Sackgasse

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jenie
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Sackgasse

Beitrag von jenie » 13. März 2013 11:49

Hallo!
Es fällt mir sehr schwer, über meine derzeitig doch echt desolate Situation zu schreiben. Aber ich merke, dass es irgendwo jetzt raus muss. Habe das Gefühl, es nicht mehr lange aushalten zu können, aber weiß nicht recht, wo ansetzen. Hier zu schreiben ist mir jedenfalls lieber, als irgendwen in meinem Umfeld zu belästigen, wobei ich schon beim eigentlichen Problem bin, was?
Irgendwie haben sich viel zu viele, große Baustellen angesammelt, derer ich nicht mehr Herr sein kann. Nix davon kann  ich deligieren.
Ich arbeite 20 Std die Woche in einer AWG für geistig behinderte Menschen. Meist bin ich bis 22.00 im Spätdienst. Auch manchmal an Wochenenden.
Haushalt läuft so irgendwie zwischendurch.
Mein Großer, ADHS (13) geht aufs Internat mit spezieller Beschulung für diese Problematik. Derzeit macht er ganz schön viel Scheiß.Das beschreibe ich nicht im Detail, denn dann liest man sich hier n Wolf. Jedenfalls weiß man nicht, ob Internat und Schule ihn halten können.
Das bereitet natürlich schlaflose Nächte und ich versuche an allen Fronten die Wogen zu glätten. Für mich heißt das, 3-4 Mal in der Woche mit Erziehern telefonieren, manchmal dazu auch mit Lehrern und Ärzten.
Teilweise bin ich auch vor Ort, was für mich 250km Strecke zurücklegen bedeutet.
1Mal die Woche Therapie mit Sohn. Fahre da natürlich auch mit ihm hin. Das machen wir Freitags, denn dann läutet das Inernat eh Wochenende ein. So fange ich ihn auf halber Strecke ein.
Derzeit hat er Sozialstunden abzuleisten. Also nehme ich ihn am Wochenende oft mit zu meiner Arbeit. Denn dort macht es ja auch Sinn und überhaupt, die Schule hat im Moment keine passenden Einrichtungen dafür.
Das Jugendamt sitzt mir im Nacken. Auch da muss immer gut zugeredet werden, damit die Maßnahme für Sohn auch weiter finanziert wird.
AnWochenenden gibt es auch gerne Krach zwischen Sohn und Mann, der auch gerne weiß, was  schief läuft, mit dem ganzen Aufwand aber eher weniger zu tun hat.
Ja, und dann ist da auch noch ein Kleiner (4). Auch der hat Bedürfnisse :wu:
Irgendwie ist das jetzt lang geworden und eine Auflistung meines Alltags. Ob man das gerne liest? Ich weiß nicht...
Ach, was mich eigentlich am meisten fertig macht, bin ich selbst. Ich weiß, das ich stehend ko bin. Würde ich angepustet, wäre es aus. Macht aber keiner, weil ich mir so ungern rein reden lasse.
Neulich überkam es mich nicht zum ersten Mal. Ich musste wg Stress und zu viel Sorgen/ Kopfkino weinen. Habe mich im Büro mal kurz dafür versteckt. Als sich eine Kollegein näherte, wurde schnell alles weggewischt und ich bin, nach aussen cool, zur Tagesordnung übergegangen. Habe sogar Witze gemacht. Boah, ich hab mich so geärgert über mich und fand es erschreckend.
Ich wüsste auch nicht, wie ich zB. meinem Arzt verklickern sollte, was los ist. Ich kann nicht da sitzen und klar sagen: "Ich bin am Ende!" Habe immer das Gefühl, oder die Angst, als bequeme Simulantin wahrgenommen zu werden.

Könnt ihr das verstehen?
So, jetzt isses mal raus!!! Heul heul heul :baw:

LG; Jenie
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Sheherazade
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Re: Sackgasse

Beitrag von Sheherazade » 13. März 2013 13:16

[quote="jenie"]
Ich wüsste auch nicht, wie ich zB. meinem Arzt verklickern sollte, was los ist. Ich kann nicht da sitzen und klar sagen: "Ich bin am Ende!"[/quote]

Als ich vor Jahren mal in einer sehr ähnlichen Situation war wie du, wollte ich genau das tun. Als meine Hausärztin mich begrüßte und fragte, was mir fehlte, kam mir gar kein Ton über die Lippen, ich habe einfach losgeheult. Sie hat mich heulen lassen, mir eine Beruhigungsspritze gegeben und nach ca. 10 Minuten eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt und mir ein paar Adressen mitgegeben, wohin ich mich wenden kann. Dann hat sie meinen Mann angerufen, damit der mich abholen kommt und ihm hat sie noch ein paar Takte dazu gesagt. Später hat sie mir gesagt, dass ich einen klassischen Nervenzusammenbruch hatte. Ich kann mich an die Zeit danach nur noch schwach erinnern, aber es lief dann alles seinen Gang, nachdem ich bei einer der Kontaktadressen Hilfe bekommen habe.
Zuletzt geändert von Sheherazade am 13. März 2013 13:16, insgesamt 1-mal geändert.
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jenie
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Re: Sackgasse

Beitrag von jenie » 13. März 2013 14:32

Danke Sheherazade!
So könnte ich mir die Sache gut vorstellen. Zumindest hätte ich weniger Angst, den Schritt zu tun.
Mein Arzt ist leider ein Stoffel, den ich bei der Sache echt schlecht einschätzen kann. Vllt wäre mir eine Frau lieber.
Irgendwie muss ich aber was tun, weil die Sache mich anfängt, zu überrollen. Habe so lange nix anmerken lassen, dass alle whrscheinlich denken, ich hätte zwar etwas Stress, aber sonst alles bestens.
Jemand schrieb hier, es wäre, als stünde man daneben und beobachte sich. Das geht mir auch so. Es macht Angst, weil ich auch das Gefühl habe, nicht mehr im eigenen Körper zu stecken. Also buchstäblich neben mir zu stehen...mich zu verlieren und zu "ereignen" ohne Kontrolle...
Und was passiert, wenn die Dinge ihren Gang gingen. Wer organisiert und hält die Stellung. Mir fällt keiner ein...
Davor habe ich auch Angst. Geht auch um die Kids. Könnte mein Mann, selbst wenn er wollte , zusätzlich zur Arbeit nicht schaffen.
Danke für den Beistand :schluchz:
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woody
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Re: Sackgasse

Beitrag von woody » 13. März 2013 15:42

Ja Frauen haben ein grundsätzliches Problem: sie sind das personivizierte schlechte Gewissen!!!
Und dann sind wir diejenigen die andere unterstützen wo wir können, aber selbst kaum Unterstützung annehmen.
Also du bist sicher keine Simulantin und auch ganz bestimmt nicht nicht bequem!!!
Ich würde sagen du bist an einem Punkt an dem du selber die Bremse ziehst oder dein
Körper tut es für dich.Auch für starke Frauen ist mal die Grenze der Belastbarkeit erreicht.
Ich weis es ist schwer, Verantwortung für wichtige Dinge des Lebens eine zeitlang aus der der Hand zu geben. aber unterschätze nicht deinen eigenen Wert.
Ich kann dir sagen ich habe in letzter Zeit vor so vielen Leuten geweint und niemand hat mir das Gefühl gegeben, eine Lusche zu sein.
Wichtige Ansprechpartner waren für mich mein Arzt,die Caritas und mein Mann bei dem ich einfach heulen konnte ohne zu erklären warum ich gerade heule.
Also du tust bestimmt das Richtige, wenn du dich jetzt um dich kümmerst
LG woody
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Sheherazade
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Re: Sackgasse

Beitrag von Sheherazade » 13. März 2013 16:33

[quote="jenie"]
Mein Arzt ist leider ein Stoffel, den ich bei der Sache echt schlecht einschätzen kann. Vllt wäre mir eine Frau lieber.
[/quote]

Alternativ zum Hausarzt ginge auch noch der Gynäkologe bzw. die Gynäkologin.  :zwink:

[quote="jenie"]
Und was passiert, wenn die Dinge ihren Gang gingen. Wer organisiert und hält die Stellung. Mir fällt keiner ein...
Davor habe ich auch Angst. Geht auch um die Kids. Könnte mein Mann, selbst wenn er wollte , zusätzlich zur Arbeit nicht schaffen.
[/quote]

Dafür könnte er sich ja mal Urlaub nehmen. Es gibt eben Dinge, die sind dann wichtiger als alles andere.
Zuletzt geändert von Sheherazade am 13. März 2013 16:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sackgasse

Beitrag von jenie » 13. März 2013 23:51

Ja, ihr habt da Recht. So isses einfach grad.
Das schlechte Gewissen ist wirklich furchtbar. Immer denke ich, es ist ja nur eine Phase, oder PMS oder VitaminD-Mangel wegen Winter oder sonstwas...Aber nun geht es mir schon zu lange nicht mehr gut, auch körperlich.
Allerdings könnte ich bestimmt nicht alles auf Eis legen. Rein organisatorisch echt nicht machbar, auch mit Urlaub für meinen Mann.
Leider ist der Gynäkologe auch ein Stoffel. Ich leb im Sauerland...Hier wimmelt es davon...Doch mal lachen muss...
Aber ich hatte früher eine nette Ärztin, etwas weiter weg. Vllt geh ich dort hin.
Vielen Dank für eure Hilfe :winken:
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woody
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Re: Sackgasse

Beitrag von woody » 14. März 2013 14:57

Kurze Frage: Was wäre denn mit einer Mutter-Kind Kur für dich und deinen Kleinen? Dann müsste dein Mann sich nicht so viel frei nehmen, und du hättest eine richtige Auszeit vom Alltag. Ich war mit unseren Kids vor knapp zwei Jahren weg und ich hab echt lange von der Kur gezehrt
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jenie
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Re: Sackgasse

Beitrag von jenie » 14. März 2013 17:55

Ja, woody...Hab darüber auch nachgedacht. Mein Mann müsste sich an den Wochenenden dann mit dem Großen auseinandersetzen, was beiden sicherlich gut tät.
Ich habe für morgen Früh 8.45 einen Termin beim Stoffel. Die andere Ärztin ist im Moment nicht da. Nur eine Vertretung, die ich gar nicht kenne.
Es ist so extrem jetzt, dass mir das nun auch wurscht ist.
Auch bei der Arbeit hab ich es heute geschafft,nach der Teamsitzung alles raus zu lassen. Haben sehr ok reagiert.
Hänge halt trotzdem den ganzen Tag in den Seilen und heul und heul und heul...
Will morgen aus dem Verkehr gezogen werden und Adressen für mögliche Therapien oder sonstige Maßnahmen bekommen, evtl einen Kurantrag mit ihm durchgehen. Das sollte ein Hausarzt doch hinkriegen, oder?
LG; Jenie
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Re: Sackgasse

Beitrag von Eule » 14. März 2013 20:19

Die Frage ist worum es bei dir konkret geht.

Was für eine Therapie wünschst du dir? Psychotherapie? Egal was genau du suchst,bei der Suche nach einem Psychotherapeuten auf dem land sind lange Wartezeiten angesagt, um auch nur ein Erstgespräch zu bekommen.

Nach meinem Eindruck brauchst du aber jetzt Hilfe.

Neben dem Termin beim Hausarzt könntest du mal schauen was es an Beratungsstellen gibt für Frauen in psychischen Krisen- und Überforderungssituationen. Je nachdem ob du eine konfessionsgebundene Beratungsstelle ok findest oder nicht kommen neben der Arbeiterwohlfahrt Caritas, Sozialdienst katholischer Frauen oder Diakonie in Frage, manchmal gibts auch noch andere Angebote. Schau mal auf der Homepage deines Wohnorts oder vom Kreis nach, Stichworte Selbsthilfe und Beratung und ruf alle an die auch nur annähernd passend erscheinen. Selbst wenn die eine oder andere Beratungsstelle vielleicht nicht das passende Hilfsangebot hat, oft kennen die einander ja auch und wissen wer etwas entsprechendes anbietet. Wenn du kirchlich aktiv bist und es in deiner Gemeinde eine(n) Seelsorger(in) gibt den du sympathisch findest ist das vielleicht auch eine Möglichkeit erst mal jemanden zu haben der dir zuhört, und vielleicht auch erste Kontaktadressen für weitere Hilfe nennen kann.

Hol dir Hilfe, von Menschen die dir ganz real gegenübersitzen, das ist erst mal das wichtigste!
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jenie
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Re: Sackgasse

Beitrag von jenie » 15. März 2013 11:09

Danke dir, Eule!
War heute tatsächlich beim Arzt, der mich sofort aus dem Verkehr zog. Ende nächster Woch soll ich wieder kommen. Er will sich bis dahin auch ein paar Gedanken machen.
Gegen die extreme Angespanntheit und mehr als schlechte Stimmung hat er mir Diazepam verordnet. Soll tägl 1,25 mg nehmen.
Ich/Wir bräuchten vielleicht soetwas wie eine systemische Familientherapie. Ich finde, es ist an der Zeit, die Rollen, Erwartungen und Aufgaben eines Jeden zu
reflektieren. Es muss deutlich werden, unter welcher Belastung ich stehe. Das nimmt hier irgendwie keiner wahr, weil ich es auch lange einfach so wuppen wollte. Schade, hat nicht geklappt.
Es wäre gut, wenn wir Strategien finden, wieder gemeinsam an auch schwierigen Dingen zu arbeiten. Ich wüsste auch gerne, ob mein Mann sich das überhaupt noch vorstellen kann.
Vllt ist es auch eine Paartherapie, die da angesagt ist. Ich weiß es nicht....Und zwingen kann ich da ja auch keinen zu...
Werde bei Caritas und Lebenshilfe nachfragen, was sie so anbieten können.
Schlafen muss....
LG; Jenie
Zuletzt geändert von jenie am 15. März 2013 11:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sackgasse

Beitrag von Eule » 15. März 2013 12:45

Gut daß du den ersten Schritt gemacht hast.

Als Akut- und Notfallmedikation mag Diazepam erst mal ok sein, nichtsdestotrotz ist es aufgrund des Suchtpotentials bei längerer Anwendung mit Vorsicht zu genießen. Wenn du tatsächlich längerfristig medikamentöse Unterstützung brauchst, solltest du das unbedingt bei deinem Doc ansprechen.

Ich wünsche dir erst mal viel Erfolg mit den Beratungsstellen, gelegentlich haben die auch Kontakte zu Psychiatern (evtl sinnvoll für eine Umstellung auf andere Medikation - nicht alle Hausärzte kennen sich mit den Feinheiten beim Verschreiben von Psychopharmaka aus) oder Therapeuten und können dir einen kurzfristigen Akut-termin verschaffen, während du wenn du selber anrufst trotz Dringlichmachen auf irgendwann in mehreren Wochen vertröstet wirst.

Es klingt als hättest du dringend Gesprächsbedarf mit deinem Mann - kann es sein daß ihr durch die angespannte Lage mit dem Großen mehr über das Kind/die Kinder und wie man sie und ihre Bedürfnisse "managen" kann als über euch geredet habt? Wenn ja, versuch unbedingt mit ihm verbindlich für einen der kommenden Abende einen Termin zu vereinbaren der für euch ist, wo es garantiert nicht um die Kinder geht. Wenns zunächst mal nicht um die heißen Themen geht, sondern im dümmsten Fall ein gemeinsamer Kuschel-TV-Klön-Abend für euch als Paar statt eines Strategiegesprächs für euch als Familienmanager ist, kann das vielleicht der erste Schritt zum Neusortieren sein ;-)
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jenie
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Re: Sackgasse

Beitrag von jenie » 15. März 2013 13:17

Eule, wir haben echt wenig Zeit zusammen! Geschweige denn, nur mit der Intention, Zweisamkeit zu genießen.
1Mal im Jahr fahren wir für 5 Tage weg. Das tut immer sehr gut.
Beim letzten Mal hat das Internat angerufen und gebeten, P. abzuholen. Hab ich nicht gemacht. Gesagt, das es JETZT ausnahmsweise echt nicht geht. Der Rest des Kurzurlaubes war im Eimer...
Mein Mann ist dann wütend auf SohnI Ich ja auch irgendwie, aber trotzdem verteidige ich ihn. Dann ist der Streit auch schon im Gange...
Als Paar sind wir Momentan wohl eher ein kümmerliches Pflänzchen :baw:
Bin bemüht, das anders hin zu bekommen. Aber er muss mitmachen.
Hab mich vertan. Bekomme 3mg Dia am Tag. Arzt hat auch betont, dass es nur kurz, also max. 2 Wochen genommen werden soll.
LG; Jenie
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lilian 74
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Re: Sackgasse

Beitrag von lilian 74 » 17. März 2013 12:44

Hallo jenie,habe Dir ne PN gesendet....LG,Lilian
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Re: Sackgasse

Beitrag von jenie » 17. März 2013 17:27

Danke, lilian. Habe dir auch eine geschickt :zwink:
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Re: Sackgasse

Beitrag von jenie » 18. März 2013 12:21

Ach herrje, jetzt hab ich mal beim Müttergenesungswerk nach einem Kurantrag gefragt. Das geht mit burn-out gar nicht. Da muss man eine Reha beantragen.
Ob ich da mit meinem Stoffel weiter komme? Hatte ihn schon wg Kur noch gar nicht angesprochen. Gerne machen Ärzte sich die Arbeit nicht hab ich das Gefühl. Bei meiner letzten Kur vor 10 Jahren war das echt schon Theater. Nicht von Seiten der Krankenkasse...
Und die Frage ist ja auch, was mit den Kids ist. Der Kleine müsste auf jeden Fall mit.
Habt ihr sowas schonmal beantragt? wenn ja, mit Hausarzt? Werde ihn am Mittwoch auf jeden Fall fragen, aber ich fürchte, er sagt, er kenne sich nicht aus und ob das alles so nötig sei und so....
Dachte, es sei erstmal gut, was in der Richtung zu machen, um danach ambulant mit einer Beratungsstelle oder so in Kontakt zu treten. Meist sieht man doch erst mit Abstand, was langfristig angezeigt ist, oder? Zudem reflektieren das doch auch die Menschen, die einen bei Kur, oder Reha begleiten und raten dann zu passenden Therapien, wenn ich mir das richtig vorstelle...?
Aktuell wurde ich von meinem Mann übers Wochenende echt super entlastet. Haben auch einiges besprochen und die Stimmung war erstmal viel besser als in den letzten Monaten. Er hat aber auch echt schiss gekriegt und war doch sehr besorgt. Sogar die Streitereien zwischen ihm und dem Großen waren auf Eis gelegt.
Durchatmen...
LG; Jenie
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Re: Sackgasse

Beitrag von woody » 19. März 2013 11:28

Hallo,
also ich bin so vorgegangen, dass ich Mit der Caritas Kontakt aufgenommen habe. Weil unsere KK aber eigene Verträge mit Kurkliniken hat konnte sie mir nur allgemeingültigen Rat geben. Ansonsten bekommt man dort (so denke ich) konkrete Ünterstützung bei der Antragsstellung. Der Tipp der Sachbearbeiterin war der, dass ich dringend auch meine Baustellen aufzeigen soll, und nicht nur das Befinden der Kinder schildere.
Daraufhin habe ich die KK angerufen und die haben mir die Unterlagen für den Antrag zugeschickt. Meinen Teil habe ich ausgefüllt und mein Hausarzt hat dann auch nochmal seine Einschätzung gegeben. Hatten ein Vorgespräch und er hat dann seine Notizen verwendet.
Ich habe auch klipp und klar geschildert dass ich jahrelang hinter den Problemen der Kinder zurückgestanden habe und jetzt meine Kraftreserven verbraucht sind. Sämtliche Diagnose und Therapieberichte mit dazugepackt und ab in die Post.
Keine 2 Wochen später hatte ich die Zusage.
Wir haben alle drei Anwendungen bekommen und mir hat die Zeit wirklich gut getan.
War aber wie gesagt Mutter-Kind-Kur und keine Reha.

LG woody
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Re: Sackgasse

Beitrag von jenie » 19. März 2013 13:36

Danke woody, werde morgen mit dem Arzt drüber sprechen und sehen, was so dabei raus kommt.
Hatte heute, obwohl ich dachte, der schlimmste Schub sei vorbei, schon wieder Heulattacken und irgendwie so eine aggressive Grundstimmung.
Dachte, ich könne wenigstens mal ein paar Teile im Aldi besorgen, nix Großes...bin völlig verpeilt durch die Gänge gelatscht und wußte gar nicht mehr, was ich da überhaupt kaufen wollte...Deprimierend!
Mein Mann ist krank geworden, was natürlich heißt, dass er mal ruhen muss! GRRRRRRR
Ab Freitag hat der Große Ferien. Ich merke, wie es in mir schon wieder hoch kocht...
Ach, ich will jetzt eigentlich gar nicht hier so rum jaulen. Nervt mich selbst...
LG, Jenie
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Re: Sackgasse

Beitrag von jenie » 20. März 2013 09:58

Nix Arzt!! Die Dame sagte, er habe doch erst Freitag einen Gesprächstermin frei. Ich losgeheult...Sie meinte, sie verstehe gar nicht, was ich jetzt hätte. Sei doch krank geschrieben :icon_eek: Da müsse es doch jetzt schon viel besser gehen...hm...Da fehlen mir einfach die Worte.
Ok, ich warte bis Freitag...
LG; Jenie
Zuletzt geändert von jenie am 20. März 2013 09:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sackgasse

Beitrag von Eule » 20. März 2013 10:16

Was ist denn mit den sonstigen Hilfsangeboten die du anrufen wolltest?

Caritas etc? Gibts da jemanden wo du hingehen könntest und einen Zuhörer hättest?

Die Idee mit der Kur ist ja nicht dumm, aber ich habe immer noch den Eindruck daß du dringend jemanden benötigst der dich jetzt ein bißchen stützen kann, nicht erst in Wochen oder Monaten. Kuranträge, Psychotherapieplätze...all das ist mit Wartezeiten verbunden.

Aber dir gehts JETZT bescheiden, also brauchst du JETZT einen Menschen der zuhört, dich ermutigt und unterstützt dir mittel- und langfristig angemessene Hilfe zu holen. Und das sollte durchaus ein Mensch sein, der ein bißchen Einblick in die örtlichen gegebenheiten hat und weiß wo man nachfragen kann.

Teilweise hat auch das zuständige Gesundheitsamt auf seiner HP Verweise auf Hilfsangebote für Menschen in psychischen Krisensituationen, eventuell gibts auch ein Sozialpsychiatrisches Zentrum das ein Offene Tür-Angebot hat wo man hingehen kann.
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Re: Sackgasse

Beitrag von jenie » 20. März 2013 10:53

Hey Eule,
Habe nun alle Beratungsstellen abgeklappert, weil ich es ja auch so sehe, wie du. Wenn eine Reha/Kur zu lange auf sich warten lässt, muss ambulant schnell was her.
Lebenshilfe hat nix im Angebot, was mir helfen kann. Sind eher auf Behinderungen spezialisiert. Alle anderen Beratungsstellen verweisen auf Termine in einigen Wochen und bei der Diakonie kenn ich Hinz und Kunz. Da will ich nicht hin. Abgesehen davon, sähe es dort wahrscheinlich ähnlich aus.
Sonst gibt es nur die Ambulanz der psychiatrischen Klinik. Da hätte ich irgendwie schiss vor...
LG, Jenie
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