Finanzielle Unabhängigkeit

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Ricky
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Finanzielle Unabhängigkeit

Beitragvon Ricky » 12. Juni 2018 11:18

Hallo Community,
ich bin neu hier im Forum, weil ich Gleichgesinnte finden möchte und wir mehr oder weniger die selben Komorbiditäten (Depressionen etc.) Aufmerksamkeitsprobleme etc. teilen. Ich habe zudem durch eine schwere Geburt noch weitere Ketten um den Hals gelegt bekommen. Wenn ihr in dieser Welt erfolgreich sein wollt müsst ihr gewisse Dinge akzeptieren. 1. Die gesamte westliche Welt ist praktisch pleite und viele Staaten stehen vor dem unmittelbaren Bankrott. 2. Ihr müsst auf Dauer mehr einnehmen als ihr ausgebt. 3. Ihr müsst die Ziele (private, Karriere, Vermögen, Einkommen) zeitlich, konkret und schriftlich aufschreiben. Es ist für chaotische Leute wie wir, aus meiner Sicht die wichtigste Lektion überhaupt.
Ich lese und höre 20 Bücher und nutze Youtube ausschließlich um mich zu motivieren, zu bilden etc.
Ich hoffe, wir werden zusammen unsere Ziele erreichen und viel Spaß haben. Ich habe bis jetzt ein Vermögen von ca. 25k erwirtschaftet und bin echt stolz auf mich aber ich brauche ungefähr 500k, 5% Rendite und somit 2000 Euro passives Einkommen. Wir können unseren divergenten, kreativen Denkstil dafür hervorragend gebrauchen...

Zur Information: Finanzielle Unabhängigkeit bedeutet, dass man seine Lebenshaltungskosten aus passivem Einkommen (Mieten, Dividenden, Zinsen, Online-Business etc.) decken kann.

Würde mich freuen, wenn sich Leute an diesem Thema beteiligen könnten.
Danke
Falschparker
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Re: Finanzielle Unabhängigkeit

Beitragvon Falschparker » 12. Juni 2018 17:40

Hallo Ricky,

herzlich willkommen.

Warum sollte ich das wollen? Was kostet es mich?

Warum sollte ich von Kapital leben wollen? Und wie will ich wissen, ob ich dauerhaft 5 % Rendite damit erwirtschaften kann?

Statt einer sinnvollen Arbeit nachzugehen, mich mit Mietern herumärgern, Aktien anlegen oder Ähnliches? Das ist nicht meine Vorstellung von viel Spaß haben.

Habe ich dann noch den Anspruch, dass mit meinem Kapital keine Kinder versklavt, Drogen verschoben oder Kriege in fernen Ländern angezettelt werden, ist es noch schwerer, eine gute Rendite zu erzielen.

Nein, nichts für mich.

Viele Grüße
Falschparker
Murmel
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Re: Finanzielle Unabhängigkeit

Beitragvon Murmel » 13. Juni 2018 08:18

Hallo und herzlich Willkommen.

Hört sich für mich nach einem anstrengenden Leben an. Für mich wäre das nichts, aber vielleicht findest du hier noch
Gleichgesinnte.
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Phantomsoul
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Re: Finanzielle Unabhängigkeit

Beitragvon Phantomsoul » 13. Juni 2018 14:15

Herzlichst willkommen. :) Ich hoffe, du findest hier gleichgesinnte und kannst das Forum mit beleben. :P

Für mich hat Geld absolut keinen Stellenwert. Es ist da, alle wollen es haben und mich interessiert es nicht. Unabhängig geht auch anders, glaube ich. Allerdings nicht in Deutschland. Wer einkommenslos ist, wird dennoch gezwungen, sich in Schulden zu treiben, indem die Zwangversicherungen für Krankenkassen eingefordert werden. (Wird Freiwilligenversicherung genannt, ist in Wahrheit aber alles andere als freiwillig. Man ist gesetzlich dazu gezwungen, den Wisch zu unterschreiben und monatlich diese 180€ zu blechen, auch wenn man das nicht möchte, weil man sonst als höchstverdiener eingestuft wird und sich Monatlich ins Grab blechen muss)

Kapital ist das größte Problem der Mittel und Unterschicht. Nur die Leute mit Kohle profitieren davon, alle anderen gehen daran kaputt. Finanzielle Unabhängigkeit ist auch nur durch 3 Dinge zu erreichen: Extrem viel Arbeit und dem daraus resultierenden kaputten Körper/Geist, extrem viel Glück durch z.B Lottogewinn, Geburtsrecht (erbe etc)

Alle Anderen können es vergessen und ich entscheide mich für einen gesunden Körper und einen stabilen Geist als für den 3 fachen Bandscheibenvorfall für 1500 Mücken im Monat, wovon ich am Ende genau so wenig übrig habe, wie jeder Harz Iv empfänger. Nämlich genau nix. :)
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Ein Gentleman ist ein Mann, der seiner Frau die Hoteltür öffnet, damit sie das Gepäck in die Halle tragen kann. - Peter Ustinov
Murmel
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Re: Finanzielle Unabhängigkeit

Beitragvon Murmel » 17. Juni 2018 08:49

Hallo und herzlich Willkommen.
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Hanghuhn
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Re: Finanzielle Unabhängigkeit

Beitragvon Hanghuhn » 17. Juni 2018 12:13

Ich kenne so eine oder zumindest ähnliche Einstellung (nicht von mir). Nahezu alles wird dem Ziel, Geld zu verdienen, untergeordnet, vor allem im politischen Denken.

Die betroffene Familie ist damit nicht unglücklich geworden, weil alle an einem Strang zogen. Ohne einen gewissen Grundstock an finanziellen Mitteln geht das kaum. Auch in der mir bekannten betroffenen Familie hatte sich der Familienvater durch einen hochbezahlten Job, den man allerhöchstens ein paar Jahre durchhält, einen gewissen Grundstock zugelegt.

Warum suchst du Gleichgesinnte? Kann es sein, dass du deinen Hyperfokus aufs Geldverdienen richtest? Bist du im Fananzwesen tätig oder studierst du etwas Entsprechendes?

Den "divergenten, kreativen Denkstil" zu nutzen, mache ich oder versuche ich jeden Tag. dass das finanziell nicht allzu erfolgreich ist, liegt u. a. auch daran, dass Verantwortliche diesen Denkstil meist nicht haben. Das würde eigentlich für Deine Ideen sprechen. Aber mir fehlte bisher der finanzielle Grundstock, der mir auch weiterhin fehlen wird.
LG Hanghuhn
Ricky
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Re: Finanzielle Unabhängigkeit

Beitragvon Ricky » 18. Juni 2018 21:01

Vielen Dank für die Kommentare und eure Sicht auf dieses Thema. Es ist tatsächlich ein enormer Fokus, der aber noch nicht krankhaft ist. Ich habe einen langen, unglücklichen Weg bestreiten müssen und nutze die Miesere als Ansporn um etwas tolles machen zu können. Ich bin Mechaniker, Fassadenreiniger, Bwl‘er. Ich will bald Firmenbeteiligungen von Handwerksbetrieben bekommen, quasi als Juniorchef, wenn ein Chef noch nicht in den Ruhestand gehen will. Es gibt viele Betriebe die keinen Nachfolger haben. So etwas unternehmerisches macht mir Spaß und selber werkeln auch. Ich bin zuversichtlich, dass es klappen wir. Zum Thema Vermögen und Rendite: Firmenbeteiligungen brauchen viel Anstrengung und Zeit, denn ein Unternehmen ist wie ein Lebewesen. Die Renditen sind aber im Vergleich zu anderen Formen sehr hoch (20,30 und mehr %) auf sein eingesetztes Kapital, aber durchaus riskanter. Es ist eine gute, moralisch, ethisch saubere Investition aus meiner Sicht. Ein paar Aktien habe ich auch, ein Teil des Hauses meiner Eltern erbe ich mit meinen zwei Gewchwistern, dass dauert aber noch lange. Ich will irgendwann einen Handwerksbetrieb übernehmen mit einem Umsatz von über 3 Millionen Euro. 5 Wohnungen besitzen und gleichzeitig gesund und fit bleiben. Eine Familie gründen kommt auch noch dazu.
Was ich mir davon erhoffe? Zu den vermögenden Menschen gehören zu können und reisen, arbeiten und helfen zu können wann ich es will und was ich will und dadurch einen guten Beitrag für unsere Gesellschaft am Ende des Lebens geleistet zu haben.
Falschparker
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Re: Finanzielle Unabhängigkeit

Beitragvon Falschparker » 18. Juni 2018 22:47

Sowas plant man doch nicht. Schön wenn es klappt, aber wenn nicht bist du enttäuscht, da lass ich mich doch lieber überraschen!

Ich hätte vor 30 Jahren nicht gedacht, dass ich eine Familie ernähren und in einem schönen eigenen Haus wohnen würde. Warum sollte ich mehr wollen? Weite Reisen und ein großes Auto? Ist doch stressig, das alles. :lol:

Ich war nach der Geburt unseres ersten Sohnes arbeitslos, wir wohnten in einer winzigen Wohnung zwischen Baumarkt und Autobahnauffahrt, aber wir waren sehr glücklich miteinander.

Das sind wir immer noch, aber unser Großer wurde bald schwer krank. Ist unser ganzer heutiger Reichtum besser als wenn er gesund wäre? Ganz bestimmt nicht!

Unsere Ehe hat gehalten, wir bekamen (spät und überraschend) einen zweiten Sohn, der uns viel Freude macht. Das hätte schief gehen können wie bei vielen Familien in unserer Bekanntschaft, die zerbrochen sind.

Die wichtigsten Dinge im Leben kann man nicht planen, nicht kaufen und sie können jederzeit verschwinden.
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Re: Finanzielle Unabhängigkeit

Beitragvon ULBRE » 19. Juni 2018 23:08

Ricky hat geschrieben:Ich bin Mechaniker, Fassadenreiniger, Bwl‘er. Ich will bald Firmenbeteiligungen von Handwerksbetrieben bekommen, quasi als Juniorchef, wenn ein Chef noch nicht in den Ruhestand gehen will. Es gibt viele Betriebe die keinen Nachfolger haben.


Hallo Ricky,

das ist durchaus ein spannender Ansatz. Doch ich glaube, dass es seinen guten Grund hat, warum es das bisher noch nicht gibt.
Bedenke: Handwerksunternehmen leben davon, dass der Chef auf alle schauen kann. Ich kenne supererfolgreiche Handwerksunternehmen, die gewachsen und gewachsen sind bis sie zu gross waren und irgendwann alles wieder so zurechtgeschrumpft haben, dass der Chef alle Arbeiten kontrollieren und überwachen konnte. Dann liefs wieder.
Andere haben das nicht getan und sind daran pleite gegangen.
Das zweite wovon Handwerksunternehmen leben, ist das Charisma des Chefs und seine persönlichen Kontakte. Diese persönlichen Kontakte sind es, die die Aufträge bringen, nicht die existierende Telefonnummer. Wenn der alte Chef geht, muss der neue zu 100 % i Unternehmen sein und das schon seit Jahren und sich das vertrauen der Kunden erarbeitet haben. das kann man nicht kaufen !!!
Deshalb kann ja ein Handwerker ganz entspannt in die Insolvenz gehen ohne seine Kunden zu verlieren - seine Kunden interessiert der Name der Firma nicht, die interessiert nur der Mensch und dessen Zuverlässigkeit. Ist der Mensch weg, ist die Bindung weg.
Als externer Kapitalhalter wirst Du diese Kontakte nicht fortführen können. Dann hast Du eine leere Hülle gekauft.

Grüße

UlBre
„Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was bedeutet dann ein leerer Schreibtisch ?“ Albert Einstein
Ricky
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Re: Finanzielle Unabhängigkeit

Beitragvon Ricky » 21. Juni 2018 12:09

Danke für den Beitrag.
Bei solchen Unternehmen gibt es, je nach Rechtsform (GmbH, UG, Co. KG) Anteile in Höhe von 100%, welche nach der Anzahl der Gesellschafter (Eigentümer), Qualität, Engagement und der zu verantwortenden Bereiche, aufgeteilt werden.
Das Netzwerk kann man sich immer erschließen und Kunden wird man, wenn man es gut macht, in Zukunft noch leicht erhalten können und sogar höhere Honorare verlangen können, weil die Preise von Handwerkern kontinuierlich steigen. Es gibt Hochrechnungen, dass es zukünftig deutlich weniger Unternehmer in diesen Betrieben geben und schließlich Handwerksausbildungen von jungen Menschen bald auch noch möglich sein müssen (Stichpunkt moralisch, ethisch). Das ist sicher richtig was du sagst, aber wenn einer nicht mehr arbeiten kann und will und man den Alteigentümern menschlich passt, wird es Möglixhkeiten geben, dass steht bei nüchterner Betrachtung außer Frage.
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Re: Finanzielle Unabhängigkeit

Beitragvon Caesi » 21. Juni 2018 14:39

Im Handwerk braucht man den Meister generell einmal um einen Betrieb überhaupt betreiben zu können. Hat man den selbst nicht muss man einen Meister einstellen.
"Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen" (Immanuel Kant)

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