Volksverdummung "Reality"-TV

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Kaina
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Volksverdummung "Reality"-TV

Beitrag von Kaina » 11. März 2012 16:40

Nur mal so für diejenigen, die noch immer nicht glauben wollen dass "Reality-TV" der letzte
Bullsh** ist, und sich mit Klischees und Vorurteilen immer noch "aufpimpen" lassen  :108:

http://www.streicheljoghurt.de/2012/02/ ... -betrugen/
"Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische." (K.Valentin) 
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laclairelune
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Re: Volksverdummung "Reality"-TV

Beitrag von laclairelune » 11. März 2012 16:50

Fernsehkritik-TV ist da auch sehr aufschlussreich

http://fernsehkritik.tv/tv-magazin/
:bienchen3: 0        :putzen: 0

die welt wär' nur halb so nett, wenn keiner einen vogel hätt'.

:caticat:
dk87
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Re: Volksverdummung "Reality"-TV

Beitrag von dk87 » 12. März 2012 02:48

Interessant. Und abscheulich...
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Angie
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Re: Volksverdummung "Reality"-TV

Beitrag von Angie » 13. März 2012 12:09

Ehemaliger DSDS-Kandidat verklagt RTL.  :8:

http://www.youtube.com/watch?v=aKQsbEB7c8I
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
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Re: Volksverdummung "Reality"-TV

Beitrag von Arni » 19. März 2012 16:01

ist eigentlich nix neues, Fernsehen wurde erfunden um bestimmte Nachrichten und Propaganda mittels bewegten Bildern zu verifizieren. Was letztendlich gezeigt wird sind zusammengeschnittene Teile von Informationen, die je nach belieben des Aufrtaggebers entstanden sind. Die "Super-Nanny" war auch so ein "seltsamer" Fall, der mehrfach auf http://fernsehkritik.tv auftaucht, u.a. wurden bestimmte Handlungen provoziert und einzelne Szenen so geschnitten, dass es so aussieht, als ob das immer so ist.

Wir werden durch diese Medien total verblödet, ich schaue kaum noch TV und wenn doch, dann nur empfohlene Dokus. Wir kennen das ja auch vom ADHS-Thema und dem umstrittenen Alm-Projekt, wo erst nach der Sendung später nochmal dokumentiert wurde, dass sich nichts verbessert hat.

Ich bin zu einer Zeit groß geworden, als es hier drei Programme vom Westen und zwei Programme vom Osten gab. Ich hatte nen TV im Zimmer und schaute beides, hatte aber noch keinen intellektuellen Zugang zu den Unterschieden dieser staatlichen Einheitssender. Im Westen gabs zudem auf den dritten Programm noch das Schulfernsehen, das waren Sendungen, die über Informatik, Mathematik, Physik unterrichteten, wo aber auch Teile der Experimente von den Schulen hier aufgezeichnet und gezeigt wurden. Nicht jeder Lehrer war schließlich in der Informatik fit, sodass er das lieber dem Kollegen an der Mattscheibe überlassen hat.

1983/84 wurde das Privatfernsehen mit Sat1 und RTL langsam eingeführt, ich meine, das es 1986/87/88 auch langsam terristisch via Antenne bei uns endlich zu empfangen war. Des weiteren gabs das Satelitenfernsehen, wobei die Gemeinschaftsanlage des Vermieters damals eher schlecht funktionierte. Nach wenigen Jahren wurde dann auf Kabel-Fernsehen umgestellt.

Mit der Einführung der privaten Sender wurden auch erstmalig größere Mengen an US-Serien eingekauft und die ersten täglichen schrottigen Dayli-Soaps gesendet. Die Privaten hatten damals noch einen Werbeblock in der Mitte der Serie/des Films, was noch erträglich war. In den späten Abendstunden liefen bei den Privaten meistens lächerliche Erotikfilmchen, Erotikkomödien und Softpornos, was auch Quote brachte, da sowas erstmals flächendeckend gesendet wurde.

Irgendwann fingen die Privaten dann an eigene Soaps wie GZSZ zu kreieren und wurden mehr oder weniger erfolreich damit. Alle anderen Sender kopierten sich auch irgendwie gegenseitig damit. RTL fing auch mit ner Reihe täglicher Talkshows und Magazine an wo Menschen und Schicksale damals noch "behutsam" gezeigt wurden, was dann darin ausartete, das der ganze Nachmittagsblock dann zeitweise von mehreren Talkshows belegt war und Sat1 parallel dazu auch noch jede Menge solcher Shows zeigte. Man konnte damals quasi von 9 Uhr bis 17 Uhr durch Talkshows sehen wenn man wollte.

Letztendlich war das dann der Punkt wo es immer schlimmer wurde, plötzlich waren die RTL-"Altmeister" wie Hans Meiser dann weg vom Fenster, weil das Format noch zu seriös war, stattdessen wurden dann bei Britt, Geißen und Co die Härtefälle gezeigt, wie 9-Jährige dumme Mädchen die sexuelle Selbstbestimmung propagieren. Da hat das ganze Studio und die ganze Nation über die Minderjährige gelacht.
Fast fließend der Übergang zu den Reality-TV-Sendungen, wo die Darsteller schlimmes erleben mussten oder Hilfe suchen. Wer erinnert sich noch an den Maschendrahtzaun bei Barbara Salesch? Regina Z. wurde von Stefan Raab sowas von blosgestellt, sodass ihr Maschendrahtzaun zum Wallfahrtsort wurde und die arme Frau später wegziehen musste wegen dem Terror durch Jugendliche und Spinner dort.
Stefan Raab nimmt sowieso jeden naiven Dorftrottel aufs Korn, der sich schon vorher im TV zum Deppen gemacht hat.

RTL2 schlägt dann mit den Dokus aus sozialschwachen Kreisen auf BLÖD-Niveau auch noch dem Fass den Boden aus, denn die Realität wird nicht gezeigt, nur das was den unbedarften und nicht betroffenen Zuschauer auf die Palme bringen würde, wie Typen al la Florida-Rolf, die Ihr Haus angeblich dem Freund überschreiben, drin weiter leben und "üppige" Stütze kassieren. Verlauste, verwahrloste Messie-Wohnungen, psychische Krankheiten, Behinderungen, Vaterschaftstests, Ehebruch und viele "dumme" Durchschnittsmenschen. Für das alles kennen diese TV-Sender kein Tabu mehr.

Andere Formate wie naturwissenschaftlich-technische Sendungen werden bei den Privaten auch immer schlechter, sind fehlerhaft. Heutige Werbeblöcke sind einfach nur nervig.
Guter Journalismus und realitätsnahe Berichterstattung sieht anders aus, aber das ist nicht gewollt.

Wer jetzt aber glaubt die öffentlich rechtlichen sind wesentlich Besser, der irrt sich, die ÖR kopieren oft die Formate der Shows und Reportagen und senden es dann in abgeschwächter Form. Eigentlich das gleiche in Grün, aber man kennt noch Grenzen dort.

Wir alle müssen vorsichtig sein und nicht alles glauben was da gezeigt wird. Das was gesendet wird dient den Einnahmen, der Quote, nicht den betroffenen Randgruppen. Lasst euch nicht in sowas mit rein ziehen, wenn erstmal die Sendung gelaufen ist sieht man nur noch das was der Regiesseur und Drehbuchautor sehen wollte, nicht das was wirklich passiert ist. Lasst euch nicht mit Geld locken, die paar Kröten sinds nicht wert und wer staatliche Leistungen bezieht hat dadurch sowieso keinen Gewinn sondern ein anrechenbares Einkommen, d.H. wenn so ein Kamerateam erstmal im Haus ist und euren Strom verbraucht zahlt Ihr schlimmstenfalls drauf. Und so ein bißchen Showtechnik, professionelle Scheinwerfer, etc. ziehen mal schnell mehrere Herdplatten auf einmal im Dauerbetrieb. D.h. da rotiert der Stromzähler auf Eure Rechnung, aber wegen dem massiven Verbrauch des Fernsehteams.

MfG
Zuletzt geändert von Arni am 19. März 2012 16:04, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin nicht geboren worden, um es allen recht zu machen. :mopp:

Notorischer Radfahrer :2415282:
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