Depression-Selbstwert-Vergleiche mit Anderen

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Sammy112
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Depression-Selbstwert-Vergleiche mit Anderen

Beitrag von Sammy112 » 24. Oktober 2018 19:46

Hallo Zusammen,

ich stehe vor nun schon längerer Zeit vor einem Problem das ich nich t in der Lage bin aufzulösen.
Ich studiere seit 4Semestnern einen Master von denen ich jedoch im Grunde erst ein Semester abgeschlossen habe. Bereits nach dem ersten Semester bin ich in eine schwere Depression verfallen (habe seit nunmehr 15Jahren mit Depressionen zu kämpfen). Seit knpp einem Jahr versuche ich wieder rein zu kommen. Meine Kommilitonen sind bereits kurz vor Ihrem Abschluss und ich fühle mich einfach sehr minderwertig, was es mir schwer macht den Kontakt zu halten. Seit meiner ADHS Diagnose vor einem halben Jahr habe ich zwar einen Ansatz etwas besser zu verstehen warum ich eben nicht "normal" handeln und gesteckte Ziele erreichen kann wie viele Andere...aber dennoch frustriert es mich immer wieder, wohl weil ich mich permnent mit "Normalen" Menschen vergleiche. Meine Panikattacken und Konzentrtionsprobleme haben seither wieder zugenommen ebenso suizidale Tendenzen, wenngleich sie bisher (zum glück) schwach ausgeprägt bleiben. Habe ab November einen neuen Therapieplatz und hoffe daran arbeiten zu können und ein paar Dinge zu ordnen. Dennoch macht es mich wahnsinnig und raubt mir häufig jeglichen Lebensmut.

Könnt Ihr mir Tips geben wie ich evtl. besser mit dieser Zwickmühle umgehen könnte?

besten Dank
Sammy
flori1994
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Re: Depression-Selbstwert-Vergleiche mit Anderen

Beitrag von flori1994 » 24. Oktober 2018 20:03

Hi Sammy
Nr1: Sag dir selbst so oft du kannst: ich bin nicht minderwertig. Ich bin gut so wie ich bin.
Respektier dich selbst und mach dich nicht kleiner als du bist.
Nr2: Könnte es evtl. sein dass der Master in der falschen Richtung liegt und nicht viel mit den langfristigen(!) Intressen zu tun hat?
Wir ADSler haben größere Probleme sich zu motivieren bei Themen die uns nicht intressieren als bei Themen für die wir quasi Feuer und Flamme sind. Im letzteren Fall sogar deutlich stärker als normalos.
Ich finde zb Datenbanken sterbenslangweilig und würde nie auf die Idee kommen in der Richtung einen Master zu machen.
Nr3: warum vergleichst du dich mit normalos?

VG
Florian
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ADS Diagnose irgendwann 2000 bis 2002
Sammy112
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Re: Depression-Selbstwert-Vergleiche mit Anderen

Beitrag von Sammy112 » 24. Oktober 2018 20:21

Hey flori, vielen Dank für deine Tips.

letzlich gefallen mir die Themen des Masters sehr gut und es Interessiert mich. In Diskussionen, freie Assoziationen sind etwas das mir liegt und ich wurde schon häufig für meine Auffssungsgaben bzw. Fähigkeit ungewöhnliche Verbindungen zu ziehen gelobt (falls man das so plump schreiben kann). Aber Klusuren z.b. machen mir große Probleme, da bekomme ich Panik.

Warum der Vergleich mit Normalos? Gute Frage....Ich denke es ist einfach der Wunsch ebenfalls "normal" zu sein, funktionieren zu können, im Leben (was nunmal zu einem großen Teil auf Zertifikaten wie Abschlüssen basiert) das Leben als solches halbwegs unbeschwert leben zu können. Nicht permanent mit den kleinsten Dingen zu hadern....
ULBRE
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Re: Depression-Selbstwert-Vergleiche mit Anderen

Beitrag von ULBRE » 25. Oktober 2018 00:27

Hey Sammy,

das klingt ja ganz schön hart...
...armer Kerl...

Depressionen werden recht häufig durch eine AD(H)S erst verursacht.
Bei einer Untersuchung von Betroffenen mit einer therapieresistenten Depressionen wurde bei 34 % eine bis dahin unerkannte AD(H)S festgestellt.
Nun verschwindet eine Depression nicht augenblicklich, wenn das AD(H)S (richtig) behandelt wird, aber ich seh das wie mit ner Regentonne und nem Regenschirm:
Wenn die Regentonne wegen völliger Überfüllung überläuft (hier: die Depression) dauert es, auch wenn jetzt ein Regenschirm über die Tonne gehalten wird (hier: die AD(H)S-Behandlung) trotzdem seine Zeit, bis die Tonne nicht mehr ganz oder fast oder doch noch ziemlich überfüllt ist, sondern wieder ein normales, gesundes Fassungsvermögen hat, das den Regenschauer, der aus der Regenrinne kommt, auch auffangen kann.

Was machst Du denn gegen Dein AD(H)S ?
Wie behandelst Du es ?

Beste Grüsse

UlBre
„Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was bedeutet dann ein leerer Schreibtisch ?“ Albert Einstein
Ich hab einen eher wissensorientierten Schreibstil. Als eine Stimme im Chor find ich das ganz ok. Mehr soll das auch nicht sein.
Sammy112
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Re: Depression-Selbstwert-Vergleiche mit Anderen

Beitrag von Sammy112 » 25. Oktober 2018 09:23

Hallo ULBRE,

ja es ist eine komische Situation....Zudem sei ich, wie mir der Doc nach dem 4stündigen Dignoseprozesses als Ergebnis mitteilte, ein Paradebeispiel für ADHS mit Hochbegabung....naja, glauben tu ich das nicht so wirklich und mir geht dieses Klassifiszieren eh uf den Nerv. Dennoch ist die eine Diskrepnz zwischen scheinbar doch irgendwo vergrabenen Potentialen die dann zwischendurch durchblitzen "Sternstunden" und dem absoluten runterfahren jeglicher Kompetenz augenscheinlich, will heißen: Es gibt Tage/Momente wo einfach alles "klar" ist, sich die Matrix lichtet, wo einfach "krasse Dinge" (so die Beschreibung von Leuten die mich umgeben, die aus aallen Wolken gefallen sind als ich erzählt habe dass ich Prüfungsprobleme, Konzentrationsprobleme habe) aus meinem Mund kommen, Gedanken, Ideen etc. Wenn mich Dinge interessieren packt mich schnell der Hyperfokus und ich kann ellenlng in Büchern versinken (eigendlich meine liebste beschäftigung) und tausend ssoziationen ploppen hoch. Dann bekomme ich selten den Absprung hin und komme frustriert zu dem Ergebnis dass ich schon mindestens den Umfang von einer Doktorarbeit über das Thema produzieren müsste um das Thema halbwegs Adäquat berbiten zu können. Bekloppt, ich weiß, aber dann steigt die Frustration recht schnell.

Dann gibt es wieder die Momente in denen ich nicht 1+1 rechnen kann und alles verschwimmt und die Wand unüberwindlich scheint.

Zur Behandlung nehme ich regulär 20-60mg Ritalin retard (derzeit eher 20-40mg) pro Tag. Das kann schon ganz gut helfen den Fokus zu erhöhen und das Gedankenkarusell auf etwas lansamer Frequenz drehen zu lassen. Aber teilweise habe ich das Gefühl es erhöhe uch den Depressiven Anteil. Mhh
EinMax
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Re: Depression-Selbstwert-Vergleiche mit Anderen

Beitrag von EinMax » 25. Oktober 2018 11:57

Wenn Du das Gefühl hast, das Ritalin erhöht die depressiven Stimmungen, dann solltest Du darüber mit deinem Arzt reden. Es kann sein, dass Ritalin dann nicht ganz das Richtige für dich ist. Kann aber auch sein, dass Methylphenidat da einfach nicht für gedacht ist. Bei mir wurde während der Diagnose keine Depression festgestellt, aber ich habe durchaus Stimmungsschwankungen bis tief in den Keller. Und die sind durch das MPH nicht wirklich weggegangen, auch wenn ich jetzt, glaube ich, leichter da rauskomme.

Was Du über die Sternstunden und die krassen Ideen berichtest, kenne ich gut aus meinem Studium. Auch das aufkommende Unbehagen, wenn alle anderen längst fertig sind und dir fehlen noch Scheine aus dem Grundstudium. Am Ende war ich jedes Mal froh, wenn ich noch Kommilitonen aus meiner Anfangszeit in der Uni traf, bis mir aufging: Die studieren gar nicht mehr, die arbeiten jetzt da.

Meine Hausarbeitsthemen waren immer von der Art, dass meine Kommilitonen beeindruckt waren, wie ausladend und außergewöhnlich das war. Sie hatten höchstens mal einen Vergleich zweier ähnlicher Theorien auf dem Zettel. Ich konnte mich gerade so bremsen, neue Theorien zu formulieren. Tatsache war aber, ich konnte gar nicht kleiner denken. Naja, die anderen haben dafür jetzt alle gute Jobs, und ich habe manchmal ein Jahr gebraucht, um eine Hausarbeit abzuliefern (und meistens mit einem leicht anderen Thema als ursprünglich angegeben). Aber alles Einsen.

Im Diplom-Soziolgiestudium der Neunziger war das zum Glück alles noch möglich und keine Schande und wurde gewissermaßen sogar gefördert. Bei den heutigen Master-Studiengängen wohl weniger. Ich kannte einige, die damals nicht mit der ungeregelten Struktur des Studiums zurechtgekommen sind und aufgehört haben, um etwas Geregelteres zu machen. Ich bin da aufgeblüht. Dachte ich. Das Ungeregelte hat mir die Freiheiten gegeben, die ich in der Schule nie hatte, die laxe Disziplin der Profs leider auch. Nicht einer hat ein Referat abgelehnt, weil es ein Jahr später kam oder das ursprüngliche Thema nicht hatte.

Wenn ich damals schon gewusst hätte, das ich ADHS habe, hätte mich das wahrscheinlich beruhigt. So habe ich, wie Du anscheinend auch, mir lange Zeit Vorwürfe gemacht, mir immer wieder vorgenommen, dieses Semester mehr zu machen, diesen Schein wirklich gleich nach Semesterende anzufangen, aber es ging einfach nicht und ich konnte es niemandem erklären, am wenigsten mir. Dafür habe ich in der Zeit Projekte organisiert, Comics herausgebracht, einen Kurzfilm produziert, der dann aber doch nicht fertig wurde, mich in der Fachschaft und in Unigremien engagiert, gejobbt und jede Menge zusätzlicher Kurse belegt, die ich nicht wirklich für mein Diplom brauchte, die mich aber interessierten. Und immer dreimal mehr als nötig, weil sich das eh immer in den ersten paar Wochen zurechtschrumpfte. Ach ja, und 6-7 mal die WG gewechselt. Ein Mitbewohner hat mich sogar rausgeschmissen, weil ich ihm zu sehr in den Tag hinein lebte und er das für sich als ungesund empfand. Nur, dass Du nicht denkst, ich wäre super aktiv oder so.

Das Schwierigste (nach meiner Erfahrung) ist,m ein allzu komplexes Thema so herumzubrechen, dass es in eine fünfzehnseitige strukturierte Arbeit passt. Ein Kommilitone hat mal eine siebzigseitige Hausarbeit abgegeben. Das war nicht Sinn der Sache, aber sie soll richtig gut gewesen sein. Der Kerl war, glaube ich, schon Prof, bevor ich aus der Uni kam. (Was bei meiner Studienzeit auch nocht sooo schwer ist, okay.) Das Ding ist: Manchmal wird der Extraaufwand auch gewürdigt. Man muss das Zeug aber schon fertig kriegen. Ich habe immer versucht, die 15 Seiten als Maßstab zu behalten. Ich glaube, bei meiner allerletzten Hausarbeit habe ich das auch ohne kleineren Zeilenabstand und so was geschafft. Maßstäbe haben ist gut. Die helfen beim Strukturieren.

Noch ein paar unsortierte spontane Tipps aus der Schublade "tu was ich sage, nicht was ich tue":
  • Wenn deine Themen (zu) ausladend und ambitioniert sind, such dir Hilfe beim Eingrenzen. Such dir vielleicht einen Teilaspekt aus und markiere den Rest für mögliche Diplomthemen.
  • Wenn Du zu lange brauchst, um eine Struktur zu finden (das war damals vor Allem mein Problem), such dir dabei Hilfe. Profs bieten ja auch zwischendurch Beratungen an. Vielleicht könnt Ihr euch auf Teilziele einigen, die bis dannunddann fertig sein müssen, das kann dir dann beim Strukturieren helfen.
  • Gibt es Tutorien? Irgenwelche anderen Angebote zum Erfahrungsaustausch? Vielleicht sogar gezielt für ADHS?
  • Und, ja, diesen Tipp kann ich aus meiner eigenen Erfahrung bieten: Leg erst die Struktur fest, dann schreibe genau das.
    Vielleicht gibt es auch Kurse in deiner Uni, wie man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt. Ich bin sicher, so was hätte mir damals geholfen.
  • Wenn Du merkst, dass die Depressionen dich wieder lähmen, kümmere dich zuerst um die. Statt umso mehr zu versuchen, dich auf die Arbeit zu konzentrieren. Wenn Du dich an Freunde wenden kannst, tu das. Therapeuten. Selbsthilfegruppen. Was immer sich in deiner Umgebung bietet.
  • Bei meiner Uni gab es auch damals eine psychotherapeutische Beratungsstelle für Studis. Habe ich damals nicht für mein Problem gehalten. Hätt' ich mal sollen.
  • Wenn das irgendwann auslaufende Bafög ein Problem ist, gibt es vielleicht an der Uni schon Hilfe für Menschen mit ADHS - Du bist sicherlich nicht die erste Person mit dem Problem.
  • Oh, und etwas, das ich viel zu spät auch nur mitgekriegt habe: Es gibt in jeder Disziplin wohl überall informelle Strukturen und Netwerke und so was. Da mitzumischen ist ein guter erster Schritt, wenn Du im akademischen Bereich bleiben willst. hab' ich mir sagen lassen, denn solche informellen Dinge sind wohl für viele Leute mit ADHS blinde Flecken, für mich auf jeden Fall. Viele meiner Freunde sind über HiWi-Jobs zu ihren Diplomthemen gekommen und darüber zu ihren ersten Unijobs, und ich stand nur verdutzt daneben und dachte: Wie haben die das gemacht?!
Fazit (außer:mach's nicht wie ich, es sei denn, Du hast 12 Jahre Zeit) ist wohl: Du kannst dich nicht an den normal denkenden Kommilitonen messen, weder an ihren Leistungen noch an ihrem Tempo noch an den Themen und Schwerpunkten, die sie sich setzen, denn all das wird für dich sein wie in einer fremden Sprache zu studieren oder (ein Lieblingsbild von mir) alle Notizen mit rechts zu machen, wenn Du Linkshänder bist: Unnötig schwierig, dauert unnötig lange, und am Ende sieht's kacke aus.

Mein Diplom habe ich dann übrigens angemeldet, weil die Diplomprüfungsordnung geändert wurde und ich einen Tag später noch zusätzliche Scheine hätte machen müssen. Das führte zu einem Tag, an dem ich in der Uni von A nach B und über C wieder zurück nach A gehetzt bin, um alle Scheine abgestempelt zu kriegen. Und da traf ich dann am Ende doch noch ein paar echte Kommilitonen, die alle dasselbe Problem hatten. Das war nett und beruhigend. Sie waren da, nur halt während des Studiums ebenso sonstwo wie ich immer! Leider konnten wir nie mal eben einen Kaffee trinken gehen, weil wir alle keine Zeit hatten.
Sammy112
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Re: Depression-Selbstwert-Vergleiche mit Anderen

Beitrag von Sammy112 » 25. Oktober 2018 14:04

Hey EinMax,
vielen lieben Dank für deine sehr detailierten und differenzierten Ausführungen und Tips.

Auch ich befinde mich bereits in zweistelliger Semesterzahl (ba+ma), habe sogar vorher mal paar Semester an einer FH Maschbau studiert. Danach dann SOWI ba nun Ökonomie MA.

Evtl. gründe ich tatsächlich einfach eine Selbsthilfegruppe, sollte es soetwas noch nicht geben(-:

Ja, diese Vergleiche sind eine fiese Sache. Glaub garnichtmal dass es nur rein narzisstische Gründe die da mitschwingen. Hab mal kurz während einer Nizsche Session gedacht ich könnte da einem unbewussten Übermenschen aufsitzen, aber ne, das ist dann doch was anderes. Eher der Wunsch einfach mit einer gewissen Erwartungssicherheit sich selbst und dem Leben gegenüber begegnen zu können.

Hast du dich in diesen Zeiten isoliert und auch ein stückweit zurückgelassen gefühlt'? Ohne da irgendwem konkret die Schuld zuweisen zu wollen, verfolgen mich manchmal diese Gedanken einfach allein auf diesem Mist sitzen zu bleiben, nicht weiter zu kommen aber aauch nicht wirklich auf Support hoffen zu können-dies ist evtl auch etwas zu naiv!

Habe 4Jahe Citalopram genommen und es im Zuge der Ritalinbehandlung langsam ausgeschlichen, weiß nicht inwefern dies einen Effekt hat.

lg
sammy
Stefan SRO
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Re: Depression-Selbstwert-Vergleiche mit Anderen

Beitrag von Stefan SRO » 8. November 2018 13:00

"...Evtl. gründe ich tatsächlich einfach eine Selbsthilfegruppe, sollte es soetwas noch nicht geben(-:..."

Schau mal hier:
http://www.adhs-deutschland.de/Home/Uns ... uppen.aspx
"Mein Hirn kann nicht still sitzen..."
-
Was heute noch logisch und klar erscheint, ist morgen schon undurchsichtig rätselhaft.
-
-Mal Einstein und mal taube Nuß.-
-Was man nicht all´s ertragen muß.-
Raupi
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Re: Depression-Selbstwert-Vergleiche mit Anderen

Beitrag von Raupi » 9. November 2018 07:58

Hallo,

das mit dem ewigen Studieren und an Hausarbeiten laborieren kenn ich auch, das Unwohlsein und die Verstimmungen auch... bloß hab ich nie an eine depressive Verstimmung gedacht. Und ein Studieninhalt, besonders ein Teil Aspekt davon, kann mich noch heute in den Flow bringen. Aber leider kann man damit alleine kein Geld verdienen...

Leider habe ich auch nie eine Idee gehabt, was ein guter Job für mich wäre. Demnach habe ich jeweils den ersten besten ergriffen und quäle mich aktuell im Großraum Büro mit 30 Leuten und (gsd nicht ganz uninteressanter) Arbeit unter Mengedruck.

Ich bin ja immer noch nicht diagnostiziert. Glaube aber auch, dass es schwierig wird, da ich aus einer (nicht diagnostizieren) ADHS ADS Familie komme und das bisher alles irgendwie normal für mich war... denn als Kind hatte ich ein reizarmes, strukturiertes Umfeld und habe mir schon früh gewisse Coping Strategien von meinen Eltern angeschaut. Das, was hier im Forum geschrieben wird, ist mir oft nur allzu vertraut.
LG, Raupi
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