Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen

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Grashalm
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Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen

Beitrag von Grashalm » 8. Januar 2009 21:26

Der Klimawandel könnte in den kommenden Jahrzehnten die Lebensmittelversorgung weltweit massiv gefährden. Einer Studie zufolge wird gegen Ende des Jahrhunderts die Hälfte der Erdbevölkerung von Hungersnöten bedroht sein, sollte sich die Menschheit nicht schnell anpassen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 42,00.html

Was denkt ihr, Schwarzmalerei oder wird es diese probleme vielleicht sogar schon viel früher geben?

Und wäre die studie nicht mal nen wirklicher anlass aus der kath. kirche auszutreten um im vatikan mal druck zu machen wegen der gerade zu kranken verhütungspolitik die sich vor allem in den ländern der 3ten Welt bemerkbar macht unter anbetracht dieser aussichten...

Werde jetzt erstmal in die küche pilgern :icon_mrgreen:
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saadina
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Re: Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen

Beitrag von saadina » 18. Januar 2009 17:28

spekulation mit nahrungsmitteln
die verwendung von getreide sind das problem, nicht die angeblich  zu hohe zahl der menschen

vor allem in der dritten welt!


es gibt vor allem
ein verteilungsproblem und nicht ein produktionsproblem...
ein us amerikaner konsumiert bis zu 2500 mal mehr energie
:campfan:
als ein mensh aus mali.... :fire:
es gibt noch bäume in mengen,
schattig
und durchaus kommun.,
um oben sich aufzuhängen
oder unten sich auszuruhen....
(Baal...B.Brecht)
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michael
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Re: Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen

Beitrag von michael » 20. Januar 2009 16:45

Na gut, dass ist wohl aber ein anderes Problem.
In dem oben verlinkten Artikel geht es nicht um die Verteilung von Lebensmitteln, die sicherlich alles andere als gerecht ist.
Hier geht es um mögliche zukünftige Probleme die sich durch Klimawandel etc. ergeben könnten.
Die "westliche Welt" würde dies ebenfalls massiv zu spüren bekommen.
Die Vorstellung halte ich, mit Blick auf den heutigen Umgang mit Ressourcen, für durchaus realistisch.
Aktuell werden Ressourcen verschwendet ohne wirlkich in die Zukunft zu sehen.
Klar gibt es sog. "Klimaprogramme". Jedoch werden diese niemals den Nutzen haben, der nötig wäre, um uns vor der Klimakatastrophe zu retten.
Der Mensch wird erst richtig handeln, wenn es eh schon zu spät ist.

Wobei ich dazu sagen muss, dass ich bei dem Artikel insofern skeptisch bin, dass er vom Spiegel ist, der sich in Sachen objektivität ja auch nicht immer mit Ruhm bekleckert hat. Daher kann ich mir hier sehr gut vorstellen, dass Dinge mal wieder verfälscht und übertrieben wiedergegeben wurden.
Gibt es den original Studienbericht o.ä. wohl irgendwo im Internet. Muss doch später mal gucken, ob da was zu finden ist.

lg Michael
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Grashalm
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Re: Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen

Beitrag von Grashalm » 20. Januar 2009 17:15

[quote="saadina"]
es gibt vor allem
ein verteilungsproblem und nicht ein produktionsproblem...
ein us amerikaner konsumiert bis zu 2500 mal mehr energie
:campfan:
als ein mensh aus mali.... :fire:
[/quote]

Aber man sollte wohl berücksichtigen das der typ in mali wie in jeder anderen region der welt der es nicht so wirklich doll geht den wunsch beistzt ebenso konsumieren zu können wie ein us amerikaner und dieser zustand letzlich wohl angestrebt wird...
Weiter sind in der ganzen Studie die nicht dem Spiegel entstammt, sondern in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurde und der ich ein wenig mehr seriösität zusprechen, die Ressource Wasser nicht mit einbezogen und es bezieht sich wohl ausschließlich auf die Landwirtschaft...
Zuletzt geändert von Grashalm am 20. Januar 2009 17:17, insgesamt 1-mal geändert.
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michael
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Re: Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen

Beitrag von michael » 20. Januar 2009 17:33

Hab ja nicht gesagt, dass die Studie vom Spiegel ist. Aber der Artikel darüber und der wird wohl aus den eigenen Worten des Spiegel bestehen ;)
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Grashalm
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Re: Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen

Beitrag von Grashalm » 20. Januar 2009 17:34

Interessant, und was die meisten nicht wissen weil diese Werbespots hier nicht ausgestrahlt werden, das es bereits Werbecampagnen in Afrikanischen Ländern gibt mit aus der EU finanzierten mitteln die Europa möglichst uninteressant machen sollen... Will nicht sagen sie würden dort mit einem falschen bild abgespeist aber es sagt dennoch viel aus oder???

Anti Auswanderungs TV Spots der EU in Nigeria und Kamerun aus der Schweiz z.B.
http://de.youtube.com/watch?v=SnUgwDaXPsw
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daSchäf
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Re: Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen

Beitrag von daSchäf » 21. Januar 2009 20:05

Das Problem dürfte weniger der Klimawandel als mehr die Globalisierung und Wirtschaft sein. Der Klimawandel wäre so und so gekommen, der Mensch hat ihn nur beschleunigt und verstärkt.

Regenwälder werden abgeholzt. Aber nicht um das Holz zu verwerten, nein. Um Gemüse und Soja anzubauen. Reis hat so gut wie keinen Nährwert, ist aber das Hauptnahrungsmittel der gesamten dritten Welt. Vom manchmal beinahe toxischen Weizen ganz zu schweigen. Nebenbei tötet Monokultur die Äcker ab.
Metalle werden im Ursprungsland abgebaut, nach den Staaten verschifft, in denen die Verhüttung günstiger ist, dort steigt die Schlackebelastung, Fische werden in Tümpeln die dadurch bereits verunreinigt wurden mit Mist (Dung) gefüttert, Fische und verhüttetes Metall gehen wieder in das Ursprungsland, um von dort aus möglichst gewinnbringend wieder verarbeitet/verpackt und in Drittländer verkauft zu werden.

Ganze Dörfer legen zusammen, damit einige wenige der ihren die Chance haben, durch Auswanderung ein besseres Leben führen zu können und der Gemeinde später etwas zurückgeben können. Das Ende vom Lied ist Kriminalität und ein Leben im Untergrund, herbeigeführt durch die Einwanderungspolitik. Wenn sie Glück haben. Auf die meisten wartet schlicht und ergreifend der Tod. Aber... Ob im staubigen Hinterland verhungern, oder auf hoher See zu zwanzigst in einem Schlauchboot verdursten macht keinen Unterschied. Diese mutigen Leute ergreifen eine Chance. Auch wenn sie nicht wissen, dass sie nur Vieh (Kühe werden gemolken, nicht wahr?) für Menschenschlepper und Gangs sind.

Endzeitstimmung halte ich nicht für angebracht. Denn es war im Großen und Ganzen die letzten Jahrhunderte nie anders. Neid, Missgunst und Habgier sind zu sehr verbreitet und werden immer frischen Nährboden finden. Es war und ist ein Kasten-System. Denn die wenigsten haben die Möglichkeit wirklich etwas zu verbessern, und sei es nur den eigenen Standard.

Du bist Deutschland! Was also kannst du tun?
So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.
- Schopenhauer
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dhimmi
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Re: Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen

Beitrag von dhimmi » 30. Januar 2009 18:12

[quote="daSchäf"]
Du bist Deutschland! Was also kannst du tun?
[/quote]

Äh, Kinder erziehen und Hitler töten. Vielleicht den Kolumnisten der Neon verprügeln für den unsäglichen Artikel über Energiesparlampen.
Hey, ich wär ja auch für ne Performanceart-Aktion in einer kleinstättischen  Einkaufspassage. Aus dem Gemüse das nach einem geworfen wird kann man Suppe für die Armen und Bedürftigen kochen.
lillifee
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Re: Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen

Beitrag von lillifee » 31. Januar 2009 01:00

[quote="Grashalm"]Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen [/quote]

Diese Frage war jetzt ein kleiner Scherz von Dir am Rande, oder?!  :up_to_something:

Hunderte Millionen Menschen durchstöbern jetzt schon den Müll. Es gibt Millionen Kinder, die auf den Müllbergen aufwachsen und nichts anderes kennen.

Traurigerweise muss man dafür nicht in die Drittländer schauen, sondern kann einfach mal seinen Blick vor die hiesige Tür schweifen lassen: zu den Tafeln, bei denen die Müllberge der Konzerne kostengünstig abgeladen werden, und bei den Flaschensammler, die tagtäglich den Müll durchstöbern.
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Grashalm
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Re: Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen

Beitrag von Grashalm » 31. Januar 2009 07:14

[quote="lillifee"]
[quote="Grashalm"]Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen [/quote]

Diese Frage war jetzt ein kleiner Scherz von Dir am Rande, oder?!  :up_to_something:

[/quote]

Ne nicht wirklich, zum einen ist es keine frage und zum anderen hatte ich es aus reißerischen gründen dem spiegel artikel entnommen und kopiert was aufgefallen wäre hätte man den artikel aufmerksam gelesen  :icon_rolleyes:

Ansonsten weiß ich sehr wohl was zumindest vor meiner haustür abgeht, ich helfe unter anderem regelmäßig mehr oder minder ehrenamtlich beim verteilen von lebensmitteln durch tadaaaa, eben die Tafel und bekomme obendrein durch nen kulturzentrum in einem ziemlich verhuntzten stadteil so allerlei mit...
Soll heißen, was armut oder hunger ist, was abstieg bedeutet, was scham und was bildungsfern oder wirklcih kaputte verhältnisse sind, oder Menschen bei dennen jede hilfe vergebens ist, und die man dennoch nicht hängen lassen kann usw, darüber musst du mich wirklcih nicht belehren...

Nichtsdestotrotz bin ich der auffassung das daß was du bemängelst und was ich alle naselang mitbekomme nicht auch nur im ansatz damit zu vergleichen ist, was auf uns zukommt wenn diese studien recht behalten und sich das problem nicht lösen lässt, mal ganz nüchtern ohne endzeitstimmung...

Und den Menschen den es hierzulande verhältniss mässig schlecht geht, das wäre für viele viele menschen auf der welt derzeit immer noch eher ein 6er im lotto...

Und die Müllberge die wie du meinst von den Konzernen bei der tafel kostengünstig entsorgt werden, das wäre mir neu... Gut mitlerweile hat die tafel auch nen gewissen PR Effekt aber ansonsten kannste das knicken das konzerne ihre lebensmittel aus überproduktion oder wegen des verfallsdatums mal einfach so rausrücken....

Nette Doku dazu so fern man nicht vogelstrauss spielen will...
http://de.youtube.com/watch?v=41mi9igl5Kk
Zuletzt geändert von Grashalm am 31. Januar 2009 07:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen

Beitrag von saadina » 7. Februar 2009 02:02

niemand hier ist deutshland!! :michael:


!ich kotze wenn ich den spruch höre...
und das wär shade beid er leensmittelknappheit...

[quote="daSchäf"]
Das Problem dürfte weniger der Klimawandel als mehr die Globalisierung und Wirtschaft sein. Der Klimawandel wäre so und so gekommen, der Mensch hat ihn nur beschleunigt und verstärkt.

Regenwälder werden abgeholzt. Aber nicht um das Holz zu verwerten, nein. Um Gemüse und Soja anzubauen. Reis hat so gut wie keinen Nährwert, ist aber das Hauptnahrungsmittel der gesamten dritten Welt. Vom manchmal beinahe toxischen Weizen ganz zu schweigen. Nebenbei tötet Monokultur die Äcker ab.
Metalle werden im Ursprungsland abgebaut, nach den Staaten verschifft, in denen die Verhüttung günstiger ist, dort steigt die Schlackebelastung, Fische werden in Tümpeln die dadurch bereits verunreinigt wurden mit Mist (Dung) gefüttert, Fische und verhüttetes Metall gehen wieder in das Ursprungsland, um von dort aus möglichst gewinnbringend wieder verarbeitet/verpackt und in Drittländer verkauft zu werden.

Ganze Dörfer legen zusammen, damit einige wenige der ihren die Chance haben, durch Auswanderung ein besseres Leben führen zu können und der Gemeinde später etwas zurückgeben können. Das Ende vom Lied ist Kriminalität und ein Leben im Untergrund, herbeigeführt durch die Einwanderungspolitik. Wenn sie Glück haben. Auf die meisten wartet schlicht und ergreifend der Tod. Aber... Ob im staubigen Hinterland verhungern, oder auf hoher See zu zwanzigst in einem Schlauchboot verdursten macht keinen Unterschied. Diese mutigen Leute ergreifen eine Chance. Auch wenn sie nicht wissen, dass sie nur Vieh (Kühe werden gemolken, nicht wahr?) für Menschenschlepper und Gangs sind.

Endzeitstimmung halte ich nicht für angebracht. Denn es war im Großen und Ganzen die letzten Jahrhunderte nie anders. Neid, Missgunst und Habgier sind zu sehr verbreitet und werden immer frischen Nährboden finden. Es war und ist ein Kasten-System. Denn die wenigsten haben die Möglichkeit wirklich etwas zu verbessern, und sei es nur den eigenen Standard.

Du bist Deutschland! Was also kannst du tun?
[/quote]
es gibt noch bäume in mengen,
schattig
und durchaus kommun.,
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daSchäf
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Re: Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen

Beitrag von daSchäf » 7. Februar 2009 02:26

Saady, schon klar dass das rein ironisch war, wa?  :zwink:

Wenn du schon meinen ganzen Text zitierst, dann schreib wenigstens deine Meinung drunter. :breitgrinse1:
So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.
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Re: Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen

Beitrag von niemandweiss » 9. Juni 2009 01:14

Die Klima-Kreditblase platzt

Von Christian Schwägerl

Dürren, Hungersnöte, versinkende Städte: Die Gefahren des Klimawandels sind viel gravierender als die Wirtschaftskrise. Bei den Uno-Verhandlungen muss der Westen endlich eingestehen, dass er längst in die Kohlendioxid-Insolvenz geschlittert ist - und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,628407,00.html
boralmar
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Re: Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen

Beitrag von boralmar » 12. Juni 2009 17:30

lustig nur, dass das hunger-problem durch die versuchte bekämpfung des klimawandels nur noch grösser wird, biokraftstoff sei dank.

für mich hat die diskussion und der aktionismus um den klimawandel was lächerliches an sich. ich seh das ganze als unausweichlichen prozess, der ausschliesslich von den zur verfügung stehenden ressourcen getrieben wird. was übrig bleibt, ist nicht viel mehr als eine weitere möglichkeit, wilkürlich macht auszuüben.

solange weniger kohlendioxid für höhere kosten steht, ist das ein völlig utopisches unterfangen. und ob die güter eines tages so verteilt sein werden, dass es sich jeder leisten kann, gegen die klimaerwärmung anzukämpfen, das ist in frage zu stellen. solange dazu nur eine minderheit in der lage ist, ist das alles vergebliche liebesmüh.

das einzige wirklich wirkungsvolle was der westen tun könnte, ist seine märkte zu öffnen. durch protektionistische massnahmen, wie zb. dass jede kuh tagtäglich mit 2,5 dollar subventioniert wird (das ist mehr, als 1 milliarde menschen jeden tag zum leben hat), forcieren wir die klimaerwärmung mehr als alles andere. weil wir so den zugang für drittweltländer zum europäischen markt zielsicher verhindern, und damit auch ein höheres wirtschaftswachstum der betroffenen regionen, dass den überfluss mit sich bringen würde, den es für den kampf gegen die klimaerwärmung braucht.

und währenddessen diese regionen mit uns auferlegten, indirekten handelsembargos zu kämpfen haben, werden sie von uns mit entwicklungshilfe versorgt, die den anschein der dargebotenen hand machen sollen, dabei aber kaum mehr als abhängigkeit schaffen. einfach nur pervers.
Zuletzt geändert von boralmar am 12. Juni 2009 17:48, insgesamt 1-mal geändert.
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butterschleife
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Re: Hunderte Millionen Menschen werden nach Lebensmitteln suchen

Beitrag von butterschleife » 22. Juni 2009 20:53

Klimawandel, wenn ich das schon höre... Ich würde da doch gerne wissen, an welchen Zeitraum denn dieser Klimawandel festgemacht ist; an den letzten Jahrzehnten, den letzten Jahrhunderten oder den letzten drei Tagen? Es macht einen gewaltigen Unterschied, wie lang der Zeitraum ist, den man betrachtet, wenn man da die Steigerung pro Jahr berechnet.

Ich frage mich auch immer, ob auch die "positiven" Seiten des Klimawandels mit einberechnet werden. Es gibt riesige, richtig gewaltige Flächen, die Permafrostboden sind (Sibirien) oder direkt unter dem Eis versinken (Grönland). Wenn die Temperatur ansteigt, dann können auch diese Flächen nutzbar werden!

Aber in Punkto Nahrungsmittelknappheit sollte man auch die Ressourcen einberechnen, die frei werden würden, wenn die westliche Welt ihren Fleischkonsum reduzieren würde. Es sind etliche Kilo an pflanzlicher Biomasse notwendig, um tierische zu bilden - man könnte die Flächen auch nutzen um pflanzliche Nahrung anzubauen und so eine Vielzahl an mehr Menschen zu ernähren. Nein, damit meine ich nicht, dass es notwendig ist, dass alle Vegetarier werden, sondern nur den Konsum zu reduzieren - man muss nicht jeden Tag ein dickes Stück Fleisch essen.

Was mir gerade noch in den Sinn kommt, ist die Tatsache, dass die Schwellenländer wie China ja allmählich auch auf den Geschmack von Autor und einem hohen Fleischkonsum kommen - was auch verständlich ist, nur weil wir die ersten waren, die ein derartiges Level erreicht haben, muss das nicht heißen, dass auch andere zu der Meinung kommen, dass sie ein Anrecht auf einen solchen Lebensstandart haben.

Es gibt so viele verschiedene Faktoren und Einflüsse - da kann man doch eigentlich einem solchen Spiegelartikel nicht bedenkenlos glauben, wenn sie von den Ergebnissen eines Modells sprechen. Solange ich nicht weiß, was dieses Modell an Fakten enthält und was nicht, sehe ich lieber davon ab, einfach alles blauäugig zu glauben.
Wie heißt es doch so schön: "Glaube nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast".


Apropos, weil es so schön zum Klimawandel passt: Viele Moore hier in Deutschland wurden systematisch entwässert (Melioration...), damit man die Flächen landwirtschaftlich (als Grünland) nutzen kan.. Nun verströmen Moore einiges an Methan (weil die Bakterien ja ohne Sauerstoff arbeiten), dessen Klimawirkung um ein vielfaches höher ist als vom guten alten CO2. Weil so ein normales und gesundes Moor aber Unmengen an C bindet (die Biomasse wird ja zum Torf), ist ein gesundes Moor klimaneutral.
Ein degradiertes (entwässertes) Moor hingegen gast kaum noch Methan aus - allerdings steigen die Mengen an CO2 und N2O in einem solchen Maß an, dass man ein degradiertes Moor guten Gewissens als klimaschädlich bezeichnen kann.
Wenn man dann noch in Betracht zieht, dass, wenn das Moor erst einmal völlig degradiert ist, der Boden dermaßen verdichtet ist, dass man von einer Landwirtschaftlichen Nutzung nicht einmal mehr träumen kann, dann gibt einem so etwas doch zu denken.
Das hier ist natürlich kein richtiges Argument in dieser Diskussion, aber ich dachte mir mal , dass das mal ein ganz interessantes Phänomen ist.
(Ich kann auch gernauere Zahlen liefern, ich habe hier einen 600 Seiten Wälzer über Moore leigen ;))
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