20. Januar 2008 01:40

[quote="RatWolf"]
Hallo Dopaminchen,

in der normalen Chemie ist es nicht ausgeschlossen, dass es zu chemischen Reaktionen kommt, wenn bestimmte Ausgangsvoraussetzungen erfüllt sind.

[/quote]

Hallo RatWolf,

nenne mir nur EIN Beispiel mit Angabe der Originalquelle, in welchem Dopamin aus GABA entstanden ist, und ich entsage mich aller bisherigen Erkenntnisse der Chemiker, Biochemiker, Mediziner, Physiologen, etc., die ihre Lebenszeit mit Forschung verbracht haben.

LG Dopi
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Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von RatWolf » 20. Januar 2008 15:24

Dopi,

mir geht es nicht um das Entsagen, oder dass es falsch ist was du bisher gelernt hast
vielmehr darum, dass Du es als eine zusätzliche Möglichkeit ansiehst.

etwa in der Art

3+4=2+5=3+3+1=2+2+2+1=7

ganau das meine ich.

mich stört, dass in der offiziellen Biochemie nur eines gilt: 3+4=7 und andere Lösungswege verneint werden. Die Natur hat ganz andre Lösungswege weit vor unsrer Zeit ausprobiert.

sonrix,
Unter Unterbewusstsein verstehe ich alle Vorgänge, die nicht der bewussten Überlegung unterliegen.

Wenn Du einen Arm bewegst, weiss Dein Unterbewustsein schon vor dem Steuerungsimpuls zum Armbewegen, dass es den Arm bewegen will. Meiner Meinung nach werden auch die Körperregelfunktionen durch das Unterbewusste gesteuert.



RatWolf
Marvin

Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von Marvin » 20. Januar 2008 15:49

[Edit: Ich mag meinen Text den ich hier geschrieben habe nicht mehr und ärgere mich, dass ich überhaupt hier was geschrieben habe.]
Zuletzt geändert von Marvin am 20. Januar 2008 22:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von Missi » 20. Januar 2008 17:02

Was ich mich frage, ist: Was oder wem nutzt es, das als zusätzliche Möglichkeit anzusehen?
In der Evolution hat es eine Reihe von Sackgassen gegeben, die Sackgassen waren, weil die Nutzen-Schaden-Kosten-Bilanz negativ ausgefallen ist.
Natürlich kann ich im Labor chemische Reaktionen unter bestimmten Bedingungen simulieren, die aber in der Natur oder besser gesagt, im menschlichen Körper so nicht stattfinden können. Und somit ist das eine vielleicht interessante Theorie, aber in keinster Weise konstruktiv.

Der Begriff Unterbewusstsein wird im übrigen umgangssprachlich für das Unbewusste verwendet, alle Vorstellungen, Erinnerungen, Eindrücke, Motive, Einstellungen und Handlungsbereitschaften, die wir irgendwann einmal abgespeichert haben, uns aber zur Zeit nicht aktiv zur Verfügung stehen, also nicht "bewusst" sind.
Die von Ratwolf angesprochenen Körperegelfunktionen haben damit überhaupt nichts zu tun, sie unterliegen einem komplexen System von Chemorezeptoren, Kälte- und Wärmerezeptoren, Barorezeptoren innerhalb des vegetativen Nervensystems, das man auch autonomes Nervensystem nennt, weil dort biologisch festgelegte  innerkörperliche Regulationsprozesse gesteuert werden, die der Mensch nur indirekt beeinflussen kann.

Gruss Missi
Leben ist das, was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben (Henry Miller)
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Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von RatWolf » 20. Januar 2008 18:29

Hallo Missi,

Mein Biolehrer vor vielen Jahren hat mal gesagt: Alles was wir Essen wird im Magen so aufgespalten, dass nichts mehr vom Ursprungsmolekül übrigbleibt. Und dann wird das aufgenommene in Körpereigene Substanz umgewandelt. Das Umwandeln funktioniert im menschlichen Körper und in den Zellen. Die Zellen sind die chemische Fabrik. Die räümlichen Abmessungen in diesen Zellen sind so klein, dass sie gezielt zwei oder drei Moleküle aufnehmen und miteinander reagieren lassen können. Und genau diese Fähigkeit, gezielt 2 oder 3 Moleküle miteinander reagieren zu lassen ist im Labor nicht vorhanden (zumindet aktuell nicht). Also ich sehe es so: Nicht alles was in der Natur machbar ist, ist im Labor umsetzbar.

Ich finde es Toll, dass du Missi die Körperlichen Empindungen und Regelungen von der Psyche trennen willst. Das funzt aber nicht. Grade habe ich mal in Wikipedia nachgeschaut:
http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Unbewusste
http://de.wikipedia.org/wiki/Drei-Instanzen-Modell

Nun enthalte ich mich zunächtst


RatWolf


@Marvin: Du solltest deine persönliche Fehde gegen mich nicht bei jeder Gelegenheit zur Geltung bringen. Ich greife Dich persönlich nicht so an wie Du mich angreifst. Im Prinzip kann ich Dich sogar verstehen - Du lebst ja davon, die geltende Lehrmeinung zu vertreten, egal wie alt sie ist. Und Du musst an sie glauben, sonst würdest Du dich vor dir selbst unglaubhaft machen.
Dopaminchen

Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von Dopaminchen » 20. Januar 2008 18:48

[quote="RatWolf"]
Mein Biolehrer vor vielen Jahren hat mal gesagt: Alles was wir Essen wird im Magen so aufgespalten, dass nichts mehr vom Ursprungsmolekül übrigbleibt.
[/quote]

Hallo RatWolf,

es ist schlicht und ergreifend falsch, was Dein Biolehrer da zum Besten gegeben hat.

LG Dopi
Marvin

Re: Die Rolle des Unterbewusstseins und bestehende Abhängigkeiten

Beitrag von Marvin » 20. Januar 2008 18:55

[Edit: Ich mag meinen Text den ich hier geschrieben habe nicht mehr und ärgere mich, dass ich überhaupt hier was geschrieben habe.]
Zuletzt geändert von Marvin am 20. Januar 2008 22:42, insgesamt 1-mal geändert.
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