Radar

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RatWolf
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Radar

Beitragvon RatWolf » 11. November 2008 20:17

Hallo Leuts,

ich hab da mal ne Frage:



ein Radar strahlt eine Wand von der Seite an. Der Eintrittswinkel des Strahls in die Wand beträgt ungleich 90°.  Entsprechend den Gesetzen der Optik kann der Radarstrahl nur in einem Winkel von der Wand austreten, in dem er eingetreten ist. Eintritswinkel ist gleich Austrittswinkel. Entsprechend der Wellentheorie wird beim Eintreffen einer Mikrowelle (Radarstrahl) jedes Elektron auf der Oberfläche der angestrahlten Wand angeregt und wird somit wiederum zum Mikrowellensender von dem elektromagnetische Wellen wieder ausgestrahlt werden. Aus diesem Grund können auch  "entgegen" der Gesetze der Optik die elektromagnetischen Wellen wieder zum Sender zurückgelangen.

Nun mein Problem:

Da in diesem Fall Sender- = Empfängerstandort und die Wand in einem Winkel ungleich 90° also von der Seite angestrahlt der Weg vom Sender zu jedem beliebigen Punkt entsprechend der Trigonometrie unterschiedlich ist, mit welcher Phasenverschiebung ist im Empfänger zu rechnen.



Vielen Dank im Voraus



RatWolf
Zuletzt geändert von RatWolf am 11. November 2008 20:20, insgesamt 1-mal geändert.
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wulihubi
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Re: Radar

Beitragvon wulihubi » 11. November 2008 22:09

Das hängt ab vom Streubreitenwinkel der verwerteten Reflektionsstrahlen. Im Fall von Abstandsmessung wird ein zuvor festgelegter Ausschnitt herangezogen.

Grüßle!
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mimip1
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Re: Radar

Beitragvon mimip1 » 11. November 2008 22:52

GGGEEEEENAUU  :icon_mrgreen:
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RatWolf
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Re: Radar

Beitragvon RatWolf » 12. November 2008 10:01

Hallo,
jede Mikrowelle bewegt sich im freien Raum auf dem kürzesten Weg vom Sender zum Empfänger.

Angenommen ich markiere auf einer Fläche eines seitlich vor dem Radargerät aufgebauten Reflektors in regelmäßigen Abständen auf einer Linie Punkte. Der Weg vom Sender also dem Radargerät zu jedem so markierten Punkt müsste doch immer ein anderer sein. Also treffen die Radarwellen bei jedem Punkt mit unterschiedlicher Phase ein.

oder sehe ich es falsch?


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Re: Radar

Beitragvon wulihubi » 12. November 2008 10:29

Nein klar! Du siehst das schon richtig!
Aber, welches Problem hast Du nun?

LG!
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Re: Radar

Beitragvon RatWolf » 12. November 2008 12:05

Hallo,

nur leider gilt diese grundlegende physikalische Tatsache der unterschiedlichen Laufzeiten beim Blitzerradar nicht.

die modernen PKW sind so gebaut, dass mindestens 95% aller auf dem PKW ankommenden Radarstrahlen entsprechend der Gestzmäßigkeit der Optik (eintrtender Winkel=autretender Winkel) in alle Richtungen zurückreflektiert werden.

bezogen auf die Wellentheorie bedeutet es, dass die sehr unterschiedlichen Laufzeiten von der Radarantenne zu jedem einzelnen Elektron und von jedem einzelnen Elektron auf der Oberfläche eines PKW zum Radar zu allgemeinen Interferenzen führen. Entsprechend meines Kenntnisstandes führt dieser Effekt im Hohlleiter zu nichtdefinierten Zuständen und somit zur Verhinderung einer Auswertung.

Nur sofort nach Einfahrt eines PKW in den Radarstrahl sind die Abweichungen in den unterschiedlichen Laufzeiten so gering, dass die auftretenden Interferenzen noch nicht die Auswertung unmöglich machen. In dem Moment der Einfahrt in den Radarstrahl erfolgt auch die Messung und das Auslösen des Blitzes. Eine Überprüfung des Messergebnisses, wie öffentlich beschrieben, ist entsprechend dieser physikalischen Gegebenheiten nahezu unmöglich.

Und bitte antwortet nicht, es handle sich um ein zugelassenes Verfahren. Erst muss die Physik stimmen und dann kann über die Messauswertung in einem verwendeten Microcontroller ein fehlerfreies Programm geschrieben werden. Wenn das geschriebene Programm in dem Mikrocontroller fehlerhaft ist, kann es sein, dass trotz Unmöglichkeit einer Kontrollmessung im realen Verkehr ein Wert einer "Kontrollmessung" zur Auswertung gelangt. Bei Testläufen im Labor kann der Fehler nicht entdeckt werden, da man im Labor mit Generatoren arbeitet.

Auf Teststrecken kann der Fehler auch nicht entdeckt werden, da auf der Teststrecke Vergleichsmessungen durchgeführt werden. Diese sehen so aus, dass unmittelbar vor bzw. nach der Radarmessstelle eine Lichtschrankenmesstelle aufgebaut wurde. Bremst ein Fahrzeug innerhalb des Testbereiches, kann keine Vergleichsmessung durchgeführt werden. Somit muss das auf der Teststrecke zu messende Fahrzeug eine konstante Geschwindigkeit einhalten und ein Fehler bei der Überprüfung fällt nicht auf.




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Re: Radar

Beitragvon wulihubi » 12. November 2008 12:25

Erstmal grundsätzlich:
Soweit ich mich erinnere, ist ja auch tatsächlich ein nicht unwesentlicher Anteil der Blitzer fehlerhaft! Allerdings scheint es schwer, den Nachweis dafür bringen zu können.
Aber nochmal zur Technik, für eine Geschwindigkeitsmessung ist ja allein die Echodifferenz zwischen zwei Radarimpulsen massgeblich. Daher sind Interferenzen infolge der Form des Objekt's unwesentlich!
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Re: Radar

Beitragvon RatWolf » 12. November 2008 12:34

Hallo,

beim Kfz-Blitzer-Radar handelt es um ein Dauerstrichradar, bei dem die Dopplerverschiebung ausgewertet wird. Gerade aus diesem Grund sind die Interferenzen von entscheidender Bedeutung. Würde ein Impulverfahren zur Anwendung kommen, wäre die Gefahr der Interferenzen nicht so hoch. Aber trotzdem treten im Schrägsichtbetrieb Interferenzen auf. Diese können auch im Impulsbetrieb so hoch sein, dass am Empfänger keine Auswertung möglich ist. Siehe dazu die Grafik auf http://de.wikipedia.org/wiki/Radarquerschnitt



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Re: Radar

Beitragvon wulihubi » 12. November 2008 13:16

Ok! Das würde die Messungenauigkeit ja erklären!
Bist Du Betroffener?

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