...mal etwas Heiteres für zwischendurch: Homöopathika selbst herstellen!

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Susanne A.
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...mal etwas Heiteres für zwischendurch: Homöopathika selbst herstellen!

Beitragvon Susanne A. » 10. Juli 2013 21:37

Stellen Sie doch Ihre homöopathischen Mittel selbst her! Das ist gar nicht schwierig ... Dr. Norbert Aust gibt Ihnen eine auch für den Laien einfach zu befolgende Anleitung. Es nützt zwar nichts - aber es schadet ja auch nicht. Und wenn man daran glaubt, hilft es auch!

Einmal etwas Heiteres für zwischendurch:

Anleitung zur Herstellung des Homöopathikums Vinum Christi C200

http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?cat=13

:breitgrinse1:
Zuletzt geändert von Susanne A. am 10. Juli 2013 22:02, insgesamt 1-mal geändert.
Zertifizierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin, zertifizierte Trainerin Marburger Konzentrationsprogramm, 1 Tochter mit Asperger-Syndrom
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Susanne A.
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Re: ...mal etwas Heiteres für zwischendurch: Homöopathika selbst herstellen!

Beitragvon Susanne A. » 11. Juli 2013 14:24

Wer das Forum verfolgt, weiß, dass ich dazugestoßen bin, nachdem im Bayerischen Rundfunk dafür geworben wurde, dass der Beweis erbracht worden sei, dass von ADHS betroffenen Kindern nachweislich ausschließlich durch Homöopathika geholfen wurde - bis zu einem Ausmaß, dass innerhalb recht kurzer Zeit überhaupt keine Medikation mehr nötig sei. Die vorgeführten "Beweise" wurden zwischenzeitlich grundlegend als unbrauchbar analysiert. (siehe Forum: Homöopathen versprechen Hilfe für ADHS-Kinder).

Ich erhielt mehre Mails als Reaktion auf diesen neuen, gar nicht so ernst gemeinten Beitrag. Es freut mich sehr, dass er offensichtlich Erheiterung erzeugt.

Jedoch möchte ich mich auch bei jenen entschuldigen, die finden, dass dies zu weit geht - das war nicht meine Absicht.

Daher würde ich meine Antwort gern auch offen senden:

Hallo ...,

herzlichen Dank für Deine Mail. Ich freue mich über Deine Kritik und habe darüber nachgedacht. Dazu möchte ich Dir meine Beweggründe gerne auch näher schildern.

Nach dem Tod meiner Mutter (durch Brustkrebs) habe ich angefangen, mich eingehender mit den verschiedenen "Angeboten", die die verzweifelten Menschen annehmen, zu befassen. Darunter gibt es mehrere, die ich für absolut in Ordnung befinden kann. In diesen Mitteln befinden sich stets Substanzen, die für das Immunsystem, den Organismus, die Psyche eine unterstützende Wirkung entfalten.

Ganz anders verhält es sich bei den ausschließlich placebo-orientierten Homöopathika. Wenn es Dich denn wirklich interessiert, wovon ich spreche, so rate ich Dir wirklich, den von mir angegebenen Blog einmal zu studieren. Dieser Blog ist absolut neutral, verfolgt keinerlei materielle oder ideologische Interessen. Nicht nur auf diesem, auch auf anderen, wird aufgeklärt. Das ist leider bitter nötig.

Ich glaube dir gerne, dass deine Freundin die Ausbildung zur Homöopathin mit Freude und Begeisterung absolviert. Wir haben hier am Ort auch eine dieser Schulen. Ich war dort an mehreren "Vorlesungen" zu Gast, und mir haben sich die Haare gesträubt. Das Marketing ist perfekt ausgefeilt; es fällt in der Gruppe "Gleichgesinnter" schwer, eine andere, eigene Meinung aufrechtzuerhalten.

Und hier fängt die große Gefahr an. Rechne doch einmal, wieviel neu ausgebildeten Homöopathen allein in Deutschland jedes Jahr ihre "Praxis" eröffnen. Sie alle wollen arbeiten und Geld verdienen. Ich unterstelle auch vielen ehrliche Beweggründe. Aber wenn wir wissen, was ein homöopathisches Medikament enthält (nämlich keinerlei Wirkstoffe), so ist es nicht in Ordnung, dieses als Medizin zu verkaufen.

Etwas völlig anderes wäre es, wenn diese motivierten Menschen eher psycho-unterstützend arbeiten wollten. Da tut der Placeboeffekt und die Zuwendung und das Interesse am Menschen sehr viel Gutes. Aber wo ziehst du und jeder andere seine subjektive Grenze zwischen "ernsthafter" und nicht-ernsthafter Erkrankung? Das ist sehr unterschiedlich. Das Schlimme ist, dass die klassischen Homöopathen (und  diese erheben den Anspruch, echte Homöopathie anzuwenden) für sich reklamieren, die "absolut ernsthaften" Krankheiten wie Krebs heilen zu können, indem Sie ausschließlich esoterische Dinge anwenden. Sie raten den Patienten strikt davon ab, zusätzliche schulmedizinische Behandlung in Anspruch zu nehmen. Das ist nicht hinnehmbar.

Patienten, die mit H. großwerden und daran glauben (das wird derzeit durch die Homöopathie systematisch propagiert) werden auch bei diesen Krankheiten darauf vertrauen. Die Folgen dürften dir und mir klar sein.

Missionieren kann man niemanden. Aber aufklären. Und das muss nicht immer schulmeisterlich sein. Wenn ich das getan habe, bitte ich dich um Entschuldigung. Von anderen privaten Mail entnehme ich allerdings sehr viel Zustimmung und Unterstützung. Und ich frage mich ernsthaft, warum so viele Leute aus dem  Forum offensichtlich gar nicht wagen, offen Stellung für ihre Meinung zu beziehen. Wurden die in der Vergangenheit angegriffen?

Wenn dir deine Freundin wirklich am Herzen liegt, das ist meine ehrliche Meinung, solltest du sie ermuntern, wach zu bleiben und nicht aufhören, logisch zu denken. Da läuft eine Instrumentalisierung, die man als Gehirnwäsche bezeichnen kann, an der viele sehr viel Geld verdienen. Rechne doch einmal, was diese Auszubildenden allein für diese Ausbildung berappen.

Ich hoffe, ich konnte mein Anliegen richtig ausdrücken, und dich vielleicht doch bei dem einen oder anderen Punkt erreichen.

Wenn nicht, dann haben wir es doch wenigstens gegenseitig versucht.

Ich grüße dich ganz herzlich,

Susanne


P.S. Nur ein Beispiel noch: für einen Nicht-Betroffenen ist beispielsweise ADHS nicht unbedingt eine "ernsthafte" Erkrankung. Also reichen doch Kügelchen für das Kind?  Tut es das?
Zuletzt geändert von Susanne A. am 11. Juli 2013 14:51, insgesamt 1-mal geändert.
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