Vegetarisch ernähren?!?

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Rubenslady

Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon Rubenslady » 3. Juli 2008 17:06

Kann ich verstehen, Michael.

Mir fällt spontan dazu ne Frage ein. Wenn du den Biobauern um die Ecke kennst und weißt, wie dort die Tiere gehalten und geschlachtet werde, würdest du es dann dort kaufen und essen, oder prinzipiell gar nicht mehr?

Ist mir grad spontan eingefallen.

Mein Opa hat ja Hühner hier bei uns und das sind ja durchaus glückliche Hühner, die eben ihre Eier legen, wie alle Hühner das so tun.

Wäre denn sowas dann eine Alternative?
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michael
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon michael » 3. Juli 2008 17:12

Mir fällt spontan dazu ne Frage ein. Wenn du den Biobauern um die Ecke kennst und weißt, wie dort die Tiere gehalten und geschlachtet werde, würdest du es dann dort kaufen und essen, oder prinzipiell gar nicht mehr?


Irre ich, oder leben die Tiere da auch in Gefangenschaft?  :icon_wink:
Mir ist aber klar was du meinst und damit könnte ich eher leben.
Jedoch gibt es immer und überall Fleisch und wenn man mal eben schnell was essen will, ist die Herrkunft dann auch wieder nebensächlich.
So verzichte ich ganz, ist für mich einfacher als erst immernoch zu überprüfen ob ich das Fleisch nun essen darf oder nicht.
Und wie gesagt, habe ich im allegmeinen mit Tierhaltung so meine Probleme.
Ich bin kein fan davon, das heutzutage alle möglichen Tierarten als Haustiere gehalten werde. Ich mag keine Zoo´s ...
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Marada
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon Marada » 3. Juli 2008 18:18

Huhu Michael!

Brauchst Du noch Vorschläge fürs Essen ?

Meine Tochter (10) ist seit 6 Jahren Vegetarier. Und : sie ist seeeeeeeehr wählerisch, was das essen angeht  :icon_wink:

LG
Marada
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Proff
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon Proff » 3. Juli 2008 18:46

Hi michael,
ich habe auch was gegen die Massentierhaltung incl. unnatürlicher Haltung und Ausbeutung (Kälbchen bekommen bspw. Milchersatz) :aufsmaul_2: aber ab und zu ein Frühstücksei von einem seiner Art entsprechend gehaltenem Huhn macht mir kein schlechtes Gewissen, genausowenig wie ein Töpfchen Milch und oder  noch ein paar andere leckere Sachen aus dem Tierreich (bspw. HOnig).
Die Menschen im allg. kennen nur nicht mehr die Grenzen.
Es ist aber auch verdammt schwer auf den "Komfort" der "zivilisierten Welt" zu verzichten, wie zBsp. den Einkaufsmarkt; schon allein wegen des Zeitdruck dieser industrialisierten und "Ablauf-optimierten" >> "Lebens-Kultur".
Wer glaubt, daß er jemand ist, hat aufgehört jemand zu werden.
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon michael » 3. Juli 2008 20:31

@Proff, Eier und Milch nehme ich auch zu mir.
Da muss ich dan Egoistisch sein, weil vegan wäre ich nicht im Stande mich gesund zu ernähren.
Aber da hole ich oft auch Bio, was die Milch angeht. Eier werden vom Bauern hier um die Ecke geliefert ;)

Brauchst Du noch Vorschläge fürs Essen ?


Gegen Vorschläge haben ich grundsätzlich nichts. Ich bin auch seeeehr wählerisch. Wobei ich abwechslungsreicher lebe seit ich Vegetarier bin.
Schon paradox: Ich schränke meine Möglichkeiten stark ein  um abwechslungsreicher zu leben  :icon_wink:
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon Chuck » 5. Juli 2008 15:31

@ Rubenslady:

Das ist ein sehr interessanter Aspekt, der leider immer übersehen wird.
Du sagst, dein Mann tut es aus gesundheitlichen Gründen...

Ich glaube, dass der Mensch im Allgemeinen wieder lernen muss, seinem Körper zu zu hören. Der sagt ihm nämlich ganz genau was er braucht (sofern man ihn nicht mit Gift, Essstörungen, Werbung u. Medikamenten fertig macht).
Und wenn wir alle Individuell im Geiste und Körperbau sind, dann muss auch die geistige u. physische Ernährung dementsprechend individuell sein.

Will sagen, nicht jedem bekommt ein Vollkornbrot mit Quark und Schnittlauch zum Frühstück. Mancheiner will halt lieber seine Mettwurscht oder seinen Pflanzlichen Aufstrich oder was auch immer.
Ich denke, dass es die Kombination aus "bewusstem" Essen regionaler und saisonaler Nahrung (was die Entscheidung über Fleisch oder nicht mit beinhaltet) und physischer Rücksprache (also, was will mein Stoffwechsel gerade) macht. 
Und alles andere ist  nicht wirklich "gesund", um dieses Wort der Pharma-, Lebensmittel- und Diätindustrie zu benutzen.

In diesem Sinne: Guten Appetit!!!  :icon_wink:
Das Lesen im Bett zeugt von völliger Hingabe an die Kunst: Man überlässt es dem Dichter, wann man einschläft.
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon Chuck » 5. Juli 2008 15:40

@ Michael:

Vegetarische Ernährung ist keine Einschränkung sondern im Grunde ein Umdenken.
Es erfordert seine Sinne zu nutzen, bewusst die Produkte aus zu wählen (Was Dir Deiner Beschreibung nach ja nicht allzu schwer zu fallen scheint  :icon_wink:) und nicht bloß blind zu konsumieren wie es viele da draußen tun. Übrigens, erschreckende Paralele zum Mastvieh, nicht? 

Daher finde ich es eigentlich nicht paradox sondern mutig diesen Schritt zu tun.  :smt023:

Hau rein!!

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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon Majana » 28. Mai 2009 14:56

Hey,

auch wenn das Thema schon etwas älter ist, habe ich doch mal ne Frage: Gibt es ein vegetarisches Kochbuch mit unkomplizierten und frischen Rezepten?

Ich ernähre mich seit knapp 9 Wochen fleisch-, aus gesundheitlichen Gründen allerdings nicht fischlos. Seit der Umstellung koche ich viel kreativer und nehme mir mehr Zeit für meine Mahlzeiten. Vorher habe ich zwar auch wenig Fleisch gegessen, aber doch mehr Fertigprodukte eingekauft.

Nun suche ich ein tolles Kochbuch und hoffe, dass ihr mir einen Tipp geben könnt :)

LG Majana

PS: @ Michael : der Thread ist ja schon älter...bist du eigentlich dabei geblieben oder isst du vielleicht doch wieder Fleisch?
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon Ninetta » 28. Mai 2009 15:21

Hallo!

Herzlichen Glückwunsch zum neuen Leben! Das wird gut! Vegetarier sein ist soooo toll! Und ein ganz tolles Kochbuch, mein absoluter Favorit, ist "International vegetarisch" von Celia Brooks Brown. Die Rezepte sind nicht einfach, sondern mehr was für einen Kochabend mit Freunden oder wenn man sich mal Mühe machen will, aber genial lecker. Irgendwann ist das auch gar nicht mehr so kompliziert, weil das Gewürzregal derart expandiert ist, dass man die guten Sachen ohnehin schon zuhause hat.

Auch bis dahin gibts in dem Buch tolle Anregungen, wie vielfältig vegetarisches Essen sein kann - denn vegetarische Rezepte sind keine Rezepte, in denen einfach das Fleisch weggelassen wurde. Die Kochbuchautorin hat quasi vegetarische "Original-Rezepte" kreiert/gefunden. Total gut. Man lernt vor allem viele neue Dinge kennen, Alternativen zu Kartoffeln, Nudeln, Reis: Polenta, Couscous, Gerste, Hirse... und was man damit alles so anstellen kann. Ich habs mittlerweile auch schon oft verschenkt, auch an Fleischesser, und alle fanden es super.

Für jeden Tag sind die "Ox-Kochbücher" (das sind mittlerweile glaube ich drei Stück) ganz witzig, die hab ich selbst nicht, nur mal bei Freunden gesehen, aber die sagten, sie finden die gut. Drüber hinaus gibts natürlich noch viele Spezialkochbücher nach Landesküchen sortiert, da sind auch tolle bei, aber ich glaube, dass das erstmal nicht ist, was du suchst, oder?

Solche Bücher mit Titeln wie "Vegetarische Studentenküche" oder so finde ich immer nicht ganz so irre - denn, seien wir ehrlich: Eine Pizza vegetarisch zu belegen schaffen wir alle meist auch grad so noch allein! ;-) Auch um Nudelsalat oder eine Gemüsepfanne auf den Tisch zu kriegen konsultiere ich keine Kochbücher mehr, aber ich weiß nicht, ob das bei dir noch anders ist.

Ich bin mehr als mein halbes Leben Vegetarierin und habe festgestellt, dass ich inzwischen ganz anders denke als Fleischesser. Daher kaufe ich inzwischen auch wieder "normale" Kochbücher (momentan der Hit: Sarah Wiener), wo ich mir aus den Rezepten einfach Ideen hole. Plus, bei den richtig großen Köchen sind sowieso immer massenhaft vegetarische Rezepte dabei. Aber das ist zum "reinkommen" sicherlich erstmal nix.

Ansonsten frag hier! Frag mich! Ich finde es soooo toll, wenn Leute Vegetarier werden, ich würd dir gern helfen, wo ich kann, wenn du Fragen hast. Probier mal das Kochbuch von der Celia. Das ist echt gut.

Liebe Grüße
Ninetta
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon Majana » 28. Mai 2009 15:58

Liebe Ninetta,

wow... danke für deine super liebe und herzliche Antwort!!! Damit habe ich gar nicht gerechnet und es freut mich umso mehr :)

Danke für den Kochbuch-Tipp!!! Da werde ich gleich mal bei Amazon nach schauen. Ich koche ohnehin sehr gerne und hole mir oft aus Rezepten lediglich Anregungen. Gramm für Gramm genau zu kochen liegt mir gar nicht ;)  KennstDu eigentlich das Vegetarische Kochbuch aus der Basic Serie von GU? Das ist super!

Ich hätte nicht gedacht, dass es so einfach ist auf Fleisch zu verzichten und ärger mich ein bisschen, dass ich es erst so spät ausprobiert habe.

Liebe Grüße Majana
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon Winyan33 » 28. Mai 2009 20:28

Willkommen im Club, Majana!  :ja: :smt023: Um Geld für Kochbücher zu sparen stöbre ich auch gern mal im Internet nach neuen Rezepten. Du glaubst gar nicht, wie viele leckere vegetarische Rezepte Du da findest!  :ja:

Liebe Grüße,
Winy :winy:
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon Ninetta » 28. Mai 2009 20:38

Stimmt, Internet... Auf den schnellsten Weg komme ich natürlich wieder nicht...   :eusa_doh:

Klar, im Internet gibts tausende tolle Sachen, zum Beispiel, neben den "klassischen" Orten wie www.chefkoch.de auch diese Datenbank http://www.naturkost.de/rezept/index.php - die Rezepte sind alle vegetarisch (glaub ich, zumindest hab ich noch keins mit Fleisch gesehen, aber dass alle vegetarisch sind, steht auch nicht dabei) und der Clou ist die Suchmaschine, man tippt ein, was man so zuhause hat und es spuckt dann Rezepte damit aus.

http://www.naturkost.de/rezept/2007r/r1008.php
Das z.B. ist superlecker!

Gruß von Ninetta
Zuletzt geändert von Ninetta am 28. Mai 2009 20:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon Majana » 29. Mai 2009 09:21

Hey Winy, hey Ninetta,

danke für die Tipps! Bei Chefkoch hab ich selber auch schon einiges gefunden. Und auf www.kochbar.de gibt es eine Suchmaschine wie bei der Naturkostseite. Echt klasse :)

LG Majana
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon nausee » 13. Juni 2011 20:05

Ich krame mal diesen Uraltthread aus, da ich mich mit diesem Themenkomplex such schon länger auseinandersetze.

Einige Gesichtspunkte fehlen meiner Ansicht nach bisher noch in der Debatte:
Zum Gesundheitsthema: Mag sein, dass vielleicht andere Ernährungsformen ausgewogener sind. Bei mir steht allerdings der Gewaltaspekt im Vordergrund. Ich möchte nicht, dass für meine Ernährung/Hygieneprodukte schmerzfähigen Lebewesen unnötige Gewalt angetan wird. Diese Entscheidung wirkt sich (ich kann jetzt nur für mich sprechen) deutlich auf mein Seelenleben aus.
Daher kann ich die möglichst tierleidvermeidende Lebensweise für mich als durchaus gesundheitsförderlich ansehen, da dort meine Hauptprobleme sind.

Auf Fleisch verzichte ich schon seit Jahren. Meine Richtlinie ist mittlerweile der Veganismus. Manch einer mag das vielleicht als utopische Ideologie abtun: Der Versuch auch vollständig von Ei und Milchprodukten wegzukommen, ist für mich dennoch sehr schlüssig. Was viele vergessen: Auch der Hobbyhühnerhalter bezieht meist seine Tiere aus den Zuchtbrütereien, in denen überzählige, für die Eierproduktion wertlose Küken im Muser/Schredder entsorgt werden.
Die Milchgewinnung ist nicht denkbar ohne das Kalb, welches nach der weit verbreiteten Trennung von der Mutterkuh meist schnell für die Fleischtheke verarbeitet wird.

Die ganzen tierischen Fette und Talgextrakte in Hygieneartikeln sind oft nur als eklig einzustufen. Alternativen ohne tierische Inhatsstoffe (und obendrein tierversuchsfrei) sind heutzutage leicht erhältlich.

Das größte Problem sind leider immer noch die Medikamente, auf die ich ebenfalls angewiesen bin. Hoffentlich tut sich da in nächster Zeit noch einiges hinsichtlich Alternativen v.a. für Testverfahren.

Ansonsten geht es mir wirklich besser als zuvor mit einer der verbreiteteren Ernährungsweisen, selbst wenn 100prozentiger Veganismus immer unerreichbar bleiben mag.
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon kaffeetasse » 14. Juni 2011 12:46

Ich war mal Veggie und muss mich nun mit einer Veggie-Tochter "rumschlagen". ;)

Das Kindle ist nun 10 Jahre alt und seit März (also nun gut 3 Monate) isst sie tatsächlich kein Fleisch mehr. Ausnahmen: ab und zu Fisch (aber nur, weil Mama sagt, es wäre besser. Ohne Zwang!) und Gelatine^^ ABER: sie ist ein Kind, ich hab sie über Gelatine aufgeklärt, aber im Gummibärchenfieber "vergisst" sie das wohl... Dabei haben wir auch Veggie-Gummibären, aber meine schmecken wohl besser...

Wir haben abgemacht, dass sie von mir die Erlaubnis hat, solange keine Fleischprodukte zu essen, wie sie will, wenn:

a) ihre Blutwerte gut sind (ein Ausrutscher ist ok, dann wird nochmal geschaut, ob die Ernährung nicht doch noch besser umgestellt werden könnte)
b) sie das isst, was ich abends koche. Da ich darauf achte, dass die veg. Ernährung so ausgleichend ist, wie nötig (B-Vit., Eisen, Eiweiß).

Erlaubnis deshalb, weil sie noch minderjährig ist und ich die Verantwortung für sie übernehme. Ich gehe aber stark davon aus, dass ich mich aufm Kopf stellen könnte und mitm Hintern fliegen fangen, ich bekomme trotzdem keine Tierleichen in sie rein.

Übrigens bin ich wahnsinnig stolz auf meine Tochter, sie zieht das knallhart durch (bis auf die o.g. Ausnahmen) und versucht sogar, ihre Mitmenschen zu "bekehren".

Auf Lederprodukte und Kosmetika mit tierischen Inhaltsstoffen bzw. durch Tierversuch getestete verzichten wir schon länger. Ausnahme: Medikamente. Denn dann würde ich die Gesundheit meines Kindes (und meine eigene) stark gefährden und das kann ich nicht verantworten. Lieber wäre es mir anders. Aber so ist mein Weg.

Das Motto: "Tiere sind meine Freunde und Freunde isst man nicht" muss ich ihr nachher mal sagen, das gefällt ihr sicherlich.

Edit: wieviele von den hier zu Wort gekommenen Veggies sind denn noch Veggies?
Zuletzt geändert von kaffeetasse am 14. Juni 2011 12:47, insgesamt 1-mal geändert.
Große Tochter (2001): ADHS, isolierte Rechtschreibschwäche, Dykalkulie u.a.

Kleine Tochter (2011): Frühchen

Ganz kleine Tochter (2014): ...
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon Catriona » 16. Juni 2011 20:33

Hi,

ich habe zwar hier bislang nur mitgelesen, bin aber seit fast 30 Jahren Vegetarier und werde es wohl auch bleiben. Allerdings ist es bei mir "anders", denn ich mag Fleisch und Wurst und Fisch und all' das nicht, hat mir schon als Kind nur wenig wirklich geschmeckt. Nach 3 Monaten Indien war es dann irgendwie ganz vorbei...

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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon Binesun » 30. November 2011 18:51

:ess: also ich lebe seit 2002 vegan/vegetarisch und hatte Montag  das Ergebnis von meinem  großen Blutbild . Alles TOP...und ich esse nicht immer ausgewogen  :zwink:
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon loneranger » 2. Dezember 2011 18:09

Wenn der Mensch versucht sich gegen seine eigene Natur zu wehren ist das immer ungesund. siehe Zölibat ;)
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon Struwwel » 15. Dezember 2011 09:36

Hallo,
hier möchte ich auch mal meinen Senf dazugeben - weil ich von dem Thema indirekt betroffen bin ... Warum ? Bei mir wurde NUN ein Vitamin B12 Mangel festgestellt - auffällige Anzeichen dafür gab es schon seit Anfang diesen Jahres. Nur durch einen Arztwechsel ( mein vorheriger Arzt hatte alles runtergespielt) wurde dann ein B12 Mangel festgestellt - durch ein großes Blutbild ( Blutwerte alle O.k  und durch überprüfen ob Mangelerscheinungen im Blut erkennbar sind) - Da landete ein Volltreffer -sehr auffälliger B12 Mangel.

Als ich den Befund vor ein paar Wochen bekam googelte ich natürlich um mehr darüber zu erfahren. Tatsächlich fand ich heraus das eher Vegetarien insbesondere Veganer davon betroffen sind ... unkompliziert gesagt: weil B12 im Fleisch aber zum Glück auch in tierischen Produkten vorhanden ist - du solltest also nicht ganz darauf verzichten ... - wenn du Vitamin B12 Mangel in deine Suchmaschine gibst dann bekommst du einige Aufschlussreiche Artikel zu lesen.
Tatsache ist das dein Körper ( Leber) Vitamin B12 in der Leber speichert ( meine das so in Erinnerung zu haben) , wenn du dich über Jahre nicht 'ausreichend' ernährst sinkt der Vit. B12 Wert und dann treten Mangelerscheinungen auf - die sehr unangenehm sind !
Bitte beachte und bedenke das !  :ja:
hier ist einer der Artikel die man finden kann : http://www.naturklinik.com/de/klinik/ernaehrung-faq.php

unter anderem steht auf dieser Seite dass :
Es gibt etliche sogenannte Vitamin-B12-Analoge, d.h. Stoffe, die eine dem Vitamin B12 ähnliche Molekularstruktur haben, aber nicht dessen biologische Wirksamkeit aufweisen. 
  ... irgendwo habe ich gelesen das Soja eines dieser 'ähnlichen Strukturen aufweist'  - achte also sehr, sehr auf das was du isst !
( Nein ich bin kein Vergetarier oder Veganer - habe mich 'nur' schlecht ernährt , (über Jahre hinweg ... ) hatte Magenprobleme ... über Jahre hinweg und habe dafür nun die Rechnung bekommen - mein B12 Wert lag bei etwa 120 )  Momentan nehme ich B12 Präparate ein, -achte auf eine ausgewogene Ernährung damit ich das alles wieder in den Griff bekomme. (mir geht es schon besser)  :-)

lg Struwwel
Zuletzt geändert von Struwwel am 15. Dezember 2011 21:11, insgesamt 1-mal geändert.
- Adieu, sagte der kleine Prinz
- Adieu, sagte der Fuchs
Hier ist mein Geheimnis; es ist ganz einfach:
Man sieht nur mit dem Herzen gut;
das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!
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Re: Vegetarisch ernähren?!?

Beitragvon Catriona » 16. Dezember 2011 18:23

Hallo Struwwel,

Vitamin B12 ist klar das schwierigste Vitamin für Vegetarier. B6 ist auch nicht einfach, aber weitaus einfacher als B12.

Ich habe am Jahresanfang eine "B-12-Kur" gemacht, weil ich meine Nerven etwas dünn fand - spricht für B12-Mangel. Das klingt flappsig, aber ich kenne mich mit Ernährung schon sehr gut aus und mein Körper signalisiert mir Mängel sehr gut (will heißen durch "seltsame Gelüste").  Die B-Vitamine bekomme ich häufig durch Hefe in verschiedenen Formen (auch Bier  :ichboss:. Zudem - da findet nicht jeder so "natürlich" - weiß ich, dass es für Vegetarier besser ist, das Gemüse nicht totzuwaschen. Es gab schon vor vielen Jahren ein Untersuchung an streng vegetarisch lebenden Sikhs in England. Die dort einen B12-Mangel entwickelten. In Indien jedoch nicht. Heraus kam, dass der Körper in Indien seine B12-Versorgung durch mehr "Beikost" im Essen bezog. Sprich: Kleinstlebewesen, die eben nicht alle abgewaschen wurden. In UK war das Essen zu "sauber", es gab zu wenige Lebewesen im Gemüse und daher kam der B12-Mangel. Die Leber speichert den Bedarf an B12 für ca. 7 Jahre, wir benötigen nicht viel davon. Aber das Depot sollte nie ganz leer sein. Dann lieber eine B12-Kur im Jahr (oder alle B-Vitamine, je nach Ernährung). Ich nehme Tabletten, diese Ampullen helfen zwar schnell, sind aber für mich ein bißchen zu teuer und mein Depot ist ja nicht leer.
Langer Rede kurzer Sinn: Man muß schon Bescheid wissen. Der Körper ist in der Lage die lebensnotwendigen Stoffe aus allem Möglichen zu beziehen und gut zu haushalten. Aber ohne geht es nicht.

LG,

Cat
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