Verdacht Fehldiagnose

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WeißerHirsch
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Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon WeißerHirsch » 5. September 2016 10:22

Hallo,

wie in der Vorstellung geschrieben bekam mein Mann 2x eine ADHS Diagnose, ebenso wurde es 2x ausgeschlossen.

Ich will mir nicht anmaßen die Einschätzung von Fachärzten in Frage zu stellen. Aber im Vergleich zu einem kurzem Diagnostik-Gespräch wo ein Facharzt die Person für max. 60 Minuten zum ersten Mal erlebt, erlebe ich meinen Mann schon einige Jahre. Darüber hinaus jeden Tag im Alltag. Ich habe ihn sehr genau beobachtet über einige Zeit, und so gut wie möglich versucht objektiv einzuschätzen und zu urteilen. Weshalb ich mir sicher bin, dass die ADHS Diagnose nich stimmt.

(Mir geht es nicht darum, dass ich nicht wollen würde dass er ADHS hat. Wenn er es hätte, würde er durch die Diagnose ja eher Hilfe bekommen können. Vor der jetzigen Diagnose dachte ich es könnte zutreffen, und habe selbst die Fach-Diagnostik zur Klärung veranlasst. Dass ich jetzt zweifle liegt daran, dass ich auf Grund der jetzigen Diagnose erst anfing mich intensiver über die Thematik ADHS zu informieren)

- Bei geistiger Forderung kann er sich sehr wohl und sehr gut konzentrieren, auch ohne Medikament oder anderes Hilfsmittel. Das ist der deutlichste Aspekt bei ihm, weshalb ich an der jetzigen Diagnose zweifle. Das war auch schon vor der jetzigen Diagnose so.

- Viele ADHSler berichten, dass Cola/Kaffee sie ruhiger macht. Ihn stimuliert es, was er auch selbst merkte. Es muss sicher nicht auf jeden ADHSler gleichermaßen zutreffen, aber ich habe es als Unterschied mit einbezogen.

- Er bekam schon als Kind Hochbegabung mit einem IQ von über 130 diagnostiziert. Weswegen 2x ADHS bei ihm ausgeschlossen wurde und stattdessen die Hochbegabung als Grund für seine Probleme benannt wurde.

Die ADHS Diagnose schadet ihm jetzt nicht wirklich, aber er klammert sich seitdem daran fest und besteht auf seine Medikinet Dosis. Problem ist eher, das Medikinet hilft ihm nur weil er daran glaubt und, dass es sein Verhalten negativ verändert.

Ein Bestehen von ADHS und Hochbegabung habe ich mittlerweile ausgeschlossen, weil ich an seinem Verhalten nur Hochbegabungs-spezifische Auswirkungen sehe aber nichts woran man weder gleichzeitig noch alleinig ADHS festmachen könnte. (Ich habe mich sehr bemüht, es möglichst objektiv zu beobachten) Zudem trifft von den ADHS Fragebögen inhaltlich leider auch einiges ebenso auf nur Hochbegabte zu.

Ich habe meine Zweifel dem Psychiater gesagt der ihm das Medikament verschreibt. Er nahm mich nicht ernst damit, und verschrieb ihm später einfach sogar noch eine höhere Dosis obwohl genau das kontraproduktiv für sein Verhalten war.

Sicher hilft ihm das Medikinet in gewisser Weise, sodass er dadurch auch bei ihn unterfordernden Tätigkeiten zwangsläufig konzentriert bleibt. Aber das würde es in gewisser Weise bei nicht ADHSlern auch. Anstatt mittags die 2. Medikinet Dosis zu nehmen, trinkt er jetzt immerhin etwas mit Koffein, Zucker und Taurin was ihm genauso hilft. Gegenargumente von mir will er nicht hören, weil er ohne ADHS Diagnose auch das Medikament nicht mehr bekommen würde.

Bleibt mir nur die Option einen anderen Psychiater zu suchen? Oder wäre ggf. ein aktueller (letzer war vor 4 Jahren) IQ Test hilfreich, dass ihm eine Hochbegabten Fachperson das Thema Hochbegabung erläutert?

Nichts desto trotz bin ich durchaus froh, dass ihm das ADHS Medikament durchaus seinen Alltag erleichtert.
Aber das sollte nicht auf Grund einer Fehldiagnose sein, und für meinen Geschmack sollte er auch kein Betäubungsmittel nehmen ohne es wirklich zu brauchen. Ebenso gäbe es ja auch Hilfsmöglichkeiten für Hochbegabte für ihren Alltag.

Aber bevor ich mich da ggf. in irgendwas verrenne, dachte ich dass es besser ist, das mit anderen zu thematisieren die sich besser mit ADHS auskennen als ich.

Lg WeißerHirsch.
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon Menolly » 5. September 2016 11:20

äh.. jo...
Ein Bestehen von ADHS und Hochbegabung habe ich mittlerweile ausgeschlossen,

Du hast es also ausgeschlossen...
- Bei geistiger Forderung kann er sich sehr wohl und sehr gut konzentrieren, auch ohne Medikament oder anderes Hilfsmittel. Das ist der deutlichste Aspekt bei ihm, weshalb ich an der jetzigen Diagnose zweifle. Das war auch schon vor der jetzigen Diagnose so.

Ich auch, wenn es mich nur genug interessiert.
- Viele ADHSler berichten, dass Cola/Kaffee sie ruhiger macht. Ihn stimuliert es, was er auch selbst merkte. Es muss sicher nicht auf jeden ADHSler gleichermaßen zutreffen, aber ich habe es als Unterschied mit einbezogen.

Wer ist viele? Ich bin mit Kaffee auch wacher, aber ich kann auch, wenn ich Abends Kaffee getrunken habe gut einschlafen.
- Er bekam schon als Kind Hochbegabung mit einem IQ von über 130 diagnostiziert. Weswegen 2x ADHS bei ihm ausgeschlossen wurde und stattdessen die Hochbegabung als Grund für seine Probleme benannt wurde.

Hochbegabung schließt nicht AD(H)S aus.
Problem ist eher, das Medikinet hilft ihm nur weil er daran glaubt und,...

Und das machst du woran fest?
...dass es sein Verhalten negativ verändert.

Und das wäre?
Sicher hilft ihm das Medikinet in gewisser Weise, sodass er dadurch auch bei ihn unterfordernden Tätigkeiten zwangsläufig konzentriert bleibt. Aber das würde es in gewisser Weise bei nicht ADHSlern auch

Eher nicht.


Sorry aber du schreibst als ob dein Mann Unmündig wäre.
Ich gehe aber mal davon aus, das er Erwachsen ist, und selber für sich entscheiden kann.
Klar muss es dir nicht immer gefallen, aber wenn mein Mann so drauf wäre, würde ich ihn zum Mond schießen.

Damit will ich dich nicht angreifen, sondern mal darüber nachdenken ob du an der einen oder anderen Stelle nicht über das Ziel hinaus schießt.

Liebe Grüße
Menolly
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon WeißerHirsch » 5. September 2016 12:41

Hallo,

ich sehe das nicht als Angriff, denn ich möchte ja Rückmeldungen dazu.

Wie gesagt, ich weiß auch dass Hochbegabung und ADHS auch gemeinsam bestehen können. Was jedoch auch keine Bestätigung dafür sein muss, dass es bei ihm der Fall ist, anstatt nur Hochbegabt zu sein.

Ich mache es daran fest, dass es Zeiten gibt, wo er vergisst das Medikament zu nehmen, ihm folglich auch nicht bewusst ist dass er es nicht genommen hat, aber es ihm genauso geht als hätte er es genommen. Sowie dieselbe Dosierung bei ihm unterschiedlich wirkt, wo ich für mich dachte ob der Arzt ihm Placebos verschrieben hätte aber dem war natürlich nicht so. Zudem bessert sich nichts als eine gesteigerte Aufmerksamkeit, was es ebenso bei nicht ADHSlern machen würde.

Negative Veränderungen bei ihm sind z.B. körperliche Aggression (auch gegen mich) Rücksichtslosigkeit, Gleichgültigkeit, Gereiztheit. Das schon bei einer Dosis von 20 mg, das hat er ohne Medikament alles nicht. So weit, dass ich ihn vor die Wahl stellen musste, maximal 10mg / Tag oder die Scheidung, weil das Verhalten ernsthaft weit entfernt von tolerierbar war.
So viel zum Thema das Medikament hätte kaum bis keine Nebenwirkungen...

ADHS hat noch mehr Aspekte als es nur an einem Aufmerksamkeitsproblem fest zu machen. Es wird aber bei ihm im Prinzip nur an der leicht verminderten Aufmerksamkeit festgemacht. Ich bin nicht auf den Kopf gefallen, ich hab Augen und Ohren, nur weil ich kein Fachmann bin muss ich nicht zwingend Unrecht haben mit meinen Beobachtungen und Einschätzungen.

Bei 2 ADHS Diagnosen und 2 ADHS Ausschlüssen scheinen sich ja selbst die Falchleute nicht so ganz einig zu sein.

Mh, ich finde es traurig dass du deinen Mann zum Mond schießen würdest wenn er so wäre. Ich mache mir berechtigte Gedanken über eine mögliche Fehldiagnose, und über ein Medikament dass er ggf. weder braucht und sein Wesen negativ verändert. Und bemühe mich darum, sollte die Diagnose falsch sein, dass er dann jene Hilfe bekommen kann die sich auf die ggf. tatsächliche Ursache bezieht.

Wenn ich an seiner Diagnose berechtigte Zweifel äußere, bezieht sich das keinesfalls auf ADHS allgemein. Sondern nur auf ihn und seine Diagnose. Ich will damit keinesfalls ADHS allgemein allen betroffenen absprechen.

Lg WeißerHirsch.
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon Menolly » 5. September 2016 12:53

Redest du denn auch mit deinem Mann sachlich darüber, wie es bei dir ankommt?
Ich frage, weil gerade dein erster Beitrag hier so klinkt als ob du für ihn einfach mal bestimmst. Das kann nicht gut gehen.

Richtig, Aggressivität ist nicht Tolerierbar, aber auch darüber sollte man mal in Ruhe reden und nicht ausgerechnet wenn es knallt.
Du redest sehr viel davon was dir nicht gefällt, aber leider weiß ich nicht was deinen Mann stört. Dafür müsste ER sich vielleicht mal hier äußern.

Ja, ich würde meinen Mann abschießen wenn er meint mir vorschreiben zu können welchen Arzt ich aufsuchen soll weil ER ein Problem hat. ;)

Schon mal an eine Paartherapie gedacht?
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon laetitia » 5. September 2016 13:09

Hi WeisserHirsch

Willkommen im Forum und schön, dass du dich nicht allein auf dein Urteil verlässt, sondern Antworten von Betroffenen suchst.

Frage: Du schreibst, dass du dich nun besser über die Thematik ADHS informiert hast. Wie und wo hast du dich informiert? Mir fällt ein bisschen auf, dass da viele der Vorurteile aus deinen Zeilen sprechen, mit denen ADHS-ler oft konfrontiert werden.

Zum Beispiel dein erster Kritikpunkt:

WeißerHirsch hat geschrieben:
- Bei geistiger Forderung kann er sich sehr wohl und sehr gut konzentrieren, auch ohne Medikament oder anderes Hilfsmittel. Das ist der deutlichste Aspekt bei ihm, weshalb ich an der jetzigen Diagnose zweifle. Das war auch schon vor der jetzigen Diagnose so.



"Ja du kannst gar kein ADHD haben, du kannst dich ja stundenlang mit _______________(Beschäftigung, Thema einsetzen) beschäftigen..."
Das ist eines der grossen Missverständnisse betreffend ADHS und hat mit der eher unglücklichen Benennung der Störung zu tun. Ja, ADHS betrifft die Aufmerksamkeit, aber es ist nicht das, was die Störung eigentlich ausmacht. Ein ADHS-ler kann sich sehr wohl über Stunden einer Sache widmen, WENN es ihn interessiert und genügend stimuliert, heisst fordert. Das nennt man Hyperfokus.


Ein weiteres Missverständnis das du ansprichst:

WeißerHirsch hat geschrieben:
- Viele ADHSler berichten, dass Cola/Kaffee sie ruhiger macht. Ihn stimuliert es, was er auch selbst merkte. Es muss sicher nicht auf jeden ADHSler gleichermaßen zutreffen, aber ich habe es als Unterschied mit einbezogen.



Stimulanzien stimulieren...immer...auch bei ADHS-lern. Sie können WEGEN dieser Stimulation die innere Unruhe nehmen, bei mir wirken sie leicht aktivierend und Stimmungsaufhellend. Stimulanzien bewirken, dass das Dopamin in ausreichender Menge zur Verfügung steht und man aus diesem Halbwachmodus raus kommt.


WeißerHirsch hat geschrieben:
- Er bekam schon als Kind Hochbegabung mit einem IQ von über 130 diagnostiziert. Weswegen 2x ADHS bei ihm ausgeschlossen wurde und stattdessen die Hochbegabung als Grund für seine Probleme benannt wurde.



ADHS und Hochbegabung schliessen sich gegenseitig NICHT aus. Es gibt sogar sehr viele ADHS-ler mit Hochbegabung. ADHS hat keinen direkten Zusammenhang mit Intelligenz. Das ist auch einer der Punkte, unter denen ADHS-ler oft leiden...das Wissen, dass sie eigentlich Höchstleistungen vollbringen könnten, wenn sie könnten...also wenn diese Dusseligkeit und sonstigen Schwierigkeiten wegfallen würden. Das Wissen, eigentlich viel mehr drauf zu haben, als man bisher zeigen konnte, ist belastend.


WeißerHirsch hat geschrieben:
Die ADHS Diagnose schadet ihm jetzt nicht wirklich, aber er klammert sich seitdem daran fest und besteht auf seine Medikinet Dosis. Problem ist eher, das Medikinet hilft ihm nur weil er daran glaubt und, dass es sein Verhalten negativ verändert.



Inwiefern schadet ihm deiner Meinung nach die Diagnose? Warum siehst nur du das so, er nicht?

Wenn er sich an eine Diagnose klammert, wie du das schreibst, wird das einen Grund haben...meistens steckt ein Leidensdruck dahinter...und Leidensdruck entsteht ja nicht einfach so aus dem Nichts.

Bist du dir sicher, dass das Medikinet ihm nur hilft, weil er daran glaubt? Woran machst du das fest?
Woran macht er die Wirkung des Medikamentes fest? Kann er das konkret benennen?

Schlussendlich kann nur eine Fachperson eine Diagnose stellen oder wieder absprechen. Ich möchte nicht sagen, dass du völlig falsch liegst mit deinem Verdacht, das kann ich aus der Ferne nicht beurteilen, da ich weder dich, noch deinen Mann kenne. Ich würde es aber seine Verantwortung sein lassen, ob er der Diagnose des Arztes vertraut und über das was dich an dem Verhalten deines Mannes stört mit ihm reden.
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon WeißerHirsch » 5. September 2016 13:17

Um Gottes willen, ich schreibe ihm nichts davon vor :D Ich bin nur diejenige, die sich am Ende darum kümmern muss wenn was passieren soll, weil andernfalls nichts passiert. Nicht weil er es nicht wollen würde, sondern weil er es leider nicht auf die Reihe bekommt. Auch nicht bei Dingen um die er sich selbst kümmern sollte. Daran hat leider auch das Medikament nichts geändert.

Wusste gar nicht dass Paartherapie bei ADHS/Hochbegabung hilft... :shock: Kleiner Spaß. Wie kommst du drauf dass das nötig wäre?

Ja wir haben drüber geredet, ganz sachlich, weil wir beide nicht streiten. Trotz Medikament und höhere Dosis war ihm die Veränderung selbst nicht aufgefallen, er ist daraufhin aber wieder mit der Dosierung runter auf das Minimum, auf den Kompromiss haben wir uns vorerst geeinigt.

Selbst sieht er hauptsächlich das Aufmerksamkeitsdefizit als das Problem. Was ja Medikinet durchaus behebt, so isses ja nicht. Aber was Cola,/ Koffein, Taurin und am Besten noch Zucker dazu aber genauso behebt.

Nichts desto trotz, nichts für ungut, fehlt mir bei all dem leider nach wie vor die Beantwortung meiner eigentlichen Frage. Irgend etwas sollte getan werden können, um eine eventuelle Fehldiagnose abklären zu können. Von 10 Fachärzten kann man 5x eine ADHS Diagnose und 5x einen ADHS Ausschluss bekommen, so weit sind wir schon das hilft nicht. Es geht nicht, dass man sich dann davon einfach selbst was raussucht, es kann nur die Diagnose oder Ausschluss stimmen.

Im Prinzip hat er jetzt zwar wieder eine ADHS Diagnose, aber durch die ebenso 2x ADHS Ausschlüsse kann man nicht einfach sagen, dass die jetzige Diagnose wirklich 100%ig stimmt. Die Ausschlüsse sind sicher auch nicht aus der Luft gegriffen. Und es wurde auch nicht ausgeschlossen weil er einen hohen IQ hat, sondern klar geschrieben es läge kein Aufmerksamkeitsdefizit vor.

Lg WeißerHirsch.
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon Menolly » 5. September 2016 13:18

Da fällt mir noch was ein was ich vergessen habe...
und für meinen Geschmack sollte er auch kein Betäubungsmittel nehmen ohne es wirklich zu brauchen.

Meinst du das Medikinet?
Das ist kein Betäubungsmittel.
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon WeißerHirsch » 5. September 2016 13:47

Hallo laetitia,

entschuldige hatte deine Antwort erst danach gesehen.

Informiert bei Ärzten, ich war immer bei den Terminen dabei und habe den jew. Facharzt meine Fragen direkt gestellt. Mich in div. Foren eingelesen, und mich auch mit anderen AHDSlern ausgetauscht um deren persönliche Sicht zu erfahren.

Nichts desto trotz ist es auch nicht falsch, dass nicht stattdessen die Hochbegabung und kein ADHS der Grund für seine Probleme sein kann. Es wurde die 2x eine Aufmerksamkeitsstörung klar ausgeschlossen, und auf Grund des IQ Test Ergebnisses die Hochbegabung als Quelle benannt. Von zwei völlig voneinander unabhängigen Stellen/Ärzten und mit Jahren Unterschied.
Und ob die erste ADHS Diagnose des damaligen Kinderarztes allzu zuverlässig war, lässt mir etwas Raum zum zweifeln.

Es schadet ihm aus meiner Sicht in sofern, dass er sich wie gesagt daran festklammert, was unterm Strich nicht ratsam ist. Man sucht sich seine Diagnose nicht selbst aus, danach was man selbst gebrauchen kann oder einem passt. Und das festklammern, nur weil es dann ein Medikament gibt von dem man sich die Lösung für alles erhofft, finde ich persönlich nicht gut. Ich kann es aus eigener Erfahrung nachvollziehen, dass man nach jahrelangem Leiden froh über Besserung ist.

Die Wirkung macht er daran fest, dass er während der Wirkzeit aufmerksamker dahingehend ist, dass er mehr davon mitbekommt was um ihn herum passiert. Darüber hinaus hat es sonst keine weiteren positiven Veränderungen.

Es wird als Betäubungsmittel geführt, und das nicht ohne Grund.

Was ich an der Stelle nicht verstehe ist, weshalb die Gegenwehr bezüglich der Zweifel über die Diagnose? Fehldiagnosen im Bezug auf ADHS können vorkommen. Bei mir kommt es so rüber, als würde hier versucht die Wahrscheinlichkeit einer Fehldiagnose generell abzuwenden. Ich wollte im Prinzip sachlich erfragen, was man machen kann um eine eventuelle Fehldiagnose möglichst sicher und zuverlässig abzuklären.

Daher auch mein vorheriger Hinweis, ich möchte mit meinem Zweifel keinesefalls die Diagnose von jedem ADHSler absprechen. Wenn es bei ihm eine Fehldiagnose wäre, sagt dies ja nichts über ADHS Diagnosen anderer aus.

Bei 2 Ausschluss-Diagnosen und 2 ADHS Diagnosen, wovon 1 ADHS Diagnose von einem Kinderarzt vor weit über 20 Jahren war, kann man gegenwärtig weder 100% sagen dass er ADHS hat, noch dass er keins hat. Um möglichst objektiv zu bleiben, versuche ich mich so gut wie möglich nur an vorliegenden Fakten zu orientieren und danach zu urteilen. Ebenso wie noch nie versucht wurde, ob eine Besserung eintrifft, wenn man ihm nur bzgl. der Hochbegabung eine Hilfe gibt.

Momentan ist es so, dass sich aus 2 Diagnosen das rausgesucht wurde was einem selbst passt. Das ist aber keine sinnvolle Vorgehensweise und mit Nichten eine sinnvolle Behandlungsgrundlage.

Wassereinlagerungen in den Beinen kann man sicher gut mit Entwässerungs-Tabletten behandeln. Oder mit Kompressionsstrümpfen. Nur weil diese Behandlung hilft, heißt das nicht automatisch dass die Diagnose daher Lymphödem ist. Sondern nur, dass diese Behandlung die Beschwerden lindert. Ebenso kann das eingelagerte Wasser von einem Herzproblem kommen, dann helfen Kompressionsstrümpfe auch um das Wasser zu entfernen, aber es wird nicht die eigentliche Ursache behandelt.

So ist das bei ihm momentan auch, nur weil 10mg Medikinet helfen, ist das kein Fakt dass er deshalb ADHS hat. Und außer der Sache mit der Aufmerksamkeit, die eben darüber hinaus auch noch 2x ausgeschlossen wurde, besteht sonst nichts was klar auf ADHS schließen lassen würde. Und entweder hat man ein Aufmerksamkeitsdefizit oder man hat es nicht. Mal ja und mal nein ist sicher kein Kriterium dass dafür spricht dass jemand mit Sicherheit ADHS hat.

Lg WeißerHirsch.
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon Menolly » 5. September 2016 13:53

Es wird als Betäubungsmittel geführt, und das nicht ohne Grund.

Nein, es fällt unter das BTM was bedeutet, das es besondere Richtlinien für Ärzte und Apotheken darstellt, aber tatsächlich als Stimulanz zu werten ist.
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon WeißerHirsch » 5. September 2016 13:59

Von mir aus...aber das ist jetzt Haarspalterei und unrelevant für die eigentliche Frage.

Lg WeißerHirsch.
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon laetitia » 5. September 2016 14:26

Eine eindeutige Diagnose wirst du nie erhalten...gerade bei psychiatrischen Diagnosen ist immer eine Restunsicherheit da und die wird immer da sein.

Natürlich gibt es Fehldiagnosen. Das Problem dabei ist, dass die Zweifel von dir kommen und nicht von deinem Mann.

Meine Psychologin bei der ich dann in Therapie ging, zweifelte ständig an meiner Diagnose. Dennoch kann ich nach eineinhalb Jahren sagen, dass sie eher zutrifft als nicht. Leider geht es vielen ADHS-lern so, dass sie nicht ernst genommen werden, erst mal alle möglichen Diagnosen bekommen. Mir wollte die Psychologin eine Zwangsstörung und antisoziale Züge zuschreiben...was ich heute nicht mehr akzeptieren würde. Auch ihre Diagnose ich hätte Züge von Borderline muss ich heute eher ablehnen, da ich durch die Skillsgruppe Borderliner kennen gelernt habe und auch persönlich im Kontakt stehe. Es gibt da immer parallelen, die sich jedoch trotzdem wesentlich unterscheiden. Impulsivität aufgrund von ADHS und Impulsivität aufgrund einer fehlgeleiteten Emotionsregulation basierend auf Kindheitstraumata und Abwertungen sind zwei unterschiedliche Schuhe, die unterschiedlich behandelt werden müssen und sollen. Bei der einen helfen Medis und vor allem Medis, bei der anderen helfen sogenannte Skills und die Arbeit an den Grundannahmen über sich selbst, Medis können höchstens lindernd wirken.

Ob die Diagnose auf deinen Mann zutrifft, wird nur er herausfinden können und nur über die Zeit.

Je nach Arzt, ob ein Arzt ADHS-Kritisch ist oder eher nicht, kann eigentlich jeder ADHS-ler eine Diagnose zu und abgesprochen werden. Das ist nicht untypisch...
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon Falschparker » 5. September 2016 19:30

Liebe weiße Hirschin,

tut mir leid dass vielleicht manche Mitteilnehmer gereizt reagieren. Ich kann dir vielleicht erklären woran das liegt.

Wir befinden uns als ADHS-Betroffene in einer Umwelt, wo die Existenz von ADHS im Allgemeinen und teilweise auch bei uns persönlich immer wieder angezweifelt wird. Und viele von uns sind zuerst an einen Arzt geraten, der es ihnen ausreden wollte, was häufig zu Selbstzweifeln und verlorenen Monaten und Jahren (verloren in Bezug auf die Behandlung) führte.

Von daher sind wir teilweise etwas empfindlich.

Okay. Dass weder Hochbegabung noch zeitweise Konzentrationsfähigkeit gegen ADHS sprechen, haben schon andere in diesem Thread gesagt.

Aber ich denke, du brauchst dich mit dem Thema richtige oder falsche Diagnose gar nicht beschäftigen, darum geht es doch gar nicht. Sondern es geht dir um die Wirkung des Medikamentes. Denn: Ein Medikament, das 1. nur wirkt weil man weiß dass man es genommen hat (wobei du eine gewisse Wirkung auch wieder einräumst) und 2. gleichzeitig Aggressivität, auch körperliche, als Nebenwirkung hat, sollte man nicht nehmen, auch wenn die Diagnose felsenfest zutrifft!

Die Entscheidung solltest du ihm selbst überlassen. Wenn die Wirkung bescheiden ist, dein Mann aber trotzdem meint, dass es sich für ihn lohnt, dann sollte er es nehmen. Aber er sollte zusammen mit dem Arzt genau schauen, ob nicht mehr drin ist. Durch eine geringere oder höhere Dosis und vielleicht eine Änderung des Einnahmeryhtmus. Emotionale Schwankungen können sich ergeben, wenn man bspw. mit der zweiten Einnahme zu lange wartet, das gibt dann eine unschöne Berg- und Talfahrt. Medikinet Adult braucht auch eine gute Mahlzeit vorweg um zuverlässig zu wirken, wenn man das nicht gewährleistet sollte man das Präparat wechseln. Ähnliches gilt für das Nachlassen am Abend. Wenn das Herunterkommen nachmittags zu heftig ist, dann kann man es mit einer kleineren Dosis zum Schluss (eventuell eine halbe oder viertel unretardierte Tablette) abfangen.

Tritt denn die Aggressivität beim Nachlassen der Wirkung auf oder während der Hauptwirkung? Falls 1., siehe oben, falls 2., ist die Dosis nicht richtig oder das Medikament eignet sich gar nicht.

Ich würde an deiner Stelle auch mit dem Arzt nicht über die Diagnosewahrscheinlichkeit sprechen, sondern über die Medikamentenwirkung, das erzeugt auch bei ihm weniger Abwehr. Und kein Arzt möchte seinem Patienten ein Medikament verschreiben, das dazu führt dass dieser gegen seine Frau gewalttätig wird!

Weniger nehmen oder die zweite Dosis durch Koffein ersetzen wird zu nicht viel führen. Man muss schon die Dosis nehmen die am Besten wirkt, und dass Methylphenidat ein gefährliches BTM-Mittel und Koffein ein harmloses Genussmittel ist, wäre zu einfach. Beides sind Stimulanzien, die im Wesentlichen ähnliche negative Wirkungen haben können. Ich meide übrigens koffeinhaltige Getränke (ebenso wie übrigens Alkohol) ganz seit ich MPH nehme, es macht mich unangenehm zappelig.

Viele Grüße
Falschparker
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon WeißerHirsch » 6. September 2016 09:52

Hallo laetitia,

es liegt nicht daran dass mein Mann nicht zweifeln würde, sondern dass er sich darum nicht kümmert. Was auch nicht daran liegt, dass er keinen Grund sieht sich darum zu kümmern, sondern das wie bereits gesagt eine generelle Problematik ist. Bei Gesprächen hat er auch selbst zugestimmt, dass andere Ursachen anstatt ADHS auch zutreffen könnten. Aber ihm fehlt dann widerum der Antrieb sich darum zu kümmern.

Die Anmeldung in der Diagnostik Ambulanz habe auch ich in die Wege geleitet, sonst hätte er jetzt weder die aktuelle Diagnose, geschweigedenn Medikamente oder sonst irgend eine Hilfe für seine Probleme.

Hallo Falschparker,

danke für die Aufklärung, das macht es für mich tatsächlich verständlicher.

Er bräuchte das Medikament nicht, er hat selbst rückgemeldet dass ihm z.B. Cola (Zucker+Koffein) oder Koffeinhaltige Brausetabletten + ein Süßgetränk, genauso viel hilft wie 1 Medikinet mit 10mg. Meine Zweifel an der Diagnose habe ich jedoch nicht, weil ich nicht wollen würde dass er das Medikament nimmt.
Das Problem war, beim letzten Termin war ich nicht dabei und der Arzt fragte ihn wie er mit der Erhöhung auf 20mg zurecht kam. Da er die Verhaltensänderungen aber offenbar selbst nicht wahrnahm (sie traten nachmittags nach dem Nachlassen der erhöhten Dosis auf, also wohl ein zu heftiges Herunterkommen) wollte der Arzt daraufhin die Dosis nochmal steigern.

Sicherlich ist noch Luft nach oben, aber wir haben vor Beginn der Medikation einen Kompromiss gemacht. Ein Medikament gibt es nur zu einer begleitenden Therapie. Da er vorab schon verlauten lies, dass er das Medikament als eine Art allround-Wundermittel sieht, wodurch er ohne sich selbst anstrengen zu müssen alles ganz toll und einfach kann. Sinn und Zweck der Medikation ist nicht, sich damit so weit zu pushen dass man sich dadurch nicht mehr anstrengen braucht und einem alles zufällt. Sondern das Medikament ist eine Unterstützung, um dadurch die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwäche auf ein normales Level zu bringen, sodass man im Alltag gut damit klarkommt.

(Ohne ihm was böses zu wollen,..ihm geht es viel darum sich wichtig, besser,..fühlen zu können. Das hat mit negativen Erfahrungen aus seiner Schulzeit zu tun. Und er erhofft sich eben, dass er durch die Medikation ab sofort alles ohne Anstrengung ganz schnell und einfach lernen kann und somit ohne Angstrengung schnell besser werde kann als andere. Dass er dann mehr weiß als andere, mehr kann als andere, aber das in kürzester Zeit und ohne große Eigenbemühungen. Und das ist mit Nichten ein Zweck, für den ich die Einnahme des Medikaments unterstütze) Aber das ist auch nicht der Grund für meine Zweifel.

Er scheint, und damit will ich ihn nicht entmündigen, jedoch nicht in der Lage damit verantwortungsbewusst umzugehen. Wenn er dürfte, würde er auch 50mg am Tag einnehmen, so dass er einen Text am Besten nur 1x überfliegen braucht und dann alles auswendig kennt. (So in etwa waren seine eigenen Worte!)
Aber auch das ist nicht der Grund, weshalb ich an der Diagnose zweifle.

Darüber hinaus hatte er in der Vergangenheit schon gezeigt, dass eine Therapie alleine ihm gut hilft. Zusammen mit den anderen Mitteln, von denen er selbst erkannte dass sie ihm ebenso helfen wie 10mg Medikinet, bräuchte es rein zu dem Zweck ein normales Level an Konzentration und Aufmerksamkeit zu errichen, keine Medikation. Warum er die Medikation will, habe ich ja schon erklärt, jedoch ist das für mich keine Grundlage, um zu sagen "es ist seine Entscheidung" so lange er das gegenwärtig offenbar nicht verantwortungsbewusst entscheiden kann.

Nach einem anderen Medikament habe ich mich auch schon erkundigt, Ritalin adult wäre 1. von der Wirkungsfreisetzung wenn dann viel besser passend. Weil es nicht, wie Medikinet bei ihm, nach 4h kontinuierlich abflacht. Sondern dann, wenn er die 2. Medikinet nehmen müsste, die 2. Wirkphase des Ritalin Adult einsetzt. Sowie 2. nach dem was ich las, das Ritalin adult unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden kann.
Aber der werte Arzt, der auch so gerne und großzügig die Medikinet Dosis erhöht, meint es gäbe nichts anderes für Erwachsene als Medikinet adult. (Mein Mann bekam als Kind ja schonmal vorübergehend Ritalin und es half damals) Laut Internet ist Ritalin adult auch seit 2011 glaube ich in Deutschland für die Behandlung von Erwachsenen zugelassen.

Was mich darüber hinaus auch zweifeln lässt ist, dass er über die Jahre mal Aufmerksamkeitsprobeme hatte, und mal nicht. Jetzt nicht bezogen darauf, dass er sich bei manchen Dingen konzentrieren kann. Sondern dass es Zeitspannen gab, wo er Aufmerksamkeitsdefizit zeigte, und ebenso Zeitspannen (von Monaten bis wenige Jahre) wo nachgewiesen durchweg gar kein Aufmerksamkeitsdefizit vorlag. Bei ADHS hat man doch ein Aufmerksamkeitsdefizit oder hat keines, mir ist nicht bekannt dass man dann mal das Defizit hat und dann mal über längere Zeit wieder nicht.

Auch wenn er kein ADHS hätte, aber ihm eine unterstützende Medikation geringfügig hilft, hätte ich prinzipiell nichts komplett gegen das Weiterführen einer unterstützenden Medikation. Aber definitiv kein Medikinet mehr.

Eine andere Sache ist auch, bevor die Medikation anfing, dass ihm ein ordentlicher Ar**tritt inkl. einer Standpauke mehr half, als ihm jetzt die Medikation hilft. Ich weiß nicht, ob das bei ADHS normal ist, aber meines Wissens beseitigt ein Ar**tritt vorübergehend kein Aufmerksamkeitsdefizit, oder doch?

Lg Weißer Hirsch.
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon laetitia » 6. September 2016 23:42

Liebe WeisserHirsch

Wenn dein Mann unrealistische Vorstellungen hat, dann wird er wohl selbst auf die Nase fallen müssen...natürlich ist Methylphenidat kein Wundermittel, das dann automatisch ein paar IQ-Punkte hinzufügt und ein Superhirn generiert.

Ritalin Adult ist kein anderes Medikament...bloss eine andere Marke desselben (hat den gleichen Wirkstoff), nur der Wirkmechanismus der Verzögerung unterscheidet sich. Ein anderes Medikament wäre zum Beispiel Strattera oder Elvanse.

Schwankungen in der Konzentration sind sehr wohl möglich. Beispielsweise fällt es mir am Anfang eines Semesters leichter, die Konzentration aufrecht zu erhalten und dran zu bleiben, weil es spannend ist...etwas Neues...eine Herausforderung. Alles was neu ist ist spannend und je nachdem ob es einfach nur spannend ist, weil es neu ist oder ob es mich doch auch sonst interessiert und wie tief das Interesse tatsächlich geht, hält die gute Phase länger oder weniger lang an. Meistens so ab Mitte Semester kommt dann die Phase, wo es anstrengend wird. Da fällt es mir immer schwerer, Texte zu lesen, zuzuhören etc. Ende Semester geht es nochmals aufwärts, weil dann der Druck der Prüfungen kommt.

Vielleicht geht es deinem Mann ähnlich. Ein neues Projekt, eine neue Verantwortung, alles läuft...dann der absolute Hänger, weil das Projekt sich in die länge zieht und es halt nicht mehr neu ist, Routine einkehrt etc...und dann auf den Endspurt nochmals voll dabei, da jetzt das Adrenalin kommt. Ist bloss eine Idee, ich weiss ja nicht, was dein Mann macht :mrgreen: .

Ein Tritt in den A* wirkt auch bei mir manchmal Wunder...nur, es hält leider nicht an und das ist häufig das Problem bei ADHS-lern. Bestes Beispiel wäre da das Aufräumen. Schon als Kind war das für mich eine never ending story...doch wenn es hiess: "Solange dein Zimmer nicht aufgeräumt ist, gehst du nicht aus dem Haus!" war mein Zimmer in einer halben Stunde aufgeräumt. Weiss ich, es kommt Besuch, kann ich in einer Stunde mehr erledigen, als sonst an einem ganzen Tag. Das ist auch das, woran andere dann wieder zweifeln...und einem das Etikett "Faul" aufdrücken. Sie kann es ja, wenn sie will...also ist sie faul. Ich habe mich oft verrückt gemacht damit, dass ich wusste, wenn ich mehr für die Schule tun würde, könnte ich besser sein. Ich könnte meine Lehre mit einer Auszeichnung abschliessen. Es gelang mir jedoch nicht, mehr für die Schule zu tun und nicht, weil ich das nicht wollte. Für die Abschlussprüfung lernte ich dann gerade mal zwei Wochen. Ich schloss mit einer überdurchschnittlichen Note ab, aber ich wusste, es wäre noch mehr drin gewesen...wenn...

Also ein A*tritt kann schon vorübergehend Abhilfe schaffen. Aber eben bloss vorübergehend. Die Wirkung wird auch mit der Zeit abflachen...weil man sich daran gewöhnt.

ADHS wird zwar hauptsächlich über die fehlende Aufmerksamkeit definiert. Doch das ist nicht ganz glücklich, weil die Aufmerksamkeit nicht fehlt. Es fehlt mehr die Fähigkeit der Selbstregulation. Die Aufmerksamkeit springt von da nach da, sobald eine Sache nicht von sich aus das Interesse auf sich zieht. Da kann ein A*tritt schon mal helfen, aber nicht dauerhaft.

Ob dein Mann jetzt ADHS hat oder nicht, kann ich aber noch immer nicht beurteilen und meine Worte waren mehr darauf gerichtet, deine Fragen bezüglich ADHS zu beantworten. That's all. Du darfst deine Zweifel natürlich haben und ich finde es gut, dass du dich austauschst. Geschriebene Kommunikation kommt manchmal anders an, als sie gemeint war. Von meiner Seite her war nur die Absicht, Verständnis zu schaffen.
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon WeißerHirsch » 7. September 2016 10:07

Danke laetitia, da waren jetzt einige sehr hilfreiche Erklärungen für mich dabei.

Im Internet fand ich eine Grafik, wo Einsetzen der Wirkung und Wirkdauer verschiedener ADHS Medikamente (MPH) aufgezeigt wurde. Verglichen zwischen Medikinet adult und Ritalin adult wäre letzeres von Einsetzen der Wirkung, Wirkdauer, Abflachen der Wirkung, und zusätzlich die Unabhängigkeit von Mahlzeiten (Was neben dem Vergessen der Einnahme auch oft vergessen wird..an regelmäßige Mahlzeiten ist überhaupt nicht zu denken) eine bedeutend bessere Alternative.

Wir kommen mit Medikinet adult unterm Strich langfristig sowieso nicht weiter, wenn er Dosismäßig nicht höher wie aller höchstens 10mg 1x morgens nehmen kann, auf Grund der andernfalls eintreffenden Aggressionen. Und ich kann beim besten Willen nicht auch noch auf seine regelmäßige Nahrungsaufnahme achten müssen. Die anderen von dir genannten Medikamente sind auch ein guter Vorschlag. Schade dass der Psychiater das nicht wusste, er meinte ja außer Medikinet gäbe es nichts für Erwachsene. Ich hoffe nur, dass der Psychiater da nicht abblockt.

Zitat laetitia: "Wenn dein Mann unrealistische Vorstellungen hat, dann wird er wohl selbst auf die Nase fallen müssen" Ich vermute das ist wohl ein Grund dahinter. Manchmal komme ich mir vor wie eine Mutter, die es nicht auf die Reihe bekommt ihren Teenager Sohn seine eigenen, auch negativen oder unschönen, Erfahrungen im Leben machen zu lassen. Man will ja im Prinzip nur das Beste. Und er macht leider oftmals immer wieder total blöde, schwachsinnige,..Sachen. Wo er einfach, weder vorher noch überhaupt, nicht darüber nachdenkt was er da gerade macht, oder sagt.

Ich werde mich jetzt beim nächsten Psychiater Termin um einen Wechsel des Medikaments kümmern (das ist was, das ich ihn beim besten Willen nicht alleine machen lassen kann. Er lässt sich sonst wieder gutgläubig einfach eine höhere Medikinet Dosis vom Arzt aufquatschen, hinterfragt nichts und nimmt es einfach..) Ob er jetzt kein ADHS hätte,..da ihm so ein Medikament gegen das Aufmerksamkeitsproblem hilft, wodurch auch immer es verursacht wird, werde ich trotz meiner wohl weiter bestehenden Zweifel die Diagnose stehen lassen. Einfach, weil ihm die Medikation hilft.

Lg WeißerHisch.
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon ripley » 7. September 2016 11:28

WeißerHirsch hat geschrieben:Manchmal komme ich mir vor wie eine Mutter, die es nicht auf die Reihe bekommt ihren Teenager Sohn seine eigenen, auch negativen oder unschönen, Erfahrungen im Leben machen zu lassen. Man will ja im Prinzip nur das Beste. Und er macht leider oftmals immer wieder total blöde, schwachsinnige,..Sachen. Wo er einfach, weder vorher noch überhaupt, nicht darüber nachdenkt was er da gerade macht, oder sagt.


So.
Lies Dir diesen Absatz bitte nochmal durch.
Und dann überlege NOCH EINMAL, zu welcher Art Beziehung der gehört.
Wie viel Respekt vor dem Partner (!) er beinhaltet, wie viel Loyalität. Wie viel "den anderen in seinen Regungen, Bedürfnissen und Entscheidungen ernst nehmen".

Mich gruselt es in diesem Faden von vorne bis hinten. Und ich garantiere Dir, das geht mindestens neun von zehn Erwachsenen so. Spätestens, wenn sie sich vorstellen, SIE seien dieser Deiner "Besorgtheit" ausgesetzt.
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon WeißerHirsch » 7. September 2016 12:39

Danke für die kostenlose ungebetene Bewertung unserer Beziehung. Nein im Ernst...das war bewusst und beabsichtigt so geschrieben, daher auch die Wortwahl dass ich es nicht auf die Reihe bekommen würde. Darüber hinaus muss ich sagen, mehr als die Erzählungen kennt ihr über uns/ihn/mich nicht, ihr lebt auch nicht mit ihm zusammen. Soweit er damit einverstanden ist, was es voraussetzt, können und dürfen wir das untereinander regeln und handhaben wie wir das in unserer Beziehung miteinander für richtig halten. Unabhängig davon, was andere davon halten oder wem auch immer es gefällt oder nicht gefällt.

Das kann auch gruseln wen will, so lange er einverstanden ist und ich einverstanden bin, ist das unsere Beziehung die wir miteinander in erster Linie für uns gestalten. Und nicht danach in wiefern es anderen zusagt. Auf die Idee, dass er das in gewisser Weise befürworten, oder selbst auch so wollen würde, scheint man nicht zu kommen, aber ja das soll es auch geben. Zumal ich mich nicht erinnere, um eine Bewertung über die inhaltliche Gestaltung unserer Beziehung gefragt zu haben. Das hat mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun.
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon Elchi » 8. September 2016 18:12

Also, ich muss da auch mal meinen "Senf" dazu geben:
Dafür, dass Dein Mann ADHS hat, hast Du einige gute Beispiele geliefert: "Kann sich konzentrieren, wenn er will...", "bringt nichts auf die Reihe, noch nicht mal den Arzttermin...", "schafft es beim Arzt nicht, sein Befinden klar darzustellen und über die Medikation zu sprechen..."
Mph sollte immer in einer wirksamen Dosis genommen werden und zwar in der Höhe, in der man auch eine gute Wirkung hat. Ich habe den Eindruck, dass der Arzt schon ganz richtig entschieden hat, die Dosis höher anzusetzen. Wenn die Aggressionen Dir gegenüber nach Ende der Wirkung einsetzen, ist das ein deutliches Zeichen, dass es vorher gut gewirkt hat. Dass Dein Mann Dir gegenüber so um Mph kämpft, zeigt doch, dass es ihm hilft.
Falschparker hat beschrieben, wie man gegen solche "Rebound-Erfahrungen", die übrigens häufig vorkommen, vorgehen kann. Das Herabsetzen der Dosis ist sicher nicht der richtige Weg.

Richtig ist, dass RItalin adult ein Kassenzugelassenes Medikament ist, mit dem gleichen Inhaltsstoff wie Medikinet adult. Beide Medis wirken laut Packungsbeilage etwa 8 Stunden und geben den Wirkstoff in zwei Etappen ab, die erste sofort, die zweite nach etwa 4 Stunden. Tatsache ist, dass Medikinet dafür ein richtiges Frühstück braucht, Ritalin nicht, weshalb in Eurem Fall Ritalin sicher die bessere Wahl wäre.
Die Stimmungsschwankungen Deines Mannes darauf zurück zu führen, dass er kein ADHS hat, finde ich allerdings gewagt. Gerade durch die Abgabe in zwei Etappen und die unterschiedliche Wirkung, je nach Mageninhalt, sind Stimmungsschwankungen bei Medikinet durchaus üblich. Es gibt viele AD(H)Sler, die mit Ritalin deutlich besser klar kommen (man muss es probieren, manche kommen auch mit Ritalin schlechter klar).

Nicht ausgeschlossen ist nach Deinen Berichten, dass Dein Mann hochbegabt ist. Für Hochbegabte ist es durchaus nicht unüblich, dass sie sich einen Text einfach nur durchlesen und dann auswendig können. Wenn Dein Mann dazu mit Medikamenten in der Lage ist, dann nicht, weil in den Medis irgendwelche Wundertüten mit Wissen drinstecken, sondern weil er mit Medis seine "natürliche Intelligenz" zur Anwendung bringt. Genau das ist der Sinn der Medikation. Weil in diesem Fall die Hochbegabung "normal" ist und die Medis den Normalzustand herstellen sollen.
Ihm also jetzt zu sagen, er dürfe die Medis nicht in der Höhe nehmen, die ihm so müheloses Lernen ermöglichen, finde ich persönlich eine Frechheit.
Man kann mit diesen Medikamenten keine Intelligenz "hervorzaubern", die nicht vorhanden ist. Aber man kann die vorhandene Intelligenz nutzbar machen.

Ich persönich habe den Eindruck, dass Du, obwohl Du meinst, Du hättest Dich intensiv informiert, ein riesen Problem mit der Medikation hast. Wenn Du aber mal die Erfahrungsberichte, z.B. hier im Forum, der Betroffenen liest, wirst Du vielleicht merken, dass Mph viel mehr ist, als nur ein "Beruhigungsmittel" (darauf zu bestehen, dass es genau das eben nicht ist, ist keine "Haarspalterei", sonder ist entscheidend. Jedenfalls, wenn man weiß, was AD(H)S im Gehirn "anstellt")

LG
ELchi
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon WeißerHirsch » 22. September 2016 10:23

Hallo,

nun, das Untersagen der Erhöung der Dosis als "Frechheit" zu bezeichnen...das mache ich nicht um ihm verwehren zu wollen dass es ihm besser geht. Sondern auf Grund der Aggressionen mir gegenüber, was ich als gerechtfertigten Grund empfinde. Eventuell wäre vorab vom Arzt etwas mehr Aufklärung/Erklärung hilfreich gewesen, gerade über Rebound, und die Wichtigkeit einer guten Essensgrundlage vorab.

Es nutzt weder ihm noch mir, wenn wir von diesen relevanten Dingen im Zusammenhang mit Medikinet erst dann beiläufig übers Internet erfahren, nachdem die genannten Negativbeispiele passiert sind.

Bisher wurde zudem nie geguckt, in wie weit, ob überhaupt, eine begleitende Verhaltenstherapie ihm hilft. Weder ohne Medikation, noch mit aktueller Medikation. Ebenso könnte vielleicht eine begleitende Therapie die Aggressionen der Dosiserhöhung mindern. Wie auch nicht ausgeschlossen ist, dass ihm nur eine ambulante Therapie helfen könnte.

In den letzten 10 Tagen hatte er 3x das Medikinet genommen, an den restlichen Morgenden schlichtweg vergessen. Es war mir im Laufe des Vormittags aufgefallen, ihm nicht. Ich habe ihn dann an jenen Tagen beobachtet, besonders bei Tätigkeiten bei denen eine gewisse Konzentration und Aufmerksamkeit erforderlich ist. Und am Abend ihn selbst gefragt, was ihm bei sich selbst den Tag über aufgefallen war.
Teilweise habe ich Dinge auch per Foto dokumentiert damit es mir der Arzt glaub und er selbst, weil er dieselbe gesteigerte Leistung brachte wie unter der üblichen momentanen Dosis. So eine Leistung, dass ich es selbst kaum hätte glauben können, wenn ich nicht live daneben gestanden hätte.

Der Unterschied war, dass wir die letzten 10 Tage im Urlaub waren und er dort eine bedeutend gehobenere Stimmung hatte, was er auch selbst bemerkte. Was sich offenbar auch zum gewissen Teil positiv auf seine Konzentration und Aufmerksamkeit auswirkte, sodass er ohne Medikation und ohne Koffein/Taurin, etc. gut zurecht kam.
Eine Kombination aus mittelgradiger Depression und unterforderter Hochbegabung kann auch zu ADHS-ähnlichen Symptomen beitragen, wovon er beides diagnostiziert bekam. Dass ihm das Medikinet hilft, das alleine ist kein ausreichendes Indiz für die Richtigkeit der Diagnose. Und meine von dir zitierten Aussagen wären ebenso für Hochbegabte passend, eindeutige ADHS Merkmale sind das nicht.

Lg WeißerHirsch.
laetitia
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Re: Verdacht Fehldiagnose

Beitragvon laetitia » 22. September 2016 12:23

Liebe WeisserHirsch

Nach wie vor spreche ich deinem Mann weder eine Diagnose zu noch ab...aber es gibt ein Paar Punkte, die du in deiner "Anamnese" berücksichtigen solltest.

1. Dein Mann ist mit einer Dosis von 10mg retardiert möglicherweise total unterdosiert. Es gibt zwar Leute, die auf wenig MPH gut ansprechen, für die Meisten aber sind solche Dosierungen eher Placebo als Wirkung. Daher ist es gut möglich, dass dein Mann mit und ohne in etwa gleich gut "funktioniert". Dies nicht, weil er möglicherweise kein ADHS hat, sondern weil die Dosierung nicht stimmt.

2. Urlaub ist eine nicht-alltags-Situation. Heisst, Urlaub kann spannend sein, die Routine ist weg und wenn ein ADHS-ler eine Beschäftigung hat, die ihn packt, dann ist er durchaus in der Lage, Höchstleistungen zu vollbringen. Habe ich glaube ich schon mal erklärt. Es geht nicht unbedingt um Leistung, bei den Medis...sondern viel mehr um Konstanz...und Ausgeglichenheit.
Dass es deinem Mann im Urlaub besser geht, kann auch mit dem Tapetenwechsel erklärt werden. Raus aus dem Alltag, etwas tun, was die Routine durchbricht etc.

Damit sage ich wie erwähnt nicht, dass du mit deinem Verdacht falsch liegst oder so. Da ich deinen Mann und dich nicht näher kenne, werde ich mir ein solches Urteil nicht anmassen. Was aber dennoch auffällt ist, dass du noch immer wenig über ADHS zu wissen scheinst und auch nicht die Fragen stellst, um mehr darüber zu erfahren, sondern mit deinen Behauptungen aufkreuzt und meinst, damit recht zu haben...leider aber nur wieder all die Vorurteile ansprichst, die einem ADHS-ler immer wieder vorgehalten werden.

Warum lässt du deinen Mann nicht mal aufdosieren und dann schauen, was passiert? Wie man den Rebound abfedert, hat hier auch schon jemand erklärt...daher müsstest du darüber nun auch Bescheid wissen...und wenn die Situation nach wie vor nicht besser wird, kannst du immernoch intervenieren. Aber ist bloss ein Vorschlag. Ist ja nicht mein Mann :mrgreen:

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