Arbeit - keine Motivation und pure Erschöpfung

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Maxiii
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Arbeit - keine Motivation und pure Erschöpfung

Beitrag von Maxiii » 5. September 2018 11:46

Liebe Leute,

Ich (männlich, 34 Jahre) arbeite im Bereich Marketing/Produkt Management seit 2 Jahren. Zuvor hatte ich diverse "Löcher" in meinem Lebenslauf und Burnout Zeiten hinter mir. Als ich mit 20 in die Arbeitswelt eintauchte, waren meine Ziele klar. Die Motivation stimmte und entsprechend hatte ich eine gute Karriere mit diversen Weiterbildungen Richtung Marketing/Verkauf und Projektmanagement.

Seit nun ca. 4 Jahren hadere ich extrem in meiner Arbeit. Wie sinnlos ist es, nur dem wirtschaftlichen Zielen nachzueifern. Money Money Money… Obwohl ich zur Zeit hinsichtlich der Arbeitsauslastung keinen Stress empfinde, sondern den Stress eher sehe, da ich mich mangelnd weniger Arbeit überhaupt nicht motivieren kann, bin ich total Erschöpft, mein Immunsystem spinnt (bin in regelmässigen Abständen krank) und wenn ich Abends zu meiner Familie nach hause komme, verkrieche ich mich, weil ich total überreizt bin. Dies stellt eine grosse Belastung für mich und auch mein persönliches Umfeld dar!

- Wer kennt das und was macht Ihr dagegen? (Concerta hilft mir ein bisschen, jedoch ist es auch kein Wundermittel)
- Wer hadert auch mich enormen Erschöpfungen und Antriebslosigkeit? Was macht Ihr dagegen?

Ich versuche aktuell irgendwie im sozialen Bereich reinzukommen, wo ich meine Leidenschaft sehe. Nur, wie soll ich eine Weiterbildung bzw. Studium mit einer Familie zeitlich und finanziell stemmen??!!

Bin euch dankbar für jeden noch so kleinen Tipp

Danke euch
Maxiii ;)
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Stefan SRO
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Re: Arbeit - keine Motivation und pure Erschöpfung

Beitrag von Stefan SRO » 5. September 2018 14:47

DITO
"...Wer hadert auch mich enormen Erschöpfungen und Antriebslosigkeit..."

Auf dem Weg aus dem Büro nachhause (65km) kann ich kaum die Augen offen halten. Zuhause lege ich mich meist erst mal hin. (müsste eigentlich HA mit dem Sohn machen)

Bei mir gibt es zur Zeit nur zwei Sachen die richtig ziehen. Geocaching und alles zum Thema AD(H)S.
Ich hatte meine Burny mit 41 und seit dem nen leeren Akku. Davor habe ich 11h gearbeitet und bin dann noch mit den Kollegen los...
Die Diagnose kam mit 45.

Für mich ist leider noch nicht das richtige Medi gefunden. Da hoffe ich sehr drauf, da die fehlende Energie alles Andere unmöglich macht. (Medikinet hatte starke Nebenwirkungen)

Ach ja, wie sieht es mit Deinen Kindern aus? Ich habe meinem Sohn leiderglücklicherweise fast alles vererbt.
Ich will demnächst die Sunden runter nehmen, um mehr Zeit für den Junior zuhaben.

Wann war Deinen Diagnose?
Welche Medikamente hast Du schon durch?

VG
Stefan
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Re: Arbeit - keine Motivation und pure Erschöpfung

Beitrag von Maxiii » 6. September 2018 07:53

In Therapie bin ich schon seit Jahren auch war ich ein paar Wochen in einer "Burn-out-Klinik".

Kleiner Ausreisser dazu: Aus meiner Sicht für AD(H)S Betroffenen völliger Schwachsinn und nur zusätzlich belastend! Finger weg! Damals wusste ich noch nicht was mit mir "nicht stimmt" und man hat in jedem noch so kleinen Loch gebohrt. Auch ist dort der Fokus in der Ruhe und Stille. HILFEE!!! ;) Ebenfalls hat mir die schlechte Stimmung dort extrem auf das Gemüht geschlagen. Naja, meine Wahrnehmung ist einfach einiges intensiver... (Vorteil ADHS)

a) Die Diagnose erhielt ich dann Anfang dieses Jahres. ENDLICH. Schön zu wissen was es ist. Schön zu wissen, dass es Medikamente gibt, die einen Unterstützen. Schön zu wissen, dass es eine der Störungen ist, bei der gelernt werden kann damit umzugehen und die Vorteile darin zu nutzen.

b) Ich habe Trittico zum Durch-Schlafen erhalten (schlafe seit Kindheit sehr unruhig, habe mir diverse Zähne durch "Knirschen" kapputt gemacht - nun hab ich eine Zahnschiene). Und Tagsüber nehme ich Concerta. Die Dosis entscheide ich je nach voraussichtlichem Tagesablauf. Bei der Arbeit 18mg am morgen und 18mg am Mittag. Bin ziemlich zufrieden damit. Herrlich, wie man sich plötzlich wieder auf etwas intensiv konzentrieren kann. Wie gesagt, die Erschöpfung und Demotivation ist geblieben und varriert fast täglich...

c) Mein Kind ist noch zu jung um schon eine Diagnose zu stellen. Momentan sehe ich nichts davon, aber wer weiss wie sich das noch zeigen mag...

Apropos Kinder. Mein Wunsch ist es, eine Weiterbildung oder sogar Studium im sozialen Bereich zu starten. Meine Frau hingegen will ein zweites Kind! Das beisst sich. Wenn ich nur an ein zweites Kind denke, wird es mir schlecht. Versteht mich nicht falsch, ich liebe mein Kind über alles. Es wäre mein grösster Wunsch ein zweites zu haben. Aber mit meinen Schwankungen, Erschöpfungen, etc. pack ich das zur zeit einfach nicht!!!

Was für Medis nimmst du?
Was ist Geocoaching?

Schönen Tag noch
Maxiii
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Re: Arbeit - keine Motivation und pure Erschöpfung

Beitrag von Chrüsi » 6. September 2018 08:46

Maxiii hat geschrieben:
5. September 2018 11:46

Seit nun ca. 4 Jahren hadere ich extrem in meiner Arbeit. Wie sinnlos ist es, nur dem wirtschaftlichen Zielen nachzueifern. Money Money Money… Obwohl ich zur Zeit hinsichtlich der Arbeitsauslastung keinen Stress empfinde, sondern den Stress eher sehe, da ich mich mangelnd weniger Arbeit überhaupt nicht motivieren kann, bin ich total Erschöpft, mein Immunsystem spinnt (bin in regelmässigen Abständen krank) und wenn ich Abends zu meiner Familie nach hause komme, verkrieche ich mich, weil ich total überreizt bin. Dies stellt eine grosse Belastung für mich und auch mein persönliches Umfeld dar!

- Wer kennt das und was macht Ihr dagegen? (Concerta hilft mir ein bisschen, jedoch ist es auch kein Wundermittel)
- Wer hadert auch mich enormen Erschöpfungen und Antriebslosigkeit? Was macht Ihr dagegen?

Ich versuche aktuell irgendwie im sozialen Bereich reinzukommen, wo ich meine Leidenschaft sehe.
Hallo und herzlich willkommen hier

Das mit dem sich fragen "sinnlos, wirtschaftlichen Zielen nachzueifern" kenne ich auch gut - die sozialeren Bereiche / Dienstleistungen (KV) sind auch meine Leidenschaft, die Arbeit muss "sinnvoll" sein..........aber wenn es dort nicht gut/rund läuft, zieht es mich auch psychisch runter....(bin (eher) ADS Hypo, stark hypersensibel (auch auf Stimmungen/Emotionen...wurde mit dem Alter immer stärker)... aber bei dir ist es vielleicht anders.
Erschöpfung/Überreizung (hatte auch Erschöpfungsdepressionen, nun Bluthochdruck/Tinnitus) + Antriebslosigkeit kenne ich gut.

Deine Frage "Was macht ihr dagegen?".....
- Habe zur Zeit noch keine ADS-Medis/Stimulanzien (Arzt/Psychiater-Termin ist Mitte Oktober) - nur Bluthochdruck-Medis + Antidepressivum Cipralex. Wobei ich mir zur Zeit nicht sicher bin, ob die starke Müdigkeit von diesen beiden Medis kommen oder von was genau :?
- Wir haben einen Hund, der mich "zwingt", regelmässig nach draussen zu gehen.... was mir auch gut tut. Also allgemein das draussen in der Natur sein, Wandern/Fahrradfahren etc. tut mir eigentlich gut - muss mich aber etwas dazu zwingen/aufraffen/losreissen von den täglichen ToDo's (ich sollte/ich müsste etc.)....Spass machen mir auch Sachen mit Musik, z.B. Zumba, Singen...

Viel draussen sein und Sport hilft sicher gut. Hast du dazu die Möglichkeit und findest du die Zeit?

Alles Gute dir!
Liebe Grüsse, Chrüsi
Ich wünsche mir die gelassenheit, dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann;
den mut, dinge zu verändern, die ich ändern kann;
und die weisheit, beides voneinander zu unterscheiden


ADS-Diagnose Juli 2018
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Re: Arbeit - keine Motivation und pure Erschöpfung

Beitrag von Stefan SRO » 6. September 2018 11:02

nicht "Geocoaching" - "Geocaching"! Gib den Begriff mal bei Google ein. Du wirst die de.Seite der Deutschen Sektion und die com.Seite der Amerikaner finden. In Beiden gibt es einfache Beschreibungen und auch Videos.

Es funktioniert im Grunde so wie Chrüsis Hund. Es zieht raus in die Natur.

Cacher suchen besondere Plätze auf, auf die sie von Anderen (Ownern) hingewiesen werden. Zum Ziel findet man über Geokoordinaten, Beobachtungsgabe und ein waches Hirn.

Ich bin selbst Owner und Cacher und "baue" lustige Stationen für meine Mitstreiter oder suche mir "Dosen" an Urlaubszielen, Reiseruten oder eben in der Nähe meines Wohnsitzes.

Die "Schatzsuche" ist toll um Kinder und sich zu einem "Spaziergang" zu motivieren (eben wie der Hund)
nur kommt man auf der ganzen Welt an Plätze, wo sich nur wenige hin verirren und erfährt von den Ownern Hintergrundinfos die in keinem Touristenführer stehen.
Man kann herrlich abschalten und schärft Konzentration, nutzt die AD(H)S-eigene Reizoffenheit zu seinem Vorteil und manchmal ist es ein richtiges Fitnessprogramm.

Details gern per PN, wenn ihr es mal probieren wollt.
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Re: Arbeit - keine Motivation und pure Erschöpfung

Beitrag von Maxiii » 6. September 2018 11:55

Stefan SRO hat geschrieben:
6. September 2018 11:02
nicht "Geocoaching" - "Geocaching"! Gib den Begriff mal bei Google ein. Du wirst die de.Seite der Deutschen Sektion und die com.Seite der Amerikaner finden. In Beiden gibt es einfache Beschreibungen und auch Videos.
Ah, mein Fehler. Klar, Geocaching kenn ich. Ist auch bei uns weit verbreitet. Tolle Sache in Zeiten der Digitalisierung :)
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Re: Arbeit - keine Motivation und pure Erschöpfung

Beitrag von Stefan SRO » 6. September 2018 12:48

Das gab es ähnlich auch schon "damals" in meiner Kindheit. Als Junge Pioniere sind wir mit Kompass und Karte durch den Wald. um den Platz zu finden, wo Plätzchen und Tee auf uns warteten.
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Re: Arbeit - keine Motivation und pure Erschöpfung

Beitrag von Maxiii » 6. September 2018 13:25

Chrüsi hat geschrieben:
6. September 2018 08:46
bin (eher) ADS Hypo, stark hypersensibel (auch auf Stimmungen/Emotionen...wurde mit dem Alter immer stärker)... [/quote]

Hallo Chrüsi,

Du sprichst mir aus der Seele und ich verstehe dich. Auch ich bin hypersensibel und lass mich (noch) zu fest von meinen Gefühlen leiten. Dagegen spüre ich mit Concerta (Methylphenidat) grosse Verbesserungen! Das Medikament hilft mir sehr, die Geschehnisse gelassener und vorallem sachlicher zu bewerten.

Burnout's, Depressionen, Angststörungen, etc. sind folgen des AD(H)S und beim Bekämpfen dieser Symptome, ist die Wurzel (ADHS) nicht beseitigt. Mein Ziel ist es, an der Wurzel zu arbeiten, damit mir auch die Folgekrankheiten erspart bleiben.

Danke für deinen (eure) Tipps. Sport, etc. als Ausgleich macht einen ausgeglichener.

Ich persönlich gehe regelmässig ins Fitness um mich auszupowern, betreibe ein bisschen Kampfsport (um meine "Agressionen" los zu werden), etc. - Mein Dilemma ist teilweise, dass ich durch die Erschöpfungen krank werde und dann gar nicht fähig bin, mich aktiv zu betätigen...

Hoffe nur, dass ich im sozialen Bereich bald Fuss fassen kann, damit ich auch dort eine sinnvolle Berufung finde (als Quereinsteiger nicht ganz so einfach).
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Re: Arbeit - keine Motivation und pure Erschöpfung

Beitrag von Hibbelanna67 » 14. September 2018 11:36

Hallo Maxiii,
Wenn ich das recht verstanden habe, fordert Dich Deine Arbeit nicht auf die Weise, wie Du das gerne hättest?

Ich war vor Jahren einmal in einer ähnlichen Situation: Unterforderung bei der Arbeit und Langeweile.
Damals erstmals mit dem Thema "Boreout" in Berührung gekommen: https://de.wikipedia.org/wiki/Boreout-Syndrom
Symptome tatsächlich ähnlich wie beim Burnout - und damit eigentlich auch wie bei einer Depression.
Vielleicht hilft es Dir weiter?
Kann also sein, dass die Symptome erst verschwinden, wenn Du eine adäquate Beschäftigung hast...

Das muss auch nicht zwingend etwas mit ADHS zu tun haben.
Bei Erschöpfung und Antriebslosigkeit würde ich ersteinmal den Hausarzt konsultieren, machmal zieht man auch falsche Rückschlüsse aus körperlichen Symptomen, und wenn alles ok ist über ein Coaching oder eine Psychotherapie nachdenken.

Vielleicht reicht für die Leidenschaft auch ein Ehrenamt?
Abgesehen davon brauchen auch soziale oder ökologische Einrichtungen Marketing. Und es gibt sicherlich auch tolle Firmen, hinter deren Zielen Du vielleicht besser stehen kannst....
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Re: Arbeit - keine Motivation und pure Erschöpfung

Beitrag von Stefan SRO » 14. September 2018 14:24

"...Burnout's, Depressionen, Angststörungen, etc. sind folgen des AD(H)S und beim Bekämpfen dieser Symptome, ist die Wurzel (ADHS) nicht beseitigt. Mein Ziel ist es, an der Wurzel zu arbeiten, damit mir auch die Folgekrankheiten erspart bleiben..."

Durch die Folgen kam ich zu meiner Diagnose. Und es sind sehr Ähnliche. In meinem Fall ist ADS (hyper) sehr sicher.

In den beiden Vereinen gehe ich sehr auf aber mein Job für die Energieversorgung macht auch ein gutes Gewissen.

Welchen Kampfsport machst Du?
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Re: Arbeit - keine Motivation und pure Erschöpfung

Beitrag von EinMax » 14. September 2018 14:39

Huii, das kenne ich gut. Ist einer der Gründe, weshalb ich letztlich angefangen habe, nach möglichen psychischen Hintergründen zu suchen, nachdem mir sogar die Arbeit, für die ich mich eigentlich nie extra motivieren musste (Comics zeichnen) immer schwerer fiel bzw. in eine Abwärtsspirale von machen-wollen und andere-Sachen-auch-machen-müssen getrieben hat. Vor einigen Jahren hat das schon mal zu so was wie einem Burnout geführt (ich weiß nicht wirklich, wie sich ein Burnout anfühlen soll, aber den Beschreibungen nach passte das wohl) und ein paar Jahre später zu gar nichts mehr.

Jetzt wo ich weiß, das mein Gehirn an allem Schuld ist, bin ich wieder richtig enthusiastisch, mein "Ding" neu aufzubauen und irgendwie um meine geistigen Stolpersteine herum anzulegen, aber jetzt bin ich auch vom Jobcenter abhängig und die wollen, dass ich genau das Gegenteil tue, nämlich geistloses Bewerbungen-Ausfüllen. Wenn ich denen erkläre, dass noch mehr noch qualifikationsfremdere Pflichtbewerbungen bei mir so ziemlich gar nichts bewirken außer dass ich mehr Fehler mache, dann kommt bei denen nur "Faulenzer, Ausrede" an.

Dazu kommt, dass mir die alten Machen-Müssens von vorher auch noch im Weg stehen, denn die haben sich natürlich nicht von selber erledigt. Webseite auf neuen Server umziehen, zwei bis drei andere Webseiten neu anlegen, so was halt. Es wird, ich kriege das jetzt besser organisiert als vor einem halben Jahr ohne MPH und Hirnforschung. Aber halt langsam. (Dass bei mir alles langsamer geht als erwartet, vor Allem wenn es schnell gehen soll, damit kann ich denen beim Jobcenter natürlich auch nicht kommen.)

Bin also noch nicht ganz da mit den Tipps, da arbeite ich noch dran. Aber einfach bescheid zu wissen, wie das im eigenen Kopf funktioniert und warum gewisse Dinge eben nie funtktioniert habe, das hilft schon. Zu wissen, das bringt jetzt gar nichts, wenn andere oder ich mir einreden, ich muss das nur mehr versuchen.
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