2. Kind auch AD(H)S?

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Seelenspiegel
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2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Seelenspiegel » 30. Oktober 2018 22:07

Ihr Lieben,

mein Großer (12, aber anderen Papa) hat ja die Diagnose seit 2012/2013.
Das wissen ja die Meisten hier sicher.

Es geht jetzt aber nicht um ihn, sondern um unseren Mittleren (6, Sohn von meinem Mann und mir). Seit August geht er in die Schule. Ich muss dazu sagen, dass er erst 1 Woche VOR Einschulung 6 geworden ist, nur für den Hinterkopf (Reife etc. ;) ).
Mir fällt auf, dass er ganz dolle Schwierigkeiten beim Schreiben von Ziffern und Buchstaben hat. Jedoch nicht bei allen. Schwer fallen ihm die Ziffern: 3, 6, 8, 9 z.b.
Bei den Buchstaben: B, E, Y z.B.

Wichtig noch zu wissen: es gab immer wieder Probleme mit den Ohren in Form von mehreren Mittelohrentzündungen inkl. Paukenergüsse, weshalb er im Jahr 2017 UND 2018 (1 Woche vor Schulstart, also frisch) je Paukenröhrchen & Polypen OP hatte. Nach der 2. OP konnte ich leider keine wesentliche Verbesserung der Hörfähigkeit festellen, bzw. hielt diese wirklich nur sehr kurz an. Maximal 8 Wochen.
Ich war inzwischen auch wieder beim HNO, beide Röhrchen sitzen noch.
Dennoch hört er sehr schlecht.
Ich muss LAUT rufen/manchmal brüllen.
Der TV ist für ihn (obwohl ich es als passend empfinde) zu leise.
Dauernd fragt er mich, was ich gesagt habe. Ich spüre einfach... das ist noch überhaupt nicht gut. Ganz und gar nicht.

Schuleingangsuntersuchung:
Die Schulärztin redet etwas von auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung. (Kind hatte allerdings auch so gar keinen Bock auf den Kram...) Sie empfahl uns Ergotherapie.
Das war im November 2017.
Seit Februar 2018 gehen wir wöchentlich 1x zu Ergo.
Das vorerst letzte Rezept läuft gerade zuende.
Insgesamt hatten wir dann 3 Verordnungen mit je 6 Stunden.
Ob das jetzt etwas gebracht hat?
Kann ich ehrlich gesagt gar nicht so richtig sagen...

Ich habe jetzt mit unserem Kinderarzt (der ja auch meinen Sohn schon hinsichtlich ADHS behandelt) gesprochen und wollte einfach seine Meinung hören. Was er so dazu sagt/denkt. Da ich ja weiterhin das Gefühl habe, er hört so schlecht (inzwischen chronisch?) möchte ich zum Pädaudiologen um eine Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung entweder auszuschließen, oder eben zu bestätigen. Unser Kinderarzt sagt, dass diese aber in den allermeisten Fällen auch mit einer AD(H)S einhergehe.
Stimmt das?

Ich wollte das nicht so leichtgläubig hinnehmen muss ich sagen! Ich sehe unseren Mittleren eigentlich nicht als AD(H)S-Kandidaten. Nicht wirklich. Hyperaktiv ist er nicht. Vielleicht und WENN ÜBERHAUPT etwas "verträumt", was ich aber auch etwas auf das "nicht gut Hören" schiebe. Er hört die Lehrerin oft nicht - diese widerrum sagt, mein Sohn könne sich schlecht konzentrieren, bzw. es falle ihm sehr schwer.
Wie gesagt... ich berücksichtige hier auch, dass er einfach auch recht zeitig dran war mit der Einschulung. In anderen Bundesländern wäre er noch gar nicht gegangen...

Kann mir jemand etwas zur Auditiven Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung sagen, in Verbindung mit AD(H)S?

Ganz lieben Dank!

Liebe Grüße
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Sheherazade » 31. Oktober 2018 14:11

Seelenspiegel hat geschrieben:
30. Oktober 2018 22:07
Da ich ja weiterhin das Gefühl habe, er hört so schlecht (inzwischen chronisch?) möchte ich zum Pädaudiologen um eine Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung entweder auszuschließen, oder eben zu bestätigen.
Gute Idee, sollte man auch unbedingt vor einer möglichen ADHS-Diagnostik machen. Aber so wie sich das derzeit liest, liegt das Problem deines 2. Kindes bei den Ohren, nicht zwingend im Kopf. ;)
Unser Kinderarzt sagt, dass diese aber in den allermeisten Fällen auch mit einer AD(H)S einhergehe.
Stimmt das?
Wüsste ich nicht, dass dem so ist. Das sind zwei völlig unterschiedliche Krankheiten. Können zwar gemeinsam auftreten, müssen aber nicht.
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Sheherazade » 31. Oktober 2018 14:12

Oh Mann, zwei Mal gesendet obwohl es erst gar nicht ging.
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Raupi » 31. Oktober 2018 15:29

Bei auditiver Wahrnehmung habe ich keine Erfahrung.

Aber wenn ähnlich aussehende Buchstaben und Zahlen Probleme machen, denke ich an Motorik, über Kreuz Vernetzung der Gehirnhälften.

Für Letzteres wurde mir für meinen Sohn Schlagzeug oder auch Schwimmen empfohlen.

Ich denke dann auch an die visuelle Wahrnehmung...

Die kann in einer Sehschule, bei bestimmten Optiker oder, falls Raum Frankfurt / Taunus bei Frau Dr Heike Schuhmacher in Bad Homburg überprüft und therapiert werden.

In einer adhs shg erfuhr ich, dass die Augenbewegungen sich unter MPH Gabe verbessern... wo sich der Kreis zum ADxS schließt... aber das nur am Rande...
LG, Raupi
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Seelenspiegel » 31. Oktober 2018 23:45

Sheherazade hat geschrieben:
31. Oktober 2018 14:11
Seelenspiegel hat geschrieben:
30. Oktober 2018 22:07
Da ich ja weiterhin das Gefühl habe, er hört so schlecht (inzwischen chronisch?) möchte ich zum Pädaudiologen um eine Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung entweder auszuschließen, oder eben zu bestätigen.
Gute Idee, sollte man auch unbedingt vor einer möglichen ADHS-Diagnostik machen. Aber so wie sich das derzeit liest, liegt das Problem deines 2. Kindes bei den Ohren, nicht zwingend im Kopf. ;)
Unser Kinderarzt sagt, dass diese aber in den allermeisten Fällen auch mit einer AD(H)S einhergehe.
Stimmt das?
Wüsste ich nicht, dass dem so ist. Das sind zwei völlig unterschiedliche Krankheiten. Können zwar gemeinsam auftreten, müssen aber nicht.
Hallo Sheherazade,

Dann bin ich ja schon mal auf dem richtigen Weg. :) Am 16.11. habe ich den Termin beim Pädaudiologen stehen.

Unser Kinderarzt sagte: "Ich habe bisher erst EINEN Patienten gehabt, der wirklich NUR die auditive WVS hatte. Alle anderen haben AD(H)S dazu!" :roll:
Ich möchte mein Kind aber nicht "krank" reden und schau jetzt erst mal, was beim Termin demnächst heraus kommt.
Mein Gefühl sagt mir einfach, mein Kind hätte gut und gern noch ein Jahr Schule vertragen.

Danke erstmal. Ich melde zurück, was beim Arzt war, wenn es etwas Neues gibt.

LG
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Seelenspiegel » 31. Oktober 2018 23:45

Sheherazade hat geschrieben:
31. Oktober 2018 14:11
Seelenspiegel hat geschrieben:
30. Oktober 2018 22:07
Da ich ja weiterhin das Gefühl habe, er hört so schlecht (inzwischen chronisch?) möchte ich zum Pädaudiologen um eine Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung entweder auszuschließen, oder eben zu bestätigen.
Gute Idee, sollte man auch unbedingt vor einer möglichen ADHS-Diagnostik machen. Aber so wie sich das derzeit liest, liegt das Problem deines 2. Kindes bei den Ohren, nicht zwingend im Kopf. ;)
Unser Kinderarzt sagt, dass diese aber in den allermeisten Fällen auch mit einer AD(H)S einhergehe.
Stimmt das?
Wüsste ich nicht, dass dem so ist. Das sind zwei völlig unterschiedliche Krankheiten. Können zwar gemeinsam auftreten, müssen aber nicht.
Hallo Sheherazade,

Dann bin ich ja schon mal auf dem richtigen Weg. :) Am 16.11. habe ich den Termin beim Pädaudiologen stehen.

Unser Kinderarzt sagte: "Ich habe bisher erst EINEN Patienten gehabt, der wirklich NUR die auditive WVS hatte. Alle anderen haben AD(H)S dazu!" :roll:
Ich möchte mein Kind aber nicht "krank" reden und schau jetzt erst mal, was beim Termin demnächst heraus kommt.
Mein Gefühl sagt mir einfach, mein Kind hätte gut und gern noch ein Jahr Schule vertragen.

Danke erstmal. Ich melde zurück, was beim Arzt war, wenn es etwas Neues gibt.

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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Seelenspiegel » 31. Oktober 2018 23:55

Raupi hat geschrieben:
31. Oktober 2018 15:29
Bei auditiver Wahrnehmung habe ich keine Erfahrung.

Aber wenn ähnlich aussehende Buchstaben und Zahlen Probleme machen, denke ich an Motorik, über Kreuz Vernetzung der Gehirnhälften.

Für Letzteres wurde mir für meinen Sohn Schlagzeug oder auch Schwimmen empfohlen.

Ich denke dann auch an die visuelle Wahrnehmung...

Die kann in einer Sehschule, bei bestimmten Optiker oder, falls Raum Frankfurt / Taunus bei Frau Dr Heike Schuhmacher in Bad Homburg überprüft und therapiert werden.

In einer adhs shg erfuhr ich, dass die Augenbewegungen sich unter MPH Gabe verbessern... wo sich der Kreis zum ADxS schließt... aber das nur am Rande...

Hi Raupi,

sehr richtig! (Fein)Motorik ist ein großes Ding bei/für uns. Mein Sohn schneidet noch nicht sonderlich gründlich aus. Nicht weil er nicht will: er kann's nicht besser. Er ist für sein Alter schon immer verhältnismäßig groß gewesen - das sagte auch schon unser Kinderarzt. Er ist 6 Jahre alt (geworden), trägt Kleidergröße 134/140, dabei eine schlanke, kernige Figur.
Zum Vergleich: mein 12-jähriger trägt 146/152. ;)

Unser Kind ist von der gesamten Bewegung eher schwerfällig, also etwas ungeschickt vielleicht? Ein wenig wie ein "Bauernjunge", nur um das zu verbildlichen. :lol: Ich sage immer liebevoll, er wird bestimmt mal Holzfäller, er ist eher so für das Grobe.

Einen Schwimmkurs hatten wir bereits. Einfach, weil ich wollte, dass er im Urlaub schwimmen kann. 3 Monate haben wir dran gesessen. 2x/Woche. Er hat es nicht koordiniert bekommen mit seinem Körper. Als wäre da eine Diskrepanz. :|
Dann habe ich ihn - auch um sich nicht zu schämen - nach diesem erfolglosem Kurs in Einzelstunden gegeben, so musste er sich mit niemandem vergleichen.
Das hat leider auch nicht wirklich geklappt. Dort machte unser Junge dann einen heiden Aufstand. Er wollte einfach nicht - ich brach es ab. Das war dieses Jahr.

Die Ergotherapie läuft seit Februar aber ich kann jetzt nicht sagen, dass das TOTAL was bringen würde. Nuancen sind erkennbar, ja. Aber eben nicht wirklich viel...

Hm.

Visuelle Wahrnehmung stand auch auf dem Schuleingansbericht drauf.
Ich kann aber nicht nach Buxtehude mit dem Kind. Ich sitze momentan nur noch im Auto aufgrund der Klinik des großen und komme allmählich leicht ins Rotieren. :?
Kann das nicht jeder Optiker?

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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Seelenspiegel » 31. Oktober 2018 23:56

Raupi hat geschrieben:
31. Oktober 2018 15:29
Bei auditiver Wahrnehmung habe ich keine Erfahrung.

Aber wenn ähnlich aussehende Buchstaben und Zahlen Probleme machen, denke ich an Motorik, über Kreuz Vernetzung der Gehirnhälften.

Für Letzteres wurde mir für meinen Sohn Schlagzeug oder auch Schwimmen empfohlen.

Ich denke dann auch an die visuelle Wahrnehmung...

Die kann in einer Sehschule, bei bestimmten Optiker oder, falls Raum Frankfurt / Taunus bei Frau Dr Heike Schuhmacher in Bad Homburg überprüft und therapiert werden.

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Hi Raupi,

sehr richtig! (Fein)Motorik ist ein großes Ding bei/für uns. Mein Sohn schneidet noch nicht sonderlich gründlich aus. Nicht weil er nicht will: er kann's nicht besser. Er ist für sein Alter schon immer verhältnismäßig groß gewesen - das sagte auch schon unser Kinderarzt. Er ist 6 Jahre alt (geworden), trägt Kleidergröße 134/140, dabei eine schlanke, kernige Figur.
Zum Vergleich: mein 12-jähriger trägt 146/152. ;)

Unser Kind ist von der gesamten Bewegung eher schwerfällig, also etwas ungeschickt vielleicht? Ein wenig wie ein "Bauernjunge", nur um das zu verbildlichen. :lol: Ich sage immer liebevoll, er wird bestimmt mal Holzfäller, er ist eher so für das Grobe.

Einen Schwimmkurs hatten wir bereits. Einfach, weil ich wollte, dass er im Urlaub schwimmen kann. 3 Monate haben wir dran gesessen. 2x/Woche. Er hat es nicht koordiniert bekommen mit seinem Körper. Als wäre da eine Diskrepanz. :|
Dann habe ich ihn - auch um sich nicht zu schämen - nach diesem erfolglosem Kurs in Einzelstunden gegeben, so musste er sich mit niemandem vergleichen.
Das hat leider auch nicht wirklich geklappt. Dort machte unser Junge dann einen heiden Aufstand. Er wollte einfach nicht - ich brach es ab. Das war dieses Jahr.

Die Ergotherapie läuft seit Februar aber ich kann jetzt nicht sagen, dass das TOTAL was bringen würde. Nuancen sind erkennbar, ja. Aber eben nicht wirklich viel...

Hm.

Visuelle Wahrnehmung stand auch auf dem Schuleingansbericht drauf.
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Sheherazade » 1. November 2018 04:32

Seelenspiegel hat geschrieben:
31. Oktober 2018 23:56
Visuelle Wahrnehmung stand auch auf dem Schuleingansbericht drauf.
Ich kann aber nicht nach Buxtehude mit dem Kind. Ich sitze momentan nur noch im Auto aufgrund der Klinik des großen und komme allmählich leicht ins Rotieren. :?
Kann das nicht jeder Optiker?
Ich für meinen Teil würde mit einem Kind in diesem Alter immer eine Augenarztpraxis mit angeschlossener Sehschule aufsuchen. Und ich weiß nicht wie das bei euch ist, bei uns vergehen schon mal 3-4 Monate vom Anruf bis zum Termin.
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Raupi » 1. November 2018 07:56

Ja Sheherazade, das war bei mir bei Sehschule mit inbegriffen gemeint, aber vielleicht nicht für jeden verständlich.

Übrigens kann man da aber auch Pech haben. Ich war ja zu allererst bei unserem Augenarzt am Ort, große Gemeinschaftspraxis mit eigener Orthoptistin:

Man sagte mir, alles sei in Ordnung... auf Wiedersehen... "ach ja, übrigens schaut Ihr Sohn immer ziemlich viel Hin und her, bis er dahin schaut, wo er hinsehen soll..." und damit stand ich dann ratlos auf dem Flur alleine da...

Also wenn die erste Stelle nichts findet, sicherheitshalber noch eine weitere aufsuchen.
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Raupi » 1. November 2018 08:02

Seelenspiegel, mein Sohn ist auch wirklicher Grobmotoriker, konnte auch zur Einschulung und lange danach nichts richtig schreiben.

Sehschule half beim Lesen lernen und die Schrift besserte sich etwas. Es besteht unter anderem ein verstecktes Schielen.

Eine uns empfohlene Augenärztin hat schließlich das Schielen dich mit einer Brille korrigiert, damit waren endlich die jahrelangen Kopfschmerzen besser.

Den größten Fortschritt brachte aber doch das Methylphenidat... da endlich konnte er ein ganzes Wort flüssig fertig schreiben... und auf einen Schlag war sofort das Schriftbild ordentlich und die Größe konnte auf die Lineatur angepasst werden.

Und das Schwimmen lernen erstreckte sich auch über 5 Jahre... OK, erster Versuch mit 4 Jahren war wohl wirklich zu früh... und ich habe auch am Ende Einzelstunden gebucht...

Also was du so beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor...
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Sheherazade » 1. November 2018 08:50

Raupi hat geschrieben:
1. November 2018 08:02
Also was du so beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor...
Mir auch, von jedem meiner 4 Kinder etwas.

Das Kind von @Seelenspiegel ist gerade 6 Jahre alt und hat schon mit den Ohren eine Vorgeschichte. Von daher würde ich da den logischen Weg gehen: 1. Termin beim Pädaudiologen, 2. gleichzeitig Termin beim Augenarzt mit Sehschule besorgen und dann im Nachgang, wenn es immer noch keine plausible Erklärung für die Auffälligkeiten gibt, käme bei mir 3. Termin beim KJP.
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Seelenspiegel » 4. November 2018 16:14

Sheherazade hat geschrieben:
1. November 2018 08:50
Raupi hat geschrieben:
1. November 2018 08:02
Also was du so beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor...
Mir auch, von jedem meiner 4 Kinder etwas.

Das Kind von @Seelenspiegel ist gerade 6 Jahre alt und hat schon mit den Ohren eine Vorgeschichte. Von daher würde ich da den logischen Weg gehen: 1. Termin beim Pädaudiologen, 2. gleichzeitig Termin beim Augenarzt mit Sehschule besorgen und dann im Nachgang, wenn es immer noch keine plausible Erklärung für die Auffälligkeiten gibt, käme bei mir 3. Termin beim KJP.
Hallo Raupi,
hallo Sheherazade,

also, ich habe jetzt für den 16.11. schon einen Termin beim Pädaudiologen bekommen können. Das ging doch recht fix. So starte ich erstmal. Falls dort nix heraus kommt, gehe ich die anderen Möglichkeiten an, bzw. mache den Augenarzt/Sehschule Termin noch zeitgleich aus. Die KJP kommt für mich tatsächlich zuletzt, da ich ihn absolut nicht als ADHSler sehe - weder mit, noch ohne Hyperaktivität tatsächlich.

Wenn wir hier zuhause sitzen, dann klappt ja das Schreiben auch gut und er schafft mehr, wie nur drei Wörter in 45 Minuten. So lange sitzen wir hier nicht für ein DIN A4 Blatt. Es können 20 Minuten sein, länger nicht und für mein Empfinden auch vollkommen in Ordnung. Ich vermute, dass ihm aufgrund der (fehlenden) Schulreife einfach noch die Fähigkeit fehlt, sich in größerer Gemeinschaft dann zu konzentrieren. Nicht falsch verstehen... d.h. nicht (und soll auch nicht so klingen), dass ich hier was "wegreden" will. Und egal was: ob das ADS ist oder was anderes, das spielt keine Rolle, solange wir ihm gut helfen können mit was auch immer zurecht zu kommen. Ich seh's halt nur nicht. ;)

Das jungs feinmotorisch oftmals nicht immer so die Geschicktesten sind, ist wahrscheinlich auch nicht unbekannt.
Ich will hinschauen und was angehen - ja. Aber ich will auch keine Panik schieben, ihn (wie den Großen) von Hinz nach Kunz schleppen und die nächste Odysee anzetteln. (Wobei es beim großen berechtigt war)

Liebste Grüße

Ich melde mich wieder, wenn wir beim Pädaudiologen waren.
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Seelenspiegel » 4. November 2018 16:14

Sheherazade hat geschrieben:
1. November 2018 08:50
Raupi hat geschrieben:
1. November 2018 08:02
Also was du so beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor...
Mir auch, von jedem meiner 4 Kinder etwas.

Das Kind von @Seelenspiegel ist gerade 6 Jahre alt und hat schon mit den Ohren eine Vorgeschichte. Von daher würde ich da den logischen Weg gehen: 1. Termin beim Pädaudiologen, 2. gleichzeitig Termin beim Augenarzt mit Sehschule besorgen und dann im Nachgang, wenn es immer noch keine plausible Erklärung für die Auffälligkeiten gibt, käme bei mir 3. Termin beim KJP.
Hallo Raupi,
hallo Sheherazade,

also, ich habe jetzt für den 16.11. schon einen Termin beim Pädaudiologen bekommen können. Das ging doch recht fix. So starte ich erstmal. Falls dort nix heraus kommt, gehe ich die anderen Möglichkeiten an, bzw. mache den Augenarzt/Sehschule Termin noch zeitgleich aus. Die KJP kommt für mich tatsächlich zuletzt, da ich ihn absolut nicht als ADHSler sehe - weder mit, noch ohne Hyperaktivität tatsächlich.

Wenn wir hier zuhause sitzen, dann klappt ja das Schreiben auch gut und er schafft mehr, wie nur drei Wörter in 45 Minuten. So lange sitzen wir hier nicht für ein DIN A4 Blatt. Es können 20 Minuten sein, länger nicht und für mein Empfinden auch vollkommen in Ordnung. Ich vermute, dass ihm aufgrund der (fehlenden) Schulreife einfach noch die Fähigkeit fehlt, sich in größerer Gemeinschaft dann zu konzentrieren. Nicht falsch verstehen... d.h. nicht (und soll auch nicht so klingen), dass ich hier was "wegreden" will. Und egal was: ob das ADS ist oder was anderes, das spielt keine Rolle, solange wir ihm gut helfen können mit was auch immer zurecht zu kommen. Ich seh's halt nur nicht. ;)

Das jungs feinmotorisch oftmals nicht immer so die Geschicktesten sind, ist wahrscheinlich auch nicht unbekannt.
Ich will hinschauen und was angehen - ja. Aber ich will auch keine Panik schieben, ihn (wie den Großen) von Hinz nach Kunz schleppen und die nächste Odysee anzetteln. (Wobei es beim großen berechtigt war)

Liebste Grüße

Ich melde mich wieder, wenn wir beim Pädaudiologen waren.
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von BAE2705 » 5. November 2018 12:26

Hallo Seelenspiegel,
die Termine hast du ja schon im Visier. Beim Thema Wasser und Ohren werde ich ein bißchen hellhörig - könnte er die Wasservermeidungsstrategie fahren, um kein Wasser durch die Röhrchen ins Ohr zu kriegen? Da gibt es Viele, die das sehr unangenehm finden. Wenn er deshalb nicht mit dem Kopf/Gesicht ins Wasser will, ist Schwimmen für Kinder extrem anstrengend und macht bestimmt keinen Spaß..

Die Motorik/Körperwahrnehmung selbst kannst du auch mit Trockenübungen zu Hause verbessern. Meinem älteren Sohn (hochbegabter Bewegungslegastheniker) habe ich ins Judo geschickt, was sehr gut geholfen hat und den Weg für andere körperkoordinative Tätigkeiten geebnet hat. Übrigens hat er seine Buchstaben bis zur 4.Klasse förmlich ins Papier graviert (du konntest noch 10 Seiten weiter lesen, was er geschrieben hatte :mrgreen: ). Zu Hause kannst du mit Radschlagen, Purzelbaum oder Gummitwist die Koordination enorm fördern. Wenn dein Sohn diese neuen Bewegungen kann, werden ihm auch andere "neue" Bewegungen leichter fallen. Solange solltest du ohne jeden Stress einfach nur zum "planschen" und "Spaß haben" ins Schwimmbad gehen. Damit das Thema Wasser nicht mehr so negativ besetzt ist.

LG BAE
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Seelenspiegel » 16. November 2018 23:38

Hallo ihr Lieben,

heute war also unser Termin beim HNO/Pädaudiologen. Ich bin eigentlich mit Feuereifer hin, weil ich mir etwas "mehr" aus dem Termin versprochen hatte. :roll:

Man hat dort einen Hörtest gemacht. Genau wie der, den wir bereits bei unserem eigentlichen HNO gemacht hatten, war dieser Hörtest eher mittelmäßig. Trotzdem sollen wir einfach zuwarten. Ich verstehe das nicht und wirklich begründet hat er dies auch nicht. :?:
Wir sollen unserem Sohn noch ein halbes Jahr Zeit geben. (Wofür?) Vermutlich aufgrund der Tatsache, dass er erst seit August in die Schule geht und mit frischen 6 Jahren eingeschult ist.

Der erste Elternsprechtag war am Dienstag dieser Woche. Ich füge mal kurz an, was die Lehrerin hier sagte, da ich mir auch für den heutigen Termin einen Zettel mit Stichpunkten gemacht habe.

Sozialverhalten:
- Impulsivität (hält die Melderegel noch nicht ein und muss dinge direkt aussprechen ohne zu Warten)

Arbeitsverhalten:
- ist eher verträumt (kam dadurch, obwohl er zeitig los geht schon zu spät in den Unterricht - er darf allein gehen, da ich die Klasse quasi aus der Küche sehen kann, kurzer Weg)
- erreicht durch das verträumt sein das Arbeitspensum nicht
- braucht enge Anbindung (die Lehrerin sagte mir schon, das sie das nicht leisten kann)
- benötigt Stiftführung (das Stift richtig halten ist kein Problem)
- Platzwechsel innerhalb der Klasse auch ganz vorne sitzend brachten keine Veränderung

Schrift:
- Keine sichere Buchstaben Verinnerlichung (obwohl wir ein Übungsheft für zuhause haben, in dem wir gezielt üben)
- Schrift dadurch nicht sicher
- Benennung der Laute nicht möglich

Mathe:
- Zahlen bis 10 nicht sicher (trotz üben)
- rückwärts zählen nicht möglich
- Zahlen zerlegen, schwierig

Dazu kommt eben meiner Meinung nach, dass er ein eingeschränktes Hörvermögen hat. Und nun soll ich einfach warten? Ein halbes Jahr, was wahrscheinlich sinnlos verstreicht und sich nicht's ändert um dann doch wieder vorstellig zu werden?

:?

Ich mach' das jetzt anders - und eigentlich muss ich sagen, mache ich das nur in Absprache aber: ich werde morgen (weil Wochenende) die Bedarfsmedi meines Großen nutzen. Mein Gedanke dazu: wenn er 10 mg Medikinet bekommt und ich sehe, dass sich etwas "verändert", dann kann ich zumindest schon einmal "sicher sein", in welche Richtung das geht...
Bitte nicht falsch verstehen: ich mache hier keine Experimente aber wissen, was los ist, dass möchte ich doch schon.

Liebe Grüße
Stefan SRO
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Stefan SRO » 18. November 2018 01:07

Mein Zwerg ist auch kurz nach seinem 6. Geburtstag in die Schule gekommen. Rein fachlich ist er gut dabei.
Gedichte lernen, Formeln rechnen, kreativ gestalten, ...kein Problem.

Doch auch er braucht die Lehrerin in Reichweite, um von ihr "gefesselt" den Unterricht zu folgen. Andere Lehrer dringen weniger weit zu ihm vor. Er ist auch immer mal "etwas weiter weg" und hört die Ansprache nicht.
Es sein an der Art der Ansprache zu liegen. Ich sage oft seinen Namen und dann was ich von ihm will. So fokussiert er kurz auf mich und es klappt. Aufforderungen in beiläufigen Nebensätzen kommen nicht an.
Übrigens habe auch ich Probleme Geräusche zu trennen. Liedtexte neben der Melodie zu verstehen fällt mir schwer. Die Melodie behalte ich sofort, der Text hängt da irgendwie neblig mit dran. Telefoniere ich, kann ich inhaltlich nichts verstehen, wenn es Nebengeräusche oder sogar einen anderen sprechenden Menschen gibt. So wie meine Vater halte ich mir dann das zweite Ohr zu und es geht einigermaßen. (Du könntest das mit der gezielten Ansprache ja mal testen)

Übrigens hat das (zumindest bei mir) nix mit Schwerhörigkeit zu tun. Im Gegenteil höre ich sogar höhere und tiefere Frequenzen als meine Mitmenschen. Das kann bisweilen sehr nervig sein, wenn man die Geräuschquelle sucht und die anderen nur fragend schauen.

Die Schrift ist bei mir schon immer gruselig wie jetzt auch bei meinem Sohn. Wir können die Form des Buchstaben nicht beeinflussen und jeder sieht anders aus. Seit ich am PC hocke ist für mich das Problem gelöst. Evtl. versuche ich in der Schule für meinen Sohn einen Laptop (als Nachteilsausgleich) durchzusetzen, wenn wir das mit Ergotherapie nicht in den Griff bekommen.
So wie ich damals kennt er in Kontrollen zwar das Ergebnis, braucht aber so lange und so viel Kraft, um es zu Papier zu bringen, dass es ihn einschränkt.
In sofern möchte ich auf die Arbeit von der oben erwähnten Dr Heike Schuhmacher hinweisen. Da ist was dran.

VG
Stefan
"Mein Hirn kann nicht still sitzen..."
-
Was heute noch logisch und klar erscheint, ist morgen schon undurchsichtig rätselhaft.
-
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Raupi » 18. November 2018 11:05

Also Seelenspiegel, das ist ja sehr unbefriedigend gelaufen...

Bei meinem Sohn wurden glaube ich drei Tests gemacht, einer davon war in einem Raum mit Lautsprechern und da wurde zB getestet, wie mein Sohn bei Hintergrundgeräuscheb hört und sowas...

Alles in allem kann es schon sein, dass ein Kind Läuse und Flöhe hat.

Kannst du nicht einfach eine ADHS Diagnostik einleiten?

Aber wenn Du ihm auf eigene Faust Medikinet geben willst, wozu ich einige Gedanken hätte, weshalb ich sehr vorsichtig wäre, sprichst Du bei 10mg von retadiert oder normal?

Falls nicht retadiert, würde ich mit 2,5 mg anfangen. Wenn ein Kind sensibel reagiert, kann 5mg schon zu viel sein. Je kleinschrittiger die Annäherung an die Zieldosis, desto weniger Nebenwirkungen.

Aber wie willst du ihm erklären, dass er die Tablette jetzt nimmt und dann nicht mehr bis zur Diagnose. Weißt du wie seine Blutwerte und EKG sind, ob sie die Medikation zulassen... wie wird ein künftiger Arzt reagieren, wenn herauskommt, dass du das auf eigene Faust gemacht hast... richtig fies juristisch ist es doch vielleicht ein Missbrauch, könnte es sein, dass du Probleme bekommst, Rezepte für den Großen ausgestellt zu bekommen?

Ehrlich gesagt, so plausibel mir der Versuch erscheint, es ist kein Aspirin, mit dem du da hantierst...

Ich hätte ja auch zu gern mal eine Medikinet meines Sohnes selber genommen... aber ich weiß, welche krassen Nebenwirkungen mein Sohn bei jedem Dosis- und Medikamentenwechsel hatte...

Ich würde dir doch dringend raten, das ADHS diagnostisch sichern zu lassen und dann mit ärztlicher Begleitung die Medikation kontrolliert auszuprobieren...
LG, Raupi
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Raupi » 18. November 2018 11:09

Sieh mal das sehr anschauliche Buch von Frau Dr Schuhmacher an oder erstmal ihre Homepage

www.fehlermussmansehen.de.

Ich fand es extrem aufschlussreich und es freut mich, dass Stefan es auch gut fand *herüberwink*
LG, Raupi
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Seelenspiegel
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Re: 2. Kind auch AD(H)S?

Beitrag von Seelenspiegel » 22. November 2018 23:04

Raupi hat geschrieben:
18. November 2018 11:05
Also Seelenspiegel, das ist ja sehr unbefriedigend gelaufen...

Bei meinem Sohn wurden glaube ich drei Tests gemacht, einer davon war in einem Raum mit Lautsprechern und da wurde zB getestet, wie mein Sohn bei Hintergrundgeräuscheb hört und sowas...

Alles in allem kann es schon sein, dass ein Kind Läuse und Flöhe hat.

Kannst du nicht einfach eine ADHS Diagnostik einleiten?

Aber wenn Du ihm auf eigene Faust Medikinet geben willst, wozu ich einige Gedanken hätte, weshalb ich sehr vorsichtig wäre, sprichst Du bei 10mg von retadiert oder normal?

Falls nicht retadiert, würde ich mit 2,5 mg anfangen. Wenn ein Kind sensibel reagiert, kann 5mg schon zu viel sein. Je kleinschrittiger die Annäherung an die Zieldosis, desto weniger Nebenwirkungen.

Aber wie willst du ihm erklären, dass er die Tablette jetzt nimmt und dann nicht mehr bis zur Diagnose. Weißt du wie seine Blutwerte und EKG sind, ob sie die Medikation zulassen... wie wird ein künftiger Arzt reagieren, wenn herauskommt, dass du das auf eigene Faust gemacht hast... richtig fies juristisch ist es doch vielleicht ein Missbrauch, könnte es sein, dass du Probleme bekommst, Rezepte für den Großen ausgestellt zu bekommen?

Ehrlich gesagt, so plausibel mir der Versuch erscheint, es ist kein Aspirin, mit dem du da hantierst...

Ich hätte ja auch zu gern mal eine Medikinet meines Sohnes selber genommen... aber ich weiß, welche krassen Nebenwirkungen mein Sohn bei jedem Dosis- und Medikamentenwechsel hatte...

Ich würde dir doch dringend raten, das ADHS diagnostisch sichern zu lassen und dann mit ärztlicher Begleitung die Medikation kontrolliert auszuprobieren...
Hallo Raupi,

erstmal vorweg: wir haben ihm kein MPH auf eigene Faust gegeben. Zugegeben, ich hätte am liebsten geschaut, ob ihm (in dem Fall medikinet retard 5 mg) etwas bringen bzw. ob ICH überhaupt was "anderes" feststellen kann. Mein Mann war aber nicht sehr davon angetan, weshalb es auch beim Gedanken geblieben ist. ;)
Es darf sich also jeder wieder beruhigen... :D

Ich hatte noch einen Termin beim unserem behandelnden HNO, der die Polypen entfernt hat, zur Kontrolle zwecks der Paukenröhrchen (ist leider kein Päd.Audiologe) und dort habe ich vom unbefriedigenden Termin erzählt. Er gab mir eine Überweisung für eine zweite Meinung bei einem anderen Phoniater und dort hab ich auch schon einen Termin am 10.12.
Auf der Überweisung steht auch "V.a. auditive Wahrnehmungsstörung", so dass dann dort hoffentlich endlich auch Test's gemacht werden.

Sobald mir da was konkretes vorliegt, sag ich euch hier bescheid. Ich möchte zunächst wirklich die Situation mit den Ohren geklärt haben, bevor ich die elend langen Fragebögen für eine ADHS Diagnostik angehe.
Das mache ich, sofern sich wirklich NICHTS gravierendes mit den Ohren/dem Hören aufklärt.

Ganz liebe Grüße
Antworten

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