Sympathie und Antipathie

Dieses Board ist auch für Gäste sichtbar!
Benutzeravatar
Lumi
Pagemaster
Beiträge: 114
Registriert: 21. November 2008 17:56

Sympathie und Antipathie

Beitragvon Lumi » 24. September 2012 23:55

Juhu und guten Abend zusammen,

(ich weiß nicht, in welchen Bereich diese nicht-zusammenhängend-mit-AD(H)S-Frage am besten passt, habe mich aber dann für die "Speakers´Corner" entschieden, da hier das allgemeinste und wildeste Sammelsurium an Themen ist)

diese Frage trage ich jetzt schon einige Zeit herum, konnte sie aber in den letzten Woche nicht demjenigen stellen, der für solche Fragen zuständig ist.

Was genau sind Sympathie und Antipathie? Wie erfährt man sie?

Definitionen kenne ich. Mögliche Auswirkungen für den Umgang mit anderen Menschen (wenn die einen für sympathisch oder unsympathisch halten, bzw. schlichtweg einen für interessant oder abartig befinden) habe ich im Rahmen der Therapie schon vor Jahren gelernt.

Meine Meinung davon ist teilweise bescheiden, denn auch wenn es durchaus seine sinnvollen Anwendungen hat und vieles einfacher und schneller im Umgang mit anderen Menschen macht, hat mir die persönliche Erfahrung einfach gezeigt, dass Sympathie und Antipathie keine logischen Folgerungen sein müssen, obwohl sie angeblich so entscheidene Faktoren im Umgang mit anderen sind.

Aber durch die vielen Erwähnung von "wenn man als Schüler oder Student sympathisch/interessiert auf X wirkt" habe ich mir in den letzten Wochen nochmals Gedanken darüber gemacht und festgestellt:

ich weiß nicht wirklich, was genau es ist, denn es muss doch etwas sein, das man erfahren kann.

Wie erfährt man es?

Fühlt man Sympathie und Antipathie? Heißt das, man erlebt ein plötzliches Gefühl ähnlich wie Freude oder Ärger, nur das dieses Gefühl sagt "die da ist nett" oder "die da ist widerwärtig"? (Und dann erst reagiert man aktiv auf dieses Gefühl und macht sich Gedanken, warum man denjenigen mag/nicht mag und wie man sich sonst so gegenüber demjenigen fühlt.)

Oder ist es keine Emotion wie Freude, Ärger, Traurigkeit, sondern eher etwas wie ein nicht-emotional begleiteter Gedanke? So ähnlich wie eine auf Fakten bezogene Schlussfolgerung vielleicht?

Aber eine richtige Schlussfolgerung ist es nicht. Zumindest heißt es, dass meine Schlussfolgerungen (wie ich wen finde und weshalb ich das befunden habe) nicht das gleiche wie Sympathie und Antipathie sind. Das nehme ich als Wahrheit auch einfach hin.

Es ist also eben nicht so, dass man denkt "der hat den Hund getreten, ich kann jetzt nicht freundlich von dem denken und bin jetzt total davon beeinflusst, dass ich das schrecklich finde" und auch nicht "der verwendet die ganze Zeit abwertende Wörter, wenn er über Kinder/Tiere/sonsteine Gruppe spricht, ich frag nach warum und ob er das merkt und dann weiß ich, ob ich ihm sauer werde oder ob ich froh sein kann, dass es ein Missverständnis ist" sondern es ist ein "Eindruck", den man gewinnt.

Was aber ist dieser Eindruck? Emotion, die man plötzlich fühlt? Gedanke, der einfach in den Kopf geschwirrt kommt?

Was ich halt wissen will ist: wie fühlt es sich an? Es existiert ja, es gibt so viel über Sympathie und Antipathie, also muss es doch irgendeine Form haben, die man "bemerkt", auch wenn es keine Form ist, die man z.B. sieht oder schmeckt.

LG
Lumi
maerenthaler
Foruminventar
Beiträge: 4820
Registriert: 4. Februar 2007 16:54
Wohnort: Koblenz-Neuwieder Becken
Alter: 64

Re: Sympathie und Antipathie

Beitragvon maerenthaler » 26. September 2012 00:42

Hi Lumi,

[quote="Lumi"]
Fühlt man Sympathie und Antipathie?  [/quote]

klar!

Ausschließlich und nur!

[quote="http://www.wissen.de/fremdwort/pathie"]

FREMDWöRTERLEXIKON
...pathie
…pa|thie

1. Leiden, Krankheit, besondere Fähigkeit; Psychopathie

2. Heilkunde, Heilverfahren; Allopathie; Homöopathie

3. Gefühl, Neigung, Anteilnahme; Antipathie; Sympathie

[<  grch. pathos »Leiden«]   [/quote]

sym = zusammen mit, gemeinsam, zugleich, gleichartig

anti = dagegen, wider

Sympathie ist das Gefühl der Hingezogenheit, der Zusammengehörigkeit
Antipathie ist das Gefühl der Abgestoßenheit. der Gegensätzlichkeit

Und kein Vernunftsargument (Ratio)  der Welt wird es schaffen,
dieses Gefühl zu überwinden und umzukehren,
lediglich ein anderes, ein stärkeres Gefühl könnte dies bewirken.
Zuletzt geändert von maerenthaler am 26. September 2012 00:50, insgesamt 1-mal geändert.

Zurück zu „Speakers´Corner*“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 58 Gäste