Intelligenztest immer notwendig?

Erwachsene u. Kinder
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AdSlerr
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Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon AdSlerr » 13. August 2016 14:30

Ich (m,16), habe wegen Eigenverdacht einen Termin zum Erstgespräch.

Fragebögen, die am Anfang immer gemacht werden, konnte ich schon im Voraus ausfüllen (Jeweils welche mich, Eltern und Lehrkräfte).
Der Kram ist also erledigt.

Es geht mir mehr um die Tests:
Meistens trägt ja ein IQ-Test massiv zur Diagnose bei...nur...ich möchte mich nicht einem IQ-Test unterziehen.
Aus persönlichen Gründen möchte ich keinen IQ-Test.

Können mir die Ärzte dann die Fortführung der Diagnose, wegen einer solchen Verweigerung, vorenthalten?

Wie reagieren Ärzte auf sowas?
Hattet ihr schon ähnliche Fälle?
Konnter ihr euch danach dann irgendwie anders einigen.

Ich würde grundsätzlich alles machen, aber bitte KEINEN IQ-Test.

Wird die Diagnosefindung, ohne IQ-Test, wirklich so erschwert?
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Menolly
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon Menolly » 13. August 2016 17:08

Hallo ADSler,
:willkommen:

Es würde zumindest die Diagnose unterstützen.
Wenn du dich ohne Begründung weigerst, kann es passieren das der Arzt den gesamten Test abbricht.

Liebe Grüße
Menolly
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Hanghuhn
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon Hanghuhn » 13. August 2016 18:20

Hallo AdSlerr,


erstmal Bild

Bei Erwachsenen wird kein Intelligenztest gemacht. Der Intelligenztest bei den Kindern soll eher diagnoseunterstützend wirken. Ich kann verstehen, wenn Du keinen Intelligenztest machen willst. Wahrscheinlich hast Du schlechte Erfahrungen mit Leistungserhebungen gemacht.

Ein IQ-Test fällt bei ADSlern oft nicht so umwerfend gut aus und bildet in den seltensten Fällen das tatsächliche kognitive Leistungsvermögen ab.

Ich an Deiner Stelle würde die Weigerung durchziehen. Bei Erwachsenen ist es ja schließlich auch ohne IQ-Test möglich, AD(H)S festzustellen. Du bist ja auch schließlich kein kleiner Pimpf, der sich aus einer einfachen Trotzreaktion heraus weigert.

Immerhin will der Arzt ja etwas ablesen, was Deiner Meinung nach nicht ablesbar ist.

Gerade bei ADSlern (ausdrücklich ohne H) fällt der IQ-Test bei ein- und derselben Person sehr unterschiedlich aus. Bei meinem Sohn kam mit 7 Jahren ein deutlich niedrigerer IQ-Wert heraus, als 3 Jahre später gemessen wurde. Das Ergebnis der Untersuchung war: keine ADS.

In der Zwischenzeit hat mein Sohn eine ADS-Diagnose (Was auch sonst sollte seine Probleme schlüssig erklären?). Ursache der Fehldiagnose war eine Kette von Schlussfolgerungen, die ihren Anfang beim falschen IQ-Wert hatte (mein Sohn ist ähnlich mir mathematisch sehr begabt). Ein falsch gemessener IQ-Wert kann also auch durchaus die Diagnose beeinflussen.
LG Hanghuhn
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon laetitia » 13. August 2016 18:37

Hey yo, hallo

Also als Erwachsene musste ich keinen IQ-Test machen. Ich habe mir mal überlegt, einen zu machen, doch dann hatte ich den Mut doch nicht dazu. Irgendwie hatte ich Angst, zu versagen, weil ich diese Zahlenreihen etc. gar nicht cool finde und auch die anderen Übungen, die jeweils dazu gehören...und dann von einer Statistik meine Intelligenz beurteilen zu lassen, die aufgrund dieser Zahlenrätsel wohl schlechter ausfallen könnte, als sie tatsächlich ist...eine nicht so prickelnde Vorstellung...

Ich musste sowas für die erneute Zulassung zur praktischen Fahrprüfung machen, weil ich viermal durchgefallen bin...und fand es schrecklich. Zum Assessment für die Fachhochschule, wo ich ab nächstem Jahr studieren werde, musste ich sowas auch machen, fand es ebenso schrecklich...aber ja, da musste ich eben durch.

Was vielleicht noch eine Möglichkeit wäre...wenn du den Test machst, dem Arzt aber mitteilst, dass du die Ergebnisse nicht wissen willst. Wobei das doofe Gefühl dann wohl auch nicht unbedingt verschwindet...

Ich kann mir auch nicht vorstellen, was so ein Test für eine Diagnose bringen soll. Mittlerweile weiss man doch, dass ADHS nichts mit Intelligenz oder dem Fehlen von Intelligenz zu tun hat.

Aber das ist bloss mein Senf dazu.

Willkommen im Forum :mrgreen:
Eule
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon Eule » 13. August 2016 20:01

Bei mir (Diagnose als Erwachsene) ist ein Intelligenztest gemacht worden.

Die Erklärung/Begründung die mir dazu bekannt ist: Bei Vorliegen einer geistigen Behinderung (davon spricht man bei einem IQ von unter 70) oder einer Hochbegabung (IQ von über 130) ist es gut möglich dass die "aus dem Rahmen fallende" Intelligenz zumindest einen Teil der AD(H)S - Symptome erklärt.

Außerdem ist es laut diversen Forschungsergebnissen so, dass ADHSler auffallend häufig überdurchschnittlich intelligent bis hochbegabt sind, ich habe in einem Fachvortrag die Erklärung gehört, dass bei ADHSlern die schicke Kurve der üblichen Intelligenzverteilung um etwa 10 Punkte nach rechts verschoben ist. Bei der üblichen Kurve findet sich der größte Teil der Leute bei um die 100 - dieser "Kurvenscheitelpunkt" liegt bei ADHSlern bei 110, und entsprechend sind auch nicht nur 2% der ADHSler mit einem IQ von über 130 unterwegs, sondern irgendwie um die 5%, und dementsprechend sind auch deutlich weniger ADHSler als die üblichen 2% nach der Definition dieser Tests "geistig behindert". Das große Problem mit der durchaus vorhandenen Intelligenz ist, dass man durch die Verpeiltheiten, die Ablenkbarkeit, die Hochsensibilität und das "umdieEckedenken", die einem das ADHS beschert, eben einen ziemlich großen Teil dieser "Kapazität" zum Kompensieren dieser ADHS-Schwierigkeiten nutzen muss, um überhaupt irgendwie klarzukommen, anstatt irgendwelche Geniestreiche zu vollbringen.

Wenn also bim Rahmen einer ADHS-Diagnostik ein Intelligenztest gemacht wird, wird dabei sinnvollerweise auch nicht nur darauf geschaut, wie der nach den üblichen Bewertungskriterien ausfällt, sondern es wird auch in der Testsituation beobachtet, wie man sich verhält. Fängt man bei irgendeiner Aufgabe nach einer gewissen Zeit an alle paar Sekunden zu schauen welche Geräusche und Bewegungen es sonst noch so im Raum gibt (und sei es nur die Klimaanlage oder der trotz geschlossenem Fenster wahrnehmbare Verkehrslärm)? Ist beim Auswerten des Tests erkennbar, dass der Zeitraum ab dem man sich erkennbar auf andere Dinge als den Test konzentrierte die Fehler mehr werden oder die Arbeitsgeschwindigkeit nachlässt? Ist sowas evtl auch bezogen auf den gesamten Test feststellbar? Frei nach dem Motto "Testdauer 60 Minuten, besonders bei den Aufgaben der ersten 30 Minuten wurde erkennbar schneller, sorgfältiger, treffsicherer gearbeitet als bei denen der letzten 15 Minuten" Solche Beobachtungen bei einem IQ-Test können Hinweise auf die Fähigkeit die Aufmerksamkeit und Konzentration aufrecht zu erhalten liefern, und eigentlich ist das viel relevanter als die Zahl IQ hundertsoundsoviel. Was auch interessant sein kann, ist die Frage, ob ein solcher Test nach Diagnose und Medikamenteneinstellung möglicherweise erheblich besser ausfällt als zuvor ohne Medikamente.

Es gibt sicher auch Kritikpunkte an IQ-Tests, und ich finde es berechtigt nachzufragen wenn so ein Test im Rahmen der Diagnostik gemacht wird, wie der Arzt das sieht, und wie er mit der Testung an sich sowie dem Test-Ergebnis umgeht, welche Schlüsse bezüglich der Diagnose sich für ihn daraus ableiten können. Und wenn das für dich dann trotz der Erklärung des Arztes immer noch nicht akzeptabel ist, dass du dich dieser Testung unterziehen "sollst" für die Diagnostik, ist es sicher schlau dem Arzt mehr zu sagen als dass du nicht willst "aus persönlichen Gründen" oder "weil so eine IQ-Zahl die nur eine Momentaufnahme ist dir blöd vorkommt"

Ich denke du solltest in dem Erstgespräch genau die Frage die du hier gestellt hast, nämlich warum und wozu ein IQ-Test nötig ist, und wie der bei der Diagnosefindung helfen kann dem Arzt stellen, wenn der dir den Ablauf der Diagnostik erklärt und dabei auch einen solchen Test als "nötig" benennt. Lass es dir erklären, warum der nötig ist, überleg dir ob du diesen Argumenten folgen kannst, und wenn nicht, erkläre dem Arzt deine Bedenken, warum du das nicht möchtest.

Vielleicht machst du dir auch völlig unnötig einen Kopf, und im Erstgespräch sagt dir der Arzt selbst auf eine konkrete Nachfrage, was für Tests denn nun genau noch gemacht werden müssen, und ob da auch ein IQ-Test ansteht, dass er keinen IQ-Test braucht, sondern ihm deine ADHS-Fragebögen, sowie ein strukturiertes Interview und einige körperliche Untersuchungen ausreichen.

Der beste Weg dürfte sein, wenn du offen und klar ansprichst, was du erwartest oder befürchtest im Zusammenhang mit der Diagnostik, und auch deine Bedenken zu einem IQ-Test konkret benennst.
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon AdSlerr » 13. August 2016 21:16

Eule hat geschrieben:Wenn also bim Rahmen einer ADHS-Diagnostik ein Intelligenztest gemacht wird, wird dabei sinnvollerweise auch nicht nur darauf geschaut, wie der nach den üblichen Bewertungskriterien ausfällt, sondern es wird auch in der Testsituation beobachtet, wie man sich verhält. Fängt man bei irgendeiner Aufgabe nach einer gewissen Zeit an alle paar Sekunden zu schauen welche Geräusche und Bewegungen es sonst noch so im Raum gibt (und sei es nur die Klimaanlage oder der trotz geschlossenem Fenster wahrnehmbare Verkehrslärm)? Ist beim Auswerten des Tests erkennbar, dass der Zeitraum ab dem man sich erkennbar auf andere Dinge als den Test konzentrierte die Fehler mehr werden oder die Arbeitsgeschwindigkeit nachlässt? Ist sowas evtl auch bezogen auf den gesamten Test feststellbar...

Gibt es nicht speziell dazu Tests? Reine Konzentrations- und Aufmerksamkeitstest, aus denen man keinen IQ herauslesen kann?

Nehmen wir mal an, ich verweigere den IQ-Test...gibt es (für den Arzt zufriedenstellende) Testverfahren, die dem Konzept ähneln und als Alternative dazu in Betracht gezogen werden können?

Selbstverständlich bin ich keine Fachperson, aber hier haben anscheindend einige auch einen Blick hinter den Kulissen...
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon lenilein » 13. August 2016 22:43

Ich habe habe mit 15 einen Test machen müssen.

Ich fand das gar nicht schlimm.


Je mach dem, wieso dich der Test stört, kannst du auch einfach darum bitten, dass dir der Wert nicht mitgeteilt wird.
Falschparker
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon Falschparker » 13. August 2016 23:33

Eule hat geschrieben:Bei Vorliegen einer geistigen Behinderung (davon spricht man bei einem IQ von unter 70) oder einer Hochbegabung (IQ von über 130) ist es gut möglich dass die "aus dem Rahmen fallende" Intelligenz zumindest einen Teil der AD(H)S - Symptome erklärt.

Außerdem ist es laut diversen Forschungsergebnissen so, dass ADHSler auffallend häufig überdurchschnittlich intelligent bis hochbegabt sind, ich habe in einem Fachvortrag die Erklärung gehört, dass bei ADHSlern die schicke Kurve der üblichen Intelligenzverteilung um etwa 10 Punkte nach rechts verschoben ist. Bei der üblichen Kurve findet sich der größte Teil der Leute bei um die 100 - dieser "Kurvenscheitelpunkt" liegt bei ADHSlern bei 110, und entsprechend sind auch nicht nur 2% der ADHSler mit einem IQ von über 130 unterwegs, sondern irgendwie um die 5%, und dementsprechend sind auch deutlich weniger ADHSler als die üblichen 2% nach der Definition dieser Tests "geistig behindert".


Hallo Eule,

das halte ich für falsch. Gerade bei Menschen mit geistiger Behinderung ist die Rate derjenigen mit einer ADHS-Symptomatik überrepräsentativ hoch. Vermutlich sind beide Extreme häufig unter den ADHS-lern.
Eule
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon Eule » 14. August 2016 12:03

@Falschparker

Soweit ich weiß handelt es sich bei der von mir genannten Bandbreite um "offizielle Diagnosekriterien". Bei ADHS-Symptomen und einem IQ von unter 70 ist meines Wissens nicht die Diagnose ADHS, sondern eine andere, bei der eben der geringe IQ der Hauptaspekt ist zu stellen. Ich glaube das steht auch so in den Richtlinien für Diagnostik und Therapie drin. Ich weiß nicht mehr wo ich das gelesen habe, bin aber sicher dass es sich um eine "seriöse" Quelle handelte.

Wobei ich annehme dass ein guter Diagnostiker da vielleicht eben durch die bekannten Schwierigkeiten eines ADHSlers, seine vorhandene Intelligenz wirklich zu nutzen, und in einem entsprechenden IQ-Test auch zu "beweisen" bei einem unmedikamentierten Test im Rahmen der Diagnostik vielleicht auch nochmals niedriger ansetzt, weil er davon ausgeht, dass die ADHS-Symptomatik das Testergebnis verschlechtert/verfälscht.

@ADSlerr

Keine Ahnung was es genau an Alternativen gibt. Der Vorteil bei der Verwendung eines "Standard-IQ-Tests" für einen Jugendlichen deines Alters (bzw in meinem Fall für einen Erwachsenen) ist wohl, dass der Test x-fach erprobt ist, und man damit eine gute Basis für einen Vergleich/eine Einordnung des Ergebnisses hat, das man dann "nur noch" mit dem "ADHS-Faktor", sprich der oben beschriebenen "Kurvenverschiebung" relativieren muss.

Was nun genau dein Diagnostiker mit dem du das Erstgespräch haben wirst im Falle irgendeiner Aussage deinerseits zu Intelligenztests tun wird, wird dir hier niemand sagen können. Wir sind nämlich keine Wahrsager. Du hast keine Alternative als das auf dich zukommen zu lassen, und so offen und klar wie möglich deine Bedenken zu kommunizieren, und zu warten was passiert.

Das schlimmste was passieren kann, ist, wie Menolly schon sagte, dass der Arzt möglicherweise wenn du "mauerst" und ohne Erklärung den IQ-Test verwegerst (sofern er denn tatsächlich von diesem Arzt für erforderlich gehalten wird), daraufhin sagt, er könne ohne Testung keine seriöse Diagnostik durchführen und du da wieder rausgehst, ohne eine Bestätigung oder auch nicht-Bestätigung deines Eigenverdachts zu bekommen. Dann darfst du dich entweder auf die Suche nach einem anderen Arzt machen, der eine Diagnostik auch ohne IQ-Test für seriös hält und durchführt, oder dich weiter undiagnostiziert und unbehandelt mit deinen Schwierigkeiten herumschlagen.

Überlege dir ob du bereit bist diese mögliche Konsequenz einer Verweigerung eines IQ-Tests zu tragen, ob du dir unter bestimmten Bedingungen im Gespräch mit dem Arzt vorstellen kannst, vielleicht doch einem IQ-Test zuzustimmen, frage dich wie wichtig dir deine persönlichen Gründe für die Verweigerung sind, und wie du diese dem Arzt näherbringen kannst, so dass der vielleicht bereit ist nach einem anderen Weg als einem IQ-Test zu suchen.

Aber hör auf um den heißen Brei zu diskutieren und im Kaffeesatz zu lesen - es bringt nix, außer dass es dich völlig wuschig macht, und sowohl die Zeit bis zum Termin als auch den Termin selbst für dich zu einer ziemlich anstrengenden stressigen Phase werden, weil du gedanklich mit dir selbst und deinen Bedenken im Kreis rennst. Denn ich glaube, dass jeder Mensch der an dem Punkt landet dass er wegen eines Eigenverdachts diese Diagnostik anschiebt ohnehin mehr als genug Stress mit sich selbst hat, vielleicht auch am Limit seiner Leistungsfähigkeit ist - und in diesem Zustand ist es wichtig sich zu überlegen, was man gerade gedanklich lösen kann, und wo man eher Don Quichote-mäßig gegen Windmühlen kämpft und sich nur noch weiter fertig macht.

Wie lang ist es denn noch bis zu deinem Termin?
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon ripley » 14. August 2016 12:41

Eine vernünftige Psychodiagnostik umfasst IMMER mehrere sogenannte Achsen - Blickwinkel, unter denen man den Patienten zu betrachten und zu untersuchen hat. Die Achsen kannst Du u.a. hier nachgucken https://books.google.de/books?id=_mskBA ... en&f=false
(Tabelle oben rechts auf der Seite).

Nur so kann ausgeschlossen werden, dass zum Beispiel eine somatische (körperliche) Störung Ursache für psychische Probleme ist.

Will sagen: Wenn Du Dich dem IQ-Test verweigerst, selbst WENN der Arzt das mitmacht, verweigerst Du Dich einer sauberen, dem Stand der Wissenschaft entsprechenden Diagnostik. Das ist aber eigentlich nicht in DEINEM Interesse und für DICH nutzbringend. Weil dann weder die Diagnose noch die darauf abgestimmte Therapie hinreichend abgesichert wären.

Bitte bedenke aber, dass der diagnostizierende Arzt, wie jeder andere, der ärztlichen Schweigepflicht unterliegt. Ob er bei Dir als (noch) Minderjährigem ggf. Deinen Eltern ggü. Auskunft geben darf, musst Du mit ihm abklären (weiß ich nicht). Ansonsten aber darf ohne Dein bzw. das Einverständnis Deiner Eltern niemand auf die Ergebnisse der Diagnostik oder deren Teilschritte zugreifen.
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon Kaina » 14. August 2016 15:49

Bei mir wurden (ja, Plural. Bin 2mal getestet worden, verschiedene Praxen) IQ-Tests gemacht.
Auch ich wollte das absolut nicht, weil ich Jahre davor mal einen machen musste unter Zeitdruck.
Keine Ahnung warum, aber sowas bringt mich voll in Panik. :o
Aber leider hatte ich die Unterlagen/Ergebnisse dazu nicht.

Bei beiden Tests wurden extra Tests ohne Stoppuhr ausgesucht, die gibt es auch.
Sie sind dann nur etwas aufwendiger, weil wohl einiges etwas "doppelt-gemoppelt" sein muss.

Wenn also Stoppuhr und Zeitdruck dein Problem sind, sag es einfach.

LG
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon Eule » 14. August 2016 17:34

Wenn Stoppuhr und Zeitdruck das Problem sind, hilft es auch zu wissen, dass diese Tests von vornherein darauf ausgelegt sind, dass nur jemand mit einem absoluten Über-IQ oder wenigstens einer ausgeprägten Inselbegabung es schaffen kann innerhalb der Zeitvorgabe alle Aufgaben einer Art zu lösen.

Platt ausgedrückt: Wenns da eine Aufgabensorte mit 50 auf ähnliche Art zu vervollständigenden Zahlenkolonnen gibt, dann schafft jemand mit einem durchschnittlichen IQ die Hälfte bis zwei Drittel davon. Jemand mit einer überdurchschnittlichen Begabung für Zahlen/Mathe schafft vielleicht 80 bis 90%. Und nur die absoluten Überflieger mit einem IQ von weit über 130 kommen bei dieser Aufgabensorte bis in die letzte Zeile, vielleicht auch mit dem ein oder anderen Fehler dazwischen.

Mir hat bei Tests dieser Art die Information geholfen, dass die für ein riesiges Spektrum an Leuten ausgelegt sind, eben angefangen von jemandem der geistig schon mit einfachsten Aufgaben überfordert ist bis hin zu jemandem der auf dem besten Wege ist geistiger Erbe eines Universalgenies wie Leonardo da Vinci zu werden, oder einem zweiten Einstein. Da ich in einer derartigen "Oberliga" gar nicht unbedingt mitspielen will/"muss", ohne deswegen gleich ein ausgemachter Depp zu sein, konnte ich mit diesem Wissen das "nicht in der Zeit fertig werden" ganz anders betrachten wenn es mir in solchen Tests passierte als wenn ich beispielsweise in Klassenarbeiten saß, wo ich wusste, dass man nur dann in den Bereich der Noten 1 bis 2 kam, wenn man deutlich jenseits der 80% nicht nur irgendwie, sondern auch noch richtig gelöst hatte, und dass das korrekte Beantworten aller Aufgaben in der vorgegebenen Zeit bei Klassenarbeiten eben von der Konzeption der Aufgaben her machbar sein sollte, wenn man "richtig" gelernt und aufgepasst hatte im Unterricht.
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon Kaina » 14. August 2016 21:54

Eule hat geschrieben:Wenn Stoppuhr und Zeitdruck das Problem sind, hilft es auch zu wissen, dass diese Tests von vornherein darauf ausgelegt sind, dass nur jemand mit einem absoluten Über-IQ oder wenigstens einer ausgeprägten Inselbegabung es schaffen kann innerhalb der Zeitvorgabe alle Aufgaben einer Art zu lösen.
Platt ausgedrückt: Wenns da eine Aufgabensorte mit 50 auf ähnliche Art zu vervollständigenden Zahlenkolonnen gibt, dann schafft jemand mit einem durchschnittlichen IQ die Hälfte bis zwei Drittel davon.


Das hat man mir erklärt, Eule.
Es nutzte aber trotzdem nichts. Warum? Keine Ahnung. Vllt. irgendeine seltsame, verdrängte Geschichte?
Ich habe in der Uniklinik wirklich Stapelweise Tests gemacht (wohl weil sie auch neue Tests zur Vergleichbarkeit/Vereinfachung parallel gemacht haben) - lästig, manche nervig, aber nicht schlimm.
Stoppuhr ausgepackt für den IQ-Test - getillt.
Man kommt nicht immer mit Vernunft und Wissen gegen die, äh, eigenen Spinnereien an :oops:

Beim Doc später hätte ich den "normalen" Test weniger zeitaufwendig machen können. Ging nicht.
Der Zeitaufwand war für mich aber nicht dramatisch, weil der Test (für mich) recht spannend und abwechslungsreich war.
War eher, als hätte ich ein interessantes Rätselheft.
Nee, erklären kann ich 's wirklich nicht.
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon laetitia » 15. August 2016 11:42

Das ist genau das Problem, das ich mit diesen Tests habe...Logik/Mathelastige Aufgaben auf Zeit zu lösen und daran dann Intelligenz messen zu wollen. Meine grosse Stärke ist logisches und vernetztes Denken. Aber mit so einem Test würde mir das niemand bescheinigen. Dafür bin ich nicht schnell genug und die Rätsel machen mir wenig Freude. Geht ins gleiche Thema wie meine Matheschwäche während meiner Schulzeit und die damals für mich verwirrende Tatsache, dass ich im Wahlfach Algebra (welches ich nur nahm, weil unser Lehrer mehrmals betonte, wie wichtig das für unsere Zukunft sei...) dann die Bestnote 6 (in Dnatürlich eine 1) erzielte...und unsere Lehrer sind mit Bestnoten geizig...dies obwohl ich in Mathe eine knappe 4 (Genügend, Grenze zu Ungenügend) schaffte, obwohl wir in Mathe mehrheitlich denselben Stoff hatten (waren die erste Klasse, in der Algebra in die Mathe integriert wurde und testeten das neue Mathebuch).

Ich bin Intelligenztests gegenüber sehr kritisch eingestellt. Logisches Denken auf Zeit ist bei mir schwierig. Dafür erfasse ich Zusammenhänge im Alltag sehr präzise und ziehe auch die richtigen Schlüsse, erkenne Fehler in Argumenten relativ rasch...aber das lässt sich mit solchen Tests nicht festhalten...
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon Gutemiene » 21. Dezember 2016 12:14

ADSlerr hat anfangs diese Frage gestellt: Ob ein Intelligenztest immer notwendig sei, wie erfahrungsgemäß Ärzte darauf reagieren, wenn man keine IQ-Test durchführen will und so fort.

Erst mal möchte ich sagen, dass ich das sehr gut verstehen kann! Ich habe also keine Veranlassung, für Intelligenztests zu werben!

Ich möchte nur ein paar weitere Infos geben, weil ich schon reichlich Erfahrung in diesem Gebiet sammeln konnte.

Am Anfang jeder therapeutischen/ärztlichen Behandlung sollte eine vernünftige Diagnostik stehen, und in Deutschland gilt das, was in den Leitlinien der AWMF steht, als goldener Standard bei Diagnosen von so komplexen Erscheinungsbildern wie ADHS.
Diese Leitlinien schreiben in dere Regel einen Intelligenztest vor.

Wenn ein Arzt also so eine Diagnostik durchführt, kann es sein, dass er diese Leistung nur abrechnen kann (mit den Krankenversicherungen bzw. mit der Kassenärztlichen Vereinigung), wenn er alle standardmäßig vorgeschriebenenPunkte abhakt.
Das wäre eine Erklärung für die so beliebten I-Tests.
Eine andere kann darin bestehen, dass die Ärzte - z.B. im SPZ - die Testperson nicht gut oder erst kurz kennt und deshalb einenIntelligenzmangel ausschließen will.

Ich glaube, weiter oben wurde schon darauf hingewiesen, dass ein nachgewiesener Intelligenzmangel eine Diagnose ADHS in den Hintergrund treten lässt. So kenne ich es z.B. von der Testung auf Legasthenie: Sie darf nicht aufgrund einer Intelligenzminderung zustande gekommen sein. Deshalb gilt da bei der Diagnostik das "doppelte Diskrepanzkriterium" (führt jetzt vielleicht ein bisschen zu weit ab vom Thema). Trotzdem profitieren auch weniger Intelligente Kinder von Lernprogrammen zur Behandlung einer Legasthenie.

Es gibt unterschiedliche Intelligenztests mit unterschiedlichen Zielsetzungen, zum Beispiel auch solche, die einen Unterschied zwischen HANDLUNGS-und SPRACHLICHER Intelligenz deutlich werden lassen. Oder es kommen Stärken im räumlichen Denken, im mathematisch-logischen Bereich oder bei der Fantasie zum Vorschein.
Natürlich sollen die Tests altersbezogen sein oder z.B. auch für Nichtsprechende Personen, oder solche, die nicht Deutsch als Muttersprache haben geeignet sein.

Jeder, der getestet wird, hat einen Anspruch auf umfassende Aufklärung. Ich z.B. würde erläutern, dass mich eine besondere Testform wahnsinnig machen könnte! Ob es da keine andere Möglichkeit gäbe...? Verhandlungssache !
Ein Arzt, der nicht darauf eingehen kann oder will, verdient mein Vertrauen nicht.
Ich empfehle also eine offene Aussprache.

Viel Erfolg ...!
Gruß
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon Msbean » 7. Mai 2017 12:21

Hallo ich bin selbst neu hier. Dein Beitrag ist etwas älter aber das Thema hat mich auch beschäftigt. Mein Sohn ist auch genau 16 aber er wäre nie freiwillig zur Testung gegangen. Wegen Schulproblemen habe ich ihn in die Psychiatrie geschickt zum Test auf Autismus und ads. Ich habe ihm das unter einem Vorwand erklärt und etwas drumrum geredet damit er überhaupt mitmacht . Insofern lobe ich an dieser Stelle deine große Reife für dieses Lebensalter.
Ich Kürze nun ab: er hat ads. Er war dreimal in der Psychiatrie und hat es bis zum Schluss nicht gemerkt dass es eine Psychiatrie war. Soviel zum ads...
Der IQ Test war sehr aufschlussreich und ist gerade für ADS sehr wichtig. Ich verstehe aber dass, gerade weil man mit ADS kognitive Schwächen hat, man da schon vorbelastet ist. Dennoch: ganz typisch für ads ist ja die schlechte Konzentration und Merkfähigkeit. mein Sohn jammerte über die dummen Zahlenreihen im Test . Demnach war sein IQ in Arbeitsgedächtnis und Konzentrationsleistung auch nur um die 90 Punkte, in der Logik hingegen um die 115. gerade aus dieser Diskrepanz heraus erkannten die Psychologen einen Hinweis auf ads. Denn diese ist ja gerade typisch. für mich persönlich ist Intelligenz ein schlussfolgern und nicht Merkfähigkeit. gesellschaftlich wird das leider anders gesehen , so dass auch bei ihm der gesamt IQ nur im Durchschnitt lag und das trotz vielfacher Lehrer Aussagen zu seiner sehr hohen Intelligenz. Immerhin hat er es bis 8. Klasse Gymnasium fast ohne jeden Einsatz geschafft. ich denke mit einem Durchschnitts-IQ wäre das nicht möglich. Auch im Schachspiel hat er großes Talent obwohl das Zuhause nie gefördert wurde aufgrund mangelnder Trainingspartner. Im Schachclub machte er viele erste Plätze. Ich weiß einfach, dass er eigentlich sehr intelligent ist, aufgrund der ADS Defizite sei Potenzial aber leider nicht nutzen. Der Output an Leistung entspricht leider nur einem Durchschnitt. Ich bitte dich, dir dies zu Herzen zu nehmen, damit du diese Werte dementsprechend betrachtest. Ganz allgemein wird ein IQ Test bei ADS ebenso wie auch bei Autismus als sehr kritisch gesehen da aufgrund der krankheitsbedingten Defizite der IQ nicht realistisch wiedergegeben werden kann. Mit diesem Wissen gib dir doch einen Ruck und lasse einfach testen. Das Ergebnis muss dich wirklich nicht zu sehr beeindrucken so viel zu meinem schlauen Ratschlag als Mutter und vermutlich selbst ADS Betroffener. Es wäre schön wenn du ein Feedback über dein weiteres Vorgehen abgeben würdest. Viel Erfolg bei deiner Selbstfindung und einen schönen Tag
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon Gutemiene » 21. Mai 2017 17:48

msbean schreibt:
"Ganz allgemein wird ein IQ Test bei ADS ebenso wie auch bei Autismus als sehr kritisch gesehen da aufgrund der krankheitsbedingten Defizite der IQ nicht realistisch wiedergegeben werden kann."

Das klingt nett und soll aufmuntern. Aber es stimmt so leider nicht. WER einen solchen test kritisch sieht oder nicht, hängt vom Grad an Erfahrung des Untersuchers ab. Wer nun seinem "Schützling" etwas Gutes tun will, legt das Ergebnis so oder so aus, aber wem das piepegal ist, pellt sich ein Ei drauf und fertig!

Kann also Skepsis zum IQ-Test nach wie vor gut verstehen!
Aber es ist nur ein Test, einmal durchgeführt mit einer mitfühlenden Testleitung an einem guten Tag und einmal durchgeführt mit einem besseren Gefängniswärter an einem miesen Tag, da denke ich, dass es klar ist: die Aussagekraft ist nicht so gravierend, wenn es statt IQ 100 mal 99 heißt.....
laetitia
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon laetitia » 21. Mai 2017 22:34

Im Studium setzen wir uns gerade mit Tests auseinander. IQ-Tests, Leistungstests, Konzentrationstests, Persönlichkeitstests. Ausserdem woran man erkennt, ob ein Test wirklich qualitativ gut ist.

1. Mein Freund behauptet schon allerlei IQ-Tests gemacht zu haben bei denen jeweils gegenteilige Ergebnisse raus kamen...von hochbegabt bis geistig behindert. Den einen Test den er erwähnte haben wir als Selbsterfahrung im Unterricht gemacht. Aber das war KEIN Intelligenztest wie er glaubte, sondern ein Konzentrationstest.
Nicht alles was als IQ-Test verkauft wird, ist auch einer...

2. Ein Test hat IMMER einen Messfehler dabei. Das heisst, so ein IQ-Test kann nur ungefähr sagen, in welchem Bereich der IQ liegt. Hat jemand ein IQ-Wert von 95 beim Test, liegt der IQ irgendwo zwischen 75 und 110...In diesen Bereich ist die Tatsache miteinbezogen, dass man auch mal per Zufall eine Aufgabe richtig löst oder dass man schlecht geschlafen hat.

3. Es gibt kein Naturgesetz oder so, welches die Intelligenz definiert. Das machen Psychologen, also Menschen. Es gibt dabei verschiedene Modelle und Vorstellungen und die Forschung ist lange nicht soweit oder abgeschlossen.

4. Es gibt keinen Absoluten Massstab für Intelligenz. Die Intelligenz ist ein Vergleichswert. Sie sagt nur aus, wie intelligent ich im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung in etwa bin. Dabei hat man 100 als Mittelwert bestimmt. Der grösste Teil der Normstichprobe erreicht diesen Wert.

Wir haben zu Selbsterfahrungszwecken einen IQ-Test gemacht. Bei mir kam 94 heraus. Ich war etwas enttäuscht, wobei ich an dem Tag extrem müde war. Aber auch wenn mein IQ tatsächlich 94 beträgt oder auch weniger, es ist ein durchschnittlicher IQ und kein Anlass zu Besorgnis. Solange der IQ zwischen 85 und 115 liegt, gehört man zur grossen Mehrheit (68% der Bevölkerung) der Normalbegabten :mrgreen: .

IQ-Tests sind meiner Meinung nach überbewertet. Der IQ als Grösse ebenso. Ein IQ-Test kann nützlich sein und als Hilfsmittel für die Diagnostik dienen. Er ist aber nicht in dem Masse kritisch, wie manche glauben.
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon Msbean » 24. Mai 2017 14:21

Iq test bei adhs
Bei meinem sohn wurde der gesamt iq zb aus zweimal logiktest einmal Arbeitsgedächtnis und einmal konzentration gewertet. Erste beiden über dem Schnitt aber letzte beide mehr als 20 punkte drunter
Letzte beide werte sind bei adhslern meist bis immer niedrig denn genau das macht adhs ja aus
Der iqtest dient vielmehr der Diagnostik da eben die Diskrepanz zwischen den werten ein Indiz für adhs ist. Der selbe mensch kann zb mit medikation einen wesentlich höheren iq haben.
Das habe ich oft gelesen. Kann gern quellen suchen. Ebenso hat die psychologin das so erklärt
Lg
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Re: Intelligenztest immer notwendig?

Beitragvon Msbean » 25. Mai 2017 18:34

Hallo

Genau das meine ich....

http://econtent.hogrefe.com/doi/abs/10. ... alCode=dia

Wobei ich mich sogar frage ob die Defizite auch in die logikaufgaben einfließen. Oder sind die so konzipiert dass Arbeitsgedächtnis und verarbeitungsgeschwindigkeit vernachlässigbar sind?
Kann mir Unterschiede vorstellen zb mit und ohne medikation.

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