Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

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laetitia
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von laetitia » 11. Oktober 2015 00:13

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Sheldon, das war bloss ein Vorschlag und ein wenig meiner eigenen Erfahrung. Was Gargamel damit macht, ist ihm überlassen.

Und es ist nicht meine Taktik...weiss nicht woraus du das schliesst...

Natürlich muss Gargamel auf sein Gefühl achten und nach seinem Gutdünken handeln. Nach langer Arbeitslosigkeit ist es jedoch nicht so einfach, was zu finden und erst recht nicht, wenn man den Job den man gefunden hat gleich wieder hinschmeisst...ohne etwas neues zu haben. So wie ich seine Worte interpretiert habe, gefällt es ihm eigentlich in der Firma und die Chefs sind auch ganz ok. Daher dachte ich, würde es sich vielleicht lohnen, da nicht so schnell aufzugeben. Aber eben, ich kann auch nur aus der Ferne meinen Senf hinzufügen und am Ende ist es nicht meine Sache, was der andere damit macht.

PS. Von mir auf andere schliesse ich schon lange nicht mehr...
Sheldon
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von Sheldon » 12. Oktober 2015 12:05

Und es ist nicht meine Taktik...weiss nicht woraus du das schliesst...
Na ja, wenn man etwas aus Berechnung tut, z. B. einen Job, der einem nicht zusagt, behält, weil er ein "Sprungbrett" für einen besseren Job sein könnte o. Ä., dann ist das Taktik.
Nach langer Arbeitslosigkeit ist es jedoch nicht so einfach, was zu finden und erst recht nicht, wenn man den Job den man gefunden hat gleich wieder hinschmeisst...ohne etwas neues zu haben.
Ich habe ja nicht gemeint, dass er sich vorher nichts neues suchen soll. Das macht auf jeden Fall Sinn. Denn die Arbeitsmarktlage ist prekär, da hast du Recht.
So wie ich seine Worte interpretiert habe, gefällt es ihm eigentlich in der Firma und die Chefs sind auch ganz ok.
Die Betonung liegt auf "eigentlich". Eigentlich könnte das Leben ja ganz schön sein...
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Sheherazade
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von Sheherazade » 12. Oktober 2015 12:38

Und "eigentlich" sind nicht immer nur die anderen schuld, wenn das Leben nur schön sein "könnte".
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von Sheldon » 12. Oktober 2015 14:27

Wie kommst du jetzt auf "Schuld", Sheherazade? Es gibt keine "Schuld". "Schuld" ist eine menschliche Erfindung, ein moralischer, also abstrakter Begriff. Es gibt Ursachen und Wirkungen; nichts, was geschieht bleibt ohne Folge. Wir alle müssen mit den Konsequenzen unseres Denkens, Redens und Tuns leben. Aber wir müssen es nicht bewerten.
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von laetitia » 13. Oktober 2015 00:14

Ehrlich gesagt verstehe ich dein Problem nicht ganz Sheldon.

Ich habe einen Vorschlag gemacht, aufgrund der Erfahrungen, die ich gemacht habe und zwar eben genau weil das nicht meine Taktik war, in einem Job zu bleiben, um ihn als Sprungbrett für einen besseren zu nutzen und heute denke, dass einige der Jobs die ich hatte, dieses Potential gehabt hätten...was ich aber aus der damaligen Perspektive nicht sehen konnte. Ausserdem hätte ich auch gut einen Nebenjob während des Grafikstudiums haben können, wenn ich nicht alles so eng gesehen hätte...was dann wieder positiv für meinen Lebenslauf und meine Jobsuche nach dem Abschluss gewesen wäre...Thats all. Ob sowas als Taktik aufgegangen wäre, kann ich aber nicht sagen. Ich kenne jedoch genug Leute, bei denen genau das zu ihrer heutigen Tätigkeit geführt hat. Das ist auch kein "macht das jetzt bitte alle so" Aufruf...nur eine Idee...

Dass ich bereits fünfeinhalb Jahre in meinem jetzigen Job ausgehalten habe, hat andere Hintergründe. Zum einen war es für mich als Grafikerin die nie auf ihrem Beruf gearbeitet hatte schwierig, einen Job zu finden. Da denken sich die Firmen halt, die bleibt eh nicht lange, die ist ja kreativ...Für viele Jobs war ich überqualifiziert. Wenn dann noch eine Geschichte von Kurzjobs hinzukommt...die ich ja nicht einfach löschen kann...Daher war ich nach meiner langen Reise froh, einfach mal etwas zu finden (ich war von meiner Rückkehr bis Jobantritt ein halbes Jahr Arbeitslos). Mangels Alternativen blieb ich (solange ich nicht weiss, was ich sonst machen soll...muss ich auch nicht nach was anderem suchen). Ausserdem kamen etliche emotionale Krisen hinzu, die es mir schwierig gemacht hätten, eine neue Stelle in Angriff zu nehmen, geschweige denn eine zu finden. Während dieser Zeiten war ich froh, dort arbeiten zu können, weil die Leute mich kennen und es eine persönliche Krise daher gut verträgt. Dass ich dann meinen Uni-Zugang noch machte hatte damit zu tun, dass ich mich geistig unterfordert fühlte und einfach eine Herausforderung brauchte. Das habe ich ohne konkrete Vorstellung, was ich dann damit mache getan. Erst als ich den Abschluss dann in der Tasche hatte, habe ich konkret ein Studium ins Auge gefasst. Dass mein Job mir dafür die Gelegenheit gab ist sehr schön und hätte ich in einem anderen Job wohl nicht so einfach gehabt. Aber das heisst nicht, dass es der einzige Weg ist. Vielleicht hätte ich einen anderen Job gefunden und dort ganz andere Möglichkeiten gehabt. Das weiss man nie.

Und dann ja, das eigentlich liegt wirklich nicht immer an den anderen. Die Frage ist, worin ein "eigentlich" denn besteht und ob man sich vielleicht nicht selbst im Weg steht. Manchmal (und bitte, ich sage manchmal, was dem Wort "immer" in keiner Weise nahe kommt...) hat dieses "Eigentlich" mit der eigenen Einstellung und Haltung zu tun.
Ob das auf jemanden zutrifft, weiss aber nur derjenige selbst.
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von Sheldon » 13. Oktober 2015 02:54

Ich habe kein Problem. (Jedenfalls nicht in diesem Kontext.) Du brauchst dich nicht angegriffen fühlen und nicht rechtfertigen. Ich habe lediglich meine Gedanken zu dem Thema dargelegt. Aber gut, jetzt habe ich verstanden, dass du nicht taktiert hast.
Ich war selbst ein Jahr arbeitslos nach meiner Ausbildung, weil ich einfach keine Stelle in meinem Beruf bekommen habe. Um das zu beenden habe ich eine Weiterbildung angefangen, welche ich aber wegen einer chron. Krankheit abbrechen musste. Als ich dann nach Jahren wieder halbwegs auf dem Damm war, war ich froh, wenigstens stundenweise aushelfen zu dürfen. Später habe ich mich dann auf einen Minijob gesteigert und diesen nach einem Jahr gegen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung getauscht. Zwar liegt mir die Arbeit nicht besonders, aber ich bin froh, dass ich in der Lage bin, mich selbst zu unterhalten. Das ist sehr viel wert! Ich habe auch schon überlegt, ob ich nebenbei per Fernstudium das Abitur nachhole, bin mir aber auch unschlüssig, was ich dann studieren soll und ob ich ein Studium nervlich überhaupt bewältigen könnte. (Bin seit meiner Kindheit psychisch labil, kann mich schlecht organisieren und habe eine niedrige Frustrationstoleranz.) Mein Job ist oft stressig, aber für mich immer noch besser als gar keiner. Er gibt meinem Leben einen gewissen Anschein von Sinn innerhalb der Bedeutungslosigkeit meines Daseins.
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von Hanghuhn » 13. Oktober 2015 19:48

Durchhalteparolen, um nicht schon wieder nach ein paar Wochen den Job zu schmeißen, haben nicht viel mit ausgeklügelter Taktik zu tun. Im übrigen hat alles mit Taktik zu tun, auch wenn man nach drei Wochen den Job hinschmeißt. Das finde ich allerdings taktisch unklug, wenn man schon öfters den Job gewechselt oder hingeschmissen hat oder ganz und gar geschmissen wurde und außerdem noch sowieso schon nicht der Sonnyboy ist, den jede Firma im Handumdrehen einstellt.
Zuletzt geändert von Hanghuhn am 13. Oktober 2015 19:50, insgesamt 1-mal geändert.
LG Hanghuhn
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von Sheldon » 13. Oktober 2015 21:08

Ach ja, das Leben ist ein einziges Taktieren. Warum muss nur alles so schrecklich kompliziert sein??? Na gut, wenigstens wird es dadurch nicht so schnell langweilig. Aber manchmal täte etwas mehr Einfachheit gut.
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von Gargamel » 10. Januar 2016 19:27

Bin übrigens immer noch da.

Viel geändert hat sich nicht. Ich hab gerade mal nach anderen Jobs Ausschau gehalten, rein interessehalber, nicht weil ich müsste...und habe eigentlich auch so nix gefunden...

Sagen wir mal so, es geht seinen Gang. Die regelmässigen Arbeitszeiten sind sehr vorteilhaft für meinen Eigenrhythmus. Meine Handynummer kennt da gar keiner. Das hat man ja nicht überall. Ich denke ihr wisst was ich meine.

Gut behandelt wird man auch und das Klima ist ohne Bösartigkeiten - jedenfalls sehe ich keine.


Viel weiter gekommen bin ich allerdings immer noch nicht. Ich lerne zwar immer mal wieder ein wenig mehr übder den Betriebsablauf, aber sehr viel mehr Verantwortung und interessante Tätigkeiten habe ich nicht bekommen.

Es gibt wie in vielen kleinen Firmen eine ziemlich schwammige Organisation.

Was ist denn jetzt gerade wichtig?
Wo wäre es sinnvoll, weiterzumachen - Chef ist nicht da.... Hmm.

Einmal hab ich Mist gebaut, der Liefertermin war sowieso vel zu knapp, und ich habe einfach nicht mitbekommen, das eine bestimmte Baugruppe abweichend montiert werden mußte.
Ich habe dann einen halben Tag lang Mist gebaut und einen weiteren halben Tag lang den Mist wieder demontiert.

Da war der Chef natürlich begeistert ("Sie haben echt EINEN VOLLEN ARBEITSTAG für NIX verbraten?  :zorni: ")


Hin und wieder habe ich so meine kleinen Aussetzer und ich kann es nicht so ganz verbergen. "Ganz doll Zusammenreissen" oder "mehr Mühe geben" hat praktisch keinen Einfluss.

Alles in Allem scheint man wohl zufrieden zu sein...
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von Sheldon » 17. Januar 2016 14:29

Also nach dem, was du so schreibst, denke ich, du hast es schon ganz gut getroffen. Es gab Zeiten, da dachte ich, alles im Leben könnte perfekt sein, wenn man sich nur genug anstrengt. Aber inzwischen glaube ich, das ist totaler Humbug. Das Leben besteht eher aus einem Haufen Kompromisse. Man kann eben nicht immer nur guten Wein trinken...
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von Hanghuhn » 14. Februar 2016 21:44

Nach meinen Erfahrungen baut jeder mal Mist, auch die ach so gut Organisierten. Irgend wie kommen die meist besser da raus. Auf allen Seiten gibt es Meister im Abducken. Ich finde es manchmal unglaublich, wie die das schaffen.
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von Gargamel » 20. Februar 2018 18:18

Ich bin übrigens zum Winter gekündigt worden. War aber nicht meine Schuld, die Auftragslage war einfach schlecht.
Gegangen wäre ich aber so oder so irgendwann.

Rückblickend betrachtet sind die am Anfang beschriebenen Probleme nie gelöst worden. Mein Eindruck nach der ersten Woche war durchaus richtig.

Die richtig interessanten Aufgaben hatte ich nie bekommen.

Das klima in der firma war allerdings sehr nett, geradezu familiär, das vermisse ich mittlerweile.
Eine Patentlösung für mich habe ich allerdings nicht gefunden.

Im Moment mache ich hier einen noch strunzdummeren Job über Leiharbeit, was ich grundsätzlich schon aus politischen Gründen ablehne. Als Sofortlösung...
Wird komischerweise recht gut bezahlt, aber das liegt wohl daran, das es sonst niemand machen will...
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von Murmel » 21. Februar 2018 06:57

Dann drücke ich dir mal die Daumen, dass du bald einen besseren Job findest in einer Firma in der du dich auch wohlfühlst.

LG Murmel
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von Gargamel » 23. Februar 2018 23:41

Danke :)

Im Moment ist das völlig deprimierend.

Ich arbeite mit einer Truppe von totalen Volldeppen und mache eine ziemlich dumme Arbeit. Die Organisationsstruktur der Firma ist allerdimngs irgendwie komisch und meine eigene Chaoten/Messie Veranlagung lässt mich selber wie eine Trottel aussehen.

Der Typ, der mich einweisen soll und gute 10 jahre jünger ist wie ich beschwert sich über mich, ich lerne seiner Meinung nach zu langsam.
Ich behaupte, ich bin denen allen fachlich haushoch überlegen, aber ich kann es da nicht umsetzen, bzw. es hilft mir nicht weiter...

Und ich wußte, das es so kommen wird, aber das Arbeitsamt hat mich zu der Bewerbung gezwungen, obwohl ich man gerade 1 Monat erwerbslos war. Saftladen - aber irgendwie meine eigene Inkonsequenz - ich hätte ja auch direkt beim Vorstellungsgespräch sagen können, das ich im Grunde keinen Bock drauf hab.
Mochte ich dann irgendwie nicht tun, und bin irgendwie da reingetrieben...
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von Hanghuhn » 24. Februar 2018 13:00

Gargamel hat geschrieben:Saftladen - aber irgendwie meine eigene Inkonsequenz - ich hätte ja auch direkt beim Vorstellungsgespräch sagen können, das ich im Grunde keinen Bock drauf hab.
Mochte ich dann irgendwie nicht tun, und bin irgendwie da reingetrieben...
Hast du ein dickes Bankkonto? Wie lange kannst du aushalten, ohne einen einzigen Cent zu verdienen?

Nach meinen Erfahrungen spielt, je mehr ein Job Trupps "von totalen Volldeppen" regelrecht anzieht, Organisiertheit eine unverhältnismäßig große Rolle. Je mehr sich jemand darin profiliert, umso mehr wird er darauf pochen (siehe "der Typ, der mich einweisen soll und gute 10 jahre jünger ist wie als ich).

Dieser Typ wird wohl ziemlioch schnell dein Problem erkannt haben (natürlich ohne den Begriff ADS zu denken). Da er wohl nicht das hellste Licht unter unserer Sonne ist, verwechselt er seine Organisiertheit mit Klugheit (machen viele Menshen, auch viel intelligentere) und fühlt sich dir wahrscheinlich haushoch überlegen.

Auch wenn es nicht sehr populär klingt: Halt durch und such weiter nach einem Job! Aus einer gesicherten Stellung heraus hast du bei so einigen Arbeitgebern einfach viel bessere Chancen als aus einer Arbeitslosigkeit heraus.
LG Hanghuhn
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von Gargamel » 25. Februar 2018 11:16

Hast du ein dickes Bankkonto? Wie lange kannst du aushalten, ohne einen einzigen Cent zu verdienen?
Etwa 4 Monate. oder wie meinst Du das?
Mit ALG1 natürlich sehr viel länger.
Dieser Typ wird wohl ziemlioch schnell dein Problem erkannt haben (natürlich ohne den Begriff ADS zu denken). Da er wohl nicht das hellste Licht unter unserer Sonne ist, verwechselt er seine Organisiertheit mit Klugheit (machen viele Menshen, auch viel intelligentere) und fühlt sich dir wahrscheinlich haushoch überlegen.
Naja der ist im Grunde sehr nett, geduldig und auch solide. Das die Messungen, die er durchführt im Grunde wenig bis gar nichts aussagen checkt er aber nicht, und wenn ist es ihm egal. Die Firma macht damit Geld, warum lange drüber nachdenken.

Die Tatsache, das ich Probleme habe, meine eigene Unorganisiertheit mit dem Durcheinander der Firma in Einklang zu bringen versteht er nicht. Bei anderen Leuten ist dieses Problem gar nicht aufgetreten.

Der merkt zwar, das ich nicht ganz blöd bin, aber versteht meine Probleme natürlich nicht.
Zitat "bei Dir ist das irgendwie komisch..."

Aus einer gesicherten Stellung heraus hast du bei so einigen Arbeitgebern einfach viel bessere Chancen als aus einer Arbeitslosigkeit heraus.
Stimmt. War auch ein Grund, mich nicht gegen die Vermittlung zu wehren.
Kann nur besser werden ;)
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von laetitia » 25. Februar 2018 15:40

Auch „ganz nette und geduldige“ Menschen, können Motive haben, die alles andere als nett und geduldig sind und am Ende der Aufrechterhaltung ihres Egos dienen. Menschen, die man erst durchschauen muss...und am Besten nicht zu sehr vertraut.
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Re: Große vs. kleine Firma für Eigenbrötler m. autistischen Zügen

Beitrag von Hanghuhn » 25. Februar 2018 20:51

Ich drück' dir die Daumen.
LG Hanghuhn
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