Diagnoseverfahren seltsam/ ein paar Therapiestunden und dann nix mehr?

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Conny03
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Diagnoseverfahren seltsam/ ein paar Therapiestunden und dann nix mehr?

Beitrag von Conny03 » 27. August 2015 13:00

Hallo, vor ein "paar" Jahren habe ich hier schon einmal wegen meinem mittleren Sohn damals 9 geschrieben, ich verlinke mal einfach zur Info, obwohl es jetzt um den kleinen Bruder geht.

http://www.adhs-anderswelt.de/index.php#1

Mit dem mittleren waren wir nicht zur Diagnostik, was sich auch später als nicht nötig herausstellte. Er hat zwar so seine Probleme und Macken ist aber selber froh, dass wir nichts in der Richtung unternommen haben. Ihm flog dann in der Schule auch noch alles zu (hatte gar ne eingeschränkte- wegen dem mangelndem Einsatz und Arbeitsverhalten- Empfehlung zum Gym). Schulisch hatte der keine Probleme mehr, hat jetzt mit 18 bereits eine Ausbildung sehr erfolgreich abgeschlossen und gerade die 2. begonnen. Wecken muss ich allerdings immer noch, das klappt in den seltensten Fällen selbstständig, was nicht so schlimm ist, da ich auch meistens früh los muss.

So, nun gibt es einen kleinen Bruder und hier waren wir bereits zur Diagnostik, ebenfalls mit 9.
Hier leider viel zu spät, aber wieder wollte/will mein Mann nichts sehen.
Im Säuglingsalter hat er bis ca.6 Monaten sehr viel geschrien.
Wenn wir irgendwo zu Besuch waren, ging das nur so lange er schlief. Wachte er auf, konnten wir direkt gehen, da Unterhaltung dann eh nicht mehr möglich war. Ich habe Stunden mit ihm im Tragetuch draußen rumlaufend verbracht.

Auch im Kleinkindalter hatte ich festgestellt, dass er immer das Gegenteil vom gesagten machte. Nicht mit Absicht, sondern so, als hätte er zwar alles gehört, es aber nicht "oben" angekommen ist.

Im Kindergarten war er  unauffällig. Bewegungsdrang und so, hieß es zwar, aber auf keinen Fall adhs. Ich hatte wegen der großen Bruder Geschichte auch gezielt gefragt, ob die den Verdacht hatten "neee".
Als dann die Einschulungstests kamen ging es los.
Er kann ja dies nicht und das nicht Logoädie zwingend nötig. Unser KiA war entsetzt, der fand keine Auffälligkeiten und ja der ist komptetent. Verschrieb uns dann aber 10 Logo Stunden weil wir Ärger mit dem Gesundheitsamt hatten- die die Einschulungstests machten.
Ich muss dazu sagen, dass unser Sohn ein Bewegungs und Sporttalent ist.
Die Bewegungstests bestand er mit Bravour, worauf in seinem Beisein dazu gesagt wurde, das wäre aber nicht wichtig, dass man das kann. Was er konnte/kann wurde an allen offiziellen Stellen runtergemacht und was deren Meinung nach nicht lief, immer wieder hervorgehoben, immer in seinem Beisein, was ihn auch immer etwas traurig machte, ob er dumm sei, oder so.

OK Logo: Die Therapeutin war begeistert über seine Mitarbeit, sah aber auch keinen Bedarf und wunderte sich. Nach den 10 Stunden war erfolgreich Schluss.

Schule begann und gleich in der ersten Woche verging ihm der Spaß. Hausaufgaben 4 Jahre lang eine Qual für ihn und uns. Er hatte in der Grundschule fast nur Misserfolge. Hier stand er dann auch dauernd auf ,ging in der Klasse rum, aber adhs? ach nein, das nicht...Konzentration? Schnell vorbei.
Sich organisieren? Was ist das?
Er KANN nicht, das sehe ich.
Dass wir ihn 4 Jahre lang jeden Morgen zur Schule brachten weil er Angst auf dem Schulweg hat(te) (vor fremden Menschen, vorzugsweise Männern)? Geschenkt.

Nach draußen ging er nur, wenn andere Kinder ihn abholten. Verabreden auf dem Spielplatz? Wir mussten ihn hinbringen. Waren andere Kinder dabei, war alles ok.
Der Auslöser zum Arzt zu gehen war dann, dass er auf einmal gar nicht mehr raus ging, extreme Ängste entwickelte. Ich habe den zu Hause 6 Wochen lang nicht mehr lachen sehen (in der Schule war er wie immer, fröhlich beliebt alles)
Extreme Angst, schwer krank zu sein und denken ich würde ihm das nur verschweigen. In der Zeit hatte er angefangen exzessiv mit einer kleinen Taucherfigur zu spielen. An der Art, wie er  damit umging, konnte ich die Angst sehen, die ihn echt schon auffraß. Panikanfälle...
Endlich zog mein Mann mit, ich hatte Angst, dass unser Sohn in schwere Depris abrutscht. Außerdem muss ich gestehen, dass mich sein Krankheitswahn auch aggressiv machte.
Ständig wurde panisch auf die Haut auf den Armen geguckt, ob sich da was verändert hat, das im Minutentakt.
Die Angst alleine raus zugehen. Außerdem schlief und schläft er immer noch bei mir im Bett, was für mich zunehmend belastender wird. Extreme Fixierung auf mich-immer noch.
Erste Anlaufstelle Kinderarzt, ohne Kind und das alles erzählt. Diese Fixierung auf die Taucherfigur sah nach Autismus aus, seine extreme Sportlichkeit und wirklich große Beliebtheit bei anderen Kindern sprach dagegen.
Überweisung zum Kinderpsychiater. Zeugnisse und alles mitgenommen. Der schloss dann auch Autismus und Asperger sofort aus. Es wurden dann Tests gemacht.
Intelligenztest, Familienaufstellung, Konzentration. Ergebnis, die Intelligenz liegt im unteren Durchschnitt ( was mir tatsächlich ein bisschen zu schaffen macht, wie ich zugeben muss), sei aber extrem schwer zu testen gewesen, da die Konzentration schnell futsch ist.Keine körperlichen Untersuchungen, kein EEG, kein Blutbild.
Tendenzen zu adhs mit eben den Begleiterscheinungen Angst und wenig Selbstvertrauen, evtl. auch Medikation- die gabs dann nicht.
Erst ein paar Stunden einzel und dann ein paar Stunden Gruppentherapie. In der kurzen Zeit ist das Schulische tatsächlich erheblich besser geworden, diese Ängste mal mehr mal weniger jedoch geblieben.Vor allem um DIE ging es mir. 
Vor den Ferien sahen die dann keinen Grund mehr die Therapie weiterzuführen, wir sollten uns aber melden, wenn wieder was kommt.
Tja, irgendwie war das alles noch nicht in Ordnung, was gerade am besser werden war, ist wieder so schlimm wie vorher, aber irgendwie komme ich mir da nicht ganz verstanden und ernst genommen vor.
Das war doch keine echte Diagnostik, oder? Mein Mann ist angepisst, der muss zu sowas ja immer total überredet werden, und nörgelt schon nicht wieder was neues, das geht auch von alleine weg. Ähm, mit 10 wird noch JEDE Nacht bei mir geschlafen (was meinen Mann auch erheblich stört)
Neue Diagnostik woanders? Berichte geben lassen und woanders hin, oder wieder da melden?

Ach ja einwöchige Klassenfahrt ohne Probleme, er war ja nicht alleine Im Zimmer und andere Kinder mit dabei.
Manchmal wird es besser, aber es kommt immer wieder.

Puhh, danke fürs Lesen, bin evtl. erst morgen früh wieder on
Liebe Grüße
Conny
Falschparker
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Re: Diagnoseverfahren seltsam/ ein paar Therapiestunden und dann nix mehr?

Beitrag von Falschparker » 27. August 2015 17:01

Hallo Conny,

nein, das war keine Diagnostik. Jedenfalls wenn sie nur aus
Intelligenztest, Familienaufstellung, Konzentration
bestand.

Habt ihr denn bei dem Kinderpsychiater keinen Folgetermin bekommen?

Und mit welcher Begründung schloss er Asperger/Autismus aus?

Abgesehen davon, dass, falls ADHS besteht, eine medikamentöse Therapie eventuell schon eine Menge bringen könnte, muss man die Ängste nochmal speziell betrachten, da ist ja weit mehr als für ADHS normal wäre.

Wenn der Facharzt nicht weiter forschen möchte, solltet ihr ihn wechseln. Das sollte auch dein Mann (?) einsehen, so kann man euer Kind ja nicht lassen.
Keine körperlichen Untersuchungen, kein EEG, kein Blutbild.
Blutbild (und EKG) wäre erst dran, wenn eine Medikation bevorsteht, vorher nicht, denn für die Diagnostik selbst bringt das ja nichts. EEG dann, wenn es Hinweise auf Epilepsie (also Vorkommen in der Familie, Verdacht auf Absencen usw.) gibt, aber davon schriebst du ja nichts.

ADHS wird vorwiegend über Befragung der Eltern und Lehrer ermittelt, (fast) nicht über Tests.
<><
Elchi
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Re: Diagnoseverfahren seltsam/ ein paar Therapiestunden und dann nix mehr?

Beitrag von Elchi » 27. August 2015 23:28

Oha, einer der seltenen Fälle, in denen ich Falschparker mal wiedersprechen muss  :811:
Das Blutbild braucht es zwingend zur Diagnostik, nicht nur, wenn es um Medis geht. Man kann damit (zumindest theoretisch  :aufsmaul_2: ) eine Schilddrüsenfehlfunktion ausschließen.
Die macht nämlich ganz ähnliche Symptome wie ADHS.

Gerade diese Panik kommt oft bei Schilddrüsenunterfunktion vor.
Das Unterscheidungsmerkmal bei meinem ADS-Kind und Schilddrüsen-Kind war bei der Konzentration: Der ADSler kann sich gut konzentrieren, wenn es interessant ist. Das Schilddrüsen-Kind konnte in den schlimmsten Zeiten nicht mal ein Buch lesen, das es unbedingt lesen wollte.

LG
Elchi
Conny03
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Re: Diagnoseverfahren seltsam/ ein paar Therapiestunden und dann nix mehr?

Beitrag von Conny03 » 28. August 2015 10:14

Ahh, interessant...Sowas kann auch von der Schilddrüse kommen?

Folgetermine:
Wir sollten uns wieder melden, wenn doch noch mal Probleme auftauchen, aber die Angst war ja eben nie ganz weg- ich hatte aber auch gehofft, wir wären auf nem Weg...

Aber ok, dann hat aber wohl doch eine richtige Diagnose stattgefunden, denn die Fragebögen für Familie und Schule hatten wir, die hatte ich vergessen zu erwähnen. Wobei da der Fragebogen der Lehrerin und unserer sich nur in der Beziehung Schule, Konzentration und Bewegungsdrang und Selbstorganisation glich. Ansonsten hatten wir ein völlig anderes Kind, sozusagen.

Was auch der Knackpunkt bei der Therapie war, es war eine Frau = keine Angst, sondern Spaß dabei. Der Psychiater für die gemeinsamen Gespräche war ein Mann, vor dem er auch etwas Angst hatte, was er mir aber erst später sagte, den fand er "komisch" wie so viele andere.

Die letzten Termine waren Gruppentherapie mit anderen Kindern und das lief natürlich super, er kommt sehr gut mit anderen Kindern klar, findet schnell Kontakt und Freunde, da ist keine Spur von seiner Angst. Im Gegenteil, solange  er nichts alleine machen muss, andere schon nur dabei sind, ist er eher draufgängerisch. Die Therapeutin meinte sogar, er hätte Vorschläge eingebracht, was man noch machen könnte und sogar teilweise die Organisation übernommen, bei den Bewegungsspielen.
Das wundert mich nicht, er macht Parkour und Freerunning, hat 4 Jahre Kickboxen gemacht und fährt Skateboard und BMX. Der müsste eigentlich vor lauter Selbstbewusstsein platzen.
Das war auch der Autismusausschlussgrund (wasn Wort) sein Bewegungstalent und die Sportlichkeit. Auch der Umgang mit den Anderen.
Vor der einwöchigen Klassenfahrt habe ich mir auch total keine Sorgen gemacht, er auch nicht, da waren ja die anderen Kinder mit und er nicht alleine in einem Zimmer.
Wer ihn so sieht, glaubt uns das gar nicht.
Diese Woche war z.B. Elternabend in der Schule, er konnte in der Zeit zu seiner Schwester gehen, die nicht mehr zu Hause wohnt, aber nur 30 Meter entfernt, es war 17 Uhr, es ist einfach gerade die Straße entlang.
Er kam 3 mal wieder rauf, draußen ist ein komischer Mann vorbei gegangen- natrülich 3 mal ein anderer. Mein Mann hat ihn dann doch noch hin gebracht.
Am Anfang der Ferien dachte ich noch, das wird jetzt, weil er da morgens anfangs 2 Stunden alleine war und das oh Wunder sogar klappte. Holte seine Freunde im Wechsel ab, 2, 3 mal schlief er im eigenen Bett.
Plötzlich wieder gar nichts mehr, noch nicht mal 5 Minuten. Es ist nichts sonderbares vorgefallen.
Ich kann hier auch wirklich meine Hand dafür ins Feuer legen, dass er noch nie schlechte Erfahrungen mit speziell Männern gemacht hat, wenn das jetzt jemand vermutet.
Er geht auch mit seinen Freunden schwimmen und ist da ganz normal und die sind den ganzen Tag weg und unterwegs, nur eben alleine zu seinen Freunden, oder auch sonstwo hingehen ist im Moment mal wieder extrem ne Katastrophe, wie gesagt, es war auch schon mal besser und wir sagen ihm auch immer wie stolz wir auch sind, wenn was geklappt hat.
Nachrichten können wir kaum noch gucken, wenn er was aufschnappt von Entführung. Das ist seine größte Sorge, er könnte "mitgenommen" werden.Ich weiß auch nicht, wie ich das zerstreuen soll, außer dem üblichen eben nirgends einsteigen und so, oder gehen, wenn eine Situation für ihn seltsam wird, das brauche ich ja gar nicht sagen, das sind sie ja fast alle für ihn.
Dabei ist er aber total interessiert am Weltgeschehen. Was er da aufschnappt versteht er seltsamerweise auch, redet mit uns darüber und sagt seine Meinung dazu- auch politisches, aber wenn es schulisch um logisches Denken und "Vorausdenken" geht, da kann man sich den Mund fusselig reden und er guckt einen an, mit einem Blick, der nur aus ???? besteht.  Hast du das gehört? "ja"... hast du das verstanden? ".....  ....    ..." was sollst du machen?    "....    ...  .." Man erklärt noch mal und naja, erntet nur komische Blicke.
Er kann auch was er kann nicht auf den Punkt abrufen. Wir lernen vor Klassenarbeiten, er kann es und schreibt in der Arbeit wirres Zeug dahin.

Kann ich hier jemanden fragen, ob der Kinderpsych., bei dem wir waren/sind gut ist, ich möchte es nicht öffentlich hier hin schreiben. Raum MK/UN/DO

Scheiße, warum wird das immer so viel?
L.G. Conny
Liebe Grüße
Conny
Falschparker
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Re: Diagnoseverfahren seltsam/ ein paar Therapiestunden und dann nix mehr?

Beitrag von Falschparker » 28. August 2015 13:08

Hallo Elchi,

danke für deine Ergänzung.
<><
Eva36
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Re: Diagnoseverfahren seltsam/ ein paar Therapiestunden und dann nix mehr?

Beitrag von Eva36 » 29. August 2015 07:18

[quote="Elchi"]
Oha, einer der seltenen Fälle, in denen ich Falschparker mal wiedersprechen muss  :811:
Das Blutbild braucht es zwingend zur Diagnostik, nicht nur, wenn es um Medis geht. Man kann damit (zumindest theoretisch  :aufsmaul_2: ) eine Schilddrüsenfehlfunktion ausschließen.
Die macht nämlich ganz ähnliche Symptome wie ADHS.

Gerade diese Panik kommt oft bei Schilddrüsenunterfunktion vor.
Das Unterscheidungsmerkmal bei meinem ADS-Kind und Schilddrüsen-Kind war bei der Konzentration: Der ADSler kann sich gut konzentrieren, wenn es interessant ist. Das Schilddrüsen-Kind konnte in den schlimmsten Zeiten nicht mal ein Buch lesen, das es unbedingt lesen wollte.

LG
Elchi
[/quote]

Genau so ist es! Wobei da explizit nach ALLEN SD Werten gebettelt werden muß  :aufsmaul_2:

Wir erleben es gerade. Natürlich bedeutet eine Fehlfunktion ja nicht, daß ADHS nicht vorliegt.

Aber ich finde, es wird in den meisten Fällen die SD nicht richtig untersucht. TSH gut? Alles gut.

@ Conny: Ich finde, es klingt bei Euch nach mehr als "nur" ADHS. Vor allem das schnelle Ausschließen von Autismus/Asperger macht mich stutzig.
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Re: Diagnoseverfahren seltsam/ ein paar Therapiestunden und dann nix mehr?

Beitrag von Conny03 » 31. August 2015 12:06

[quote="Eva36"]


@ Conny: Ich finde, es klingt bei Euch nach mehr als "nur" ADHS. Vor allem das schnelle Ausschließen von Autismus/Asperger macht mich stutzig.
[/quote]

Ja sicher ist es mehr, ich weiß aber irgendwie nicht weiter. Der Kipsy damals "dann müssen wir schauen, woher diese Ängste kommen", aber die wurden irgendwie außen-vor gelassen, kommt mir so vor.
Liebe Grüße
Conny
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Re: Diagnoseverfahren seltsam/ ein paar Therapiestunden und dann nix mehr?

Beitrag von Falschparker » 31. August 2015 14:51

Die sind aber wichtig.

Wobei es durchaus sein kann, dass ADHS die Hauptstörung ist und alles Andere noch dazu kommt. Manchmal lösen sich, wenn man mit ADHS-Medikamenten anfängt, auch andere Probleme unerwartet.

Allerdings könnten durch Medikamente Ängste auch schlimmer werden. Aber das merkt man schnell, und das Gute an Stimulanzien ist, dass man die auch schnell wieder absetzen kann und dann ist die Wirkung auch weg, da baut sich kein Spiegel auf. Wenn Angst im Vordergrund steht, wird eher Amfetamin als Methylphenidat genommen- da braucht es dann einen Facharzt der sich auskennt.

Man könnte auch Stimulanzien und SSRI (das sind Antidepressiva) kombinieren. Meinem Sohn hat das SSRI sehr eindrucksvoll geholfen gegen Angst und Rückzug.
<><
nicholas
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Re: Diagnoseverfahren seltsam/ ein paar Therapiestunden und dann nix mehr?

Beitrag von nicholas » 31. August 2015 15:11

hi,
also ich war vor drei Monaten ungefähr das erste mal beim Psychiater. Dort habe ich dann gefühlt tausend Termine bekommen. Wir haben am ersten Tag nur über die Gründe geredet, wieso ich überhaupt da bin. Also meine Mutter wurde gefragt, wo sie Probleme sieht, das wurde ich gefragtsowohl mit ihr und auch ohne sie.

Dann habe ich einen Fragebogen mitbekommen meine Mutter und einen für meine Lehrer, sowie eine Überweisung zum Hausarzt wegen der Blutwerte und einem EEG.

Dann musste ich noch an verschiedenen Terminen Tests machen und dann gab es ein Abschlussgespräch in dem alles ausgewertet wurde...
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Re: Diagnoseverfahren seltsam/ ein paar Therapiestunden und dann nix mehr?

Beitrag von Conny03 » 2. September 2015 09:59

Vielen Dank
Ich werde wieder da anrufen. Evtl. auch nur wegen den Berichten, und dann woanders hin (näher) aber getan werden muss noch was.
Liebe Grüße
Conny
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