Integrationshelfer beantragen

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Mausemama
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Integrationshelfer beantragen

Beitragvon Mausemama » 16. September 2014 11:40

huhuu
ich schreibe mal klein, geht schneller...
ich bin so auf 180.....ich habe für meine tochter 7, einen integrationshelfer beantragt, da sie sich trotz medis nicht organisieren kann und auch schon wieder anfängt zu verweigern...
samstag ein schreiben vom jugendamt das diplomsozialarbeiterin xy mich und den kindsvater am donnerstag sprechen möchte...
ich heute angerufen (nachdem sie gestern einen rückruf nicht für notwändig hielt)
und um terminverschiebung gebeten...ja, geht aber erst im oktober...
jetzt geh ich doch am donnerstag..
als ich ihr dann sagte, das ich bissel verwundert bin über das persöhnliche gespräch, sagt sie mir am telefon, ja, sie stellen schließlich den antrag auf seelische behinderung und es sei ja eine hilfe zur erziehung,
sie müsse sich ja versichern, das notwändig und ob sie nicht zu dem schluss käme, das andere maßnahmen besser wären.
das jugendamt müsse schließlich zahlen, das koste ja geld..(was mir ganz arg aufgestoßen hat, mir wäre auch lieber mein töchterlein bräucht keinen)

eine von der stimme her recht junge sozialarbeiterin.

ja meint die wir eeltern sind blöd? und wüssten nicht, das die maßnahme vom amt gezahlt wird? und das das kind dann als seelisch/emotional behindert gilt????? machen wir das aus spass?
klar, weil ich an dem tag nen clown gefrühstück habe, hab ich das mal beantragt...

und was haben andere maßnahmen mit der schule zu tun??????? ich brauch niemand für mittags zu hause und ich brauche auch nciht nochmal einen erziehungsratgeber (da hätt ich auch ne bessere stelle)

habe eben auch grad mit der lebenshilfe gesprochen, die mit mir den antrag gemacht haben und sie sagt, das hört sich nach der derzeit üblichen hinhaltetaktik an:-(( aber sie kümmert sich auch...

mich ätzt das so an und das nennt man dann zum wohle des kindes...
zum wohle des kindes wäre schnell zu entscheiden ohne viel blabla..

so meine frage, ehe ich donnerstag mittag explodiere (ich gehe mit kind hin, dann erlebt sie sie live und in farbe geht nincht anders)
wie würdet ihr mit den reden? ist ja keine hilfe zur erziehung so wie sie sagt...
sondern hilfe nach paragraph sowieso....

mir kommt es vom telefon so vor, als sei es eine übereifrige sozialarbeiterin, die sich ÜBER die eltern stellt und ihres durchziehen will....

ich hoffe ihr kommt aus meinem chaosgeschriebsel klar, aber ich bin grad ein wenig geladen

im übrigen arztberichte auch von der kjp mit der adhs diagnose liegen der dame vor..
aber akte hat sie sich nicht gescheit angeschaut, sonst hätt sie gewusst, das ich alleiniges sorgerecht habe und der bescheid auch vorliegt

glg mausemama
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Sheherazade
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Re: Integrationshelfer beantragen

Beitragvon Sheherazade » 16. September 2014 11:52

Ein persönliches Gespräch gab es bei uns jedes halbe Jahr, das nannte sich aber dann Hilfeplangespräch.

Ich bin gerade ein wenig überfragt, warum du dich darüber so aufregst. Wenn du mit der Antihaltung in das Gespräch gehst, werdet ihr lange auf eine Bewilligung warten müssen.
Zuletzt geändert von Sheherazade am 16. September 2014 11:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Binchen
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Re: Integrationshelfer beantragen

Beitragvon Binchen » 16. September 2014 13:12

Kann deinen Ärger durchaus nachvollziehen. ABER, das ist leider auch der übliche vewaltungstechnische Weg den das JA bei solchen Anträgen nun mal gehen muss. Auch wenn ihren bekannt ist, dass die Voraussetzungen durchaus gegeben wären (spreche aus eigener Erfahrung, nur ging es bei mir nicht um die Bewilligung einer Integrationshilfe sondern lediglich um die Kostenübernahme für eine Legasthenie-Therapie, die dringend notwendig war und ist).

Das JA führt dann immer generell ein Gespräch mit den Eltern, oftmals auch mit dem Kind. Danach wird ziemlich oft erst einmal ein Gutachten von denen in Auftrag geben, ob das Kind hier die Voraussetzungen erfüllt, um nach § 35a KJHG eingestuft zu werden und die möglichen Hilfestellungen, die in Betracht kommen können, fest stellen zu lassen.

Liegt das Gutachten vor, dann wird dieses mit den Eltern erneut besprochen und auch gleichzeitig die bestmögliche Hilfeform ausgewählt werden. Und wenn dies wegen des Schulbesuches halt ein Integrationshelfer dann ist, dann wird dieses auch gewährt werden.

Dazu wird dann mit allen Beteiligten (JA, Integrationshelfer oder -helferin und den Eltern, ggf. auch mit dem betroffenen Kind) ein Hilfeplan erstellt wo alle wesentlichen Punkten schriftlich festgehalten und von allen Beteiligten auch unterschrieben werden. So z.B. auch die wöchentliche Stundenzahl die der Integrationshelfer dem Kind in der Schule zur Seite stehen sollte und ggf. auch die vom Helfer (Helferin) auszuübenden unterstützenden Tätigkeiten (halt genaue Tätigkeitsbeschreibung des Helfers).

Dieser Hilfeplan wird dann, wie bereits hier in einem Beitrag erwähnt worden ist, alle 6 Monate dann erneuert (ggf. kann auch durchaus ein längerer oder kürzer Zeitraum für den nächsten Hilfeplan festgehalten werden, kommt auf den Sachverhalt und auch auf das JA dabei wohl an, wie die das dann handhaben).

Das ist einfach der normale behördliche Weg den man dabei leider immer gehen muss und hat nichts damit zu tun, dass ein JA-Mitarbeiter(in) hier einfach aus "Hinhaltetaktik" oder "Schikane" oder wie man das auch immer nennen mag, dieses so möchte.

Gehe einfach völlig frei von Vorbehalten zu diesem Gespräch. Alles weitere wird dir dann in diesem Gespräch wohl ausführlich erläutert werden. Wenn du selber Fragen dazu haben solltest, dann scheue dich nicht diese auch der Mitarbeiterin zu stellen. Sie wird dir diese dann ganz bestimmt sachlich versuchen zu erklären. Denke dabei dass du für dein Kind was von denen übernommen haben möchtest. Zwar mahlen oftmals die Mühlen auf den verschiedenen Ämter langsam, aber wenn es als notwendig erachtet wird, dann sind die mit einer Bewilligung auch sehr schnell dabei. Nur muss dazu auch der offizielle Weg (evtl. mit Gutachtenerstellung) erst einmal gegangen werden.

Drücke dir für das Gespräch beide Daumen. Aber es wird schon klappen.

glg
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Re: Integrationshelfer beantragen

Beitragvon Mausemama » 16. September 2014 14:49

Hallo Sheherazade,
ich rege mich so auf, da es HIER bisher nicht der übliche Weg war....
sondern bewilligt wurde oder abgelehnt, ohne ein Gespräch mit den Eltern....

und ich gehe nicht von vorneweg mit einer Antihaltung rein, sondern erst nach dem Gespräch mit der Sozialarbeiterin, die im übrigen nicht die ist, die den Antrag zu Beginn beantragt hat,
sondern eine die am Telefon schon den Eindruck macht, ICH habe die Bestimmung und ihr müsst nach meiner Pfeife tanzen...

und sowas bin ich nicht  gewohnt, mit allen anderen Therapien haben wir ein Partnerschaftliches Verhältnis....

leider kann man im geschrieben nicht immer so alles erkennen:-(
im Gespräch klappt das besser..

also wie gesagt, keine Antihaltung, ich MUSS ja irgendwie mit der klarkommen, meiner Tochter zuliebe, das sie bekommt, was sie braucht und kämpfen musst ich schon lang genug..

Danke Binchen:-)
Zuletzt geändert von Mausemama am 16. September 2014 14:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Integrationshelfer beantragen

Beitragvon Ilayda » 5. November 2014 07:02

Mausemama, wie ist es denn gelaufen mit Deinem Antrag?
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Re: Integrationshelfer beantragen

Beitragvon Mausemama » 5. November 2014 10:44

Oh stimmt,
entschuldigt, ich hatte es gar nicht mehr geschrieben...
Töchterlein hat seit nach den Sommerferien Integrationshilfe
und ich habe mich aufgrund des Telefonates vollkommen umsonst aufgeregt.
Ich hatte ein tolles Gespräch mit der Sozialarbeiterin, wo ich ihr aber auch von meinem Ärger (in aller Ruhe) und meinen Ängsten...erzählt...
und es war genau das Gegenteil, sie hat mir von sich aus noch Vorschläge gemacht, was wir machen können:-))
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Re: Integrationshelfer beantragen

Beitragvon Sheherazade » 5. November 2014 10:54

Na guck, wieder was gelernt: Jeder sollte die Chance bekommen, einen guten Job machen zu dürfen.  :ja1:
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Re: Integrationshelfer beantragen

Beitragvon Mausemama » 5. November 2014 12:39

da gebe ich dir recht:-)
sie hat im gespräch auch gesagt, das sie sich vielleicht falsch ausgedrückt hat mit der aussage, schließlich müsse das jugendamt zahlen....

meine wut und distanz hat aber auch eine vorgeschichte...
nur kurz, töchterlein hat einen halbbruder, dessen mutter rein gar nix gemacht hat, bis es eskaliert ist und das jugendamt ihn von einrichtung zu einrichtung geschickt hat, bis er nach 3 jahren endlich in eine richtig gute gekommen ist, deren sozialpädagogen haben auch gesagt, das alle bisherigen einrichtungen für ihn gar nicht geeignet waren.......
daher auch meine angst...

obwohl "nur" mein stiefsohn hat mich sowas von bedrückt, das wir nix tun konnten:-((

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Re: Integrationshelfer beantragen

Beitragvon Sheherazade » 5. November 2014 14:39

Ich denke, wir haben alle eine Vorgeschichte. Die Kunst dabei ist es eben, NICHT alle über einen Kamm zu scheren und sich ein gewisses Maß an Objektivität zu bewahren.
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Re: Integrationshelfer beantragen

Beitragvon Ilayda » 6. November 2014 06:47

Auf jeden Fall freut mich das Ergebnis  :wu:

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