Cannabis bei ADHS

Dieses Board ist auch für Gäste sichtbar!
lenny9992
Pagemaster
Beiträge: 34
Registriert: 24. Dezember 2013 14:21
Alter: 20

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon lenny9992 » 26. Dezember 2013 01:32

Ja ich denke auch das man Cannabis nicht nur als Rauschmittel reduzieren sollte. Ich sehe sie mehr als Allzweck Pflanze weil man daraus vieles herstellen kann wie Papier, Klamotten und sogar Plastik. Ich meine auch mal irgendwo gelesen zu haben das die Produktion von Hanfpapier viel umweltfreundlicher ist als die Bäume zufällen.

Cannabis hat als Droge auch Nachteile. Aber weil sie illegal ist und auch nicht so stark einen gewissen Reiz auf die Menschen auswirkt. Ich bin immer noch der Meinung das Alkohol viel schlimmer ist besonders weil man die Nebenwirkungen so stark mitkriegt aber Alkohol generell schon ein fester Teil unserer Kultur ist. Und ich denke mal das Alkohol auch illegal wäre wenn es nicht in unserer Kultur so verwachsen wäre. Ich denke mal das wir alle Drogen mehr erforschen sollten um mehr Medikamente herzustellen. Dennoch will ich jetzt Drogen nicht nur beschönigen um diesen Rauscheffekt auszulösen muss das Gehirn ja irgendwie negativ beinflusst werden. Das ist ja nicht der normale Effekt den unser Gehirn dabei erlebt.

Viele Grüße
Lenny
Spexx
Pagemaster
Beiträge: 30
Registriert: 10. Dezember 2014 09:25

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Spexx » 21. Dezember 2014 19:59

[quote="Angie"]
Da durch langjähriges Cannabiseinnahme die Glückhormone zerstört werden, diese Menschen die das langjährig konsumieren, können kein Glück mehr empfinden.
[/quote]

Liebe Angie,

da muss ich Dir aus wiedersprechen. Langjährige Konsumenten können SEHR WOHL Glück empfinden.
Ich musste, nach 3 Jahren exzessiven Konsums, zwar erst wieder lernen was Glück für mich bedeutet, aber ich kann sehr wohl Glück empfinden.
Mich machen viele Dinge glücklich, die andere Menschen in ihrem "Hamsterrad" gar nicht mehr wahrnehmen.

So viel dazu ;)
Spexx
Pagemaster
Beiträge: 30
Registriert: 10. Dezember 2014 09:25

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Spexx » 21. Dezember 2014 20:07

[quote="lenny9992"]
Das ist ja nicht der normale Effekt den unser Gehirn dabei erlebt.
[/quote]

Mmh...bei "Normalos" mag das vielleicht stimmen. Die haben nicht solche "Gedankenkarussels" im Kopf wie ich als ADSler.
Ja, ich sehe die Welt aus anderen Augen wenn ich etwas geraucht habe. Diesen Zustand empfinde ich aber als sehr angenehm (sonst hätte ich wohl auch nie konsumiert ;)).
Ich war immer sehr fokussiert, konzentriert und vor allem höchst strukturiert wenn ich geraucht habe.

Auch hatte ich immer sehr viel mehr Antrieb...die "Anderen" können das, das ist bei denen "normal" >> deswegen erlebt mein Gehirn auf eine besondere Art und Weise einen "Normalzustand" (den ich persönlich um einiges angenehmer empfinde als den auf MPH).

Selbstverständlich ist es eine Droge und wie jede andere auch, es muss behutsam und in Maßen damit umgegangen werden (oder auch nicht).
Für mich ist MPH auch eine Droge...

Liebe Grüße
Spexx
Zuletzt geändert von Spexx am 21. Dezember 2014 20:08, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Angie
Foruminventar
Beiträge: 9127
Registriert: 5. Oktober 2008 21:06
Alter: 2013
Kontaktdaten:

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Angie » 21. Dezember 2014 23:40

[quote="Spexx"]
[quote="Angie"]
Da durch langjähriges Cannabiseinnahme die Glückhormone zerstört werden, diese Menschen die das langjährig konsumieren, können kein Glück mehr empfinden.
[/quote]

Liebe Angie,

da muss ich Dir aus wiedersprechen. Langjährige Konsumenten können SEHR WOHL Glück empfinden.
Ich musste, nach 3 Jahren exzessiven Konsums, zwar erst wieder lernen was Glück für mich bedeutet, aber ich kann sehr wohl Glück empfinden.
Mich machen viele Dinge glücklich, die andere Menschen in ihrem "Hamsterrad" gar nicht mehr wahrnehmen.

So viel dazu ;)
[/quote]

Nach langjähriger Einnahme ist das so. 3 Jahre ist noch nicht lang genug, ich habe das übrigens damals 5 Jahre genommen, würde es nie wieder nehmen.
Nachdem ich auch noch was über Cannabis- Psychose gelesen habe, seitdem kommt mir sowas nicht mehr in den Sinn.

http://hanfverband.de/inhalte/cannabis- ... nd-risiken

Und MPH ist für mich keine "Droge" kein abhängig machendes BTM.    "Droge" ist nämlich alle Medikamente, plus das Vitamin Plus Zink, was in der "Drogerie" erhältlich ist.

Ich habe deshalb das Gefühl, weil ich bei MPH kein Verlangen verspüre. Ich kann es wochenlang nicht nehmen......... im Gegensatz zu meine Zigarettensucht, weiß ich was Sucht ist. Für die Fluppen zieh ich mich sogar Sonntags an und fahre zur Tanke..... und bezahl mit EC-Karte..... ja das ist Sucht.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
Spexx
Pagemaster
Beiträge: 30
Registriert: 10. Dezember 2014 09:25

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Spexx » 22. Dezember 2014 13:45

Liebe Angie,

ich habe insgesamt 9 Jahre mehr oder weniger regelmäßig Cannabis konsumiert, die 3 Jahre dazwischen waren exzessiv und von täglichem, sehr hohem (ca. 5g) Cannabiskonsum geprägt.

Was ich mit meiner Antwort nur klar machen wollte ist, dass es gefährlich ist, Dinge zu pauschalisieren.

Bzgl. der Sucht:
Zuerst sollte vielleicht grundsätzlich ein gleiches Verständnis der Worte "Droge" und "Sucht" geschaffen werden.
Ist denn eine Droge erst dann eine Droge, wenn diese Sucht auslöst? Wenn dem so ist, dann ist Cannabis bei meinem Bekannter, der seit 20 Jahren Cannabis konsumiert und bei wochenlanger Pause keinerlei Probleme hat also keine Droge?

Ich kann nur davon sprechen, was MPH mit mir macht.
Und vor allem das unretardierte hat bei mir sehr wohl den "Suchtschalter" im Kopf wieder umgelegt und das schon bei niedriger Dosierung. Das retardierte das ich jetzt nehme ist etwas besser. Wohl auch, weil ich viel gelernt und mich besser unter Kontrolle habe. Ich muss nur die doppelte Dosis nehmen, dann zieht mich der Strudel wieder abwärts...

Auch habe ich "Entzugserscheinungen" von MPH, die hatte ich das komplette Wochenende (letzte Einnahme Freitag Mittag).

Also ja, für mich ist MPH auch eine Droge und zwar eine Ernst zu nehmende. Was bei mir "erschwerend" hinzu kommt ist, dass ich eine gewisse "Suchtanfälligkeit" in mir trage und schon mehrere Suchtproblematiken hinter mir habe.

Viele Grüße Spexx
Zuletzt geändert von Spexx am 22. Dezember 2014 13:46, insgesamt 1-mal geändert.
Weil
Foruminventar
Beiträge: 513
Registriert: 18. Dezember 2008 21:04

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Weil » 22. Dezember 2014 14:18

Also ja, für mich ist MPH auch eine Droge und zwar eine Ernst zu nehmende.

Meinetwegen kannst  du MPH als Droge missbrauchen, die Risiken musst du halt dann tragen. Interessiert hier aber nicht weiter.

In therapeutischer Dosierung ist es ein Medikament. Punktum.

(Braucht man sich nicht zu wundern, dass von Kinderkoks gesprochen wird, wenn selbst von Betroffenen(?) so ein Blödinn verzapft wird.)
Spexx
Pagemaster
Beiträge: 30
Registriert: 10. Dezember 2014 09:25

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Spexx » 22. Dezember 2014 14:25

In therapeutischer Dosierung gebe ich Dir recht!
Nur wer überwacht denn, dass ein Ex-Süchtiger die Dosierung auch nimmt?
Ich bin immer noch der Meinung, dass Menschen mit meiner Vergangenheit dieses Medikament nicht verschrieben werden sollte, weil es sehr schnell "missbraucht" werden kann...

Und ich finde es in keinster Weise "Blödsinn" darauf hinzuweisen, dass MPH bei mir als Mensch mit Suchtvergangenheit, sehr wohl mit "Vorsicht" zu genießen ist.
Bisher hat mir jeder meiner verschreibenden Ärzte gesagt, dass es keine "Suchtentwicklung" gibt. Leider kann ich das nicht bestätigen und die Dosis ist sehr schnell von 10mg auf 20mg erhöht.
Zuletzt geändert von Spexx am 22. Dezember 2014 14:27, insgesamt 1-mal geändert.
Weil
Foruminventar
Beiträge: 513
Registriert: 18. Dezember 2008 21:04

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Weil » 22. Dezember 2014 14:32

Dann nimm es halt nicht, bist doch erwachsen.
Spexx
Pagemaster
Beiträge: 30
Registriert: 10. Dezember 2014 09:25

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Spexx » 22. Dezember 2014 14:43

wenn das so einfach wäre...

Ich "wurstel" mich jetzt seit 3 Jahren so durch, weil ich aufgrund meiner Vergangenheit nie Medikamente nehmen wollte nur bin ich jetzt an einem Punkt angelangt, an dem - zumindest das was ich momentan tue -- nicht mehr ohne geht.

Das MPH erfüllt momentan so eine Art "Überbrückungsfunktion", bis ich einen anderen Job gefunden habe.
Da ich mittlerweile schon groß bin, weiß ich damit umzugehen und habe mich unter Kontrolle.
Spexx
Pagemaster
Beiträge: 30
Registriert: 10. Dezember 2014 09:25

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Spexx » 22. Dezember 2014 15:53

[quote="Weil"]
(...wenn selbst von Betroffenen(?) so ein Blödinn verzapft wird.)
[/quote]

Ich bin Betroffene und das schon seit Jahren.
Aus diesem Grund bin ich ja damals auch in die Cannabis-Sucht gerutscht, nur war mir damals noch nicht bewusst, dass ich ADS habe.

Liebe Grüße
Spexx
Brummilator
Spezial User
Beiträge: 281
Registriert: 5. Juli 2011 17:10

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Brummilator » 22. Dezember 2014 19:24

Mein Arzt weiß genau wieviel MPH ich noch habe.
Sollte ich mehr nehmen, sitz ich eben eine Weile ohne da- eine Dosisveränderung muß mit ihm abgesprochen werden.

Bei den anderen Sachen- woher weißt Du welche Qualität- wieviel wirkstoff, obs rein ist oder verschnitten oder sonstiger Scheiß dranhängt.

ne danke
Weil
Foruminventar
Beiträge: 513
Registriert: 18. Dezember 2008 21:04

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Weil » 22. Dezember 2014 20:40

[quote="Spexx"]
[quote="Weil"]
(...wenn selbst von Betroffenen(?) so ein Blödinn verzapft wird.)
[/quote]

Ich bin Betroffene und das schon seit Jahren.
[/quote]
Ich meinte AD(H)S-Betroffene, nicht Sucht-Betroffene.
Benutzeravatar
Angie
Foruminventar
Beiträge: 9127
Registriert: 5. Oktober 2008 21:06
Alter: 2013
Kontaktdaten:

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Angie » 22. Dezember 2014 20:58

Davon ab, dass vom letzten Cannabisgebrauch bis zur MPH-Medikation bei mir 12 Jahre verging................. aber bei so eine Einstellung zu "Drogen" ........muss ich nur noch....... Döp Döp Döp - Kopfkirmes hören.

Und ich schreib bestimmt nicht in einen öffentlichen Board wieviel ich von den Zeugs genommen habe.  :icon_rolleyes:
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
Spexx
Pagemaster
Beiträge: 30
Registriert: 10. Dezember 2014 09:25

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Spexx » 22. Dezember 2014 21:08

Ich hab kein Problem damit zu meiner Vergangenheit zu stehen...ist eh schon verjährt.
Ich hab in der Zeit viel vergeigt, aber auch viel über mich selbst gelernt.
Ich habe meine Einstellung dazu und diese muss nicht zwingend jeder Erdenbürger teilen nur respektieren wäre schön!
Weil
Foruminventar
Beiträge: 513
Registriert: 18. Dezember 2008 21:04

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Weil » 22. Dezember 2014 23:59

Es geht hier nicht um deine Vergangenheit, die ist, wie sie ist und wie der Name schon sagt, sie ist vergangen. Dafür kritisiert dich hier niemand.
Suchtgefahr steht bei AD(H)S im Raum, das wissen alle, die sich damit beschäftigen. Nicht wenige AD(H)Sler haben Suchterfahrung.
Es geht hier weder um strafrechtliche, noch um moralische Bewertungen.

Offenbar hast du dich, geistig und körperlich, nicht so von deiner Suchtvergangenheit gelöst, wie ich es dir wünschen würde, sonst würdest du die MPH-Medikation nicht so unbedacht mit Drogenmissbrauch gleichsetzen. Es mag für dich aus deinen Erfahrungen möglicherweise keine andere Empfindung oder Sichtweise geben, als Folge der Sucht. Deine Erwartungen scheinen die gefühlte Wirkung zu beeinflussen und Wirkungen und Nebenwirkungen betrachtest du nicht hinsichtlich des Medikaments, sondern deiner Drogenerfahrung.

Deswegen würde ich dir raten, mit nichtmedikamentöser Therapie anzufangen, die dir langfristig wohl mehr helfen wird.
Drogen werden weder in missbräuchlicher, noch in therapeutischer Dosis etwas ändern, auch nicht ein Jobwechsel, wenn du nicht an deinen Problemen arbeitest.
Dazu gehört auch, Einstellungen und Überzeugungen, die du in deiner Drogenzeit erlangt hast, in Frage zu stellen.
Zuletzt geändert von Weil am 23. Dezember 2014 00:00, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Angie
Foruminventar
Beiträge: 9127
Registriert: 5. Oktober 2008 21:06
Alter: 2013
Kontaktdaten:

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Angie » 23. Dezember 2014 15:07

@Weil  :top:
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
Spexx
Pagemaster
Beiträge: 30
Registriert: 10. Dezember 2014 09:25

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Spexx » 2. Januar 2015 12:24

Du wirst es wissen... :zwink:
Zuletzt geändert von Spexx am 2. Januar 2015 12:25, insgesamt 1-mal geändert.
Fathril
Andersweltler
Beiträge: 9
Registriert: 8. April 2009 17:38

Re: Cannabis bei ADHS

Beitragvon Fathril » 21. Februar 2015 17:21

Hi Leute

Also ich hab mir das mal durchgelesen und muss da einigen Recht geben und anderen nicht!(bitte nicht angegriffen fühlen etc  :zwink:

Aus persönlicher Sicht finde ich Cannabis hat mir sehr gut geholfen da ich durch mein Studium sehr viel hatte und mir vom Stratera so schlecht wurde das ich den ganzen tag nichts mehr machen konnte hab ich mit Cannabis angefangen und auch darauf zu achten wie es bei mir wirkt!

Also hab ich mich zuerst mal schlau gemacht was macht Cannabis etc etc
Seit September letzten Jahres hab ich das gemacht! Nachdem ich täglich bis 4/5 uhr morgens nicht schlafen konnte hab ich mir gras besorgt das dich relaxen lasst nach ein paar Tagen konnte ich wieder normal schlafen gehen und wurde so auch um einiges Produktiver :D

Das man auf die schiefe Bahn kommt ist meiner Meinung nach kompletter Blödsinn(sorry) Ich kenne sooooooo viele Leute die Gras rauchen und nebenbei Arbeiten und Studium unter dem Hut bringen.

Auch gibt es immer mehr Studien die belegen das Cannabis gut für menschen mit ADHS MS Chronische Krankheiten Migräne ist!
Leider gibt es derzeit hauptsächlich Englische Studien aber sind super zum lesen!

Und das Cannabis eine einstigsdroge ist ist MEINER Meinung auch schwachsin denn wenn man sich etwas in das Thema hineinliest sieht man das Cannabis ein geringer abhängig macht als TABAK/ALCOHOlL auch der physische Schade ist um einiges geringer.

Deswegen bin ich auch der Meinung das Gras ab 18 legal sein sollte es kann ja selber jeder Entscheiden ob er Gras haben will oder nicht!
:breitgrinse1: :breitgrinse1: :breitgrinse1:

Cheers Marco

Zurück zu „ADHS & Naturpräparate*“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 6 Gäste