ADHS in Bewerbungsunterlagen erwähnen?

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Madmartin
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Re: ADHS in Bewerbungsunterlagen erwähnen?

Beitragvon Madmartin » 30. Juli 2014 13:57

Hallo Anderwelt, hallo Weil,

wir sollten nicht vergessen, dass es Supagrobis Thread ist.
Und seine Hauptfrage ist, ob man ADS in den Bewerbungen angeben soll.
Ich sage ganz klar ja.
Den ADS ist für die Menschheit eine Bereicherung.
Wir gehören dazu.

Weils Posting enthält die typische deutsche Bedenkenträgerei und den Pragmatismus.
Unsere Arbeitswelt ist extrem beschleunigt, wodurch die Kommunikation leider sehr oberflächlich ist;
Missverständnisse und Ärger sind vorprogrammiert.
Die Arbeitswelt in Deutschland ist ADS-feindlich.
Darum ist Aufklärung wichtig

Die Besinnung auf das Wesentliche ist auch ein Hauptgrund,
warum sich Garagenfirmen zu Weltkonzernen entwickeln.
Und wer sich rein auf das Wesentliche besinnt, nimmt eben auf spezielle Gepflogenheiten
keine Rücksicht. Auch ein Grund, warum Psychopathen ganz nach oben kommen.

"Groß und gut sind selten dasselbe"
-Wiinston Churchhil


Stark struktuierte ADSler gelten als besonders zuverlässig.
Das eine hat aber immer mit dem anderen zu tun.
Sie überzeugen durch Beständigkeit, weswegen sie auch
immer Anpassungsschwierigkeiten haben.
Und weil sehr Gewissenhaft bei ihren Arbeiten sind,
tendieren sie stets Kollegen und Vorgesetzten
zu kritisieren, und tun es noch mehr bei sich selbst.

Und was ist unser Supagrobi für ein ADSler?
Extrovertierter Hypie, introvertierter Hypo, Mischtyp oder starkstruktuiert?

In einem Punkt bin ich unerbittlich.
Berufe müssen passend gemacht werden, sonst können keine ernstzunehmenden Karrieren entstehen.

Madmartin
Besser hypoaktiv als gar nicht aktiv.
graffiti
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Re: ADHS in Bewerbungsunterlagen erwähnen?

Beitragvon graffiti » 30. Juli 2014 15:01

wir sollten nicht vergessen, dass es Supagrobis Thread ist.
Und seine Hauptfrage ist, ob man ADS in den Bewerbungen angeben soll.


eben.
ich nahm an, er habe die frage gestellt, weil er eine arbeitsstelle haben will.
nicht, weil er prinzipienreitend die welt verbessern will.

das erste sitzt näher am menschen, an der praxis, am geldbeutel, am selbstbewußtsein + weiter weg vom ideal.
das zweite kann man machen, wenn man sichs leisten kann ... oder wenn man nicht verzweifelt, falls man jahrelang von hartz4 leben muß.

der reihe nach:

- ob ads eine bereicherung für die menschheit ist, ist ansichtssache.
ich habe dazu keine meinung. es ist, wie es ist.
andere menschen werden sagen: was wäre doch die welt so schön, wenn ich nicht umgeben wäre von all diesen besserwissenden chaoten ... oder irgendwas in der preislage.

-
die typische deutsche Bedenkenträgerei und den Pragmatismus.

äh, martin, in welchem land lebst du?
ich lebe in deutschland ... und dort sind auch die firmen stationiert, die mich einstellen (oder auch nicht).
da bringt es mich nicht viel weiter, nach den verhaltensregeln für utopia vorzugehen ... außer mir geht es wirklich nur ums prinzip, nicht aber darum, wo mein geld herkommt.

- unsere arbeitswelt ist nicht nur ads-feindlich.
sie ist (ganz grob schwarz-weiß gemalt) arbeitnehmerfeindlich.

-
Die Besinnung auf das Wesentliche ist auch ein Hauptgrund,
warum sich Garagenfirmen zu Weltkonzernen entwickeln.

das verstehe ich nicht.

-
Und wer sich rein auf das Wesentliche besinnt, nimmt eben auf spezielle Gepflogenheiten
keine Rücksicht. Auch ein Grund, warum Psychopathen ganz nach oben kommen.

ich bin mir ziemlich sicher, daß du das nicht gemeint hast, aber der abschnitt klingt wie:
nimm dir ein beispiel an hitler, an idi amin, an gaddafi und konsorten.
machs so wie die, dann kann nix schief gehen.

btw: so definiert die wikipedia "psychopathie":
Psychopathie bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehenden oder völligen Fehlen von Empathie, sozialer Verantwortung und Gewissen einhergeht.

vielleicht solltest du in zukunft etwas vorsichtiger mit der vokabel umgehen - ich z.b. fühle mich auf den schlips getreten, wenn ich als psychopath bezeichnet werde.

-
Berufe müssen passend gemacht werden, sonst können keine ernstzunehmenden Karrieren entstehen.

etwas wirr argumentiert, aber seis drum.
einen beruf kann man an sich selber anpassen, wenn man sich selbständig macht.
das kann für einen adhsler eine gute wahl sein ... wenn er jemanden hat, der ihm beim papierkram auf die finger schaut.

@supagrobi:
Es ist doch durchaus denkbar, dass der Beruf, den ich gelernt habe, garnicht zu mir - also meinem ADHS - passt. Beispiel: Ich habe die Ausbildung zum Software-Entwickler gemacht. Die war hammerhart. Meine Programme funktionierten auch schonmal. Jetzt soll ich mich als Software-Entwickler in einer großen Firma bewerben. Wäre das nicht mein Genickbruch? Wäre ein Beruf, der für mich abwechslungsreich ist und meine Kreativität fordert, nicht besser?

Aber Du hast Recht. Ich sollte mir die Frage stellen: Was interessiert mich? Was will ich? Und dann ran an die Bulletten! 


bist du schon weitergekommen?
bin ich froh, daß ich mir diese nachdenk-zigarette nicht angezündet habe, als ich die gasleitung abgemäht habe :icon_mrgreen:<br />oder: alles wird gut.
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Re: ADHS in Bewerbungsunterlagen erwähnen?

Beitragvon hier-und-da » 16. Juli 2015 23:21

Hat denn mal jemand ADS in den Bewerbungsunterlagen erwähnt und ist daraufhin eingeladen worden?
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Re: ADHS in Bewerbungsunterlagen erwähnen?

Beitragvon Hanghuhn » 17. Juli 2015 05:54

@hier-und-da, Du kramst nach fast einem Jahr einen Thread wieder aus, obwohl Dir ein wichtiger Punkt fehlt, warum es hier zum Streit kam?

Madmartin behauptet das von sich in seinem Frage-Antwort-Katalog:
[quote=&quot;Madmartin&quot;]
Frage:Wann hattest du das letzte Mal in einem Vorstellungsgespräch mit dieser Strategie Erfolg (Ich meine den Erfolg, die Stelle dann auch zu bekommen)?
Antwort: Fünf mal.
[/quote]
Wir wiisen jetzt aber nicht, auf welche Stelle sich Madmartin beworben hat. Ich schätze mal, dass er sich eher bei einer kleinen Firma beworben hat und dass es nicht Softwareentwickler war.

Madmartin stellte in den Raum, dass z. B. Weils Posting (weil sie AD(H)S nicht angeben würde) die typische deutsche Bedenkenträgerei und den Pragmatismus enthält. Ich finde Pragmatismus, wenn man einen Job haben will, nicht verkehrt. Die typisch deutsche Bedenkenträgerei abzulehnen nutzt mir rein gar nichts, wenn ich mit der typisch deutschen Bedenkenträgerei von Personalabteilungen rechnen muss.

Wahrscheinlich hat Madmartin noch genug Qualitäten, die er ins Feld fühen konnte, (evtl. gute Arbeitszeugnisse aus vorangegangenen Beschäftigungen, dass er trotz seiner AD(H)S-Angabe eine Stelle bekam, einem verunsicherten Berufseinsteiger empfehle ich die Angabe von AD(H)S auf gar keinen Fall.
LG Hanghuhn
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Re: ADHS in Bewerbungsunterlagen erwähnen?

Beitragvon hier-und-da » 18. Juli 2015 13:14

Hallo Hanghuhn,

meine Frage hat ja mit Madmartin nichts zu tun. Ist ja nicht mehr aktiv hier im Thread ;)

Daher nochmals die Frage: Hat jemand Erfahrungen mit der Angabe des ADS bereits in Bewerbungsunterlagen?

Ich könnte mir vorstellen, dass dies unter gewissen Umständen sogar Sinn macht und die Chancen erhöht. Gehen wir vom typischen akademischen ADS-Berufseinsteiger aus, dann sieht der Lebenslauf z.B. so aus:

Schule+Abitur:
2 mal verlängert
Durchschnittsnote zwischen 2 und 3

Studium:
3-4 mal verlängert
1 Studiengangswechsel nicht unüblich
Durchschnittsnote zwischen 2 und 3

Auslandssemester:
keins

Praktika:
eins

Arbeitserfahrung:
sehr wenig
kurze Verweildauern

Außerakademisches Engagement:
keines
-------------------------------------------------------

Bei diesem Lebenslauf hat man bei Konzernen schon mal keine Chance mehr, egal welche Branche. Würde sich theoretisch ändern, wenn sich die Konjunktur plötzlich erheblich änderte. Davon ist nicht auszugehen, also darf man diese Option guten Gewissens weit unten auf der Liste platzieren und anderen, Aussichtsreicheren den Vorzug geben.

Selbstständigkeit außen vor gelassen, bleibt der Mittelstand und der Öffentliche Dienst. Mittelstand vor allem außerhalb von Ballungsräumen, vorzugsweise ländlich.

Auch im ÖD und im Mittelstand müsste man sich aber mit diesem Lebenslauf erklären. Nehmen wir jetzt mal den ÖD, hier z.B. Verbände wie die Caritas, Bundesverband sozialer Dienste, Institut für Menschenrechte etc etc, so habe ich die leise Vermutung, dass die ADS-Erwähnung die Chancen erhöht, da sie den, aus personaler Sicht verkorksten, Lebenslauf erklärt. Ohne Erklärung schickt da jemand eine Bewerbung, der es einfach nicht drauf hatte, sich an die Mindeststandards einer Karriereplanung zu halten, der instabil ist, kein Ausdauerläufer, nicht verlässlich, nicht planbar. Also wie signalisiert man dem Personaler, dass es für den Lebenslauf "ohne roten Faden" eine stichhaltige Begründung gibt, um so seine Chancen zu erhöhen.

Oder mal "von hinten" gedacht. Mit solchen Lebensläufen sind unsere Chancen von vornherein leider sehr eingeschränkt. Ob es die Chancen noch weiter senken würde bei Erwähnung von ADS oder aber, insbesondere beim etwas informierteren Personaler diesbezüglich, möglicherweise deutlich erhöht?

Eine pauschale Antwort würde ich deshalb nicht geben. "Erwähne es auf keinen Fall" würde in manchen Fällen die Chancen weiter reduzieren. Man müsste sehr individuell entscheiden. Da fallen mir ad hoc ein paar wichtige Entscheidungsfragen ein:

+ Wie sieht der Lebenslauf aus? (roter Faden? Außeruniversitäres Engagement? Studiendauer? Praktika? Alter bei Abschluss? Abschlussnote??

- Wenn alle diese Fragen positiv beantwortet werden, dann erstmal Glückwunsch. Erwähnung von ADS dringend abzuraten. Vermutlich hast du aber auch gar kein ADS bei dem LL :)

- Je weiter du von diesem Standard abweichst, desto mehr musst du in die Trickkiste greifen. Erlaubte Abweichung von diesem Standard beträgt gemeinhin 10%, ab da werden Personaler zumindest in der Industrie zurückhaltend. Also kann man selber rechnen, wie schnell diese 10% überschritten sind und dann gilt es alle Register zu ziehen. Da gibt es viele Einflussfaktoren, die ich oben schon angedeutet habe. Darunter fällt z.B. der Standort und die Unternehmensgröße. Aber bleiben wir bei ADS: dann würde ich je nach Branche ebenfalls genau abwägen, ob es Sinn machen könnte. Im sozialen Bereich, ÖD, könnte es gar ein Vorteil sein. Ein Verband, der sich mit Benachteiligten geschäftsmäßig befasst, dürfte eher offen sein, was die Einstellung eines ADS'lers betrifft und zusätzlich wäre so sehr gut ein verkorkster LL erklärt. Will sagen, der Personaler könnte davon ausgehen, dass die späte Diagnose die Probleme nun im Griff hält.

Könnte.....deshalb wäre es sehr interessant, jemanden zu sprechen, der genau das mal gemacht hat.


(PS: Ich möchte die Infos gebündelt halten und habe deshalb bewusst keinen neuen Thread mit identischem Titel eröffnet)
Zuletzt geändert von hier-und-da am 18. Juli 2015 13:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ADHS in Bewerbungsunterlagen erwähnen?

Beitragvon Sonja » 27. Januar 2016 12:11

Hallo miteinander,

da mich das Thema sehr interessiert, möchte ich diesen schon etwas älteren Thread gerne auch noch einmal aufgreifen. Meine Meinung dazu:

1.) Erwähne ich mein ADS in Bewerbungsunterlagen bzw. im Vorstellungsgespräch?
Nope! Auf gar keinen Fall. Ich habe xxx Bewerbungsdurchgänge hinter mir, konnte mich nach zahlreichen Anläufen in meiner damaligen Wunschposition in der vielumkämpften Verlagsbranche durchsetzen und habe es absolut nie erwähnt.

Der Grund: Begründete Angst vor Vorurteilen und Ablehnung. Gerade ADS ohne Hyperaktivität ist in Deutschland in seiner individuellen Symptomatik den meisten noch wesentlich unbekannter als ADHS. 90% der Leute haben keine Ahnung, dass sich so etwas auch im Erwachsenenalter hält und nicht einfach "auswächst". Gleichgesetzt wird es dank mangelnder Aufklärung und gängiger Vorurteile mit Faulheit, Simulantentum, sozialer Inkompetenz und persönlicher Unfähigkeit. Selbst wenn man rein theoretisch eingestellt würde, um irgendwelchen Gleichstellungsparagraphen zu genügen, wäre man stigmatisiert. Jeder Fehler, den ein anderer genauso hätte machen können, würde dem dummen ADSler zugeschoben, der meist ohnehin schon eingeschüchterte Kandidat wäre unter ständiger Beobachtung und würde mit Sicherheit alleine aus diesem Grund erst recht Fehler machen, die dann irgendwann zur Kündigung führen. Braucht also alles kein Mensch.

2.) Finde ich, dass man AD(H)S erwähnen sollte/müsste?
Ja, absolut. Schließlich kommt es gerade bei AD(H)Slern mehr als bei allen anderen auf das Arbeitsklima, die Arbeitsbedingungen, die Art der Aufgabenstellung, das Vermeiden von Routineaufgaben etc. an. Wäre hierbei die Aufklärung und die Vorschrift zur Gleichstellung besser, könnte man Stellen ganz anders auf die Stärken von AD(H)S-Betroffenen ausrichten, ihnen z.B. bessere Bedingungen bzgl. Lärmschutz ermöglichen, sie besser in Teams einbinden, Aufgaben anders verteilen. Der Betroffene selbst könnte besser darauf einwirken, welche Arbeitsbedingungen gut für ihn sind (ist ja bei jedem anders) und an deren Umsetzung mitarbeiten. So wie es bisher ist, gehen AD(H)Sler aber eher geduckt durchs Berufsleben, nehmen im Zweifel brav und heimlich ihre Medikamente, hoffen nicht anzuecken - und suchen die Schuld dafür, dass oft doch passiert, dann meist bei sich selbst.  Was absolut ungerecht ist - von einem Blinden erwartet ja auch niemand, dass er Aufgaben auf dieselbe Art und Weise wie ein Sehender erledigt. Trotzdem darf niemand seine Kompetenz für eine geeignete Position in Frage stellen, wenn er seine Behinderung im Bewerbungsschreiben erwähnt - vermutlich weil die Aufklärung der Öffentlichkeit in puncto Blindheit einfach besser ist.
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Re: ADHS in Bewerbungsunterlagen erwähnen?

Beitragvon Hanghuhn » 14. Februar 2016 22:22

[quote=&quot;Sonja&quot;]
2.) Finde ich, dass man AD(H)S erwähnen sollte/müsste?
Ja, absolut. ... [/quote]
Nee!!!!
Ich gehe davon aus, dass sich in meinem Umfeld (ich entwickle selbst Software) genug ADHSler und ADSler befinden. Bis jetzt hat sich noch kein Einziger diesbezüglich geoutet. Wenn das auch nur ein Einziger tun würde, würde ich mir ganz genau angucken, wie das ankommt. Selbst wenn derjenige keine Nachteile erleiden würde, würde ich mich selbst nicht outen. Bei mir kann das ja ganz anders sein.

Wenn Du wirklich großen Mist baust, kannst Du Deinem Chef erzählen, dass das an AD(H)S liegt. Dann weiß er evtl., dass Du nicht blöd bist, oder er meint, er hat doch schon immer gewusst, dass Du einen an der Klatsche hast. Was ist die Folge? Du bist nicht blöd oder hast aber einen an der Klatsche, machst aber solche Fehler, dass Du für das Unternehmen untragbar bist - aus welchem Grund auch immer. Eine Entschuldigung gibt 's für schlimme Fehler nicht.
LG Hanghuhn
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Re: ADHS in Bewerbungsunterlagen erwähnen?

Beitragvon lenilein » 15. Februar 2016 09:32

Ich würde es nicht erwähnen. Ich sehe auch nicht, wieso man es erwähnen sollte. Du hast doch selber schon genug Argumente genannt, wieso es doof wäre.

Hinzu kommt noch, dass ich mich doch dort bewerbe, wo ich davon ausgehe, dass ich die Arbeit leisten kann. Und gute Arbeitsbedingungen kann man ggf auch schaffen ohne mit der adhs-Diagnose anzukommen.

Und wenn ich sowas lese,  wie "im Zweifel nimmt man brav und heimlich seine Medikamente"
Ich nehme die Medikamente für mich und für niemanden sonst. Ich hätte die Medikamente auch weglassen können, aber dann wäre ich mit Sicherheit nicht da, wo ich heute bin. Und ich möchte so auch weiter machen und bin daher mehr als froh, dass ich nicht so gehandhabt werde, wie ein blinder Mensch.  Das würde das Leben nur unnötig komplizierter machen.
bin ich außergewöhnlich, bin ich anders, bin ich besonders, nein ich bin einfach ich jeder, der das nicht so sieht, der ist es nicht!
________________________________________________________

Geb. 1997
ADS-Diagnose seit 05.2013

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