ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

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Nofeta
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon Nofeta » 16. September 2016 11:44

Hallo!

Habe die obigen Beiträge nur überflogen, bitte also um Entschuldigung, daß ich nicht ganz im Bilde bin ;) .

Ich kann nur sagen, daß sowohl bei mir als auch bei meinem Sohn eine Ernährungsumstellung VOLL ins Schwarze getroffen hat!

Meine Kinder und ich haben eine eindeutige AD(H)S-Diagnose vor ein paar Jahren gestellt bekommen (siehe auch meine früheren Beiträge). Seit unserer Teilnahme an einer Studie vor rund einem Jahr können wir ganz klar sagen, daß es Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind, die der Auslöser für ADHS waren!!!
Schaut mal hier:

Link raus genommen, weil ohne Genehmigung

Es wird in Kürze Veröffentlichungen zu den Ergebnissen geben.
In unserer Gruppe gab es NUR Responder, d.h. alle Kinder und Jugendlichen haben EINDEUTIG mit einer großen Verbesserung reagiert. Die Ärztin gab die Erfolgsquote mit bis zum fünffachen Wert der Wirkung von medikamentöser Therapie an.

Schon in den ersten Tagen unserer Diät war eine enorme Veränderung da. Dachte schon, ich hätte uns versehentlich doch wieder Ritalin verabreicht :lol: , nee, viel besser, es war schon morgens beim Aufwachen ein völlig entspanntes Gefühl, keine innere Unruhe mehr (!), geordnete Gedanken, kaum Chaos usw.
Bei meinem Sohn war es auch sofort in der Schule erkennbar, die Lehrer mussten während der Studie genau protokollieren. Die Lehrerin meinte nur: "Er ist bei sich angekommen!" - keine Raufereien, Dazwischengeplapper, total bei der Sache... und v.a. er war komplett mit sich selbst ZUFRIEDEN!!!

Nach vierwöchiger sehr strenger Diät werden Nahrungsmittel langsam wieder eingeführt und alles genau aufgeschrieben. Insgesamt hat es 5 Monate gedauert, bis wir alles getestet hatten. Der Aufwand hat sich total gelohnt!!!

Und nach den 4 Wochen gab es schon gleich mal den ersten Auslöser: MILCH.
Es war so spannend zu sehen, daß es mir nach wenigen Tagen schon wieder so elend ging mit allem "Scheiß", mit dem ich mich zuvor rumgeplagt hatte.... :roll: Bei mir war es die komplette tierische Milch (Kuh, Ziege, Schaf), bei meinem Sohn die Laktose. Er kann weiterhin Milchprodukte essen, aber reagiert EXTREM empfindlich auf Laktose. Hat er was davon abbekommen, dreht er schon eine halbe Stunde/Stunde hinterher derart auf, daß alles zu spät ist. Auch macht er dann nachts ins Bett. Er hat sich dann nicht mehr unter Kontrolle, alles beim "Alten". Dieser Zustand dauert etwa 24-36 Stunden, dann ist er wieder "wie auf Ritalin" und sagt auch, daß das sehr sehr anstrengend war :twisted: .

Leider sind es bei mir noch weitere Unverträglichkeiten, bei meinem Sohn zum Glück nicht mehr sehr viel mehr (Farbstoffe, Fisch, Geschmacksverstärker). Ich kann aber damit leben, und zwar um SOVIEL BESSER als zuvor!
Klar gibt es noch Schwankungen, z.B. die Hormone :shock: oder wenn ich mit meiner Freundin essen war und da doch was drin war, das mich dann lahmlegt. Aber ich würde sagen, daß bei uns beiden die Symptome zu 80-100% besser sind!!! :knuddel:

Sorry, daß ich mich nur sehr selten hier im Forum herumtreibe. Ihr könnt mir gerne schreiben, weiß aber nicht, ob ich so schnell antworte :mrgreen: .
Das musste ich an dieser Stelle unbedingt loswerden und ich hoffe sehr, daß ich dem/der einen oder anderen damit weiterhelfen konnte.

Die Studie wird in Freiburg deutschlandweit einzigartig durchgeführt. Die Diät basiert auf einer allgemeinen Eliminationsdiät, wie sie in der Allergologie durchgeführt wird ("Oligoantigene Diät"). Bisher nur im Kinder- und Jugendbereich, vermutlich bald auch im Erwachsenenbereich 8-) . Ich durfte ja schon in den Genuss kommen :lol: . Und eine ärztliche Begleitung ist unbedingt erforderlich! Es tauchen viele Fragen auf, auch müssen die Kinder währenddessen ärztlich begleitet werden (Blut-, Gewichtskontrolle etc.).

Alles Gute
Nofeta

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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon Menolly » 16. September 2016 13:15

Keiner hier Bezweifelt, das AD(H)S Ähnliche Symptome durch falsche Ernährung entstehen können.
Aber das AD(H)S ausschließlich durch eine Diät oder "die richtige Ernährung" geheilt werden können, geht an der Realität vorbei.
Du sollst Deine Freunde nicht trocknen und rauchen.
Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigene Spur.
Wilhelm Busch
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon ripley » 16. September 2016 14:08

Muss man AD(H)Sler sein, um sich über derartige Heilsversprechen unnütz aufzuregen?

Mann! Wenn wir für jedes "Du musst ja NUR XYZ ..., dann läuft das alles!", das wir im Laufe unseres Lebens oder unserer Nachkommen Kindheit und Jugend zu hören bekommen, nur einen EINZIGEN Euro bekämen, dann wäre unsere Rente gesichert!
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Re: ADS mit Ernährungsumstellung fast "heilbar"?

Beitragvon Nofeta » 22. Januar 2017 11:54

Habe gestern und heute interessante Artikel in der Zeitung zum Thema ADHS und Ernährung gefunden.
Da ich glaube ich keine links hier posten darf (?!), darf jeder, den es interessiert, mal selbst nachsuchen :lol: . In der "Badischen Zeitung" kam der Artikel gestern (21.1.17) und im "Sonntag" (auch badische Zeitung) ist der Artikel heute erschienen. Es geht um die Uniklinik in Freiburg, die mit Kindern und Jugendlichen eine Studie zur Ernährung und ADHS durchführt. Daran haben mein Sohn und ich, wie schon beschrieben, erfolgreich teilgenommen :D :D .

LG, Nofeta

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