Methylphenidat macht keine Genschäden

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michael
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Methylphenidat macht keine Genschäden

Beitrag von michael » 21. April 2007 03:11

Im Jahr 2005 verunsicherte eine Studie aus den USA Ärzte und Eltern von Kindern mit einem Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom. Das bei ADHS zur Behandlung übliche Methylphenidat sollte Schäden am Erbgut verursachen. Würzburger Wissenschaftler geben nun Entwarnung.

"In einer eigenen Studie fanden wir keine verstärkten Schäden am Erbgut", beruhigt Prof. Dr. Helga Stopper. Die Würzburger Forscher untersuchten Blutproben von 30 ADHS-Kindern vor und kurz nach Beginn einer Behandlung mit Methylphenidat. Nach drei Monaten Therapie wurde bei 21 Kindern erneut Blut genommen, bei acht Studienteilnehmern ein weiteres Mal nach einem halben Jahr. In den Lymphozyten der Blutproben fahndeten die Wissenschaftler nach vermehrt beschädigten Chromosomen, wurden aber nicht fündig. Die schlechte Nachricht stammte seinerzeit von Randa El-Zein von der Universität von Texas. "Allerdings wurden dort nur zwölf Kinder untersucht. Die Ergebnisse waren bei allen ungewöhnlich einheitlich und die Werte deutlich erhöht, so dass eine weitere Studie erforderlich schien", kommentiert Stopper die amerikanische Untersuchung.

Quelle: Environ. Health Perspect., Online-Vorabpublikation, DOI: 10.1289/ehp.9866
http://www.deutscher-apotheker-verlag.d ... 0302d.html
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