ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

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mfor
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ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon mfor » 3. Juni 2016 14:07

Guten Abend,
Ich mit meiner Mitbewohnerin ein sehr interessantes Gespräch. Sie leidet an ADS, nimmt weder Ritalin noch sonstigen Chemischen Müll. Alleine mit einer Ernährungsumstellung hat Sie ihr Problem so gut wie in den Griff bekommen. Nun mein Frage: Ist ADS mit einer sehr starken Ernährungsumstellen (zumbei. überhaupt keine Zuckerhaltingen Produkte..auch kein Fruchtzucker.) heilbar?
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon Elchi » 3. Juni 2016 14:32

Nein.
Wenn Deine Mitbewohnerin ohne "chemischen Müll" geheilt ist, hat es andere Hintergründe als ADS.

Hoffentlich wird sie nie richtig krank, so dass sie doch noch auf den "Müll" angewiesen ist.
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon Wasabi » 3. Juni 2016 14:43

Wer "Chemie" und "Natur" eindeutig trennt, dieser Mensch ist mich für ein ungebildeter und hat sich damit entmündigt.
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Menolly
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon Menolly » 3. Juni 2016 15:07

Sind in Holland schon Ferien? :ugeek:
Du sollst Deine Freunde nicht trocknen und rauchen.
Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigene Spur.
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Hier könnt ihr euch Smileys suchen.
Falschparker
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon Falschparker » 3. Juni 2016 15:41

Hallo mfor,

die Placebowirkung wird auf 30 % geschätzt. Offenbar haben diese 30 % für deine Freundin ausgereicht. Es kann auch sein, dass sie keine AD(H)S hat.

Die Antwort auf deine Frage ist nein. Allerdings braucht auch nicht jeder AD(H)S-ler Medikamente. Und Zuckerhaltiges meiden bzw. allgemein auf die Ernährung achten ist ja nichts Schlechtes.
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Kaina
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon Kaina » 3. Juni 2016 18:38

Falschparker hat geschrieben:die Placebowirkung wird auf 30 % geschätzt. Offenbar haben diese 30 % für deine Freundin ausgereicht. Es kann auch sein, dass sie keine AD(H)S hat.

Die Antwort auf deine Frage ist nein. Allerdings braucht auch nicht jeder AD(H)S-ler Medikamente. Und Zuckerhaltiges meiden bzw. allgemein auf die Ernährung achten ist ja nichts Schlechtes.
Falschparker hat geschrieben:Die Antwort auf deine Frage ist nein. Allerdings braucht auch nicht jeder AD(H)S-ler Medikamente.


Ich schließe mich dem mal an, obwohl ich einen 30 %igen Placebo-Erfolg (zumindest dauerhaft) anzweifle. Und: AD(H)S ist gar nicht heilbar. Ich sehe es auch nicht unbedingt als Erkrankung, sondern eher als eine Veranlagung, die aber sehr belastend sein kann, je nachdem wie stark sie ausgeprägt ist. Das erklärt auch, warum nicht jeder auf Medis angewiesen ist.

Und falls deine Mitbewohnerin die Diagnose tatsächlich hatte (und sie nicht irgendeinen Larifari-Selbsttest gemacht hat), wurde die Diagnostik bei ihr vielleicht nicht sorgfältig gemacht.
Es gibt so einige Dinge, die zu AD(H)S-artigen Symptomen führen können. Die schreibe ich aber jetzt nicht alle auf, ist mir zu viel.

Aber hier wenigstens ein Beispiel, bei dem eine vernünftige Diät schnell Erfolge bringen kann: Fruktose-Intoleranz.
Dass das immer häufiger auftritt, liegt vermutlich an dem Chemie-Müll, der in unsere Lebensmittel gepackt wird (wie wilde Mixturen von Süßstoffen, Billig-Fruktosesüßung in allem, was nicht niet- und nagelfest ist, etc.).

Bei Fruktose-Intoleranz, die erst mal ganz harmlos und fast unbemerkt beginnen kann, kann der Körper bestimmte Vitamine und Mineralstoffe nicht mehr aufnehmen. U. a. ADS-artige Symptome können auftreten, oder Depris.
Mit der richtigen Diät klappt's dann wieder.

Schön, dass es deiner Freundin wieder gut geht, was auch immer der Hintergrund war oder ist :)
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Hanghuhn
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon Hanghuhn » 3. Juni 2016 19:54

Schade, dass ich bei dem "interessanten Gespräch" nicht dabei war! Ich hätte doch glattweg nachgefragt, was eigentlich alles so besser geworden ist.

Verschüttet Deine Freundin weniger Zucker als früher? Nun, das lässt sich relativ einfach mit der Wahrscheinlichkeitstheorie erklären. Scherz beiseite! Es gibt immer mal wieder so Anti-Zucker-Theorien. Wahrscheinlich hilft das Weglassen von Zucker allgemein ganz gut, wenn jemand zu viel Zucker konsumiert. Vielleicht liegt aber tatsächlich eine Fructose-Intoleranz vor.

Ich vermute hier eher einen Placebo-Effekt etwas anderer Art. Inwieweit hat sich Deine Freundin überhaupt mit den Symptomen von ADS beschäftigt? Als ADSlerin ist sie ja wohl nie über Tisch und Bänke gegangen, was bei den meisten ADHS-Kindern natürlich sofort ins Auge fällt. Wie sich auch Ärzte etwas schwer damit tun, ADS zu erkennen, ist es natürlich auch für Laien schwer zu erkennen, was alles auf ADS deutet. Vielleicht sind ihre Lebensumstände z. Zt. in der Art, dass sie allgemein recht gut zurecht kommt. Es steht kein Lehrer mehr vor der Klasse, der Gelerntes aus der letzten Stunde abfragt. Man muss sich nicht mit ungeliebten Themen abplagen und auf Teufel komm raus auch noch etwas Gescheites dazu sagen.

Will sagen: Wenn man jung ist und relativ ungebunden, wird die Konzentration auch nicht so sehr herausgefordert. Man muss sich nicht um x Termine einer 7köpfigen Familie kümmern, den Haushalt schmeißen, im Job den Anschluss nicht verlieren (idealerweise richtig gut sein) und bei allem auch noch gut aussehen. Wäre schön, wenn mir das Weglassen von Zucker bei so Einigem geholfen hätte.
LG Hanghuhn
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Kaina
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon Kaina » 3. Juni 2016 22:13

<<Registriert: heute um 14:05
Letzte Aktivität: heute um 14:07>>
Kurz 'was reinwerfen und weg.
Und sich dann trotzdem neugierig unter die Gäste mischen...
Ob das wieder ein hollundristischer Troll ist?
Bild
:D

Macht nix. Hilft vielleicht dem ein oder anderen, der zum 1. Mal 'reinsieht, ein klein wenig weiter. Bild


btw: ob 's auch eine Diät gegen unstillbare Trollsucht gibt? Vielleicht 'ne echte Marktlücke Bild
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Psychotic_Black_Rabbit
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon Psychotic_Black_Rabbit » 4. Juni 2016 04:16

Nun, ich denke ja schon, dass man zu einem gewissen Grad durch die Ernährung Einfluss nehmen kann.
Allerdings auch nur in dem Maße wie es allgemein für jeden förderlich wäre.
Was heißen soll. Konzentrationsfähigkeit sowie ein ruhiger Geist kann für jeden Menschen ob nun ADHS oder nicht, durch die Ernährung zu einem gewissen Teil beeinflusst werden.
Dies zu beachten kann sicher auch einem ADHSler zu gute kommen, aber mit Sicherheit nicht ADHS "heilen", höchstens zu einem kleinen Teil ein paar der Defizite lindern.
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon laetitia » 4. Juni 2016 10:46

mfor hat geschrieben:Guten Abend,
Ich mit meiner Mitbewohnerin ein sehr interessantes Gespräch. Sie leidet an ADS, nimmt weder Ritalin noch sonstigen Chemischen Müll. Alleine mit einer Ernährungsumstellung hat Sie ihr Problem so gut wie in den Griff bekommen. Nun mein Frage: Ist ADS mit einer sehr starken Ernährungsumstellen (zumbei. überhaupt keine Zuckerhaltingen Produkte..auch kein Fruchtzucker.) heilbar?


Umm...was willst du denn noch essen, wenn du keine zuckerhaltigen Nahrungsmittel zu dir nehmen willst, insbesondere ohne Fruchtzucker? Die meisten Nahrungsmittel bestehen zu einem Teil aus Zucker...und Zucker besteht aus einem Molekül Fruktose und einem Molekül Glukose...Zucker ist der Triebstoff unseres Körpers... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Also kannst du mal auf Pasta, Kartoffeln, Bananen, Äpfel, Tomaten, Karotten etc. verzichten...guten Appetit, wenn überhaupt noch was übrig bleibt, das du essen kannst!
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon Hanghuhn » 4. Juni 2016 12:07

Ich sehe es wie Psychotic_Black_Rabbit.
laetitia hat geschrieben:...guten Appetit, wenn überhaupt noch was übrig bleibt, das du essen kannst!

... und wie laetitia.

Da bleibe ich doch lieber ADS-beeinträchtigt. Ich fände es schlimm, wenn ich nach jedem Zuckermolekül fanden musste, um mir letztendlich einzubilden, dass es mir doch viiiieeel besser ginge.

Iiiihhh, ein Zuckermolekül Bild
LG Hanghuhn
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon ripley » 4. Juni 2016 14:04

laetitia hat geschrieben: Zucker besteht aus einem Molekül Fruktose und einem Molekül Glukose...

Nö. Das ist so nocht korrekt: https://de.wikipedia.org/wiki/Zucker
laetitia hat geschrieben: Zucker ist der Triebstoff unseres Körpers... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Auch hier ... j-ein. Aber Kohlenhydrate (zu denen Zucker zählt), sind insbesondere höchst relevant fürs Hirn.

Ansonsten ist es mir bisl zu einfach, wenn hier postuliert wird: Wer ohne MPH (oder die Wirkstoffe der zweiten Wahl) auskommt, der hat halt kein AD(H)S.
Schließlich gab es ja diverse Jahrhunderte lang durchaus Leute, bei denen man mehr oder minder posthum durchaus auf ADHS schließen darf, die aber eben KEIN MPH nahmen bzw. bekamen. Und das waren durchaus nicht durchweg "Versager" und Totalchaoten.

Und es kommt sicher (auch) darauf an, wie man sich ernährt, ob und wieviel der (überschüssigen?) Energie man über Sport oder eben einfach Bewegung abtoben kann (und es auch tut), in welchem sozialen und beruflichen Umfeld man sich bewegt etc. pp..

MPH mag da einiges vereinfachen und Wege ebnen, die sonst sehr steinig wären, ja. Aber es immer und immer wieder als allein seligmachende Substanz hinzustellen, halte ich echt für übertrieben.
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon Wasabi » 4. Juni 2016 14:09

Riplay, hast du den Artikel überhaupt gelesen?

Zucker besteht aus Saccharose und dieses ist eine Verbindung aus Fructose und Glucose... Wie schon vorhin vom anderen User richtig gesagt.


Und früher standen ganz andere Hilfsmittelchen zur Verfügung, die sicher auch genutzt wurden, ohne das dies in der Literatur erwähnt wird. In Europa zählt Ephedra (mit Ephedrin) zu den Stimulazien und in tropischen Ländern wars jahrtausend lang die Coca Pflanze bis irgendwelche Prädiger einfach mal die ganze Natur für Verboten erklärt haben.
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon laetitia » 4. Juni 2016 23:05

ripley hat geschrieben:
laetitia hat geschrieben: Zucker besteht aus einem Molekül Fruktose und einem Molekül Glukose...

Nö. Das ist so nocht korrekt: https://de.wikipedia.org/wiki/Zucker
laetitia hat geschrieben: Zucker ist der Triebstoff unseres Körpers... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Auch hier ... j-ein. Aber Kohlenhydrate (zu denen Zucker zählt), sind insbesondere höchst relevant fürs Hirn.


Also, ich habe das so im Biologie Unterricht gelernt. Jede Zelle im Körper verarbeitet Zucker in Energie. Fett und Kohlenhydrate können auch als Energielieferanten dienen, werden dafür aber ebenfalls in Zucker umgewandelt. Kohlenhydrat ist ein anderes Wort für Zucker...dabei gibt es Einfach- (Monosaccharide), Zweifach- (Disaccharide), und Mehrfachzucker (die sogenannte Stärke oder Polysaccharide).

Falls du da aber neuere wissenschaftliche Daten dazu hast, dann lass ich dir natürlich den Vortritt. ;)

Und natürlich spielt die Ernährung eine Rolle. Da kann ich sogar selber was dazu sagen...denn wenns im Darm rumort, ist das Denken beeinträchtigt und oft merkt man erst wie sehr es im Darm rumorte, wenn man die Ernährungsgewohnheiten ändert. Als ich meine Ernährung ziemlich radikal umstellte, verbesserte sich meine Konzentration drastisch. Ich glaube, dass Ernährung wichtig ist, bezweifelt hier auch niemand wirklich...
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon ripley » 5. Juni 2016 10:38

laetitia hat geschrieben:Zucker besteht aus einem Molekül Fruktose und einem Molekül Glukose...


laetitia hat geschrieben:Kohlenhydrat ist ein anderes Wort für Zucker...dabei gibt es Einfach- (Monosaccharide), Zweifach- (Disaccharide), und Mehrfachzucker (die sogenannte Stärke oder Polysaccharide).

Falls du da aber neuere wissenschaftliche Daten dazu hast, dann lass ich dir natürlich den Vortritt.


Ich schlage zunächst mal vor, wir einigen uns auf EINE Bedeutung des Wortes Zucker:
Ist "Zucker" nun plusminus gleichzusetzen mit "Saccharose" (womit ersteres zuträfe)?
oder
Ist "Zucker" synonym zu "Kohlenhydrate", wie weiter unten postuliert?

Beide Bedeutungen nach Gusto einzusetzen, dient der Klarheit der Argumentation ... nicht wirklich.

Ach ja ...und was machen wir mit "Zuckern" (?) ach, "Sächelchen" (!) wie Lactose, Galaktose, Maltose, Dextrose ... ?
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon laetitia » 5. Juni 2016 21:08

ripley

Kauf dir doch ein Biologiebuch, da stehts drin...jedenfalls in dem, das ich für meine Uni-Zulassungsprüfungen benutzte.
Laktose, Maltose etc. sind auch Zucker. Genauso wie Saccharose und Stärke. Kohlenhydrate. Das habe ich nicht selbst erfunden :mrgreen: ...und ich hatte in Bio keinen Fensterplatz... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: ...konnte ich mir auch nicht leisten, da das eidgenössische Prüfungen waren (ohne Vornoten oder so) und das Niveau ziemlich hoch und das Thema Zucker war an der Prüfung ein Thema, worauf grossen Wert gelegt wurde, so dass wir sogar dessen chemische Formel auswendig wissen mussten (C6H12O6), Glykolyse sowie Alkoholgärung mussten wir erklären können und was dabei genau gewonnen würde und wie viel ATP (Adenosintriphosphat) daraus resultierten.

Ausserdem, welche Kohlenhydrate dann wo wie aufgespalten werden (Mund, Magen etc...) und welche Eiweisse (Enzyme) dazu benötigt werden (Saccharase für Saccharose, Maltase für Maltose...)...Am Ende ist das dann einfach Zucker...auch wenn er in Form von Kartoffeln eingenommen wird.

Und ja, Zucker ist Synonym zu Kohlenhydrate :D

Das kannst du alles nachlesen :mrgreen:
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon laetitia » 5. Juni 2016 21:26

ripley hat geschrieben:Ach ja ...und was machen wir mit "Zuckern" (?) ach, "Sächelchen" (!) wie Lactose, Galaktose, Maltose, Dextrose ... ?


Was du genau mit "Zuckern" meinst, ist mir nicht ganz klar? Einzuckern? Also so im Sinne von "mit Zucker überziehen"?

Ich denke mal, das Problem liegt darin, dass wir im Alltag eben mit Zucker was ganz bestimmtes meinen, nämlich das weisse körnige Pulver, mit dem wir alles Mögliche süssen und halt nicht Kartoffeln oder so. Aber die Chemie und Biologie nennen es halt Zucker oder Kohlenhydrate und meinen damit nicht nur den Haushaltszucker ;) . Und damit haben sie eben recht, weil am Ende der Aufspaltung die gleiche Substanz vorliegt.
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Psychotic_Black_Rabbit
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon Psychotic_Black_Rabbit » 5. Juni 2016 22:18

laetitia hat geschrieben:ripley

Kauf dir doch ein Biologiebuch, da stehts drin...jedenfalls in dem, das ich für meine Uni-Zulassungsprüfungen benutzte.
Laktose, Maltose etc. sind auch Zucker. Genauso wie Saccharose und Stärke. Kohlenhydrate. Das habe ich nicht selbst erfunden :mrgreen: ...und ich hatte in Bio keinen Fensterplatz... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: ...konnte ich mir auch nicht leisten, da das eidgenössische Prüfungen waren (ohne Vornoten oder so) und das Niveau ziemlich hoch und das Thema Zucker war an der Prüfung ein Thema, worauf grossen Wert gelegt wurde, so dass wir sogar dessen chemische Formel auswendig wissen mussten (C6H12O6), Glykolyse sowie Alkoholgärung mussten wir erklären können und was dabei genau gewonnen würde und wie viel ATP (Adenosintriphosphat) daraus resultierten.

Ausserdem, welche Kohlenhydrate dann wo wie aufgespalten werden (Mund, Magen etc...) und welche Eiweisse (Enzyme) dazu benötigt werden (Saccharase für Saccharose, Maltase für Maltose...)...Am Ende ist das dann einfach Zucker...auch wenn er in Form von Kartoffeln eingenommen wird.

Und ja, Zucker ist Synonym zu Kohlenhydrate :D

Das kannst du alles nachlesen :mrgreen:

Interessant! :o
Kannst du dann auch etwas zu dem "Zucker macht Hyperaktiv" Mythos sagen?
Wäre interessant für mich zu hören was du dazu weist da du dich ja eingehend mit dem Thema Zucker auseinander gesetzt hast.
Laut Studien soll ja erwiesen sein, dass Zucker und Hyperaktivität bzw. Aufgedreht sein, in keinen Zusammenhang zu einander stehen.
Sodass es sich also um einen Irrglauben handelt, der in den Köpfen der Allgemeinbevölkerung bis heute festsitzt.
Kannst du das bestätigen?
laetitia
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon laetitia » 5. Juni 2016 22:38

Nein, da kann ich nichts dazu sagen. Ich weiss auch nicht, warum ich das sollen könnte, nur weil ich ein bisschen Allgemeinbildung (sprich Abi-Wissen) über Zucker habe...

Tja, eigentlich war meine Absicht auch nicht unbedingt, über Zucker aufzuklären (obwohl das wohl nicht geschadet hat :mrgreen: ), sondern ein bisschen Humor in die Diskussion zu bringen indem ich den Diskussionsersteller ein bisschen hoch nehme mit der Tatsache, dass seine Aussage wörtlich genommen eher unsinnig ist ;)
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon Wasabi » 5. Juni 2016 22:40

Wieso sollte das ein Irrglaube sein? Stimmt schon, aber nur für paar Minuten bis der Blutzuckerspiegel in den Keller fliegt.


Ein hoher Blutzuckerspiegel stimuliert schon und kann die vorhandene Hyperaktivität verstärken, aber es ist niemals die Ursache.

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