Koch und ADS

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OnkelSamthor
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Koch und ADS

Beitragvon OnkelSamthor » 23. Dezember 2016 01:51

Seid gegrüßt,

Ich glaube ich hatte hier schonmal einen Account, habe ihn aber kurz nach meinem ersten Beitrag (ich denke es war im Vorstellungsforum) vernachlässigt. Damals habe ich meine Beiträge immer nochmal am Ende zusammengefasst falls hier Leute mit echt schweren Konzentrationsproblemen mitlesen ... Diese Idee kommt mir mittlerweile irgendwie falsch vor, aber wie auch immer ...

Ich bin ausgelernter Koch (habe die Ausbildung erst nach 4 anstatt nach 3 Jahren geschafft) und würde gerne den Sprung in die Sterneküche schaffen. Ich schreibe derzeit an einigen Bewerbungen und naja ... ich bin etwas eingeschüchtert weil ich genau weiß, was für Probleme ich schon in normalen Küchen habe:
Ich muss meine Aufgaben irgendwo schriftlich nachlesen und abharken können. Ich darf auf keinen Fall nur akustische Anweisungen kriegen, das hatte ich jetzt 1,5 Jahre und ich bin einfach unglücklich und es leid, dass aus einer one eine three wird (weil ich irgendwie z.B. an "still three minutes for dish xyz in the oven" denke oder weiß-der-Geier warum. Oder, dass ich eine Anweisung bestätige, noch schnell irgendwas erledige und wenn es dann heißt: "Have you done the xyz job?" und es mir dann erst einfällt, dass ich das ja machen wollte.

Zur Zeit läuft es so ab, dass ich im Ausland arbeite und nur sehr unkreative Aufgaben kriege. Kartoffelbrei, immergleiche Standardgerichte. Die seit jahrzehnten gepriesenen Aushängeschilde des Restaurants deren Rezepte sich seit mindestens einem viertel Jahrhundert nicht geändert haben. Sprich, ich habe keine Abwechslung, es ist monoton und nur der typische Küchenstress und meine verquere Organisation bringen mich mittlerweile noch schnell aus der Routine. Aber ich möchte endlich mehr machen als Kartoffelbrei und Würstchen oder Fondpflege. Davor, in Deutschland habe ich Desserts angerichtet, auch zubereitet, und die kalte Küche in Kooperation geschmissen.

Falls jemand mehr wissen will, kann er ja nochmal nachfragen, aber ich denke das Problem habe ich geschildert. Nun gehen mir ein paar Fragen durch den Kopf. Ich habe meine Kündigung abgegeben und arbeite noch bis Ende Januar. Bisher habe ich noch keine Bewerbung abgegeben, es kam immer was dazwischen. Gestern Nacht habe ich dann eine fertig gemacht und lasse sie nochmal auf ihre fremdsprachliche Richtigkeit von native speakern durchsehen. Aber es ist schon was anderes, ich will jetzt in die Sternenküche reinschnuppern, und mich gerne auch beweisen.

Meine Strategie sieht so aus:
Auf keinen Fall gleich einen eigenen Posten, ich will als Co-Koch, quasi als Neuling anfangen, weil ich garnicht weiß, inwiefern sich das Niveau von der Kochkunst unterscheidet, die ich trainiert wurde auszuüben. Ich muss die Hintergründe erklärt bekommen, warum etwas funktioniert und warum ich etwas so tue, wie ich es tue. Zudem muss ich eben wie gesagt nicht nur gesprochen meinen Alltag regeln können. Insbesondere das mit den Checks macht mir Angst (= die Bestellungen, die reinkommen). Ich ... ach Leute. ... Sind da irgendwelche Köche da draußen unter euch, die mein Chaos etwas lichten können?

Anliegen:
Ist die Sternegastronomie für ADSler Karrieren tödlich?
Wie kommuniziere ich ihnen, dass ich ADS habe, sollte ich es tun?
Wie stelle ich mich nicht zu sehr unter den Scheffel?
Gibt es Tricks, wie ich mein ADS besser unter Kontrolle kriege? Ich nehme derzeit keine Medikamente, mache keine Aufmerksamkeitsübungen und wenn ich ehrlich bin, lasse ich ADS sogar für mich als Entschuldigung durchgehen, warum mich meine Fehler nicht mehr so fertig machen können bzw. ich habe mich davon distanziert und denke mir dann manchmal "ist halt passiert, die Welt dreht sich trotzdem weiter".
Ich will ne zweite Fremdsprache anfangen, denkt ihr das hilft mir irgendwie mein ADS besser zu handhaben?

P.S.: Ich bin 26.



Grüße eines ehemaligen Kielers.
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Re: Koch und ADS

Beitragvon ADHDgoesto11 » 23. Dezember 2016 10:13

OnkelSamthor hat geschrieben:Ist die Sternegastronomie für ADSler Karrieren tödlich?


Würde ich nicht sagen, sofern man sich auf die kurzfristigen Tätigkeiten konzentriert und für die langfristige Planung kompetente Leute hat.

Ich würde sogar sagen, dass ADSler, die die unerschöpfliche Energie richtig nutzen, mit dem Stress (ja, soweit ich gehört habe ist Sterneküche stress) dieses Jobs besser umgehen können als ein NT, der nach acht, spätestens zehn Stunden schlapp macht.

Tochter *2007 ... ADHS
Sohn *2005 ADHS+Autismus
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Re: Koch und ADS

Beitragvon Falschparker » 26. Dezember 2016 18:57

Also für mich wäre das nichts. Schon als Zivi in der Altenpflege habe ich ständig irgendetwas vergessen oder liegen gelassen.

Und obwohl ich inzwischen (medikamentös) behandelt werde und also etwas mehr Übersicht habe, genieße ich meine Selbstständigkeit, wodurch ich mir Arbeitsabläufe selbst gestalten kann. In einem Team mit hohem Stressfaktor mit Anderen Hand in Hand arbeiten, das gibt ganz schnell Zoff, weil sich die Anderen über meine Verpeiltheit aufregen.

Aber gut, du bist ja nicht ich. Du hast dir das irgendwann gut überlegt, Koch zu werden, und es scheint ja auch dein Ding zu sein.

Jedenfalls das
Ich nehme derzeit keine Medikamente, mache keine Aufmerksamkeitsübungen und wenn ich ehrlich bin, lasse ich ADS sogar für mich als Entschuldigung durchgehen, warum mich meine Fehler nicht mehr so fertig machen können bzw. ich habe mich davon distanziert und denke mir dann manchmal "ist halt passiert, die Welt dreht sich trotzdem weiter".

würde ich mir an deiner Stelle ganz dringend überlegen. Nicht dass es nicht gut tut, sich wegen Fehlern nicht so sehr selbst fertig zu machen. Aber die Hilfen, die es gibt, in Anspruch nehmen könntest du schon, welchen Grund gibt es denn sich das Leben schwerer zu machen als es ohnehin ist?
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Re: Koch und ADS

Beitragvon OnkelSamthor » 29. Dezember 2016 02:04

Gerade dein letzter Satz beschreibt bei vielen Dingen meine Haltung sehr gut: ich mache mir das Leben selbst schwer, liebe und hasse es gleichzeitig, das Rad selbst neu zu erfinden (wem kann man schon trauen, wenn man es selbst nicht nachgeprüft hat).
Ich will mir ja helfen (lassen), nur weiß ich nicht recht wie. Daher bin ich wohl auch hier. Ein Medikament fällt erstmal weg, das will ich einfach erstmal nicht. Ich will es aus eigener Kraft schaffen.


Danke an ADHDgoesto11, dein Beitrag macht mir Mut und morgen werde ich meine erste Bewerbung abschicken. :D
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Re: Koch und ADS

Beitragvon ripley » 29. Dezember 2016 17:16

OnkelSamthor hat geschrieben:Ein Medikament fällt erstmal weg, das will ich einfach erstmal nicht. Ich will es aus eigener Kraft schaffen.


Ich bin seit Kindheit kurzsichtig. Hätte ich dasselbe wie Du gedacht, nur in Bezug auf Sehhilfen, hätte ich ein arg schweres Schicksal und vermutlich ein sehr kurzes Leben gehabt. Mal ganz ab davon, dass manche Dinge, wie etwa den Führerschein machen, nicht möglich gewesen wären. Warum tust Du Dir das an?

Ich hatte ein paar Jahre lang beruflich mit Köchen zu tun (bin selbst aber keiner, also kein gelernter). Habe also ein bisschen EInblick, wenn auch nur von außen, über viele, viele Gespräche. Da herrscht IMMER Zeit- und Kostendruck. Egal, auf welchem Niveau die Küche angesiedelt ist. Ergo zählt, so das, was ich immer heraushörte, dass jeder Handgriff zuverlässig (!) sitzt und jeder in der Küche nach möglichst wenig Gerede tut, was man ihm einmal (!) gesagt hat. Das gilt vor allem für die gelernten Köche. Im Hotel-/Restaurantbereich noch viel mehr als in der Systemgastronomie.
(Für alles andere hat man die ungelernten Kräfte. Da ist schon klar, dass man ihnen nur ganz Einfaches zu tun gibt und es ggf. mehrmals erklären muss.)

Und jetzt kommst Du und möchtest mal eben so in einer Sternenküche arbeiten, dich dabei aber darauf ausruhen, dass Du mangels Bereitschaft an dir zu arbeiten (u.a. Medikamente zu nehmen), halt eben doch nur auf Küchenhilfe-Niveau arbeiten kannst? Meinst Du nicht, dass es in dem Bereich unter Umständen Konkurrenz gibt, die die hohen Anforderungen, die dort gestellt werden, eher erfüllt?
Falschparker
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Re: Koch und ADS

Beitragvon Falschparker » 29. Dezember 2016 21:00

OnkelSamthor hat geschrieben:Ich will mir ja helfen (lassen), nur weiß ich nicht recht wie. Daher bin ich wohl auch hier. Ein Medikament fällt erstmal weg, das will ich einfach erstmal nicht. Ich will es aus eigener Kraft schaffen.


Selbstverständlich ist es deine Entscheidung, aber ich hinterfrage mal deren Hintergrund. Auch wer als Gehbehinderter Gehstützen oder einen (nicht motorgetriebenen) Rollstuhl benutzt, setzt ausschließlich seine eigene Kraft ein. Und auch ein ADHS-ler, der etwas mit Medikament schafft, benutzt immer noch seine eigene Kreativität, Erfahrung und Wissen. Er kann aber das was da ist besser einsetzen.

Von daher lautet meine Antwort auf die Frage: Kann ein ADHS-ler in einer 4-Sterne-Küche bestehen? Ja, vielleicht, aber die effektivste mögliche Hilfe von vorneherein ablehnen sollte man dann nicht.

Denn auch von den Köchen, die kein ADHS haben, schaffen es nur die besten, oder?

Ich würde selbst mit Medikament sogar in einer Imbisskette nach einer Woche rausfliegen durch meine Verpeiltheit. Ohne Medikament vermutlich schon nach einem halben Tag.
OnkelSamthor
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Re: Koch und ADS

Beitragvon OnkelSamthor » 30. Dezember 2016 00:57

Du nennst tatsächlich gute Punkte, ripley. Dein mal eben so lässt mich jedoch sauer aufstoßen. Ich habe lange überlegt un arbeite nun seit fünfeinhalb Jahren als Koch, 4 davon in Ausbildung in zwei Betrieben. Zumal ich durchaus gewillt bin, an mir zu arbeiten und das auch tue. Hier habe ich zum Beispiel gelernt deutlich besser mit Stress um zu gehen und Wutausbrüche zu vermeiden. Heute wurde ich seit Monaten das erste Mal von mehreren Leuten gelobt, insbesondere vom sonst wirklich unfreundlichen und niemand schmeichelndem Restaurantinhaber.
Was anders lief? Ich habe mal selbstinitiative gezeigt und nicht nur meinen Job gemacht (der so aufgebaut ist, dass ein ADSler eben extreme Probleme hat: darauf warten, dass er angewiesen wird eine bestimmte Menge x von y her zu schaffen oder zu würzen). Diesmal habe ich darauf geachtet, was die anderen tun, was wer brauchen könnte, zudem war heute mitten im Geschäft der Grill ausgefallen. Man siehe also: ich kann den Job durchaus machen, bin nur in meinem jetzigen Betrieb ohne Einsicht in die Aufgaben der anderen, arbeite Isoliert und habe zu reagieren, wenn man mich etwas verbal anweis. Im gegensatz dazu hat jeder andere seine eigenen Checks (also Bestellungen der Kunden), die er selbstständig zubereitet und mit Absprache mit den anderen dann serviert. In dem letzten Restaurant habe ich es genauso gehabt: einen Posten den ich vorzubereiten hatte, Einsicht in mich betreffende Checks und autonome Arbeitsweise.
Ich konnte schon immer besser mit Geschriebenem denn mit Gesprochenem umgehen. Sobald ich weiß, was zu tun ist, tue ich es.

Naja, ich will mich hier nicht nur entschuldigen, ich denke ihr habt recht, dass ich es mir nur selbst schwerer mache, wenn ich auf medikamente verzichte. Oder andere Hilfen ...?

Ich will mich doch nur beweisen, dass ich es eben drauf habe, dass ich besser bin als man es mir in meiner Kindheit weißgemacht hat. Ich bin extrem ausdauernd und zielstrebig, selbst wenn ich das Ziel mal aus den Augen verliere, wenn ich es wieder finde, wird es gnadenlos weiter verfolgt. Ich bin recht kreativ, will ich meinen, ich kann spontan sein und habe auch die perfektionistische, pedantische Ader der ADSler. Hinzu kommt, dasss ich sehr gut abschmecken kann (kleiner Gourmet) und Kochen einfach liebe.
Nur, weil ich, sobald ich wirklich gestresst bin, komplett die Übersicht verliere und mich dann in einen Teufelskreis ziehe; blos, weil ich kein audiotiver Typ bin; aus den einfachen Gründen, dass ich schusselig bin, soll ich für den Beruf und als Mensch ungeeignet sein?
Okay, nennt mir nen Job, wo man auch ohne sowas durchkommt. UND der abwechslung bringt. Ohne Abwechslung gehe ich ein (siehe aktuelle Lage).
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Re: Koch und ADS

Beitragvon laetitia » 30. Dezember 2016 09:57

Ist kochen deine Leidenschaft? Interessiert dich das was du tust?
Wenn ja, dann ist das der richtige Beruf für dich und du kannst durchaus erfolgreich sein, auch mit oder gerade wegen ADS. Das Stichwort wäre: Hyperfokus. Vielleicht brauchst du den Stress in der Küche, in Zusammenhang mit Verantwortung, um Höchstleistungen zu vollbringen.

Es dir beweisen wollen, es aus eigener Kraft schaffen zu wollen ist verständlich. Aber wo beginnt die eigene Kraft und wo hört sie auf...und was passiert, wenn sie ausgeht, die eigene Kraft...?
Steigert eine Tasse Kaffee (als Beispiel) die eigene Kraft? Steigert ein Medikament die eigene Kraft? Oder hilft es nicht eher, die eigene Kraft für das Wesentliche zu nutzen?

Gerade als Koch bist du in einem Suchtanfälligen Umfeld...daher wäre es vielleicht zusätzlich sinnvoll, sich mit dem Thema Medikamente auseinanderzusetzen.

Noch ein Gedanke. Du arbeitest ein Jahr an deinem jetzigen Ort? Dann kannst du doch immernoch zeigen, dass du was drauf hast mit deiner Eigeninitiative. Wenn dein Chef merkt, dass er dir mehr Verantwortung geben kann, wird er das vielleicht auch tun und du bekommst auch deine Bereiche etc.
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Re: Koch und ADS

Beitragvon Maya18Max » 30. Dezember 2016 10:30

Hallo,

das was du beschreibst,kennen viele Ad(h)sler.

Wir hier haben leider vermutlich alle die Erfahrung gemacht, dass wir ohne Medikamente ähnlich getickt haben wie du. Bevor bei uns Medikamente ins Spiel kamen, haben wir auch sehr lange überlegt und uns informiert. Mittlerweile sehe ich es sogar so krass, dass es übertrieben gesehen "an Körperverletzung grenzt", wenn man den Kinder keine Medikamente gibt. Kann ich jetzt sagen, weil ich selbst seit einiger Zeit Medikamente nehme und ich weiss, was der Unterschied ist. Gerade in deinem stressigen Job kannst du nur davon profitieren, weil du den"Überblick" besser behalten kannst und so wie du dir dein neues Lob erarbeitet hast, wird es weitergehen. Denn gerade u.a. die Eigenschaften, die uns gegeben sind, sind besonders (auch wenn Einige davon auch negativ sind) und dadurch werden wir geschätzt. Oftmals nehmen wir es auch nicht war, da wir selbstunsicher sind und wir tatsächlich die direkte Rückmeldung bekommen sollten. Wir sind motiviert, ehrgeizig und wenn uns etwas interessiert auch hyperfokusiert. Daher lebe deinen Traum, informiere dich über ADS, helfe dir selber (Medis, Therapie usw) und dann klappt es! Viele von uns starten auch womöglich erst "etwas später durch". Aber achte auf dich, lass dich nicht ausnutzen in dem harten Job, weil du es gut meinst auf dem Weg zu deinem Traum.

LG Maya
Eine völlig Chaotische Familie:
Meine Wenigkeit (Drama-Queen): AD(H)S-Volltreffer
Meine bessere Hälfte (impulsiver Elefant im Porzellanladen): 3. AD(H)Sler im Bunde
Unser Nachwuchs (Rotzlöffel und Sonnenschein): AD(H)S-Mischtyp mit ordentlicher LRS

Und immer geht es Berg und Tal, wie bei einer Achterbahn :mrgreen:
Falschparker
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Re: Koch und ADS

Beitragvon Falschparker » 30. Dezember 2016 13:13

OnkelSamthor hat geschrieben:Naja, ich will mich hier nicht nur entschuldigen, ich denke ihr habt recht, dass ich es mir nur selbst schwerer mache, wenn ich auf medikamente verzichte. Oder andere Hilfen ...?

Ich will mich doch nur beweisen, dass ich es eben drauf habe, dass ich besser bin als man es mir in meiner Kindheit weißgemacht hat.
(..)
Nur, weil ich, sobald ich wirklich gestresst bin, komplett die Übersicht verliere und mich dann in einen Teufelskreis ziehe; blos, weil ich kein audiotiver Typ bin; aus den einfachen Gründen, dass ich schusselig bin, soll ich für den Beruf und als Mensch ungeeignet sein?
Okay, nennt mir nen Job, wo man auch ohne sowas durchkommt. UND der abwechslung bringt. Ohne Abwechslung gehe ich ein (siehe aktuelle Lage).


Was du aufzählst ist doch klasse. Du hast viel erreicht und gut an dir gearbeitet. :knuddel:

Ob du Medikamente zusätzlich brauchst musst du einschätzen. Nur: Auch wenn du Medis nimmst beweist du, dass du es drauf hast, auch dann bist du es der es tut und niemand anders für dich!

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