Berufswahl: Wenn auch der Plan B scheitert...

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flooow
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Berufswahl: Wenn auch der Plan B scheitert...

Beitragvon flooow » 7. Dezember 2016 20:06

(Hallo, ich bin der Nutzer "c", nur komme ich nicht an meinen Account von vor ein paar Jahren heran (wahrscheinlich hatte ich damals auch noch eine andere Email Adresse, auf die ich jetzt keinen Zugriff mehr habe, denn das neue Passwort wird nicht zugeschickt). Cookies zu löschen etc. hat nicht funktioniert, daher die Neuregistrierung ohne Vorstellung in einem entsprechenden Thread. Wenn das glaubhaft wirkt, kann dieser und der "c" Account zusammengeführt werden. Danke)

Zu meinem eigentlichen Anliegen: Mittlerweile bin ich 39 Jahre alt, habe durch irgendeinen sehr glücklichen Umstand Frau und Kinder, aber die Berufsfrage ist nach wie vor nicht geklärt. Zunächst habe ich Abi gemacht, dann Bundeswehr, was mir schon einen ersten Vorgeschmack auf meine Schusseligkeit lieferte, den ich aber erfolgreich verdrängen konnte, dann ewig studiert, war dann psychisch angeschlagen und habe wieder ein paar Jahre verloren. Zeit läuft mir ohnehin davon wie Sand durch die Hand.

Meine Freundin übte dann dankenswerterweise Druck auf mich aus, ich solle doch noch eine Ausbildung beginnen. In meiner Lage begann ich eine einjährige Ausbildung in der Altenpflege, die ich recht gut abschloss. Gefallen hat es mir dort aber weder in der Schule noch in der Einrichtung. Danach habe ich aber wieder ein Jahr herumgedruckst und nichts gemacht, als vor dem Computer zu sitzen und mir den Kopf mit den Gedanken anderer zu füllen, so dass ich mir keine eigenen machen muss. Dann einen Versuch gemacht: Datentypist. Hat leider nicht geklappt, weil ich, wie immer, zu umständlich und zu langsam bin und auch Dinge nicht so schnell auffasse, wie ich sollte, wenn sie mir erklärt werden. Zweiter Versuch: Arbeit in einem Behindertenheim. Volltreffer? Die ersten zwei Wochen war ich wirklich glücklich wie lange nicht mehr in meinem Leben, bis die "Schonzeit" vorbei war und man mir genug erklärt hatte und endlich schnelle, gründliche und selbstständige Arbeit sehen wollte. Umständlich wie ich bin, war ich nicht so weit und bekam nicht selten Panik. Mit zusammengebissenen Zähnen ging ich trotz des stark verschlechterten Arbeitsklimas hin und verbesserte mich. Das Vertrauensverhältnis war allerdings zerstört. Noch in der Probezeit bekam ich meine Kündigung. Sehr, sehr schade. Dort hat es mir großen Spaß gemacht. Weitere Heime dieser Art gibt es hier nicht, bzw. das einzige, was es noch gibt, hat jemand anderen vorgezogen.

Das also war mein Plan B. Ich möchte nicht zurück ins Altenheim und dort arbeiten. Es braucht dort einen speziellen Typ Mensch, der belastbar, praktisch denkend und den Bewohnern gegenüber freundlich und ein wenig fordernd auftritt, soweit ich das beurteilen kann. Ich bin dabei nun schon so weit gekommen: Aus der fast kompletten Isolation in in meinen späten zwanzigern, die ich fast strukturlos verlebte, zu einem ganz akzeptablen Familienvater und Pflegehelfer habe ich es gebracht. Nun muss ich aber auch meine Grenzen eingestehen. Was kann ich beruflich noch machen? Mit den behinderten Bewohnern kam ich wunderbar aus, aber immer wieder vergass ich diverse Kleinigkeiten. Mit mehr Praxis hätte ich das locker ausbügeln können, nun ist es zu spät. Soll ich da dranbleiben? Aber da gibt es keine Arbeitsstellen mehr. Wie gesagt, in die Altenpflege will ich nicht unbedingt. Also was nun? Danke fürs Lesen.

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