Zweifel an der ADHS-Diagnose

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Herausforderer
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Zweifel an der ADHS-Diagnose

Beitrag von Herausforderer » 11. August 2018 19:15

Hallo Leute,

ich möchte mit euch über meine zwei ADHS-Diagnosen diskutieren, da ich Zweifel habe an der Durchführung der Diagnostik und folglich dessen auch an der Diagnose habe.

Ablauf der Diagnostik

Die erste Diagnose habe ich zirka mit 15 erhalten. Ich kann mich nicht mehr genau an das Jahr erinnern. Die Untersuchung fand bei bekannten Ärztin statt, welche sich auch ADHS spezialisiert hat. Und trotzdem habe ich schon länger den Verdacht, dass die Untersuchung zu oberflächlich verlaufen ist.
Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich Fragebögen oder zumindest so etwas ähnliches ausfüllen musste. Soweit also Standard. Dann kann ich mich noch erinnern, dass Sie einige körperliche Merkmale untersucht hat. Sie hat natürlich auch viel mit meinem Vater gesprochen. An Blutuntersuchungen, EEG oder der gleiche kann ich mich nicht erinnern.
Meine Erinnerungen sind zwar schon etwas ungenau aber dennoch würde ich sagen, dass das eine eher oberflächliche Untersuchung war. Was meint ihr dazu?

An die zweite Diagnose kann ich mich noch recht genau erinnern, da sie nur ein paar Jahre her ist. Das ganze lief im Rahmen von drei Terminen ab. Der erste Termin war eine Art Vortermin bei dem im wesentlichen die Untersuchung besprochen wurde und was ich dazu mitbringen muss. Die eigentliche Untersuchung fand im Rahmen des zweiten Termins statt. Diese bestand im wesentlichen aus einem Fragebogen, einem Gespräch und einer Blutabnahme. Ein EKG war auch dabei sollte aber nur die Möglichkeit der Gabe von Medikamenten prüfen. (Mit meinem Herzfehler kann ich die Einnahme von Medikinet und Co. vergessen). Der dritte Termin war war der Bekanntgabe der Diagnose vorbehalten.

Ergebnis der Diagnostik

Von der ersten Untersuchung weiß ich lediglich, dass das Ergebnis positiv war. Das genaue Ergebnis der Diagnostik hat die Ärztin mit meinem Vater besprochen.

Bei der zweiten Untersuchung war das Ergebnis auch positiv aber (und das lässt mich doch zweifeln) war der Schweregrad der ADHS Erkrankung mit schwer angegeben.

Gegebenheiten die mich an der ADHS-Diagnose oder zumindest am Schweregrad zweifeln lassen

Zunächst möchte ich folgendes festhalten:

- ich bin berufstätig als Planungsingenieur im Bereich Telekommunikationstechnik (Abschluss: Diplom an der Universität)
- Ich führe einen Einpersonenhaushalt
- Geldsorgen oder der gleiche habe ich nicht

Man kann also festhalten, dass ich mein Leben recht gut im Griff habe, etwas das man bei einem ADHSler nicht unbedingt voraussetzen kann. Auf der anderen Seite habe ich immer noch meine Konzentrationsprobleme die mich schon mein ganze Leben lang begleiten. Auch meine Schwierigkeiten mit Impulsivität und Aggression habe ich hin und wieder.

Wie weiter?

Nun ich weiß leider über ADHS-Diagnostik nicht allzu viel. Daher würde ich euch fragen was ihr anhand meiner Schilderung von den beiden Untersuchungen haltet. So denn meine Schilderungen ausreichen.

Was haltet ihr von meinen Einwänden bezüglich der Diagnosen? Meiner Meinung nach passt da etwas nicht zusammen.

Gruß Herausforderer
Stefan SRO
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Re: Zweifel an der ADHS-Diagnose

Beitrag von Stefan SRO » 11. August 2018 20:29

Hallo Herausforderer,

ich habe einen höheren Abschluss im Bereich der Energieversorgung. Den habe ich vor meiner Diagnose gemacht.
Der Rest ist Dir sehr ähnlich. Konzentration - Impulsivität -meine Hauptproblemfelder.
Ohne mich würde in unserem Hypo Haushalt (meine Frau) mit Hyper-Kind wenig gehen. Das ist also Deinem 1-Personenhaushalt mindestens ähnlich, da ich hier viel kompensieren muss.

Auf die Idee, möglichweise AD(H)S haben, kam ich durch die Beobachtung meines Sohnes. Und weil ich am Ende eines Tages bei gleichen Aufgaben wie meine Kollegen immer total hin war.
Bei Konzerten stehe ich immer weit weg, hasse laute Familienfeste, gehe in die Luft, wenn zu viele auf mich rein reden...
Aus meiner Kindheit sind mir ebenfalls viele Verhaltensweisen bekannt, die ich nun AD(H)S zuordnen kann.

Mit 41 hatte ich den ersten Burny, da ich durch die viele positive Bestätigung im Umfeld immer mehr Gas gegeben habe. Damals war ich noch nicht diagnostiziert, habe aber irgendwie meine Probleme mir viel Energie kompensiert.
Nun mit 45 geht die Kraft langsam zurück und ich merke die AD(H)S Typischen Symptome immer deutlicher durch schlagen.

Die Untersuchung die Du beschreibst ist der meinen sehr ähnlich. 4 Termine bei zwei Med die zusammen arbeiten.
Es gibt noch viele Weitere die folgen und sich mit Behandlung usw. befassen. Bis zum Jahresende werden es wohl so 16 sein.

Also 3 Termine und dann mit den Tabletten allein gelassen werden, wäre wirklich zu wenig.

Die Schwere könnte man ggf. in Zweifel ziehen. Es könnte sein, dass Du nicht in allen Clustern hohe Werte hast oder in manchen gar nicht betroffen bist. Also mein Tipp. Such Dir einen Arzt für die Zweitmeinung.

Konkreteres ggf. gern per PN.

VG
Stefan
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Beitrag von Stefan SRO » 11. August 2018 20:29

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Herausforderer
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Re: Zweifel an der ADHS-Diagnose

Beitrag von Herausforderer » 12. August 2018 11:42

Hm.... du meinst also, dass ich mich diesbezüglich noch mal einer Diagnose unterziehen sollte richtig?

Nun, da werde ich mich nochmal mit meinem Arzt zusammensetzen. Mal sehen, was dabei raus kommt.

Ich möchte noch folgendes festhalten: Ich habe ja offensichtlich Probleme. Allen voran meine Konzentrationsschwierigkeiten, die sich wie ein roter Faden durch meine Biographie ziehen. Ich hatte mich nur gefragt, ob es nicht eventuell etwas anderes als ADHS sein könnte.
Falschparker
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Re: Zweifel an der ADHS-Diagnose

Beitrag von Falschparker » 13. August 2018 22:08

Na gut, aber wenn das schon zweimal abgeklärt wurde, braucht es ja nicht ein drittes Mal zu sein. Wer sagt dir denn, dass die dritte Diagnose zutreffender ist als die beiden ersten?

Warum hast du denn Zweifel? Weil du noch nicht unter der Brücke schlafen musst? Ohne Familie ist das Leben schon etwas leichter zu managen als mit Familie.

Ich würde mich an deiner Stelle noch einmal genau informieren, ob dein Herzfehler tatsächlich ein absolutes Ausschlusskriterium für Medikamente ist. Nicht jeder Kardiologe hat viele Erfahrungen mit Stimulanzien, und nicht jeder Psychiater kennt sich gut mit Herzfehlern aus, was dazu führen kann dass sie erst einmal auf Nummer sicher gehen wollen. Eventuell besteht aber dennoch die Möglichkeit, entweder mit sehr engmaschiger Beobachtung oder durch Wahl eines Nichtstimulanz (wie geht da der Genitiv?).
Stefan SRO
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Re: Zweifel an der ADHS-Diagnose

Beitrag von Stefan SRO » 15. August 2018 12:21

zu erneuter Diagnose:
Zumindest sprechen die Leitlinien von mehren Clustern und da wieder von verschiedenem Grad der Schwere. Sollte da tatsächlich nur noch ein Cluster übrig bleiben, wärst Du zumindest nach Lesart der WHO kein AD(H)S-ler.

Der Grad der Kompensation kommt auch noch dazu. Hätten wir nie ein Kind bekommen und wäre ich nicht bis zum Burny Karrieregeil gewesen, wüsste ich heute nix über ADHS.
Ich würde mich für einen hin und wieder sonderbaren Menschen halten und zufrieden die Rosenbüsche stutzen.

Eine befreundete Neurologin ist übrigens der Meinung, das jede Problematik für sich genommen ja auch eine eigenen Namen hat und einzeln zu betrachten sei. Für sie gibt es ADHS nur als "Mode einer verweichlichten Gesellschaft", nur als ein Sammelbegriff.
Da bin ich anderer Meinung als Frau Doktor aber wir verstehen uns sonst weiterhin gut.
Ihr folgend müsstest Du "nur" Konzentrationstraining machen.

Also mach wie Du denkst ;)

VG
Stefan
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Hanghuhn
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Re: Zweifel an der ADHS-Diagnose

Beitrag von Hanghuhn » 15. August 2018 21:38

Herausforderer hat geschrieben:Gegebenheiten die mich an der ADHS-Diagnose oder zumindest am Schweregrad zweifeln lassen

Zunächst möchte ich folgendes festhalten:

- ich bin berufstätig als Planungsingenieur im Bereich Telekommunikationstechnik (Abschluss: Diplom an der Universität)
- Ich führe einen Einpersonenhaushalt
- Geldsorgen oder der gleiche habe ich nicht
Hier im Forum gibt es so einige mit vergleichbarer Qualifikation. Einigen ist es auch schon passiert, dass an sich eindeutige Hinweise auf AD(H)S nicht zu einer Diagnose führten, weil die Zeugnisse aus der Kindheit zu gut waren.

Als ich noch Single war, war mein Haushalt auch noch in Ordnung. Ich musste ab und zu mal aufräumen, mit den Fenstern hatte ich mich gestritten, aber der Haushalt wuchs mir nie über den Kopf. Das ist jetzt ein bisschen anders. Mein Mann ( schätzungsweise unbehandelte ADHS) bringt mir tagsüber, weil er selbständig ist und zu anderen Zeiten als ich arbeitet, regelmäßig den Haushalt durcheinander. Sämtliche Ermahnungen und Hinweise, wie ich es denn lieber hätte, werden ignoriert, und ich muss irgend wie damit leben. Koordination ist etwas anderes. Ich könnte jetzt alles auf meinen Mann schieben, aber ich glaube, dass eine Normalo-Frau mit seiner Querordnung zurecht käme. Unordentlich ist er eigentlich nicht, bloß sehe ich keinen Sinn in seiner Ordnung. Wenn er das selber täte (ich meine: den Sinn in seiner Ordnung sehen), würde er ja seine Sachen wiederfinden, tut er aber nicht.

Als Gutverdiener keine Geldsorgen zu haben, ist nun wirklich nicht so schwer. Als Planungsingenieur bist du ganz gewiss gut ausgelastet und kommst weniger auf dumme Gedanken als jemand, der zu viel Freizeit hat. So hast du auch weniger Gelegenheiten, dein Geld zum Fenster 'rauszuschmeißen. Da kann manch ein HartzIV-Empfänger wohl eher ein Liedchen davon singen, wie schwer es ist, mit den paar Kröten zurechtzukommen. Das ist ja schon ohne AD(H)S sehr schwer.

Es gibt so einige, die wollen das Ganze einfach nicht haben. (Ich will 's übrigens auch nicht haben. Bloß verschließe ich nicht die Augen vor der Realität.) Du bist nicht der Erste, der seine Diagnose anzweifelt. Du kannst ja von Arzt zu Arzt tingeln. Irgend ein Arzt wird dir vielleicht sagen, dass die Diagnose nicht gesichert ist, o ä.

Schön, wenn du z. Zt. gut zurechtkommst. Allerdings reicht es nicht, dass du gut zurechtkommst. Ich hoffe, deine Mitarbeiter kommen auch mit dir und deinen Arbeitsergebnissen zurecht. Ich finde Mitarbeiter, die sich gekonnt wegen jedes Fehlers wegducken (auch dann, wenn der Fehler einem Anderen angelastet wird), aber umso lieber auf die Fehler Anderer zeigen, extrem ätzend.
LG Hanghuhn
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Re: Zweifel an der ADHS-Diagnose

Beitrag von Herausforderer » 16. August 2018 18:55

Hey, danke für eure Antworten.

Tatsächlich wurden schon diverse Versuche der Behandlung meiner Konzentrationsstörungen unternommen auch schon vor der Diagnose ADHS. Leider alles ohne wirklichen Erfolg. Das schließt auch die Ritalinbehandlung nach der ersten Diagnose ein. Meine damalige Ärztin hatte wohl keine Probleme mit meinem Herzfehler...
Schön, wenn du z. Zt. gut zurechtkommst. Allerdings reicht es nicht, dass du gut zurechtkommst. Ich hoffe, deine Mitarbeiter kommen auch mit dir und deinen Arbeitsergebnissen zurecht. Ich finde Mitarbeiter, die sich gekonnt wegen jedes Fehlers wegducken (auch dann, wenn der Fehler einem Anderen angelastet wird), aber umso lieber auf die Fehler Anderer zeigen, extrem ätzend.
Meine Kollegen und mein Chef haben schon sehr viel Geduld mit mir. Allerdings fällt mir meine Konzentrationsschwäche regelmäßig auf die Füße.
Ich muss einen Weg finden die Auswirkungen meiner Konzentrationsprobleme soweit zu verringern, dass sie zumindest nicht mehr so viel Schaden anrichten, wie sie dass bis jetzt tun. Ich durfte mir heute erst wieder Kritik deswegen anhören.
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Re: Zweifel an der ADHS-Diagnose

Beitrag von ULBRE » 17. August 2018 23:14

Hallo Herausforderer,

ich kenne so viele, die hochqualifiziert sind und trotzdem (teils massives) AD(H)S haben.
Mit Deiner Überlegung, ob das zusammengehen kann, stehst Du nicht allein. Vor einigen Jahren wurde eine Freundin von mir in einer AD(H)S-Schwerpunkt-Klinik nach zwanzig Minuten rausgeschickt, sie habe ja mehrere Staatsexamen, habe promoviert und sei selbständig, damit könne man gar kein AD(H)S haben.
Quadratbullshit.
Fakt: Das arme Mädchen hat ADS bis SCT in einer Dimension, die ihr Leben so richtig schön zerschiesst. Lustig ist wirklich anders.

Es gibt eine Verknüpfung zwischen Hochbegabung und AD(H)S.
https://www.adxs.org/symptome-von-adhs/ ... -und-adhs/

Deshalb ist zwar nicht jeder, der AD(H)S hat, hochbegabt, aber es gibt kein AD(H)S ohne Hochsensibilität, und das ist nun einmal eine andere intensive Leistung des Organs ganz oben.
Cordula Neuhaus sagte mir vor einigen Jahren: wer hochbegabt und hochsensibel ist, hat auch AD(H)S. Damals dachte ich mir im Stillen und mangels besserer Kenntnis: jetzt ist sie völlig durchgeknallt.
Seither suche ich Menschen, die HB und HS sind und kein AD(H)S haben. Gibt es wohl, aber die große große Mehrheit der HBHSler hat auch AD(H)S. Cordula Neuhaus hatte recht. Verneigung vor ihr.
Hochbegabung bewirkt eine besonders gute Copingfähigkeit, d.h. eine besonders gute Fähigkeit, schwierige Umstände zu überwinden. AD(H)S einfach mit mehr Kraft und mehr Aufwand zu überwinden macht aber trotzdem keinen Sinn. Die Gefahr ist nämlich, irgendwann eine Überlastungsdepression zu erleiden, weil der ganze Kampf ja unheimlich Energie kostet.
Ich kenne genug HBs (mehrere mit gesicherten 140 plus), die sich nach langem Kampf gegen ihr AD(H)S dann eine echte Depression eingefangen haben. Manche haben danach ihr AD(H)S behandelt - und siehe da, die Depression kam dann nie wieder.

Und dann wäre da noch die Liste der Promis, die AD(H)S haben (sollen).
https://www.adxs.org/wissenswertes-zu-a ... etroffene/

Was ich mit all dem zusammen sagen wollte ist:
Ob jemand sein Leben auf die Reihe kriegt, ist allenfalls ein Indiz, aber mit Sicherheit kein Beweis, dass er kein AD(H)S hat.
Hochqualifizierte können genau so daran leiden wie unqualifizierte.
Schau genau hin und lerne so viel über AD(H)S, dass Du selbst beurteilen kannst, was mit Dir ist.

Falls es Dich interessiert, findest Du hier eine Gesamtsymptomliste (Vorsicht, ellenlanger Text):
https://www.adxs.org/symptome-von-adhs/ ... ngsformen/
Jeder Mensch hat 3 oder 4 davon häufig. Wenn Du aber bei der Mehrheit denkst, das passt, dann liegt AD(H)S verdammt nahe.

Viele Grüsse

UlBre
„Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was bedeutet dann ein leerer Schreibtisch ?“ Albert Einstein
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Re: Zweifel an der ADHS-Diagnose

Beitrag von Herausforderer » 18. August 2018 17:58

Danke Ulbre, das ist ein echt informativer Beitrag. An der Webseite, die du verlinkt hast werde ich sicher eine weile zu lesen haben.

Das Thema Hochbegabung und ADHS sollten wir aber in einem eigenen Thread diskutieren.
Stefan SRO
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Re: Zweifel an der ADHS-Diagnose

Beitrag von Stefan SRO » 21. August 2018 16:32

(meine subjektive Sicht)

- Muss ULBRE bedingt Recht geben.
- gehört leider zusammen.

Auch wenn die Grenzen zwischen IQ100 und 150 fließen, mit 100 + AD(H)S hätte keiner von uns die Karriere geschafft.
Auch mein Burny mit 41J ist ein gutes Beispiel, dass die Kraft zur Kompensation irgendwann aufgebraucht ist. Das merkt man leider erst mit zunehmendem Alter. (da hatte ich die eigene Firma noch in den schwarzen Zahlen wieder zu gemacht)

Mein Doc ist bis heute argwöhnisch, da ich ihm meinen Zustand als Tabelle dokumentiert zuschicke und mich zu artikulieren weiß. -ist er nicht gewöhnt.

Genauso ist es mit der Ärztin des Juniors. Sie erwarte den initialen Startschuss aus der Schule und nicht aus dem Elternhaus.
-ist nun irritiert dass die Eltern ihr Kind aufmerksam beobachten.

Wer also seine AD(H)S-Diagnose in Zweifel zieht sollte mal m.E. mindestens einen IQ-Test machen.

VG
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