Soll ich oder nicht......

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Doreen
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Soll ich oder nicht......

Beitrag von Doreen » 21. Juli 2011 15:33

Moin Moin,

Ich brauche mal euren Rat,
vor einem Jahr wurde ich ich postiv auf Adhs getestet
dazu gesellen sich noch Rezidivierdene Depressionen eine leichte Soziale Phobie
und Dhysthymie.

Ich bin derzeit Alleinerziehend und kunde bei der Arge (fallmangement für alleinerziehende)

Ich weiß nicht so recht wie ich die Frage:
" Welche Probleme und schwierigkeiten be-oder verhindern momentan eine Arbeitsaufnahme für Sie?"
beantworten soll.

Mein letztes Bewerbungsgespräch mit nicht erfolgter rückmeldung vor 3 wochen hat mich mal wieder
abstürzen lassen.

Würdet Ihr die Frage beantworten? was genau würdet ihr von euch preisgeben, alles oder nur einen Teil?

Liebe Grüße Doreen

W
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Krätzchen
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Re: Soll ich oder nicht......

Beitrag von Krätzchen » 21. Juli 2011 19:35

Hallo,

ich glaube, man sollte schon vorsichtig bei dem sein, was man angibt, aber auch dennoch ehrlich.

Hast Du Dir schonmal (für Dich, unabhängig von dem Arge-Zettel) eine Liste gemacht, was Dich genau bei der Arbeit beeinträchtigt? Also konkrete Dinge, sowas wie "wenn viele Leute um mich herum sind, bekomme ich Angst" oder so (Beispiel). Vielleicht kannst Du daraus dann ja ableiten, für welche Berufsfelder Du momentan nicht in Frage kommst. Wenn das der Großteil der Bereiche ist, in denen es momentan Stellen gibt, wäre das dann etwas, was Du angeben könntest, denke ich.

Wenn ich Dich richtig verstehe, suchst Du eigentlich schon Arbeit, hattest auch ein Gespräch, aber keine Rückmeldung. Warum musst Du dann angeben, was Dich bei der Arbeitssuche behindert, wenn Du ja eigentlich suchst? Das verstehe ich gerade nicht so ganz - oder ist damit gemeint, warum es (aus Deiner Sicht) nicht klappt?

Viele Grüße!
Oben ist unten und hässlich ist schön.
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Bonnie
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Re: Soll ich oder nicht......

Beitrag von Bonnie » 21. Juli 2011 19:51

Hallo Doreen,


so allgemein ist das schwer zu beantworten - es kommt sicher auch darauf an, wie kooperativ und verständnisvoll Dein/e FM ist.

Mit meiner hatte ich GottseiDank Glück. Allerdings konnte das eigentlich keiner so wirklich nachvollziehen, was mich hinderte - das Bild vom ADHS im Erwachsenenalter hat sich ja allgemein noch nicht so weit verbreitet.

Ich hatte einiges im Gepäck: ADHS (was da für mich schon lange feststand, aber noch nicht offiziell diagnostiziert war), Sozialphobien, Panikattacken, Depressionen und im Endeffekt totales Burn Out... Hatte dann auch für einige Zeit (selbstgewählt) eine gesetzliche Betreuerin (naja, so dolle war die nicht, ist aber ein anderes Thema), damit ich während der schlimmsten Zeit die wichtigsten Sachen erledigen konnte...

JC-Termine einhalten oder gar Bewerbungen etc. gingen eine lange Zeit gar nicht... Äußerlich war ich "gesund", aber arbeitsfähig überhaupt nicht. Nachdem mir das auch ein psychologisches Gutachten, erstellt von dem Jobcenter, bescheinigt hat, wurde ich von der FM sozusagen "in Ruhe gelassen" mit der Auflage, mich in Therapie zu begeben, eben um die Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen.

Ich habe durchaus lange versucht, wenig preiszugeben, stieß aber da nur auf Unverständnis - man sieht einem solche Probleme eben nicht an... Und oft genug treffen die FM auch auf Leute, die nicht "wollen" statt nicht "können". Ich bin dann mit der Wahrheit besser gefahren.

Wenn Du mit der FM nicht so kannst, wäre es vielleicht besser, ein Gutachten vorzuschlagen, ohne ihr die genauere Lage (Diagnosen, Beschwerden) zu erklären - ich glaube, die Diagnosen stehen da in dem Schreiben, was das JC bekommt,nicht drin, nur die Einschätzung, ob Du arbeitsfähig bist oder nicht und wenn ja wie lange.

Wenn möglich, nimm zu solchen Gesprächen eine Vertrauensperson Deinerseits mit (Beistand, nicht "Zeuge"), das dürfen die nicht ablehnen, Du fühlst Dich sicherer und vier Ohren hören mehr als zwei.

Halt die Ohren steif... Ist nicht einfach.

Mir geht´s nun übrigens, nachdem ich im letzten Jahr 3 Monate in stationärer Therapie war und hinterher auf Medis eingestellt wurde, wieder richtig gut... Auch was die Panikattacken angeht, und Behördenwege sind kein Problem mehr... Vielleicht auch eine Option für Dich? Bevor gar nichts mehr geht?
LG, Bonnie
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Doreen
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Re: Soll ich oder nicht......

Beitrag von Doreen » 21. Juli 2011 21:19

Vielen Dank für eure Antworten,
ich muss mir das alles noch mal genau durch den kopf gehen lassen

@ Krätzchen
es geht, denke ich um eine selbsteinschätzung. Ich soll das machen weil ich immer noch keinen Job habe
mit dem ich mich und meine Kinder selber finanzieren kann. Meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt
mehr als gering. ich bin Zeitlich sehr unflexibel und das passt mit den Berufen die ich ausüben
könnte überhaupt nicht zusammen. Aber ich soll auf biegen und brechen mir einen Job suchen und mich
bewerben. Dann kommt dazu das ich mit fremden Menschen und unbekannten situationen sehr schwer tue.

@Bonnie
kann ich weil ich will, oder will ich weil ich kann?
Ich bin es gewohnt meine grenzen in solchen situationen zu übergehen. Ich weiß das ich muss
also tue ich. Ich komme im alltäglichen gerade so zurecht ohne aufzufallen, naja meistens.
Was Stationäres kommt für mich zur zeit nicht in Frage, ich wüste nicht wo ich meine Kinder lassen
soll , der Papa ist mir da nicht so wirkliche eine Hilfe  :4:

Ich werde das noch mal mit meiner Therapeutin besprechen, vielleicht hat die ne lösung für mich
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papillonindigo
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Re: Soll ich oder nicht......

Beitrag von papillonindigo » 24. Juli 2011 09:58

Hallo Doreen,

Ich hatte vor einige jahren, auch mit frische diagnose die selbe fragen beantworten müssen. Da habe ich einfach geschrieben was mich bei fast alle job schrierigkeit gemacht hatte und der diagnose dazu:

"ADS, mühe mit zeitdruck und hektik, wenig belastbar" oder so etwas. War gut akkzeptiert. Naja, ich lebe in der CH und der arbeitsamt ist dort nicht so blöd.
Eigentlich hatte ich es gerade auf ein arztzeugnis gehabt mit noch "40% arbeitsunfähigkeit".
Mit der berater habe ich einfach gesagt dass ich nicht wieder in irgendwelche job gehen will um diese danach schnell wieder zu verlieren mit noch eine enttäuschung mehr.

Wenn du wegen kindern eingeschränkt bist, würde ich auch schreiben, mit das alter deine kleinen und wann du weg von zu hause sein darf.

Ich bin immer ehe für offenheit und wahrheit und hatte damit am meistens gute erfahrungen gemacht.

lg
:vier: So geht es mir beim Rebound oder nach einem langen Stadtbummel
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