Diagnose nach Jahren absichern

Erwachsene u. Kinder
Dieses Board ist auch für Gäste sichtbar!
Antworten
BertBA
Andersweltler
Beiträge: 22
Registriert: 14. November 2008 19:43

Diagnose nach Jahren absichern

Beitrag von BertBA » 23. November 2017 22:08

Hallo liebe Forenmitglieder!

Ich habe vor knapp sieben Jahren die Diagnose ADHS im Erwachsenenalter in einer Uniklinik mit angebundener Spezialambulanz gestellt bekommen.
Ich würde zur Abklärung der aktuellem Situation eine erneute Testung samt Diagnose machen wollen. Diese Testung wäre an einer anderen Uni-Klinik, welche ebenfalls Erwachsene testet.
Nun kam mir der Gedanke, ist es vielleicht besser/ sinnvoll seine aktuelle Diagnose nicht anzugeben, damit die Mediziner vielleicht nicht voreingenommen sind???

Ich denke das vielleicht meine Ängste da mit in den Gedankengang mit reinspielen, trotzdem finde ich den Gedankengang gar nicht soo abwägig!!

Was meint Ihr dazu ob es zur Abklärung vorteilhaft wäre und die Ärzte dadurch vielleicht bewusst oder unbewusst unvoreingenommen wären???


VG! :)
laetitia
Foruminventar
Beiträge: 1030
Registriert: 18. Februar 2015 20:35

Re: Diagnose nach Jahren absichern

Beitrag von laetitia » 23. November 2017 22:27

Hoi BertBA

Was bewegt dich denn dazu, erneut getestet und diagnostiziert zu werden? Was würdest du denn angeben, wenn du dich anmeldest für die Testung? Du musst ja irgendeinen Grund haben, wenn du da anrufst.

ADHS verschwindet ja nicht über die Jahre, auch nicht, wenn deine letzte Diagnose sieben Jahre her ist.

Wenn es um Medikamente geht, fände ich es sinnvoller, dich in der Sprechstunde anzumelden mit dem Anliegen für eine medikamentöse Behandlung.

Diese Testerei kann dich nur verunsichern. Wir haben jemanden in der Selbsthilfegruppe, der liess sich bei etwa fünf Leuten abklären. Drei Diagnosen vs. zwei nicht-Diagnosen...was er davon hat? Ewige Verunsicherung...

Ich habe mir auch lange überlegt, nochmals eine Zweittestung machen zu lassen. Aber ich habe mich nun, nach fast drei Jahren, dagegen entschieden. Dafür habe ich mir einen Termin geben lassen, um mit einem Arzt über Medikamente zu reden. Denn ich habe irgendwie doch keine Lust, das ganze Spiel nochmals zu spielen und ich finde auch, dass das nur unnötig die Krankenkasse belastet.

Wenn du unsicher bist über deine Diagnose, dann wird sich mit der Behandlung zeigen, ob deine Unsicherheit berechtigt ist oder nicht...und wir lassen uns ja so schnell verunsichern...

Aber das ist nur mein Rat. Vielleicht sehen das andere anders.

Liebe Grüsse
BertBA
Andersweltler
Beiträge: 22
Registriert: 14. November 2008 19:43

Re: Diagnose nach Jahren absichern

Beitrag von BertBA » 23. November 2017 23:14

Hallo laetitia!

Ich würde mich gerne erneut Testen lassen um meine Diagnose abzusichern und ob tatsächlich weiterhin eine AD(H)S Problematik besteht und/ oder Komorbidität, wenn ja welche? Und das ganze an einer Uni-Klinik welche eine Kompetenz bei (Erwachsenen-) AD(H)S haben.

Ich bin in wirklich alle Richtungen zerstreut, weiss nicht vor und nicht zurück, dazu kommt das ich seit einiger Zeit auch mit meiner Stimmung intensiver zu kämpfen habe, ich denke aufgrund meiner aktuellen Situation und zusätzlich einer Person in meinem privaten Bereich die zusärtzlich eine nicht unerheblciher Stressfaktor ist.

Natürlich ist das ein gewichtetes Argument was du hervorbringst, das eine eventuelle Nicht-ADHS-Diagnose mich zusätzlich irritieren würde. Da stimme ich dir absolut zu.
Ich denke aber es wäre schon sinnvoll um den aktuellen Stand abzuklären und auch eine zweitmeinung sich einzuholen.

Wenn ich einen Termin vereinbaren würde, könnte ich zum beispiel meine Verdacht äußern, meine Probleme mit >Konzentration, Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistung und extremer tagesmüdigkeit erwähnen. Ich denke diese punkte sind schon indizien für eine eventuelle adhs diagnose, zumindest sind es symptome u.a. davon.

leider Therapiert diese Uni-Klinik nicht erwachsene, sie diagnostizieren lediglich. aber das ist ja auch schon eine gute sache!!

Deine Argumente die du nennst sind schon gute.
Danke dir!! :)

Was sagt ihr lieben dazu???
Ich bitte um meinungen!!!! :)

VG!!!
laetitia
Foruminventar
Beiträge: 1030
Registriert: 18. Februar 2015 20:35

Re: Diagnose nach Jahren absichern

Beitrag von laetitia » 23. November 2017 23:24

Muss gleich ins Bett, darum nur noch kurz eine Anmerkung:

Wenn du deinen Versacht äusserst, ist derjenige, der dich testet bereits in gleicherweise voreingenommen, wie wenn du von deiner Erstdiagnose erzählst.

Und wirklich. ADHS wächst sich in der Regel nicht aus. Das hat man, oder man hat es nicht.

Gute Nacht
Gutemiene
Pagemaster
Beiträge: 153
Registriert: 21. Dezember 2016 11:50

Re: Diagnose nach Jahren absichern

Beitrag von Gutemiene » 24. November 2017 20:38

Hei BertBa,

nach dem, was du schreibst, wäre dir doch mit (irgend-)einer Therapie weit mehr geholfen als mit einer Neuauflage der Diagnose.

Es hört sich jedenfalls nicht so an, als ob dir die Diagnose selber suspekt wäre, es hört sich aber etwas hilflos und aktuell verwirrt an. :roll:

Tja, mach das, was du für richtig hältst....aber vielleicht solltest du dir überlegen, was du WIRKLICH brauchst.
"Mach' GUTEMIENE zum Besenspiel" :lol:
Falschparker
Foruminventar
Beiträge: 5117
Registriert: 28. Mai 2008 13:37
Wohnort: Kleinstadt
Alter: 52

Re: Diagnose nach Jahren absichern

Beitrag von Falschparker » 24. November 2017 20:50

Also erstens halte ich das für unsinnig. Du fragst dich wohl eher, was habe ich neben der ADHS noch, und was davon sollte aktuell im Vordergrund stehen? Eine ADHS-Diagnose bedeutet ja nicht, dass es nur eine Behandlung gibt und die nur ADHS behandelt.

Und sich bei der neuen Ambulanz dumm stellen und die bereits vorhandene Diagnose verschweigen ist einfach schäbig. Warum nötigst du sie, dieselbe Arbeit nochmals zu erledigen? An deren Stelle wäre ich aber sowas von sauer.

Besser ist es, du gehst mit allen deinen Unterlagen dort hin und fragst sie, ob sie die Ergebnisse der damaligen Untersuchung plausibel finden und sie denselben Schluss gezogen hätten, bzw. ob die damalige Diagnose auch mit Betrachtung deines Lebens seitdem sich eher bewahrheitet hat oder auch nicht.
Benutzeravatar
Sheherazade
Foruminventar
Beiträge: 2585
Registriert: 19. Februar 2012 16:20

Re: Diagnose nach Jahren absichern

Beitrag von Sheherazade » 25. November 2017 15:23

Ich schließe mich den Äußerungen von @ Gute Miene und @ Falschparker an.

Ich habe aber noch eine Verständnisfrage.
BertBA hat geschrieben: Ich habe vor knapp sieben Jahren die Diagnose ADHS im Erwachsenenalter in einer Uniklinik mit angebundener Spezialambulanz gestellt bekommen.
Was hast du in den letzten 7 Jahren mit der Diagnose angefangen?
Sohn *2003 - Autist mit komorbider ADHS
Sohn *2001 - ADS
2 Töchter *1998 und * 1989
Schmerz vergeht, aufgeben ist für immer.
Antworten

Zurück zu „ADHS / ADS Test und Diagnose*“