Begleithund? Hat jemand Erfahrungen?

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nici2004
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Begleithund? Hat jemand Erfahrungen?

Beitragvon nici2004 » 31. Oktober 2014 22:54

Hallo, ich habe mal eine spezielle Frage, die uns gerade nicht aus dem Kopf geht...

Unser Sohni hat ADHS, nebenher eine ausgeprägte Wahrnehmungsstörung, Lern & Konzentrationsschwäche, Stottern, Selbstverletzung... IQ unter 70, sowie SB von 70%, Pflegestufe ist ebenfalls vorhanden.

Heute wurden wir von einer Bekannten gefragt, warum wir gerade im Umgang mit Ihm keinen eigenen Therapie/Begleithund haben...?

Im Straßenverkehr ist es vollkommen unmöglich Ihn allein raus zu lassen. Er sieht keine sich Ihm nähernden PKW, er sieht sie zwar, aber nicht, wie schnell und ob sie auf Ihn zukommen oder wegfahren.
Er kann keine Tiefen einschätzen, ist unsicher in unbefestigten Gegenden... ganz seltsam zu erklären...

Jedenfalls kannste den Bub nicht ohne Begleitung nach draußen lassen... das würde zwar auch nicht der Hund übernehmen (können/dürfen/will die Mama nicht  :breitgrinse1: - also bitte nicht falsch verstehen) , aber wir 3, also Hund, Kind und die stapsige Mama hinterher, könnten vll. noch besser daran arbeiten können... vll. auch in Bezug auf die Konzentration (Sohni rennt schneller über die Straße, wie seine 4jährige Schwester! ich komm mir manchmal vor, wie´n Marktschreier... ) .  *hoffnung hab*


Die Überlegung uns einen Hund zuzulegen, hegen wir schon lange... aber die Frage hat mich schon ein bisschen überfordert... weil ich noch nie davon gehört habe...

Drum wollt ich mal fragen, ob jemand von Euch schon Erfahrungen in diesem Bereich hat? 
Würden wir ernsthaft die Vorraussetzungen dafür haben? Wo könnte man sowas denn erfragen?
Wie wäre die Ausbildung des Hundes... muss ja doch mit dem Kind gemeinsam sein...

Für heute bin ich erstmal überfragt...  :schäm:
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Kaina
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Re: Begleithund? Hat jemand Erfahrungen?

Beitragvon Kaina » 1. November 2014 00:15

Bei "Standard"-ADHSlern wirst du da kaum Antworten oder Hinweise finden - wird wohl kaum gefördert.
Durch puren Zufall kam ich mal  ins Gespräch mit einer  Ausbilderin für Begleithunde. Sie trainierte Hunde für Gelähmte: Dinge apportieren, Türen öffnen etc...

Der Hund wird zunächst normal ausgebildet - ohne Kind/zu betreuende Person. Dann wird der Kontakt aufgebaut, Kind und Erwachsene genau eingewiesen - über Fähigkeiten des Hundes, über Grenzen, wieviel Zeit man den Hund beanspruchen kann etc. .
Wenn dein Sohn Tiere mag, wird das das geringste Problem sein.

Du kannst mal im Internet unter Therapie- und Begleithund suchen. Wenn du in deiner Nähe etwas findest, erkundige dich dort, welche Möglichkeiten es für euch gibt.

Ein großes Problem sind die Kosten. Zwischen 8000 und 20.000 €.
Die Ansprechpartner können dir aber auch sagen, ob es Sinn macht f. deinen Sohn und
wo du Unterstützung und Zuschüsse (ggf. aus Spenden)  erhalten kannst - die Krankenkasse kommt normalerweise nämlich nicht dafür auf (nur bei Blindenhunden).
"Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische." (K.Valentin) 
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