Kardiovaskuläre und psychiatrische Risiken von ADHS-Medikamenten

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maerenthaler
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Kardiovaskuläre und psychiatrische Risiken von ADHS-Medikamenten

Beitragvon maerenthaler » 16. Juni 2007 07:52

Hallo,

Gefunden im Ärzteblatt unter nachstehendem Link nachzulesen:

http://www.aerzteblatt-studieren.de/doc ... cId=105006

Den Artikel habe ich kopiert
und wegen besserer Lesbarkeit lediglich mit mehr Absätzen versehen.


Medizin • News

22.02.2007

Kardiovaskuläre und psychiatrische Risiken von ADHS-Medikamenten

Washington –
Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA
hat die Hersteller von Medikamenten
zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) aufgefordert,
die Patienten über mögliche kardiovaskuläre und psychiatrische Risiken ihrer Produkte aufzuklären.

In einer aktuellen Pressemitteilung weist die FDA auf mögliche kardiovaskuläre Komplikationen hin,
die der Behörde bekannt wurden.

Sie betrafen Patienten mit kardialen Vorerkrankungen oder Fehlbildungen,
die nach der Einnahme eines ADHS-Medikaments in der üblichen Dosierung einen plötzlichen Herztod erlitten.

Andere Patienten, „Erwachsene mit bestimmten Risikofaktoren“,
erlitten unter der Therapie einen Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Inwiefern diese Zwischenfälle kausal mit der Einnahme der Medikamente in Verbindung stehen, ist offen.

Es gibt aber Nebenwirkungen,
etwa ein leichter Blutdruckanstieg unter der Therapie,
die ein erhöhtes Risiko plausibel machen.

Angesichts der hohen Prävalenz der Störung
– 3 bis 7 Prozent aller Schulkinder und 4 Prozent aller Erwachsenen leiden nach FDA-Recherchen an ADHS –
und der häufigen Verordnung der Medikamente,
hält es die FDA für notwendig, die Patienten über die Bedenken zu informieren.
Dies soll in den „Medication Guides“ geschehen,
die den Medikamenten neben den Fachinformationen beiliegen sollen.

Konkreter feststellbar ist ein leicht erhöhtes Risiko von psychiatrischen Nebenwirkungen.

Die FDA schätzt, dass auf 1.000 Anwender etwa einer unter der Therapie
akustische Halluzinationen, Wahngedanken oder manische Symptome entwickelt.

Betroffen seien auch Patienten, die vorher keine psychiatrischen Probleme gehabt hatten.

Die Behörde empfiehlt den Ärzten,
in ihrem Behandlungsplan auf kardiale und psychiatrische Probleme zu achten.

Die Fachinformationen waren bereits im Mai 2006 angepasst worden.
© rme/aerzteblatt.de
Zuletzt geändert von maerenthaler am 29. Dezember 2008 11:09, insgesamt 1-mal geändert.

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