Kürzung der Jugendhilfe.

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Dairine
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Kürzung der Jugendhilfe.

Beitragvon Dairine » 10. Dezember 2014 12:31

Vielleicht könnt ihr mir ja helfen. . Mein Sohn geht auf eine E- Schule mit anschließender Betreuung in der Tagesgruppe. Er kommt jeden Tag um kurz nach 4 wieder nach Hause. Die Tagesgruppe wird vom Jugendamt bezahlt, wobei wir Anteilig auch was Zahlen. Mein Sohn geht jetzt seit ca. 1 Jahr dort hin und wir sind echt froh, das es endlich so gut läuft. Jetzt ist es aber so, das das Jugendamt entgegen der Empfehlung der Schule, der Tagesgruppe und auch gegen unserer Meinung als Eltern, diese Hilfe kürzt. Also jeder ist der Meinung das er mindestens noch 1 Jahr braucht bevor man eine Kürzung in Betracht ziehen könnte nur das Jugendamt nicht. Es scheint so als wenn die nur die Kosten sehen und nicht die benötigte Hilfe. Ich muss dazu sagen, das wir extra hierher gezogen sind damit unser Sohn die entsprechende Hilfe bekommt. Sie haben jetzt von 5 auf 4 Tage gekürzt. Das ist jetzt nicht so dramatisch, wenn nicht bereits weitere Kürzungen im Raum stehen würden, die sie schon ab Februar in Angriff nehmen wollen. Die Tagesgruppe ist der Meinung, das das Jugendamt die Hilfe zum nächsten Schuljahr einstellen wird. Meine SPFH ist auch der Meinung das die Kürzungen viel zu früh kommen. Aber das Jugendamt stellt total auf Durchzug.Die Einrichtung sagte mir das wir dann nur noch die Möglichkeit haben die Hilfe Einzuklagen. Denkt ihr das wir da irgendeine Erfolgschance hätten gegen das Jugendamt? Diese Hilfe ist für meinen Sohn enorm Wichtig, da er nach seiner Einschulung in einer Förderschule nach bereits 4 Wochen als untragbar hingestellt wurde und er danach nicht mehr in dieser Schule war und erst im nächsten Schuljahr erneut Eingeschult wurde in der E- Schule. Vielen Dank im voraus.
Falschparker
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Re: Kürzung der Jugendhilfe.

Beitragvon Falschparker » 13. Dezember 2014 21:00

Hallo Dairine,

es tut mir leid dass dir noch niemand geantwortet hat.

Wenn das Jugendamt sich stur stellt und alle fachlich Beteiligten (wie du sagst SPFH, Tagesgruppe, hoffentlich auch die Schule und auch euer Arzt) der Meinung sind dass die Hilfe weiter im bisherigen Umfang notwendig ist, dann müsst ihr natürlich zunächst widerstprechen und wenn das nichts nutzt klagen. Achtet darauf dass ihr alle Fristen einhaltet- für den Widerspruch meist ein Monat nach Bescheideingang, für die Klage dann noch einmal so lange- steht ja auch in der Rechtsbehelfsbelehrung am Ende des Bescheides.

Vor einer Klage Angst haben wäre ganz falsch. Wenn ihr prozesskostenhilfeberechtigt seid (also ein geringes Einkommen habt), wird der Anwalt zu dem ihr geht Prozesskostenhilfe beantragen. Wenn ihr sehr gute schriftliche Einschätzungen von euren "Fachleuten" habt, die für sich sprechen, geht es in erster Instanz eventuell auch ohne Anwalt, aber im Zweifelsfall sucht euch besser einen.

Und damit es schnell geht am Besten eine einstweilige Verfügung, denn wenn die Hilfe schon reduziert oder eingestellt ist könnt ihr ja nicht die Dauer des Hauptverfahrens abwarten.

Alles Gute wünscht
Falschparker
Zuletzt geändert von Falschparker am 13. Dezember 2014 21:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Dairine
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Re: Kürzung der Jugendhilfe.

Beitragvon Dairine » 14. Dezember 2014 10:10

Ganz lieben Dank für deine Antwort.Das macht mir etwas Hoffnung.Wir werden das auf jeden Fall sofort in Angriff  :ja1: :winken:
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Hanghuhn
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Re: Kürzung der Jugendhilfe.

Beitragvon Hanghuhn » 14. Dezember 2014 10:29

Ich schließe mich dem von Falschparker Geschriebenen an.

Parallel zum Widerspruch und evtl. zur Klage rate ich, schon mal Gutachten, Empfehlungen etc. einzusammeln. Vielleicht ist es ja auch wirklich so, dass das JA möchte, dass Ihr klagt, weil ihm tatsächlich die Mittel fehlen.

Vielleicht ist das die Strategie: Wer sich auf die Hinterbeine stellt, bekommt, was er braucht, alle anderen gehen leer aus. Dann wäre es doch erst recht schade, wenn man nicht kämpfen würde.
Zuletzt geändert von Hanghuhn am 14. Dezember 2014 10:30, insgesamt 1-mal geändert.
LG Hanghuhn
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Dairine
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Re: Kürzung der Jugendhilfe.

Beitragvon Dairine » 14. Dezember 2014 18:56

Vielen Dank für deine Antwort. Wir haben Morgen nochmal ein Gespräch mit der Dame vom Jugendamt. Ich hoffe das wir sie dann überzeugen können. Ansonsten werden wir so verfahren wie ihr es mir hier geraten habt.  :winken: :ja1:
Bob der Baumeister
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Re: Kürzung der Jugendhilfe.

Beitragvon Bob der Baumeister » 14. Dezember 2014 20:09

Und ganz wichtig!

Ihr müßt von dem Mitarbeiter/n des Jugendamtes eine schriftliche bestätigung verlangen,
das er oder sie gegen anderer Meinung, diese Kürzung vornimmt!
Damit ihr auch in Zukunft, wenn sich die Kürzung als negative Folge zeigt, mit den
Finger auf das Jugendamt zeigen könnt.
Wenn sie nähmlich das Verantworten müßen,was sie verbockt haben, werden sie vorsichtiger!  #


Gruß
Klaus
Ich bin ein Optimist, ich hänge mich erst auf,
wenn alle Stricke reißen.
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Re: Kürzung der Jugendhilfe.

Beitragvon Falschparker » 14. Dezember 2014 21:43

[quote=&quot;Dairine&quot;]
Vielen Dank für deine Antwort. Wir haben Morgen nochmal ein Gespräch mit der Dame vom Jugendamt. Ich hoffe das wir sie dann überzeugen können. Ansonsten werden wir so verfahren wie ihr es mir hier geraten habt.  :winken: :ja1:
[/quote]

Ähh- ihr versucht sie zu überzeugen? Gibt es nun schon einen schriftlichen Bescheid oder nicht?
Zuletzt geändert von Falschparker am 14. Dezember 2014 21:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Dairine
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Re: Kürzung der Jugendhilfe.

Beitragvon Dairine » 15. Dezember 2014 08:32

Das ist wirklich eine gute Idee,Danke Bob. Die Kürzung auf 4 Tage ist schon passiert. Sie hat nur ein Reflektionsgespräch vorgeschlagen, weil sie merkte das wir mit ihrer Ansicht nicht einverstanden waren.Eigentlich wollte sie das nicht,aber als sie merkte das wir alle dagegen anging hat sie das Vorgeschlagen damit wir still sind.Die nächste Kürzung soll dann im neuen Jahr stattfinden.
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Re: Kürzung der Jugendhilfe.

Beitragvon No User » 15. Dezember 2014 09:50

Richtig ist, dass oftmals ein Widerspruch das notwendige Zeichen ist, dass man sein Anliegen wirklich ernst meint und dass erst der Widerspruch die Amtsmühlen dazu bringt, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen.

Unter Umständen muss man auch noch ein paar Schritte weitergehen, dann kann auch eine Klage mehr von einer rechtlichen Klärung haben als von einem Angriff auf das Jugendamt und ein geeignetes Urteil dem JA einigen internen Rechtfertigungsdruck für die in diesem Einzelfall doch etwas exzessive Mittelverwendung aus dem knappen Budget nehmen.

Wenig hilfreich sind aber einseitiges Anspruchsdenken, unrealistische Erwartungen ans JA und absurde Schuldzuweisungen. Wenn man vor Gericht Erfolg haben will, sollte man auch die Schwachpunkte der eigenen Argumentation kennen, um sie geschickt zu umgehen. Auf solche möchte ich eingehen, aber nicht zur Entmutigung, sondern für überlegtes Vorgehen.

Man kann viel verlangen, wenn der Tag lang ist, aber kein JA-Mitarbeiter wird so bescheuert sein, schriftlich zu bestätigen, irgendwelche Kürzungen entgegen der einheitlichen Fachmeinung durchgesetzt zu haben. Warum sollte er das tun? Und selbst wenn, was soll denn das für ein dämlicher Kindergarten werden, mit dem Finger auf angeblich Schuldige zu zeigen, wenn die Lage eskaliert? Außerdem: Im Zweifel sind sowieso die Eltern schuld, wenn das Kind in den Brunnen fällt, so jedenfalls die gesellschaftliche Mehrheitsmeinung.

Das mit der Schuld kann man nämlich genausogut andersherum sehen: Das Geld der Jugendhilfe kann nur einmal ausgegeben werden. Wenn dies hier massiv geschieht, ohne ausreichend Fortschritte zu generieren, wer ist dann schuld daran, wenn drei andere Familien in der Warteschleife verhungern, deren Kindern vielleicht mit viel kleineren Interventionen zu helfen gewesen wäre?

Wenn auch aus anderen Töpfen bezahlt, ist bereits die E-Schule ein teurer Spaß, der die Kosten einer Regelbeschulung um ein Vielfaches übersteigt. Hier hat noch keiner nachgefragt, wozu es da zusätzlich noch zwingend die Tagesgruppe braucht. Und SPFH auch noch. Kann schon sein, dass es dafür Gründe gibt, aber dann müssen die auch auf den Tisch.

Bei entsprechend nachgewiesen drohender seelischer Behinderung hat man tatsächlich einen Rechtsanspruch auf Hilfe zur Integration. Wie diese Hilfe allerdings konkret gestaltet wird, liegt weitgehend im Ermessen des Jugendamtes. Das ist also eher so, dass wer zahlt, die Musik bestimmt als dass dies zwingend ein Wunschkonzert der Eltern wäre.

Wenn das Jugendamt solche Hilfen bewilligt, ist es gesetzlich verpflichtet, regelmäßig den durch diese Hilfen erreichten Fortschritt sowie ggf. den Fortbestand des Unterstützungsbedarfs zu überprüfen. Üblicherweise geschieht dies in Hilfeplangesprächen, die etwa halbjährlich oder jährlich stattfinden und die Beteiligten an der Hilfestellung an einen Tisch bringen, das sollten zunächst mal möglichst SPFH, Tagesgruppe, Jugendamt, Eltern und Schule sein, an dieser Stelle würde es sich aber anbieten, nach Möglichkeit Therapeuten bzw. den behandelnden KiPsy hinzuzuziehen, wenn deren Fachmeinung den elterlichen Wunsch unterstützt. Das zählt immer mehr als die Laienmeinung von Eltern, ist so.

Prinzipiell ist dieses Verfahren eine Gratwanderung: Eine erfolgreiche Hilfe zur Integration müsste sich mit der Zeit selbst überflüssig machen, eine erfolglose Hilfsmaßnahme müsste dagegen wegen ihrer Ineffektivität abgesetzt werden. Da bleibt nur in seltenen Fällen Spielraum, dazwischen jahrelang zu lavieren.

Ihr müsst also gleichzeitig aufzeigen, dass Tagesgruppe und SPFH sich als hilfreich bewährt haben, dass sie euren Sohn vorangebracht haben, aber auch, dass ihre Fortsetzung noch notwendig ist, um bisher Erreichtes zu erhalten und darauf aufbauend seine Entwicklung weiter zu stabilisieren. Auch, dass eine zu frühe Kürzung die Gefahr bringt, das bisher Erreichte wieder zu verlieren und damit den Sinn des bisherigen Aufwands infrage stellen würde. Trotzdem sollte am Horizont ein Ende der Maßnahmen erreichbar erscheinen.

LG
Steffchen
Zuletzt geändert von No User am 15. Dezember 2014 09:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kürzung der Jugendhilfe.

Beitragvon No User » 15. Dezember 2014 11:00

PS: Die Fachmeinung von Therapeuten bzw. Ärzten hinzuzuziehen, macht auch deshalb Sinn, weil nur diese hier als neutral, unbefangen und unabhängig gelten können. Schließlich leben Tagesgruppe und SPFH nun mal vom Jugendhilfe-Geld und Schule sowie Eltern profitieren mittelbar davon.

LG
Steffchen
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Dairine
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Re: Kürzung der Jugendhilfe.

Beitragvon Dairine » 15. Dezember 2014 16:11

Der Termin heute war sehr Aufschlussreich. Die Wirtschaftliche Jugendhilfe hat wohl eine Interne Auflistung, wann sie eine Kürzung in Angriff nehmen, als Offizielles Schreiben an die Tagesgruppe gesendet. Unsere Jugendbeamtin hatte davon wohl keine Kenntnis. Sie fiel aus allen Wolken und meinte das wir dieses Schreiben gar nicht haben dürften.Unseren Arzt haben wir auf unserer Seite. Unser Sohn hat schon Fortschritte gemacht, allerdings ist er einfach noch nicht stabil genug um schon jetzt an Kürzungen zu denken. Er hat noch nicht mal ein ganzes Jahr in der TG verbracht, da er im Mai aufgrund einer schweren Bauch OP mehrere Wochen fehlte.Die kleinste Veränderung in seinem Tagesablauf und er dreht gleich durch. Er ist 9 und er reagierte auf die Kürzung auf 4 Tage  damit, das er wieder ins Bett macht.  Das Jugendamt hat diese Kürzungen schon beschlossen, noch bevor wir unseren halbjährlichen Hilfeplantermin hatten. Sprich sie haben das Schreiben mit den angedachten Kürzungen im Juni an die TG gesendet und im Juli hatten wir den Hilfeplantermin. Dort wurde dann festgelegt, das es weiterhin 5 Tage werden. Und dann wurde auf einmal ein Termin angesetzt für Oktober zu einem neuen Hilfeplantermin an dem uns dann gesagt wurde das ab November die Hilfe auf 4 Tage reduziert würde. Also alles sehr komisch was da abgeht. Zu meiner SPFH kann ich nur sagen das die Hilfe im Januar endet.
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Re: Kürzung der Jugendhilfe.

Beitragvon No User » 15. Dezember 2014 20:24

Klingt nach klammen Jugendhilfe-Kassen. Du musst da dranbleiben, durchhalten, nicht aufgeben. Und der Arzt muss fürs JA sichtbar werden, es nützt ja wenig, wenn nur du ihn auf eurer Seite weißt.

Dem JA würde ich an deiner Stelle ruhig und sachlich zu verstehen geben, dass uns die TG so wichtig ist, dass wir auf jeden Fall um eine längere Fortführung kämpfen werden, wenn es sein muss auch auf dem Rechtsweg. Nicht als Drohung, eher als Angebot bzw. als ehrliche Ansage, wie ich weiter vorzugehen gedenke. Da muss sich später niemand überrumpelt fühlen.

Die SPFH wird ihre Fachmeinung zur Notwendigkeit eines fortgesetzten TG-Besuchs nur noch einbringen können, solange sie noch an Bord ist. Insofern eilt es etwas, hier ins Gespräch zu kommen.

Ich kann euren Fall aus der Ferne natürlich nicht beurteilen, empfehle aber ganz allgemein mal einen Blick auf das Große und Ganze über die aktuelle Not hinaus. Gibt es eine Perspektive für eine Zeit nach der E-Schule? Eine Option zur Reintegration ins Regelschulsystem? Einen Weg zu etwas mehr Normalität, etwas weniger Intensivbetreuung? Auch wenn dieser Weg steinig ist?

Bei uns lief das etwas anders: Der Beitrag des JA bestand in der Finanzierung von Schulbegleitung, wobei das JA im Lauf der Jahre durchaus auch aufwändigere Hilfen angeboten hat, auf die wir aber verzichteten. Nach einem Lehrerinnenwechsel war der Klassenlehrerin die Schulbegleitung lästig, und so war sie es, die so eine Auflistung erstellte, wie die Schulbegleitung Schritt für Schritt zu reduzieren und schließlich abzuschaffen wäre. Das zog sie dann auch einsam durch, denn ohne Duldung durch die Lehrkräfte kannste Schulbegleitung vergessen.

Das war zunächst sehr stressig, stellt erreichte Fortschritte infrage, brachte erneute Vorkommnisse, Ärger, Risiken,... Im Nachhinein betrachtet war es aber auch absolut notwenig, Junior so auf die harte Tour von den Krücken der Integrationshilfe zu entwöhnen, denn später an der weiterführenden Schule war Schulbegleitung schlicht undenkbar. Und weil es dort ohnehin schwer genug wurde, war es gut, dass er es immerhin schon wieder gewöhnt war, auch allein halbwegs klar zu kommen.

Aber mal was anderes: So wichtig im Ernstfall auch schulische Maßnahmen und eine Unterstützung durch die Jugendhilfe sein können sowie die Stärkung der Familie durch eine hoffentlich kompetente SPFH, liegt doch der eigentliche Schlüssel zum Klarkommen mit ADHS in der Therapie. Womit ich mehr als nur Medikamente meine. Ich weiß ja nicht, was da alles läuft, aber auf Sonderschulen und Jugendhilfeeinrichtungen allein würde ich mich da nicht verlassen wollen. Ohne Reha, Medikation und Gruppentherapie hätte unser Junior wohl niemals diesen Weg vom unbeschulbaren Problemkind zum halbewegs normalen Gymnasiasten geschafft. Verliert also bitte nicht die wichtige therapeutische Schiene aus den Augen vor lauter Jugendamts-Stress.

LG
Steffchen
Zuletzt geändert von No User am 15. Dezember 2014 20:27, insgesamt 1-mal geändert.
Bob der Baumeister
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Re: Kürzung der Jugendhilfe.

Beitragvon Bob der Baumeister » 16. Dezember 2014 20:38

Das mit den Finger auf jemanden zeigen, war nur Sinnbildlich gesehen gemeint!
Was hat das mit Kindergarten zu tun, wenn man sagen kann, das der Bockmißt
nicht von einem selber geschoßen wurde? Wie soll man sonst einem Beamten oder
gleichgestellten in einem Amt sagen, das er oder sie nicht richtig gehandelt hat,
obwohl andere qualifizierte Meinungen vorlagen. Sie haben es ja persöhnlich nicht zu verantworten!
Einen Klageweg scheuen sie auch nicht, da sie ja nicht persöhnlich dafür zahlen müßen,
sondern der Steuerzahler! Sollte das Verfahren verloren gegangen sein, so haben sie viel Zeit gewonnen
und den jetzigen Topf nicht leer gemacht!
Wenn nur noch Geld zählt, das verwaltet werden soll, haben sie vieleicht den falschen Beruf gewählt,
da hätten sie besser Kaufmann/frau als Berufung genommen!
Jugendämter machen bestimmt ihren Job, das eine besser als das andere.
Aber wenn ein Mitarbeiter mißt baut, sollte das Amt später auch dafür gerade stehen können
und müßen!

Ich finde, einen gewissen Druck, sollte man schon so aufbauen können. Der Klageweg ist oft
langwierig und hilft dem Kind jetzt gar nicht. Was nützt einem, wenn man recht bekommt, aber
der Schaden dann zu hoch ist!
Das ganze muß auch nicht mit großem Geschrei gemacht werden, manchmal reicht es auch ,die
richtigen Fragen zu stellen!
Ich habe jetzt schon mehrmals an Jugendhilfeplangesprächen teilgenommen, wobei es auch um
Kürzungen ging. Die Fragen die ich hatte, sollten dann auch Beantwortet werden. Klare Frage,
klare Antwort!  Es funktioniert jetzt schon 7 Jahre so gut,
das ich es jederzeit wieder so machen würde und werde!

Vieleicht habe ich mich jetzt auch zu einfach ausgedrückt, aber das ist meine Art.

Gruß
Klaus
Ich bin ein Optimist, ich hänge mich erst auf,
wenn alle Stricke reißen.

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