Verdacht Fehldiagnose

Erwachsene u. Kinder
Dieses Board ist auch für Gäste sichtbar!
WeißerHirsch
Andersweltler
Beiträge: 15
Registriert: 5. September 2016 09:12

Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon WeißerHirsch » 24. September 2016 17:20

Eine Aussage von Dr. Tanja G. Baudson (Diplom-Psychologin) ist beispielsweise, dass ADHS via Ausschlussdiagnostik festgestellt wird. Heißt, ADHS wird diagnostiziert wenn keine andere mögliche Ursache für die Aufmerksamkeitsprobleme verantwortlich ist. Sowie, dass eine Hochbegabung sehr ADHS ähnliche Symptomatik hat. So lange aber andere mögliche Ursachen im Raum stehen, bzw. eigentlich sogar bereits diagnostiziert wurden, ist es (aus meiner Sicht) einfach leichtfertiger Unfug auf dieser nicht vorhandenen "Grundlage" eine positive ADHS Diagnose zu stellen. Das könnte man machen, wenn man ausgeschlossen hat dass die Hochbegabung alleinig für die Probleme verantwortlich wäre, was bisher nicht passierte.

Zudem wurde nie versucht seine Hochbegabung zu fördern um zu gucken, ob dadurch die Problematiken ggf. verschwinden oder besser werden. Bei einem zusätzlich bestehendem ADHS hätte wohl die Förderung der Hochbegabung alleinig nicht gereicht, um u.a. die Aufmerksamkeitsproblematik zu bessern. Das wäre dann ein Hinweis gewesen, mit dem man diagnostisch hätte was anfangen können. Einen eindeutigen Hinweis, dass es bei ihm nicht nur an der Hochbegabung liegt, gibt es bei ihm bisher nicht.

Im Gegenteil, es spricht vieles bei ihm tendentiell nur für die Hochbegabung als Ursache und zusätzlich einiges gegen ADHS. Klar kann man sagen, dies und jenes ist bei ADHS auch so z.B. dass man sich trotz ADHS durchaus auch auf was konzentrieren kann. Aber wenn man anfängt so zu argumentieren, kann man sich auch gleich alles andere passend zurecht argumentieren. Weil man sich mit ADHS durchaus auch auf was konzentrieren kann, ist das kein ausreichender Beleg weshalb er sicher ADHS hat.

Generell will ich weder dem diagnostizierendem Arzt noch sonst wem einen Vorwurf machen. Unumstritten ist, zum Einen dass eine ADHS nicht selten vorschell als Fehldiagnose passiert; Zum Anderen die Ähnlichkeit von vermeintlichen ADHS typischen Symptomen bei anderen potentiellen Ursachen. Es ist genau nicht so, dass ADHS klare Symptome hätte die ausschließlich bei ADHS vorkommen und somit ein eindeutiges diagnostizieren ermöglichen würden.

Und zumindest ohne dass andere im Raum stehende (diagnostizierte) Ursachen für die Problematiken zuvor als alleinige Ursache abgeklärt wurden, kann man nicht verlässich auf ADHS als Ursache schließen.

Es wurde auch bei der aktuellen Diagnostik kein Intelligenztest gemacht, dem Arzt war aber das Ergebnis der 2 früheren IQ Tests bekannt. Dennoch wurde die Hochbegabung bei der Diagnostik nicht in Betracht gezogen sondern rein die bestehenden Symptome. Ich musste dem Arzt 2 Fragen über meinen Mann beantworten, der Rest wurde auf Grund subjektiver Erzählungen meines Mannes und 5 Fragebögen, auch nur von meinem Mann auszufüllen, ermittelt. Das Ganze zusammengepackt in 2 je 30 minütigen Gesprächsterminen. Nichtmal seine Eltern wurden mit befragt, was möglich gewesen wäre.

Darüber hinaus brachten weder die Fragebögen des Diagnostik Arztes, noch die 2 Fragebögen des Neurologen ein wirklich klares Ergebnis. Er hatte zwar genug Punkte als dass man von einer ADHS ausgehen könnte, andererseits nicht genug Punkte als dass es wirklich sehr wahrscheinlich hätte sein können. Dass ihm MPH damals wie heute half, ist auch kein ausreichendes Indiz für eine sichere Diagnostik. Würde MPH nur bei ADHSlern helfen, würden nicht manche Studenten das Mittel missbrauchen um besser auf Prüfungen lernen zu können.
WeißerHirsch
Andersweltler
Beiträge: 15
Registriert: 5. September 2016 09:12

Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon WeißerHirsch » 24. September 2016 17:40

Hinzu kommt bzgl. des Zweifels der fehlende Part der Vererbung. Laut Praxis Dr. Shaw (Dipl. Psychologe) belegte eine Studie von 2010 dass ADHS genetisch bedingt ist. Bei ihm hat niemand in seiner Familie, weder Eltern, auch nicht Großeltern oder Geschwister, nichtmal ansatzweise Symptome die man mit ADHS in Zusammenhang bringen könnte. Ein zusätzlicher Punkt, der eher die Vermutung über eine Fehldiagnose bekräftigt als die Richtigkeit der ADHS Diagnose.

Darüber hinaus habe ich gelesen, (Tanja Gabriele Baudson, Diplompsychologin) dass bei einem IQ Test bei gleichzeitig vorliegender ADHS meist die ADHS das Ergebnis des IQ Tests mindert. Was heißt, entweder wäre dann sein IQ beide Male noch viel höher als es bei den 2 Tests rauskam; Oder das Ergebnis stimmt und der IQ Test wurde nicht beeinträchtigt weil kein ADHS vorliegt.

Ihr schreibt ja selbst, dass das MPH seine vorhandene Intelligenz nutzbar machen würde. Aber bei beiden IQ Tests war er lange zuvor ohne Medikation. Hätte somit bei bestehendem ADHS seine tatsächliche Intelligenz in dem IQ Test gar nicht nutzen können, was er laut Testergebnis aber offenbar tat. Andernfalls würde er jetzt ohne Medikation dieselbe Leistung ebenfalls nicht nutzen können, was dann aber widerum den Ergebnissen der 2 Tests widersprechen würde.

Außer es kommt jetzt wieder eine Begründung wie, dass man sich ja mit ADHS durchaus auf den IQ Test konzentrieren kann, aber an sonsten Konzentrationsprobleme hat. Was Nonsens ist, ich bezweifle dass eine Diplompsychologin Quatsch behauptet.
Benutzeravatar
Hanghuhn
Foruminventar
Beiträge: 4770
Registriert: 24. Oktober 2010 03:29

Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon Hanghuhn » 25. September 2016 02:12

Der Thread liest sich von Anfang an irgend wie komisch. Ich verfolge ihn schon eine Weile.

@Weißer Hirsch, Dein Mann ist hochbegabt, aber Du schreibst über ihn, als wäre er ein kleines Kind. Das wurde auch schon vor mir geschrieben.

Du schiebst alle Probleme, die Dein Mann hat, auf seine Hochbegabung. Aber auch unter Hochbegabten können die, die kein ADHS haben, besser mit Routine und Unterforderung zurecht kommen als jene mit ADHS.

Das mit dem Hyperfokus solltest Du Dir noch einmal zu Gemüte führen. Das scheinst Du gar nicht verstanden zu haben. Vielleicht fragst Du mal Deinen Mann, wie er sich dann fühlt. Dazu müsste er natürlich erstmal wissen, was das ist, damit er weiß, welcher Zustand gemeint ist. Das ist nämlich ein Zustand, in dem man ganz auf seine Aufgabe konzentriert zu Höchstleistungen imstande ist. Neben mir könnte dann z. B. eine Bombe explodieren, ich würde weiter machen.

Bei allem, was hier geschrieben wurde (vielleicht habe ich es auch übersehen), fehlt mir ein Bezug zu den Einnahmezeiten der Medikamente. Naja, nicht direkt, der Beitrag von Falschparker beschrieb etwas zum Ausklingen der Medikamente, es klang auch etwas vom "Nachnehmen" an.

Manche versuchen, durch unretardierte Medikamente die Wirkung der Medis auf ungefähr gleichem Niveau zu halten. Für die richtige Dosisfindung muss man u. U. viel ausprobieren. Da ist eine Verunsicherung durch immer wieder geäußerte Zweifel fehl am Platz. Um wirklich die richtige Dosis zu finden, wäre es vielmehr angebrachter, ihn gerade in der Zeit der Dosisfindung bei einer regelmäßigen Einnahme der Medikamente zu unterstützen.

Im übrigen erwartest Du, dass der Psychiater Deines Mannes Dich vom Vorhandensein von ADHS bei Deinem Mann überzeugen soll, obwohl Dein Mann schon längst überzeugt ist. Ja, warum wohl?

Bei Erwachsenen wird zur Diagnostik von ADHS kein Intellgenztest gemacht. Der Psychiater hat also normal reagiert, er hat ja von der Hochbegabung Deines Mannes gewusst.

Die Fragebögen auch von anderen Personen als dem Betroffenen ausfüllen zu lassen, ist eine Empfehlung. Der Psychiater muss die Fragebögen nicht von Familienmitgliedern ausfüllen lassen. Bei meiner Diagnostik wurde ich befragt, wem ich die Fragebögen aushändigen möchte. Dein Mann kann das also sehr wohl selbst so bestimmt haben. Unterschätz die Fragebögen nicht! Wissenschaftler, die die Fragebögen erstellt haben, wissen, dass unter den AD(H)Slern auch viele Hochbegabte sind. Leider unterschätzen AD(H)Sler ihre eigene Wirkung auf Andere stark. Sie empfinden sich oft weit weniger chaotisch usw. als Außenstehende.

Dieser Fehler ist mir beim Ausfüllen meiner Fragebögen ebenfalls unterlaufen. Es gibt verschiedene Themenkreise, die beleuchtet werden. Von mir war ein Themenkreis vollkommen unterschätzt worden. Letztendlich hieß es, ich sei mittelschwer betroffen, dabei habe ich gerade in diesem Themenkreis "in die Vollen gegriffen", bin also schwer betroffen.

Dass Psychiater einen ähnlichen Weg gehen, wie Du ihn gerade gehst (aber Du bist Laie), ist leider häufig. Sie lassen sich von Presseberichten verunsichern, wonach es viele Fehldiagnosen geben soll. Ich kenne nur eine Fehldiagnose, das ist die erste Diagnose meines Sohnes, wonach er kein ADS haben sollte. Der Leidensdruck wurde immer größer, in der Zwischenzeit hat er eine ADS-Diagnose, und es geht ihm jetzt schon wesentlich besser.

Diese Presseleute machen eine totale "Milchmädchenrechnung" auf: Weil es vor 20 -30 Jahren noch nicht so viele AD(H)S-Diagnosen gab, muss es jetzt viele Fehldiagnosen gaben. Dazu kommt dieses Denken, was ich immer gern mit dem Zitat beschreibe: "... und man folgert messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf." Viele Menschen können sich einfach nicht vorstellen, dass es AD(H)S gibt, weil die Leute, die "angeblich" AD(H)S haben, auf den ersten und oft auch sogar auf den zweiten Blick so normal wirken.

Betroffene selbst können es sich oft gar nicht vorstellen. Mein Bruder ist z. B. ein großer Chaot, er kann gut organisieren - auf dem Schreibtisch. Der Umsetzer ist meine Schwägerin, die zu seinem Glück wesentlich besser organisiert ist. Er behauptet Stein und Bein, selbst nicht von AD(H)S betroffen zu sein. Ich bin kein Psychiater, aber ich kenne meinen Bruder schon ewig und weiß, wie verpeilt er ist, weiß auch um seine Schwierigkeiten wegen seiner Verpeiltheit und Impulsivität. Das hat er alles vergessen bzw. spielt es herunter.

Die Eltern Deines Mannes gehören ganz sicher einer Generation an, in deren Kinder- und Jugendzeit von AD(H)S kaum eine Rede war. Sind sie wirklich alle so sehr organisiert, wie Du glaubst, oder sind sie einfach ein so gutes Team, dass die Verpeiltheit des einen nicht so zum Tragen kommt, weil der andere alles gut im Griff hat?

Dass bei Deinem Mann unter bekannter Hochbegabung schon als Kind ADHS diagnostiziert wurde, ist für mich das sicherste Zeichen, dass neben der Hochbegabung eine ADHS besteht.

Du schreibst, dass Dein Mann trotz Hochbegabung oft ihn unterfordernde Aufgaben übernehmen muss. Das sieht nach dem traurigen Schicksal so einiger von AD(H)S betroffener Hochbegabter aus. Vielleicht kriegt Dein Mann mit den Medikamenten doch noch einen Fuß auf den Boden. Ich wünsche es ihm.
LG Hanghuhn
laetitia
Foruminventar
Beiträge: 1030
Registriert: 18. Februar 2015 20:35

Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon laetitia » 25. September 2016 15:12

Liebe WeisserHirsch

Du machst dir gute Gedanken und versuchst deine eigene Logik hinein zu bringen...was leider in diesem Fall nicht ganz gelingt. Mir scheint, dieser Thread dreht sich etwas im Kreise. Ich werde noch einmal erklären, was ich bereits zu erklären versuchte und bis jetzt nicht ganz zu dir durchgedrungen zu sein scheint. Danach lasse ich den Thread allein, es sei denn, du möchtest von uns betroffenen genaueres wissen...wofür wir ja da sind ;) und wir beantworten dir gerne deine Fragen.

Was ich vorweg noch erwähnen möchte ist, nur weil einer Diplompsychologe ist, hat er noch lange nicht alle Weisheit erfasst. Es gibt Leute, die nennen sich Hirnforscher und behaupten, Jungs mit Namen Kevin seien prädestiniert, ein ADHS zu "entwickeln"...und die meisten ADHS-ler kommen über Fehldiagnosen irgendwann zur Diagnose ADHS...den umgekehrten Fall mag es sicher geben, habe ich bisher aber noch nicht selber kennen gelernt.

Nun zum wesentlichen: Jemand mit ADHS kann bei einem IQ-Test Bestresultate erzielen. ADHS ist kein Schleier oder so, welcher die Intelligenz einwickelt und unbenutzbar macht. Sofern ein ADHS-ler noch nie einen IQ-Test gemacht hat, den IQ-Test als spannend empfindet, wird er genau die Resultate erzielen, die auch ein nicht-ADHS-ler erzielen würde. Einfach weil es ihn reizt, die Aufgabe möglichst gut zu erfüllen. Weil es eine spezielle Herausforderung darstellt, was im Hirn einen Dopaminstoss auslöst, welcher den sogenannten Hyperfokus aktiviert. Die Frage ist, kann jemand seine Intelligenz auch in Routinesituationen, die im Alltag vorkommen, nutzen? Ist seine Intelligenz konstant abruf- beziehungsweise nutzbar?

Bei mir ist das zum Beispiel so, dass wenn ich in eine brenzlige Situation gerate, dann geht mein Hirn in Volleistung. Dann überlege ich blitzschnell was zu tun ist, leite all die nötigen Massnahmen ein und handle so, dass das bestmögliche Resultat dabei heraus kommt. Müsste ich dir aber im Alltag erklären, wie ich handeln würde, wenn eine solche Situation eintritt oder würde ich die genau gleiche Situation nochmals erleben, wäre ich nur halb so geistesgegenwärtig oder würde die Sache ganz anders lösen.

Bin ich unter Zeitdruck und gehe einkaufen, kann ich alles nötige in 15min zusammenhaben und zufrieden nach Hause gehen, meine Einkäufe auspacken und so weiter. Habe ich einen Nachmittag Frei und muss noch einkaufen, brauche ich für den gleichen Einkauf zwei Stunden, einfach weil mich die Situation im Supermarkt überfordert...zuviel Auswahl, zu viele Reize, zu viele Entscheidungen...Etwas unter Druck zu erledigen, hat für mich mit Höchstleistungen zu tun. Da funktioniert es einfach und macht Spass. Ansonsten wirds zäh und schwierig.

Was auch zu beachten ist, wir alle hier wissen, wie eine ADHS-Diagnose zustande kommt. Jedenfalls diejenigen, welche die Diagnose haben...Psychiatrische und Psychologische Diagnosen können nie zweifelsfrei gestellt werden. Aber...die Zeit wird zeigen, ob die Diagnose wirklich akkurat ist. Zweifelt jedoch jemand ständig an der Diagnose, ist es schwierig, selbst zu verstehen, ob die Diagnose tatsächlich zutrifft oder nicht...was auch mal zum Resultat führt, dass sich der betroffene an die Diagnose klammert...ob gerechtfertigt oder nicht.

Durch etwas unglückliche Zustände bin ich nach gestellter Diagnose an eine Psychologin geraten, die genau das getan hat. Dabei wollte sie mir immer wieder zwanghafte Züge und anderes Diagnostizieren. Als ich ihr von meiner Unordnung erzählte und wie mich das belastet, fing sie immer wieder an zu erklären, dass es unterschiedliche Ordnungstypen gäbe...anstatt mal zu fragen, wie es denn wirklich aussieht...und ich habe da manchmal eine etwas lange Leitung, so dass ich erst nach wiederholtem Ansprechen des Themas und dieser Reaktion von ihr verstand, dass sie wohl dachte, ich hätte einen Ordnungsfimmel. So brachte ich ihr dann Bilder mit...und tadaaaa...plötzlich war das Thema verschiedene Ordnungstypen vom Tisch und ich bekam die nötige Hilfe, um dieses Problem anzugehen.

Ich habe der Psychologin auch immer wieder gesagt, dass wenn sich herausstellen würde, dass ADHS doch nicht zutrifft, ich das auch ohne Wenn und Aber akzeptiere. Um aber Klarheit zu gewinnen, bringt dieses ständige anzweifeln wenig oder sagen wir mal, es verzögert die Sache nur unnötig.
Die meisten Menschen sind so verständig, dass sie eine Fehldiagnose auch als Fehldiagnose akzeptieren, sollte es klar werden, dass dem so ist. Daher würde ich mal der Intelligenz deines Mannes vertrauen...denn gerade wenn er Hochbegabt ist, dann hat er auch die nötigen Hirnzellen zu wissen, ob er da den Wind jagt oder ob was dran ist.

Wie kannst du so klar sagen, dass keiner in der Familie deines Mannes ADHS hat? Man läuft ja nicht mit einem Etikett auf der Stirn herum, wo das drauf steht. Gerade die unaufmerksame Variante kann unbemerkt bleiben. Menschen, die erst im Erwachsenenalter eine Diagnose erhalten, haben sich viele Strategien zurecht gelegt, um mit ihren Problemen zu leben und nicht aufzufallen. Ausserdem können genetische Anlagen auch eine oder mehrere Generationen überspringen, je nach Dominanz der Gene. Dass ADHS häufig mehrere Teilnehmer der Familie betrifft sagt noch nicht, dass das immer der Fall sein muss. Aber wenn die Mutter oder der Vater bereits ADHS haben, ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass das Kind ebenfalls betroffen ist. Mehr sagt diese Logik nicht aus...

Ich hoffe, mit diesen Worten ein bisschen mehr Verständnis geschaffen zu haben.
So oder so wünsche ich dir alles Gute und dass ihr das miteinander klären könnt.

LG. laetitia
Falschparker
Foruminventar
Beiträge: 4856
Registriert: 28. Mai 2008 13:37
Wohnort: Kleinstadt
Alter: 52

Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon Falschparker » 27. September 2016 21:43

Hallo Weißer Hirsch,

du konzentrierst dich immer noch sehr auf die angenommene Fehldiagnose. Die Frage ist, ob du damit deinem Mann und dir einen Gefallen tust. Du hast recht, dass man Depression und Hochbegabung nicht aus dem Auge verlieren darf. Und du hast natürlich auch recht, dass eine positive Medikamentenwirkung kein Beweis für eine zutreffende Diagnose ist.

Aber eine positive Medikamentenwirkung ist für sich selbst nicht schlecht, unabhängig von der Diagnose. Ein ADHS-Medikament ist für "falsche" ADHS-ler jedenfalls nicht riskanter als für "richtige". Die von dir beobachtete Nebenwirkung der Aggressivität beim Nachlassen der Wirkung kann bei ADHS-lern genau so auftreten wie bei Nicht-ADHS-lern. Und sie ist nicht hinnehmbar und soll auch von niemand hier bagatellisiert werden.

Du hast absolut recht, wenn du schreibst:
Eventuell wäre vorab vom Arzt etwas mehr Aufklärung/Erklärung hilfreich gewesen, gerade über Rebound, und die Wichtigkeit einer guten Essensgrundlage vorab.

Es nutzt weder ihm noch mir, wenn wir von diesen relevanten Dingen im Zusammenhang mit Medikinet erst dann beiläufig übers Internet erfahren, nachdem die genannten Negativbeispiele passiert sind.


Allerdings ist Aggressivität als Nebenwirkung jetzt auch keineswegs so häufig, dass der Arzt sie hätte voraussehen müssen. Aber ausführlichere Anleitung wäre schon nett gewesen, zweifellos.

Jetzt komme ich zu einem anderen Punkt, und ich hoffe ich kann das so einfühlsam formulieren, dass du nicht gekränkt bist und wochenlang dem Forum fernbleibst. Das ist auf keinen Fall meine Absicht (und auch von niemand sonst).

Eine effektive Behandlung der Symptome deines Mannes (ob ADHS oder nicht) verändert eure Beziehung. Und zwar eindeutig zum Positiven! Aber es wird auch für dich eine nicht ganz leichte Umstellung.

ADHS bedeutet auch Reifeverzögerung, vor allem bei uns Männern. So dass unsere Frauen (frag mal meine!!) sich tatsächlich vorkommen als hätten sie einen Teenager zu Hause, dem sie nicht viel überantworten können und dem sie Tritte in bestimmte Körperteile verpassen müssen, damit etwas geschieht.

Wenn du nun fragst, warum sollte er denn ein Medikament nehmen, wenn er die gleiche Leistung auch vollbringen kann, weil ich ihm einen ...tritt verpasse?, dann wäre die Antwort, eben darum, damit ihr in eurer Ehe ohne ...tritte auskommen könnt.

Und die Möglichkeit einer ADHS-Medikation ist ja keineswegs ausgeschöpft. 10 mg retardiert, was wirklich wenig für einen Erwachsenen ist, macht eine Wirkung knapp oberhalb der Placebo-Schwelle, schreibst du. Voraussetzung für eine Erhöhung ist natürlich, ihr findet einen Weg mit dem Rebound klar zu kommen. Damit sollte der Arzt aber umgehen können, und wenn nicht müsst ihr ihn vielleicht doch wechseln. Richtig, eigentlich sollte einem der Arzt das sagen was du zufällig durch dieses Forum erfährst, aber wenn es so ist ist es die zweitbeste Möglichkeit, sich durch Foren zu informieren und den Arzt um einen Versuch in diese oder jene Richtung zu bitten.

Also es geht nicht nur um ein Bisschen Leistungssteigerung, es geht um eine veränderte Wahrnehmung und dadurch besseren Überblick. Und dann auch geringere Impulsivität beispielsweise.

Ich wünsche euch beiden alles alles Gute.

Habt ihr übrigens Kinder oder wünscht ihr euch welche?

Meine Frau und ich sind seit 1990 zusammen und haben zwei Jungs.

Viele Grüße :knuddel:
Falschparker
WeißerHirsch
Andersweltler
Beiträge: 15
Registriert: 5. September 2016 09:12

Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon WeißerHirsch » 28. September 2016 10:21

Hallo Falschparker,
keine Sorge ich bemühe mich es möglichst neutral und hilfreich gemeint aufzufassen. Im Gegenteil, manchmal frage ich mich, ob meine Beiträge stellenweise vielleicht zu gereizt rüberkommen, was auch keine Absicht ist.

Die Ähnlichkeiten zwischen ADHS und einer unterforderten Hochbegabung sind (entschuldige falls ich damit nerve) einfach so ähnlich, dass ich es mittlerweile nachvollziehen kann, weshalb es zu Fehldiagnosen kommen kann. Besonders, wenn Dinge wie Aufmerksamkeitsprobleme, Imulsivität, usw. bei alleiniger Hochbegabung ebenso ein Thema sein können.
Ob sich nun z.B. jemand mit ADHS durchaus gelegentlich kurzzeitig auf etwas konzentrieren kann was einen sehr interessiert; Oder ob sich ein Hochbegabter auf etwas konzentrieren kann was einen fordert, aber beide abgesehen davon ein Aufmerksamkeitsproblem an den Tag legen (Nur eben aus unterschiedlicher Ursache) ist symptomatisch schwer klar zu trennen.

Hinzu kommt dabei, zu den teils schwer trennbaren Unterschieden, dass von den Symptom Fragebögen zu 95% nur die subjektive Eigen-Einschätzung des Betroffenen abgefragt wird. Und ich mich ernsthaft frage, wie ein Ottonormalbürger, (also nicht Fachmann) der ohnehin schon div. Probleme mit Aufmerksamkeit (unabhängig der letzlichen Ursache) hat, die winzigen aber essentiellen Unterschiede zwischen ADHS und Hochbegabung in den Fragebögen, als Ursache über sich selbst klar und eindeutig differenzieren können soll. Dazu kommt, dass die Fragebögen selbst (Ich hatte ja alle mit durchgelesen) teils auch gar nicht differenziert genug gestellt sind, als dass einige der Fragen nicht auch auf Hochbegabung zutreffen würde.

Mein Mann wäre z.B. nie in der Lage, bei einer ADHS Fragebogen Frage vorab aufzudröseln, ob die Frage inhaltlich klar zu ADHS passt, oder ob dieselbe Frage ggf. auch zu anderen Ursachen passen könnte. Was ihm an Verhaltensbeschreibung von sich bekannt vorkam, hat er einfach mit "ja" angekreuzt, aber unter dem Aspekt dass dieselben Verhaltensbeschreibungen zum Großteil ebenso bei unterforderter Hochbegabung vorkommen können, ist es nicht differenziert genug.
Es mag möglich sein, wenn zuvor eben andere mögliche Ursachen ausgeschlossen werden konnten. Aber nicht, so lange Hochbegabung gleichermaßen als Option in Frage kommt, dann kann man nicht eindeutig nur auf ADHS schließen.

Wir haben uns jetzt so geeinigt, dass wir uns paralell eigenmächtig um die Förderung seiner Hochbegabung kümmern. Wenn trotz der Förderung weiterhin div. Probleme bestehen, wird es wahrscheinlich in Richtung Hochbegabung+ADHS laufen. Sollten durch die Förderung auch die Aufmerksamkeitsprobleme weniger werden oder nahezu verschwinden, werden wir uns um die Aufhebung der ADHS Diagnose kümmern, damit ist er auch einverstanden.
So lange sein Gehirn auf Grund der Unterforderung im Prinzip im Standby ist, sind zum Gewissen Teil Aufmerksamkeitsprobleme nachvollziehbar. Bei nur Hochbegabung als Ursache dürfte sich das dann aber durch Förderung bessern. Was sich trotz Förderung nicht bessert, hat dann zwangsläufig aber eindeutig eine weitere Ursache. Wenn der Arzt eben vor Diagnosestellung keine Ausschlussdiagnostik macht, müssen wir das eben offenbar selbst machen.

Kinder sind für irgendwann geplant, aber bewusst wollen wir erst unser Leben auf die Reihe bekommen.
Eule
Foruminventar
Beiträge: 2680
Registriert: 30. Oktober 2010 00:35
Wohnort: auf einem windigen Hügel bei Köln
Alter: 48

Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon Eule » 28. September 2016 16:15

Schon mal in Betracht gezogen, dass auch die Möglichkeit besteht, ADHS zu haben UND gleichzeitig hochbegabt zu sein?

Interessanterweise habe ich in einem Vortrag von Professor Biegert, ausgewiesener ADHS-und auch HB-Fachmann und Leiter der Hebo-Schule in Bonn erfahren, dass es erwiesenermaßen unter den Menschen mit ADHS auffallend viele Menschen mit überdurchschnittlicher Intelligenz bis Hochbegabung gibt. Es gibt demnach eine Meta- Studie, die anhand der Daten aus einer recht großen Anzahl anderer Studien zu ADHS herausgefunden hat, dass die ADHS-Betroffenen durchschnittlich einen IQ von 110 haben, hier ist also die Gaußsche Glockenkurve, deren "Scheitelpunkt" bei üblichen IQ-Tests bei 100 liegt, um 10 Punkte nach rechts verschoben.

Generell sagen Statistiken zur Intelligenzverteilung, dass nur knapp über 2% aller Menschen einen IQ von über 130 haben. Durch die Verschiebung des Kurvenscheitelpunkts, wenn ausschließlich ADHSler betrachtet werden, ist unter ADHSlern davon auszugehen dass über 10% der ADHSler gleichzeitig hochbegabt sind.

Das Problem dabei: Viele sind gezwungen, einen Großteil ihrer Intelligenz dazu zu nutzen, um ihre Schwierigkeiten mit der bewussten, willentlichen Aufmerksamkeitssteuerung, mit der Ablenkbarkeit, und mit der Reizfilterschwäche zu kompensieren. Also können IQ-Tests bei ADHSlern wenn sie unbehandelt sind manchmal einen falsch zu niedrigen Wert liefern, weil es eben mit der Konzentration nicht so geklappt hat, dass sie ihre Intelligenz tatsächlich voll ausspielen konnten, Es kann aber auch passieren, dass der Test tatsächlich die "wahre Intelligenz" abbildet, insbesondere wenn Kinder getestet werden, die die Aufgaben tatsächlich als "spannendes Spiel" erleben, wenn in idealen Rahmenbedingungen wie Einzeltest, keine surrenden Klimaanlagen, freundlich-zugewandter Tester der die Aufgaben erklärt und anleitet getestet wird, und bei denen es noch keine belastenden Negativ-Erlebnisse mit Tests unter Zeitdruck etc gibt, durch die man gedanklich blockiert werden kann.


Was du dich auch mal fragen solltest: Warum zweifelst du eigentlich nicht das Ergebnis der IQ-Tests an, sondern nur das der ADHS-Tests? Da du offensichtlich fähig bist Google zu bedienen, solltest du auch fähig sein, mal mit Stichworten wie IQ-Tests Kritik oder Aussagefähigkeit IQ-Tests zu recherchieren was bei diesen Tests alles zu "nicht der Wahrheit entsprechenden" Testergebnissen führen kann.

Aber es ist natürlich viel cooler einen armen unverstandenen und nicht geförderten Hochbegabten als Partner zu haben als einen ADHS-Chaoten. Schon klar.
Elchi
Foruminventar
Beiträge: 1908
Registriert: 7. November 2011 12:49

Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon Elchi » 28. September 2016 18:57

Welche Art von Hochbegabten-Förderung wollt Ihr denn bei Deinem Mann anwenden?
Ich wusste garnicht, dass man erwachsene Hochbegabte noch fördern kann. Ich kenne das nur so als Zusatzangebot in der Schule, wie z.B. Chinesisch-AG.

LG
Elchi
Benutzeravatar
Hanghuhn
Foruminventar
Beiträge: 4770
Registriert: 24. Oktober 2010 03:29

Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon Hanghuhn » 28. September 2016 23:53

WeißerHirsch hat geschrieben:Mein Mann wäre z.B. nie in der Lage, bei einer ADHS Fragebogen Frage vorab aufzudröseln, ob die Frage inhaltlich klar zu ADHS passt, oder ob dieselbe Frage ggf. auch zu anderen Ursachen passen könnte.


Das soll er auch gar nicht können. So sind die Fragebögen nicht gestrickt. Am besten wäre eine unvoreingenommene Beurteilung seines Verhaltens. Du versuchst schon viel zu viel, vorher hineinzuinterpretieren. Das ist keine Unvoreingenommenheit.

So gering ist der Unterschied zwischen unterfordertem Hochbegabten und unterfordertem Hochbegabten mit ADHS nun auch nicht. Ein unterforderter Hochbegabter ohne AD(H)S kommt durchaus gut eine Weile mit Routineaufgaben zurecht. Die Probleme zeigen sich erst bei dauerhafter Unterforderung ohne Aussicht auf Änderung.

Bei einem Hochbegabten mit ADHS zeigen sich die Probleme einfach wesentlich schneller. Einige Hochbegabte mit ADHS haben panische Angst vor Unterforderung, weil sie solche Situationen schon erlebt hatten, und sie diese Unterforderung als besonders schlimm empfunden hatten.
LG Hanghuhn
WeißerHirsch
Andersweltler
Beiträge: 15
Registriert: 5. September 2016 09:12

Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon WeißerHirsch » 29. September 2016 20:10

Weil er über Probleme im Job klagte, kam ich ihm entgegen und schlug vor die Dosis wieder zu erhöhen, zumindest mal bis zum Neurologen Termin. Aber mit der Bedingung von ordentlichen Mahlzeiten als Grundlage, und mit der Bedingung dass die Dosis lamgsam abgeflacht wird, d.h. wenn er mittags 2 nimmt, dass er dann nachmittags noch 1 nehmen soll um nicht wieder in so ein Tief zu krachen.

Er nahm also heute früh 3 anstatt wie mit dem Arzt damals vereinbart 2, dann mittags 2 und jetzt erst die 1 anstatt nachmittags. War leider zu spät, es krachte wieder weil er sich nahezu verhielt wie Assozialität in Person. Und er selbst hat es nichtmal bemerkt, aus seinet Sicht wäre er nicht anders als sonst.

Das war heute das letzte Mal dass ich das mitgemacht habe. Ich habe ihm äußerst deutlich gesagt, sollte er morgen nach Feierabend erneut so drauf sein, fahren wir direkt zum Neurologe, dann eben ohne Termin. Falls nicht habe ich angekündigt, ihm all seine Medikinet ins Klo zu kippen. Noch dazu hat ihm nach eigener Aussage die Erhöhung kaum mehr gebracht als die niedrigere Dosis.

Auch bei unterforderter Hochbegabung kommt Aggressivität vor, das muss nicht zwingend der Rebound der Medikation sein. Die Medikation erhöht seine Aufmerksamkeit, aber fördert nicht seine Hochbegabung. Was heißt, dass er ebenso gut deshalb aggressiv werden kann, weil ihm durch die Medikation seine Unterforderung bewusster wird.
Eventuell liegt es nicht an einem Rebound, sondern an der Dosiserhöhung. Dass je höher die Dosis, desto mehr er die unterforderte Hochbegabung merkt bzw. es ihm auffäll.
WeißerHirsch
Andersweltler
Beiträge: 15
Registriert: 5. September 2016 09:12

Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon WeißerHirsch » 30. September 2016 10:07

Heute hat er mit dem Neurologe telefoniert. Wegen der Aggressionen gestern hat der Neurologe jetzt gemeint, er soll das Medikinet bis zu dem Termin ganz absetzen aber einen früheren Termin kann er leider nicht bekommen. (Nein das ist nicht auf meinem Mist gewachsen mit dem Absetzen, sondern das hat der Neurologe selbst zu meinem Mann gesagt am Telefon).
Ich weiß nicht ob er das auch gesagt hätte, wenn die Aggressionen nur vom Rebound kommen würden. Dann hätte er doch einfach sagen können, er soll nachmittags eine 10mg nehmen damit die Wirkung langsam weniger wird. Man wird ja nicht jedem der einen Rebound hat direkt sagen er soll das Medikament komplett absetzen?
Elchi
Foruminventar
Beiträge: 1908
Registriert: 7. November 2011 12:49

Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon Elchi » 30. September 2016 10:28

Mir ist aufgefallen, dass Du schreibst, er hätte selber seine Aggressivität nicht wahrgenommen. Da merkst Du deutlich, dass er eine etwas "verschobene" Wahrnehmung hat.
Wenn er sagt, dass er die stärkere Wirkung des Medikinet nicht wahrgenommen hat, ist für Dich klar, dass es keine stärkere Wirkung mit höherer Dosierung gibt. Das finde ich ein wenig inkonsequent.

Für Euch wäre es mal wichtig gewesen, genau aufzuschreiben, wann er welche Dosis genommen hat, was er vorher gefrühstückt hat (und auch vor der zweiten Tablette gegessen hat) und welche Beobachtungen ihr zu welchem Zeitpunkt gemacht habt.
Da ist es sicher hilfreich, wenn er während der Wirkung Dinge probiert, die ihm sonst schwerfallen. Ich habe meinen Sohn (bei der Einstellung war er fast 18) langweilige Zeitungstexte lesen lassen. Ohne Medis konnte er keinen Satz behalten, mit der richtigen Einstellung konnte er den Inhalt dann wenigstens in groben Zügen wiedergeben.
Wichtig wäre auch, die Medikation immer ein paar Tage gleichmäßig zu nehmen. Ich habe nach Deiner Beschreibung den Eindruck, dass Ihr da viele Wechsel drin hattet. Der Körper muss sich auch erst mal an die veränderte Wahrnehmung gewöhnen.

Vielleicht ganz gut, wenn er erst mal eine Pause macht und Ihr dann nach dem Termin nochmal eine richtige Einstellung anfangt. Eventuell kann er nach Ritalin adult fragen, da ist das mit den Mahlzeiten vor der Einnahme nicht so wichtig. Um den Rebound abzufangen, eignen sich unretardierte Tabletten wohl besser. Allerdings muss man die selber bezahlen (sind aber nicht so teuer).

LG
ELchi
ripley
Foruminventar
Beiträge: 1257
Registriert: 23. Oktober 2010 20:06

Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon ripley » 30. September 2016 16:24

Schattenboxen. nix als Schattenboxen hier.

Weißer Hirsch ... warum noch mal streitest Du mit uns? Das ist doch ein reiner Stellvertreterkampf.
Benutzeravatar
Hanghuhn
Foruminventar
Beiträge: 4770
Registriert: 24. Oktober 2010 03:29

Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon Hanghuhn » 30. Oktober 2016 18:24

WeißerHirsch hat geschrieben:...
Ich weiß nicht ob er das auch gesagt hätte, wenn die Aggressionen nur vom Rebound kommen würden. Dann hätte er doch einfach sagen können, er soll nachmittags eine 10mg nehmen damit die Wirkung langsam weniger wird. Man wird ja nicht jedem der einen Rebound hat direkt sagen er soll das Medikament komplett absetzen?

Ich weiß gar nicht, was er gesagt hätte, wenn Du Dich nicht kontroproduktiv eingemischt hättest und nicht irgend welche Interpretationen angestellt hättest.

ripley hat geschrieben:Schattenboxen. nix als Schattenboxen hier.

Weißer Hirsch ... warum noch mal streitest Du mit uns? Das ist doch ein reiner Stellvertreterkampf.

Ich habe nur noch das Gefühl, dass sie Recht behalten möchte. Mir tut der Mann leid.
LG Hanghuhn

Zurück zu „ADHS / ADS Test und Diagnose*“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 19 Gäste