Meine bisherigen Erfahrungen mit Amphetaminen (zur Zeit Elvanse Adult 30 mg)

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SkyWolf89
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Meine bisherigen Erfahrungen mit Amphetaminen (zur Zeit Elvanse Adult 30 mg)

Beitrag von SkyWolf89 » 30. August 2019 12:46

Hallo liebe Chaoten,

ich heiße Michael, bin 30 Jahre alt und leide seit dem Kindestalter an ADHS. Die Diagnose wurde bei mir allerdings erst mit 18 Jahren gestellt.

Ich hab den typischen Negativ-Werdegang hinter mir:

Von der Realschule geflogen, wegen BWL und Mathe (Rechenschwäche), habe dann meinen Quali mit 2,1 gemacht (ohne jemals dafür gelernt zu haben).

Ausbildung zum Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik wegen der Konzentrationsprobleme im 3. Lehrjahr abgebrochen, sehr heftiger Cannabiskonsum bis zu meinem 23. Lebensjahr (ungefähr), dann ein Jahr lang Straßen-Amphetamine konsumiert, warscheinlich, um mich unbewusst selbst zu therapieren.

Ich bin sehr wortgewandt und verfüge über überschnittliche Sprachkompetenz, sowie einen außergewöhnlich facetten- und umfangreichen Wortschatz, welche ich privat für meine Musik (Hip Hop) und das Schreiben von meinem ersten, kommerziellen Roman nutze.

Ich nehme an, dass meine rechte Hirnhälfte (Kreativität, Gefühle, Intuition usw.) sehr dominant ist und die linke Hirnhälfte weniger aktiv ist (Logik, kritisches Denken usw.)

Seitdem ich mich mit Themen, wie Esoterik, Psychologie, Astrologie und Medizin beschäftige (seit ca. 8 Jahren), bin ich viel ruhiger und ausgeglichener geworden und ich habe meine Hirnaktivität synchronisiert, was die ADHS-Symptome nochmal bessert und zum allgemeinen Wohlbefinden beigetragen hat.

Ich habe es dann eine Zeit lang ohne Medikation und ohne illegale Substanzen versucht, aber habe die Jobs gewechselt, wie andere ihre Unterwäsche. Die Konzentrationsfähigkeit und meine Impulsivität waren der Grund.

Meine erste ärztlich verordnete Medikation war damals Methyphenidat, welches ich aufgrund diverser Nebenwirkungen und einem ekelhaften Körpergefühl nur ca. 1 Jahr lang genommen habe.

Kurz darauf hatte ich erfahren, dass es DL-Amphetaminsulfat als Saft gab. Diesen habe ich dann ca. 2 Jahre lang verschrieben bekommen und die Symptome haben sich drastisch gebessert. Das "reine" Amphetamin wirkt ganz anders, als Straßenzeug sag ich euch... Ein wahrlicher Segen, mit nur wenig Nebenwirkungen bei richtiger Verwendung und unter Beachtung einiger Punkte.

Seit ca. einer Woche bekomme ich nun Lisdexamphetamin (Anfangsdosis 30 mg) und ich muss sagen, das ist noch etwas besser, als DL-Amphetamin. Es wirkt sanfter, gleichmäßiger und steigert meinen Fokus in's Unermessliche. Meine Wahrnehmung ist viel klarer und die Reize werden vieeeel besser gefiltert. Auch meine Rechenschwäche ist besser geworden, kann jetzt zumindest schonmal "gewöhnliche" Rechnungen sehr schnell im Kopf ausführen.

Die Nebenwirkungen sind bei mir überschaubar:
-trockener Mund
-manchmal leichtes Schwitzen
-ab und zu beim Abklingen der Wirkung und bei gleichzeitigem Koffeinkonsum Kopfschmerzen

Ich gebe euch einen Tipp:
Lernt, euch selbst zu erden und in den Bauch zu atmen. So entfaltet Amphetamin sein volles Potential. Wir ADHS'ler "fliegen" gerne, aber nur, wenn man fest mit der Erde verbunden (geerdet) ist, verfügen wir über unser ganzes Bewusstsein.

Lasst euch nicht unter die Erde ziehen, sondern bleibt standhaft. Die Realität ist oft hart und heftig, aber wir haben schon so vieles überstanden und überlebt, so viele schöne Momente erlebt... Auf was kommt es im Leben an? Stellt euch diese Frage mal.

Liebe Grüße
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