Zucker

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foudamour
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Zucker

Beitragvon foudamour » 1. November 2010 21:01

..hoffe, der Beitrag ist hier richtig *g

einen Ähnlichen gab es mal, aber er ist leider weg

Manche empfehlen, dass man Zucker weglassen soll, da er die Symptome verschlechtern soll.

Ich - und mein Sohn sind Zuckerjunkies..abends zumindest. Wobei ich tagsüber normale Mengen esse, mein Sohn eher wenig. MPH braucht Zucker...Aber auch ohne geht süßes immer *g

Da wir ohne H sind, weiß ich nicht, ob Zucker sich da auch auswirkt?
Hindert Zucker nun, oder hilft er?

Wie sind eure Erfahrungen im Bezug auf Zucker/weglassen, mit und ohne MPH ?

Sohn ist an der Grenze zum Übergewicht, bei mir ist alles normal..wobei ich es auch beim Sohn auf Mangelbewegung zurückführe, da er außerdem als Aspi nicht so gesellig/sportlich ist.
berglöwe
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Re: Zucker

Beitragvon berglöwe » 4. November 2010 23:56

...wobei ich es auch beim Sohn auf Mangelbewegung...


Da solltet Ihr was unternehmen :jogg: :seilspringen: :hometrain: :drummer1: :Radl: :jogg1: ! :old: :vorlesen:

Ansonsten hängt das Zuckerthema m.E. mit dem über den Tag stark schwankenden Stoffwechsel zusammen. Soweit ich weiß, verbrät ein hyper- bzw hypoaktiver "Schub" unheimlich viel Energie, und die am schnellsten aufnehmbare Energie ist nun mal Zucker, und der Körper weiß das :zwink: .

Aber Bewegung ist einfach megawichtig. Betrachte Dir nur mal die Anatomie des Menschen, dieser Körper ist zum Bewegen gebaut (in seinem natürlichen Lebensraum zum Jagen, Sammeln und Verteidigen). Ohne Bewegung geht er kaputt, um es mal laienhaft auszudrücken.

Lg, berglöwe
Wer immer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen.
Ellyn

Re: Zucker

Beitragvon Ellyn » 25. Juni 2012 14:31

Hallo,

also ich habe schon lange nicht mehr auf meine Ernährung geachtet, weil ich immer zu faul bin zu kochen und mir darüber Gedanken zu machen. Dafür habe ich jetzt einen Freund, der Kochen liebt und mich immer bekocht wenn er kann.  Jetzt ist er aber seit ein paar Wochen weg und ich muss wieder für mich selber Sorgen und mein Kühlschrank ist voller Quatsch... Butter, Marmelade, Schokoriegel usw...  :jeppi:

Ich esse auch echt nicht viel und bin nicht dick aber ich will dann immer ganz plötzlich essen, weil die Speicher leer sind und koche dann auch nichts ordentliches sondern esse halt ein Brötchen oder Schokolade... Ich möchte das echt ändern, ich bin 25 und kein Kleinkind mehr, was am liebsten nur von Süßigkeiten überleben will! Bei mir ist es echt einfach so, dass ich kein Interesse daran habe mir Gedanken zu machen und dann, wenns mal wieder sein muss, wenig aber hochkalorisch bevorzuge, weil ich im Sommer bei 30°C sowieso keinen Hunger habe.  :naschen:

Heute fiel mein Frühstück aber mal wieder etwas größer aus, nicht nur Fruchtjoghurt und Toast sondern auch ein Schokocroissant vom Bäcker.
Und mir fällt auf, dass ich totaaaal kribbelig bin die ganze Zeit, weil es schon ungefähr doppelt so viel Zucker war wie normalerweise...
Ich habe MPH genommen und sitze schon seit Stunden am Schreibtisch und kriege nichts zustande! Meine Beine zappeln und will eigentlich nur meine Laufschuhe anziehen und rennen aber dafür ist es zu heiß, wirklich viel zu heiß! Ich versuchs mal mit einem indoor workout aber was den Zucker und die Symptome angeht, denke ich wirklich, dass es sie sehr verschlimmert, es ist auch schon das 3. Mal dass ich mich nach einem Schokocroissant zum Frühstück so fühle - MIT MPH. Nur dass ich diesmal bald ne Prüfung habe und mir das jetzt etwas mehr ausmacht... :schluck:

Wenigstens weiß ich jetzt mal was der Grund sein könnte und vielleicht lerne ich ja jetzt endlich mal daraus...  :ups:

LG Ellyn
Prinzessin04
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Re: Zucker

Beitragvon Prinzessin04 » 25. Juni 2012 14:45

Hi!

Ich denke, es kommt beim Zucker sehr aufs Maß an. Ganz ohne geht es meiner Ansicht nach, gerade mit MPH, eher nicht. Aber zu viel ist sicherlich auch nicht gut.

Als Beispiel kann ich hier eine Bekannte von mir anbringen. Sie hat vor der Diagnose die meiste Zeit komplett ohne Zucker gelebt. Die ADS-Symptome waren trotzdem deutlich vorhanden. Seit der Diagnose (und Einstellung auf MPH) lebt sie nun nicht mehr zuckerfrei, weil der Körper stärker als zuvor nach Zucker verlangt.
Ich denke daran sieht man, dass selbst ein an zuckerfreie Ernährung gewöhnter Körper unter MPH Zucker verlangt.

Ich persönlich löse meine Zucker-Heißhunger-Anfälle soweit möglich indem ich für Kohlenhydratzufuhr sorge, und mir dann zum "Nachtisch" ein wenig Schokolade gönne. So habe ich schnellen Zucker (und die Befriedigung, die süßes Essen schafft), und langsamen Zucker für danach zum arbeiten.

Gruß,
die Prinzessin
Hibbeliges Träumerchen

ADS-verdächtig
-> Verdacht bestätigt 06.05.2010 :-)
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Evie2807
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Re: Zucker

Beitragvon Evie2807 » 25. Juni 2012 15:06

Ich denke, der Zucker an sich ist nicht der Grund, warum es hoch puscht.

Meiner Meinung nach sollte man die gesamte Ernährungsweise beachten und nicht nur einen Aspekt :zwink: - Krümel und ich ernähren uns seit einigen Monaten LOGIsch - und uns geht es prima damit :ja1:

Und ich selber habe festgestellt, dass ich unter MPH keinen Unterschied in der Wirkung merke, egal ob mit Zucker oder ohne :zwink:

Allerdings habe ich bei Krümel festgestellt, dass die Medis (wir nehmen beide Medikinet retard ) bei ihm viel länger und konstanter wirken, wenn er morgens kaum Kohlenhydrate isst, sondern hauptsächlich Eiweiß und Fette - wie z.B. Rührei mit Bacon oder derartiges. Das macht bei ihm fast 1,5 Std. Wirkdauer aus :icon_eek:

Kommt dann aber der Rebound, dann braucht er was Süßes  :ja1: - aber auch hier achte ich größtenteils auf natürliche Süße (Obst oder Honig ) - das reicht ihm dann völlig aus und von Schokolade oder normalem Zucker dreht er so dermaßen auf, dass der Resttag gelaufen wäre, weil er dann wie mit Hummeln im Hintern durch die Gegend springt und kaum zu bändigen ist :108:

Ganz ohne Zucker-stoffe sollte man es nicht probieren :zwink: - aber vielleicht reicht auch schon ein großes Glas Fruchtsaft oder Limo  :breitgrinse1:
:biene: 2
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gel.ice
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Re: Zucker

Beitragvon gel.ice » 25. Juni 2012 17:13

wichtig ist, wenn man süßes ist, dass man wenigstens was ohne farbstoffe oder geschmacksverstärker und konservierungsstoffe zu sich nimmt.
die künstlichen zusätze pushen vermutlich viel mehr als zucker allein. bei farbstoffen ist es sogar erwießen.
nur wer erwachsen wird und ein kind bleibt, ist ein mensch.
(erich kästner)
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Re: Zucker

Beitragvon spunki » 25. Juni 2012 17:46

Ich habe eine zeitlang sehr wenig Kohlenhydrate gegessen, also logischerweise auch kein/kaum Zucker. Das hatte zwar Auswirkungen, aber nicht auf mein ADS. Mittlerweile bin ich wieder ein Zuckerjunkie und habe kein ernsthaftes Bestreben daran wirklich was zu ändern. Mit meinen 43 Jahren wiege ich genauso viel wie mit 20, bin zwar keine Gazelle aber normalgewichtig schlank und kann anscheinend mehr essen als andere. Aber wenn ich abends Fernsehen gucke, bleibe ich dabei halt auch nicht sitzen, sondern stehe wahrscheinlich so ungefähr 30-40x auf und mache mal eben irgendwas.
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Achmanno
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Re: Zucker

Beitragvon Achmanno » 14. Juli 2012 16:05

Hallo,
meine Tochter (8) hat sich bis zur Diagnose vor einem Jahr schon sehr zuckerhaltig ernährt, ich war darüber nicht begeistert, aber da gab es ja zum Glück auch Obst und Gemüse und jeden Tag mindestens einmal eine gekochte Mahlzeit, zu 95% auch ohne Zucker...
Seit sie Medis bekommt, hat sich die Auswahl dramatisch reduziert (auf ca. 10 gekochte Mahlzeits-Alternativen) und es ist fast immer was Süßes (ca. 5 Alternativen davon), das sie sich wünscht. Bekommt sie aber keinen Grießbrei oder Pfannkuchen mit Nutella oder sowas, dann nagt sie bloß ein wenig an den Bratwürstchen oder den Pommes (auch super, ich weiß) oder an der Pizza herum.

Was ich sagen will:
Von sich aus hat sie ein riesiges Verlangen nach Zucker. Morgens Kekse oder Nutellabrote, mittags Nougat-"Müsli", nachmittags zwar etwas Obst, aber auch Schokolade oder Gummibärchen, abends dann Lust auf Süßes...
Wird aber durchaus nicht ständig erlaubt! Nur: der Wunsch ist immer da.

Da sie aber seit 6 Wochen größte Probleme beim Einschlafen hat, hörte sie endlich auf unsere Kinderpsychologin: Abends gibt es jetzt nix zuckriges mehr. Und sie isst das, darf es ja auch selbst vorher "bestellen" und mithelfen, schläft ein bisschen besser ein, ohne unglücklich zu sein - am Tag darf sie ja zuschlagen  :froi1:

Leider habe ich mit ihr das Zusatzproblem, dass sie nicht gerne kaut oder schneidet. Sie ekelt sich z.B. vor Milchreis oder schlabbrig gewordenen Cornflakes, da müssen dann neue in die Schüssel. Fleisch, Eier, Käse, alles nix - und natürlich auch kein Gemenge von irgendwelchen Lebensmitteln. Immer schön erst die Schinkenwurst essen, danach dann das dazugehörige Brot und mit etwas Glück danach noch Gurke oder Paprika... Tja.

Ok, ich habe mich (fast) damit abgefunden und hoffe, dass die Lust am Essen (haaaach, das kann ja so lecker sein, was ich kochen kann...) irgendwann aufwacht.

Aber Zucker pusht die Kleine definitiv auf und macht sie hellwach/aktiv, aber leider auch nicht so nützlich, die Konzentration tagsüber ist nicht besser dadurch.
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Re: Zucker

Beitragvon Angie » 14. Juli 2012 16:29

Mein Arzt erklärte mir mal folgendes: Bei ADHS fällt rapide der Blutzuckerspiegel, der Körper verlangt ach Süßes. Man isst das Süße, aber der Blutzucker fällt weiterhin, darum kommt es einen so vor, als würde man aufdrehen. Bis das Zucker aufgenommen wird, dauert es eine Weile, dann ist eigentlich wieder alles normal.

Ich meine der gesunde Ausgleich, nicht zu viel und nicht zu wenig wird ja wohl nicht schaden; und was für Lebensmittel am Abend noch zugeführt werden.
Nicht der Zucker hält die Kinder Abends wach, sonder die Kohlenhydrate, also nochmalige Energiezufuhr.

Das mit den Zuckerstoffwechsel bei ADHS ist hier nachzulesen :

http://suite101.de/article/adhs-ganzhei ... zen-a62000

Der Zusammenhang zwischen ADHS und Zuckerkonsum ist weitgehend anerkannt. Unser Gehirn benötigt viel Energie in Form von Glukose, um die Neurotransmitter Dopamin und Serotonin herzustellen und die Übertragungsimpulse der Nerven zu steuern. Diese Energie muss dem Gehirn ständig und vor allem gleichmäßig zur Verfügung stehen. Blutzuckerspitzen, wie sie beim Verzehr von schnell verwertbaren Kohlenhydraten (Zucker, Weißmehl) entstehen, führen aufgrund extremer Insulinausschüttung in der Folge zu Unterzuckerung (Hypoglykämie). Das Gehirn ist unterversorgt, der Gehirnstoffwechsel gestört.

Die bekannten Folgen sind Gereiztheit, Nervosität, Jähzorn und nächtliche Schlafstörungen. Aber es wäre völlig falsch, die Unterzuckerung durch Zuckerverzehr zu kompensieren, denn dies würde nur zu einer Verschlimmerung des Kreislaufs und langfristig zur Insulinresistenz der Zellen führen. Neben dem Umstieg auf komplexe Kohlenhydrate (Vollkornprodukte, Gemüse), die zu einer Regulierung des Zuckerstoffwechsels führen, ist eine Nahrungsergänzung mit Mikronährstoffen, insbesondere Zink, Chrom und Magnesium, sinnvoll.
Zuletzt geändert von Angie am 14. Juli 2012 16:32, insgesamt 1-mal geändert.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
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Hanghuhn
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Re: Zucker

Beitragvon Hanghuhn » 14. Juli 2012 16:44

Bei dem ganzen verständlichen Verlangen nach Zucker sollte man wissen:

Wir Menschen brauchen Zucker. Wenn unser Hirn ein besonderes Verlangen nach Zucker hat - z.B. ganz klassisch in Stresssituationen - , dann brauchen wir den Zucker wirklich. Aber wir sind darauf angelegt, dass wir in Stresssituationen nicht nur den Geist benutzen, sondern auch unsere Füße, um z.B. fliehen zu können. D.h. gemäß unseren Anlagen wird der schnell Energie liefernde Zucker nur zur Hälfte an das Gehirn geleitet. Die andere Hälfte wird unserem Körper zur Verfügung gestellt, damit er geeignete Maßnahmen - nämlich z.B. die Flucht - ergreifen kann.

Wir aber sitzen am Schreibtisch oder sonstwo und lassen es uns schmecken. Logisch, wo da die Energie hingeht, die nicht in Fluchtgehabe umgesetzt wird.

Ich habe hier zu Hause auch das Problem, dass sich meine Junioren kaum bewegen möchten, aber auf einen gewissen Zuckerkonsum nicht verzichten wollen. Noch sind meine Kinder schlank. Ich hoffe auf ein späteres Umdenken, weil ihr Speiseplan heutzutage recht einseitig ist. Aber immerhin machen sie 1x in der Woche Sport außerhalb des Schulsportunterrichts.
LG Hanghuhn
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p.mama
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Re: Zucker

Beitragvon p.mama » 28. März 2014 16:38

Mien Sohn hat ADHS und da find eich merkt man es ziemlich wenn er viel Süßigkeiten mit Schokolade isst.Es heisst ja auch immer das nicht nur der Zucker aufdreht sondern vor allem das Kakaopulver was da überall drin ist.Unser Arzt sagte auch das man später am nachmittag nichts süsses mehr geben sollte da sie dann mehr aufdrehen würden.

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