Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

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Leo7
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Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon Leo7 » 16. September 2013 15:47

Hallo!

Könnte mir kurz jemand erläutern was der Unterschied zwischen einer Erziehungsbeistandschaft (ich hoffe die Bezeichnung stimmt  :grübel:) und der sozialpädagogischen Familienhilfe ist?

Beides wird doch beim Jugendamt beantragt, oder?

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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon Angie » 16. September 2013 16:06

Bin mal wieder zu faul, bzw find mal wieder nicht die richtigen Worte, wir hatten/haben mal Beides  :6094: darum Tante Wiki  :6094:

http://de.wikipedia.org/wiki/Erziehungsbeistand


http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialp%C3 ... ilienhilfe

Ja und wird Beides beim Jugendamt beantragt.
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
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Binchen
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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon Binchen » 16. September 2013 17:01

Hier noch ein paar Beschreibungen für Erziehungbeistand und Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)


Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer (§ 30 SGB VIII)

Kinder und Jugendliche sollen durch eine Erziehungsbeistandschaft bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen unter Einbeziehung ihres sozialen Lebensumfelds unterstützt werden. Ein weiteres Ziel ist die Förderung der Verselbständigung.

Der Erziehungsbeistand ist eine "sozialpädagogische Fachkraft, die ambulante erzieherische Hilfe leistet, indem sie sowohl Kinder und Jugendliche als auch deren Eltern berät und unterstützt und über deren Alltagserleben (z.B. Hausaufgaben der Kinder) das emotionale und pädagogische Familiengefüge sowie das Verhalten des Minderjährigen in seinem sozialen Umfeld zu verändern versucht".

Der Betreuungshelfer hat im Wesentlichen die gleiche Aufgabenstellung, sein Schwerpunkt liegt jedoch auf der vorläufigen jugendgerichtlichen Anordnung über die Erziehung nach § 71 Abs. 1 JGG. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass der Richter dem Jugendlichen in einem jugendgerichtlichen Verfahren nach § 10 Abs. 1 Zif. 5 JGG auferlegen kann, sich der Betreuung und Aufsicht einer bestimmten Person, nämlich des Betreuungshelfers, zu unterstellen.


Laut Oberloskamp erscheint eine Erziehungsbeistandschaft nur sinnvoll, wenn

-eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Minderjährigen und Eltern bzw. zumindest einem Elternteil gegeben ist,
-die innerfamiliäre Lage nicht völlig verfahren ist,
-das Kind nicht gänzlich vom Personensorgeberechtigten abgelehnt wird,
-der Personensorgeberechtigte nicht völlig erziehungsunfähig ist,
-der Personensorgeberechtigte über eine gewisse Einsichtsfähigkeit verfügt und
-der Personensorgeberechtigte erkennen lässt, sein Verhalten zum Kind zu ändern.

Anmerkung: In der Regel sind Erziehungsbeistandschaften längerfristig angelegt. Es werden unterschiedliche Methoden der Sozialarbeit bzw. der Sozialpädagogik wie z.B. Einzel- und Gruppenarbeit angewendet. Ein Kernstück dieser Tätigkeit sind regelmäßige Beratungsgespräche mit den Kindern/ Jugendlichen und deren Erziehungsberechtigten.



d) Sozialpädagogische Familienhilfe (§ 31 SGB VIII)

Wesentliches Ziel dieser Hilfe ist es, Familien in ihren Erziehungsaufgaben zu betreuen und zu begleiten. In der Regel geschieht dieses durch den Einsatz eines so genannten Familienhelfers, "der unmittelbar und unter Mitarbeit der Familie im Alltag der Familie über eine längere Dauer Unterstützung und Anregung zur Selbsthilfe gewährt." Laut Schellhorn ist die Sozialpädagogische Familienhilfe die intensivste Form ambulanter Hilfe; durch diese Maßnahme kann eine Herausnahme des Kindes bzw. des Jugendlichen aus der Familie häufig verhindert werden.

Ziel der sozialpädagogischen Familienhilfen ist es, "das Auseinanderfallen besonders belasteter Familien zu verhindern oder zu mildern". Diese Form der sozialen Arbeit hat einen familienorientierten, familienfördernden und familienerhaltenden Schwerpunkt. Sie bietet den Betroffenen die Möglichkeit, mit der Unterstützung eines Familienhelfers geeignete Wege zu finden, um besser mit Konflikten umgehen zu können und zu lernen, sie möglichst selbständig zu lösen.

"In der Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände Nordrhein-Westfalen zur Sozialpädagogischen Familienhilfe vom 15.3.1988 - einer praxisnahen Beschreibung dieses Arbeitsfeldes Sozialpädagogische Familienhilfe - sind folgende Ziele Sozialpädagogischer Familienhilfe aufgezählt:

Familiäre Beziehungen sollen vor allem durch Förderung der Kommunikation innerhalb der Familie verbessert werden.
Die Familie soll befähigt werden, mit Konflikten umzugehen und sie möglichst selbständig zu lösen.
Belastungen aus einer unwirtschaftlichen Haushaltsführung sollen vermieden werden.

Soziales Verhalten soll dadurch vermittelt werden, dass die Familie eigene Kräfte entdeckt und aktiviert.
Die Erziehungsfähigkeit der Eltern soll gefördert und stabilisiert werden, um eine Erziehung der Kinder außerhalb der Familie zu vermeiden.
Eine intensive Zusammenarbeit mit der Familie soll aufgebaut werden, um eine Rückführung von Kindern aus Heimen zu ermöglichen".
Bei der Sozialpädagogischen Familienhilfe steht das "Prinzip der Freiwilligkeit" im Vordergrund, d.h., dass die Familie selbst bereit sein muss, diese Form der Hilfe anzunehmen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitzuwirken.

An dieser Stelle möchte ich mögliche Tätigkeitsfelder vorstellen, in der die Sozialpädagogische Familienhilfe eingesetzt werden kann:

-Eltern und Kinder befinden sich in einer Krise bzw. Konfliktsituation, die ihre Ursachen z.B. in der Überforderung Alleinerziehender, unwirtschaftlichem Verhalten, psychischer Labilität eines Elternteils oder Suchtproblemen eines Elternteils haben.
-Kinder und Jugendliche werden in der Familie vernachlässigt oder sind durch Misshandlungen in der Familie bedroht.
-Kindern und Jugendliche, welche in außerfamiliärer Unterbringung leben, sollen in die Familien zurückgeführt werden.
-Behinderte Familienangehörige sollen unterstützt werden.
Nach Umzug in ein neues soziales Umfeld sollen Integrationshilfen zur Eingliederung gegeben werden.

Quelle: http://www.sgbviii.de/S58.html


ODER hier noch

Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) ist ein umfassendes ambulantes Hilfsangebot an das gesamte Familiensystem.
Die Zielgruppe sind Familien, die sich in einer Krisensituation befinden und bereit sind, Hilfe anzunehmen und am Prozess der
Veränderung mitzuwirken. Mit der Familie erarbeiten wir alter­native, angemessene Handlungsstrategien um akute Lebenskrisen
oder einfach auch nur den Alltag wieder meistern zu können.


Das Angebot der Erziehungsbeistandschaft(EBEI) richtet den Fokus auf Kinder und Jugendliche. Die Fachkraft steht dem Kind/
Jugendlichen als Ansprechpartner zur Verfügung und kann so bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen, unter Einbeziehung
des sozialen und familiären Umfeldes, unterstützen und fördern.
Durch die gemeinsame Ausarbeitung und regelmäßige Überprü­fung der Aufträge und Ziele wird die aktive Mitarbeit der Familien
gefördert.

Quelle: http://www.consol-do.de/uploads/media/S ... lfe_02.pdf


Einfach ausgedrückt:

Erziehungbeistand ist vorrangig für die Belange des Kindes da und führt nur ab und an mit den Eltern Gespräche über das Kind und bisher bei ihm erreichte bzw. ab und an auch gemeinsam ein Gespräch mit Kind und Eltern zusammen. Er oder Sie arbeitet hauptsächlich mit dem Kind an dessen vorhandenen Problemen und Sorgen.


Familienhilfe ist dazu da um der gesamten Familien in erzieherischen Fragen unterstützend zur Seite zu stehen und auch, je nach Festlegung im Hilfeplan, auch die Eltern zu Terminen bei Behörden, Ärzten und Therapeuten sowie in die Schule begleitet.

Wobei dieses auch im Hilfeplan mit einer Person die nur als Erziehungsbeistand für das Kind tätig dann ist, durchaus ebenso mit aufgenommen werden kann. Insbesondere bei schulischen Problemen des Kindes ist es sinnvoll, wenn der Erziehungsbeistand hier das Kind in der Schule unterstützen könnte.

lg
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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon Leo7 » 17. September 2013 16:27

Hallo!

Danke nochmals für die ausführlichen Beschreibungen. Wenn ich also sozusagen eine intensive Erziehungsberatung als Mutter (bzw. Eltern) unter Berücksichtigung der ADS benötigen würde, dann wäre wohl die sozialpädagogische Familienhilfe das eher Geeignete.

Ich frage mich nur, inwieweit man eine solche Maßnahme auch abbrechen könnte, wenn sie nichts bringt bzw. wie viel "Mitspracherecht" das Jugendamt hätte.  :Frag: Kann das Jugendamt die Eltern zu bestimmten Maßnahmen "zwingen" (z.B. erneute Diagnostik oder Fremdunterbringung)? Gebe ich damit also auch Rechte und Verantwortung ab oder ist es nur als Hilfestellung gedacht?

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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon Binchen » 17. September 2013 18:35

Hi Leo7,

wenn die gesamt Familie mit einbezogen werden soll, dann ist eine Familienhilfe sinnvoller als ein Erziehungsbeistand. Denn dieser ist vorrangig zur Arbeit mit dem Kind da, also kümmert sich vorrangig um das Kind selbst und versucht ihm dabei zu helfen seinen Weg zu finden, Konflikte zu lösen und sinnvolle Freizeitbeschäftigungen ihm nahe zu bringen.

Eine Familienhilfe bezieht die gesamte Familie mit in ihre Arbeit ein, arbeitet also mit den Eltern UND auch mit den Kindern. Mal einzeln mit dem/den Kind/ern, mal mit der gesamte Familie gemeinsam.

Aber egal welche mal als sinnvollste bei euch in Betracht ziehen würde, die Chancen das man eine/n Helfer/in oder Beistand zugewiesen bekommt, der sich zudem auch noch gut mit der Problematik von ADHS betroffenen Kindern und Eltern tatsächlich auskennt, ist oftmals sehr gering. Viele haben dieses zwar mal während ihres Studiums kurz angesprochen bekommen, aber intensiv wird leider auf diese kindliche und aber auch erwachsene ADHS-Problematik während des Studiums noch immer nicht eingegangen.

Zudem muss zwischen zugewiesenen Helfer/Helferin oder Erziehungsbeistand und der betroffenen Familie bzw. Kind/ern die gewisse Chemie dann gegeben sein, aufgrund derer dann eine erfolgreiche Zusammenarbeit aufgebaut werden kann.

Daher wird oftmals erst mal eine Art "Probe" vorgenommen, wo man sich kennen lernen kann und wenn man sich sympathisch ist (also die Chemie zwischen denen stimmt) wird dann in einem Hilfeplan beim JA festgelegt, wie lange erstmals diese Hilfe gewährt wird, wann das nächste Hilfeplangespräch dann wäre und vor allem, in welchen Lebensituationen die Hilfe anzusiedeln ist. Was soviel bedeutet, dass genau festgehalten wird wobei die zugewiesene Person einem unterstützen soll. Z.B. bei Gesprächen auf den verschiedensten Ämtern, in der Schule, bei Ärzten und Therapeuten, den Nachmittagsbetreuungen, usw. soll der Helfer/Erz-beistand einem als unterstützende Hilfe begleiten. Auch das man eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für die Kinder gemeinsam sucht und findet, könnte z.B. darin festgehalten werden.

Stimmt die Chemie zwischen den beiden Parteien nicht, dann kann jederzeit diese Hilfe abgebrochen werden bzw. man kann um die Zuweisung eines anderen Helfers / Erz.- beistand bitten bei dem zuständigen SB (m/w). Wenn eine andere Kraft dann noch Kapazitäten frei haben sollte, dann wird man einen neuen Versuch mit dieser Person dann starten können.

Wenn eine Diagnose steht auf ADHS kann das JA diese nicht so ohne nachweisliche Gründen anzweifeln und eine erneute Diagnose-Erstellung von einem verlangen. Auch eine Fremdunterbringung ist auch im Falle eines Abruches nicht so einfach vom JA so ohne weiteres bei Gericht durchsetzbar. Da müssen für einen Richter schon ganz gravierende Gründe dafür sprechen, dass er den Antrag vom JA auf Herausnahme des Kindes aus der Familie und einer Fremdunterbringung zustimmt.

Du gibst weder deine Rechte gegenüber deinen Kinder und deiner Familie, noch die Verantwortung hierfür an den Helfer/Erz.-beistand ab. Diese haben lediglich eine unterstützende und beratende Funktion innerhalb der Familie bzw. gegenüber den Eltern und Kindern.

Ebenso wird eine Familienhelferin keinerlei Tätigkeiten im Haushalt (putzen, kaufen gehen, Babysitting, usw.) übernehmen. Das fällt nicht ihr Aufgabengebiet, wird aber oftmals von Aussenstehenden oder Familien die eine solche sozialpädagogische Familienhilfe beantragen, so gedacht.

Ansonsten hat das JA gegenüber euch keinerlei Mitspracherecht was die Belange innerhalb der Familie angeht. Lediglich wenn das JA feststellen sollte, das diese Art von Hilfe nicht die geeigneste für euch wäre, kann sie eine weitere Genehmigung einer Familienhilfe oder eines Erziehungsbeistand verweigern und euch stattdessen mitteilen, was in ihren Augen für weitere Hilfemöglichkeiten es für euch gäbe. Aber annehmen muss du dieses nicht. Darüber dann nachzudenken ist jedem dann selber überlassen.


Hatte vor paar Jahren das Vergnügen zwei verschiedene Sozialpädagogische Familienhelfer zu haben (beim ersten gab es irgendwann nur noch Stress bis ich den Schlußstrich gezogen hatte und ihn kurzerhand, weil er seine Kompetenzen mir gegenüber auf dem Jobcenter und hinter meinen Rücken einfach überschritten hatte, die zweite dagegen war relativ gut und wurde ganz regulär wieder eingestellt, da man keinen Bedarf mehr in meiner Familie hierfür gesehen hatte) und einen Erziehungsbeistand für meinen Ältesten (Anfangs lief es zwischen denen ganz gut, dann blockte mein Großer ab und die Hilfe wurde dann letztendlich auch wieder eingestellt). Und bei allen drei hat keiner nur einen blassen Schimmer an Ahnung gehabt, was bei einem betroffenen ADHSler tatsächlich so zu beachten wäre bzw. mit was für Probleme und Schwierigkeiten ein Betroffener oftmals im täglichen Leben zu kämpfen hat und wie man ihm dabei wirklich gut helfen könnte.

Die zuständige SB auf dem JA hatte damals wollen meinen jüngsten (ADHSler) aus der Nachmittagsbetreuung der Grundschule in eine Sozialpädagogische Tagesgruppe zu bekommen. Er war jedoch sehr gut in der Nachmittagsbetreuung und in seiner Freizeit vor Ort integriert, dass sogar der Leiter dieser Sozialpädagogischen Tagesgruppe dieses als nicht notwendig eingestuft hatte und dies auch während eines Besichtigungstermines und anschließendem Gespräch von mir, gemeinsam mit der JA-SB, direkt der SB mitgeteilt hatte und somit auch meine eigene Meinung dazu unterstützte. Also blieb mein Kind nach der Schule in seinem gewohnten Umfeld.


So, das wäre was ich dazu mal dir schreiben kann.

glg
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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon ripley » 18. September 2013 09:10

In der Praxis machen die JÄ keinen sooo großen Unterschied zwischen EB und SPFH, wie ich feststellen konnte. Wir hatten eine Zeitlang einen (sehr fähigen!) Menschen hier, der auf den amtlichen Dokumenten mal so, mal so etikettiert war. Das mag nun an der (deutlich weniger fähigen) JA-Mitarbeiterin gelegen haben, ist aber eh wurscht. Hauptsache, derjenige versteht was von seinem Job und das JA bezahlt ihn.

Und über Fortführung bzw. Nicht-Fortführung wird in regelmäßigen Hilfeplangesprächen gesprochen. Klar KANN man als Eltern da sagen, dass man das Programm abbrechen bzw. die Hilfe nicht weiter in Anspruch nehmen möchte. Haben wir aber nie gemacht, weil's wirklich sehr viel gebracht hat.
Zuletzt geändert von ripley am 18. September 2013 09:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon Leo7 » 18. September 2013 16:44

Hallo!

Wenn ich das so richtig verstehe, fällt und steht das "Ganze" dann mit dem ausführenden Sozialpädagogen  :Frag:.

Blöd ist nur, dass in unserem Bundesland alles nach Sozialräumen eingeteilt ist und ich mir nicht aussuchen kann, welche Einrichtung die Betreuung übernehmen würde, sondern dass ich die Einrichtung zugeteilt bekomme.  :icon_rolleyes:

Alternativ sind mein Mann und ich uns am überlegen, ob eine psychotherapeutische Begleitung eher sinnvoll sein könnte. In der Nähe gibt es eine Therapeutin, die sich gut mit ADS auskennt und die Eltern mit einbezieht. Vielleicht sollten wir uns da auf die Warteliste setzen lassen :Frag:. Aber ich denke vor 8 bis 10 Monaten läuft da nichts.

Möglicherweise bessert sich die Situation auch wieder. Im Moment muss unser Sohn sich erst mal an eine neue Schule, neue Klasse und eine neue Lehrerin gewöhnen und das macht ihm zu schaffen  :obersauer: :arg:. Obwohl die Grundbedingungen recht gut sind (nur 16 Kinder in der Klasse, junge motivierte Lehrerin, die offen für Neues ist und gewillt ist, auf ihn einzugehen, keine übermäßigen Mengen an Hausaufgaben und ein Integrationslehrer mehrmals wöchentlich...), schlittern wir im Moment wieder auf eine Krise zu.  :schluchzi:

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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon ripley » 18. September 2013 18:30

Leo7, DU kannst ja das eine tun ohne das andere gleich zu lassen. Will sagen, SELBST als Familie eine(n) Therapeuten/in suchen (so allgegenwärtig und unausgelastet sind die auch nicht) UND beim JA Hilfestellung beantragen (mit welchen Buchstaben auch immer, lass DIE das entscheiden, das geht ja auch nach Geld-Töpfen ...).
Und was die EBEI oder die SPFH angeht - ja, JA sucht den Anbieter aus. Aber EIN Anbieter beschäftigt durchaus auch mal mehrere Sozial- oder sonstige Pädagogen. Wir hatten zwischenzeitlich (kurzzeitig) einen, mit dem wir überhaupt nicht klarkamen. Freundliches Telefonat mit seiner Chefin, Probleme erklärt ... und wir wechselten problemlos zu einer anderen Person.
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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon Angie » 18. September 2013 21:39

Die können nicht zu einem zwingen. Nur das Problem wäre, wenn du weiter Hilfen von JA haben willst und du hast vorherige abgelehnt, sagen die dann:Nein!

Und die nehmen Dir auch nicht die Kinder weg. Da müssten sie Dir ersmal das Sorgerecht entziehen, soviel ich das weiss, geht das nur gerichtlich.
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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon lausmaus3 » 11. August 2014 23:21

Hallo,

bin gerade über dieses Thema gestolpert und hoffe, es liest noch jemand. Unser Sohn ist gerade in der Klinik, und es wurde schon mal von Seiten der Station der Begriff JA und Hilfe für Zuhause in den Raum geworfen. Denke mal, da geht in die Richtung, wo hier diskutiert wurde. Bei uns läuft es nämlich zuhause mit dem Adhs Sohn gar nichts mehr gut, in der Schule, beim Fussball, Freunden und der Mittagsbetreuung in der Schule geht alles noch.

Wie gross ist der zeitliche Umfang, mit dem man rechnen muss? Kommen solche Leute wöchentlich, muss da die gesamte Familie daheim sein, also auch der Papa bzw. Geschwister.  Da meine Kinder mich noch sehr als Taxi nachmittags brauchen, sie eh erst um 14.30 Uhr daheim sind und dann Hausaufgaben machen müssen , beide Fussball haben mit unterschiedlichen Tagen, ein Kind dann noch Musik hat und das andere eben Termin für Verhaltenstherapie hat, beide 1 bis 2 Verabredungen mit anderen Kindern, dazu Termine beim Kinderpsychiater und Kieferorthopäden, ist unser Zeitplan eigendlich schon jetzt dicht. Dazu kommt dann noch, das ich abends warm kochen muss, was auch dauert. Und eigendlich weiss ich nichts, was ich daran ändern könnte...

lg lausmaus3
Zuletzt geändert von lausmaus3 am 11. August 2014 23:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon ripley » 12. August 2014 11:37

Du musst da auch nix groß dran ändern.

Okay, bisl Hintergrund: SPFH bzw. EB wird vom JA bezahlt. Die JAs haben chronisch (zu) wenig Geld. Und jede einzelnene Stunde, die der/die Helfer bei bzw. mit Euch zubringt, kostet Geld. Also wird schon vom JA geschaut, dass das im Rahmen bleibt.

Konkret: Bei uns wurden damals 7 Wochenstunden bezahlt. Können wohl auch mehr sein, weniger kommt aber auch durchaus vor. Helfer kam ins Haus bzw. (beio uns) an die Schule (da hat's am meisten Stress gegeben), hat mehr mit dem Kind (durchaus auch mal mit ihm unterwegs) als mit uns Erwachsenen gemacht und immer gefragt, geguckt, wer wann Zeit hatte.
Ob und wie stark Geschwisterkinder einbezogen werden, wird wohl von Fall zu Fall entscheiden, je nachdem, ob und wie sehr es an dieser Ecke "brennt".

Bleib locker!
Die schreiben Dir normalerweise nix vor, sondern gucken, was sich mit Dir und Deinen Abläufen vereinbaren lässt.
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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon Binchen » 12. August 2014 12:34

Hi lausmaus,

ich hatte in der Vergangenheit beide Variationen, also Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) und Erziehungsbeistand, gehabt.

Hierzu wurde beim JA erst einmal ein sogenannter Hilfeplan erstellt, in dem darin die wesentlichsten Punkten bzgl. der Hilfe schriftlich festgehalten und von allen Beteiligten unterschrieben wurde.

Bei uns kam anfangs der zugewiesene Famlienhelfer (SPFH) jede Woche nach Terminabsprache mit mir zu uns. Überwiegend hat er dann sich in dieser Zeit mit der gesamten Familie beschäftigt. Aber es gab auch Termine nur mit mir alleine (die dann oftmals von mir in den Vormittagsbereich gelegt worden sind) wo er dann sich mit mir über seine Beobachtungen innerhalb der Familie austauschte und dann gemeinsam mit mir an evtl. Lösungswege suchte bzw. mir solche vorgeschlagen hatte. Auch zu dem einen oder anderen Termin bei den behandelnden Ärzten und Therapeuten, vorwiegend bei den der Kinder, hat er mich begleitet. Ebenso zu Gesprächen in der Schule bzw. zu einem Gespräch dort mit allen Beteiligten die mit meinen Kindern in der Schule und in der Nachmittagsbetreuung zu tun hatten. Aber alles nur nach ausdrücklicher Zustimmung von mir. Auch zu einem Gespräch im hiesigen JC wurde ich mal begleitet.


So ähnlich war auch die Arbeit des Erziehungsbeistands für meinen ältesten Sohn dann gewesen. Nur dass hier die Arbeit mit dem Kind für den Erziehungsbeistand im Vordergrund gestanden hatte, er also überwiegend alleine mit dem Kind was unternommen hatte. Termine wurden mit uns dann abgesprochen. Anfangs waren es wöchentlich ein Termin und später dann nur noch alle zwei Wochen. Und dazwischen gab es dann auch Termine (vormittags wenn die Kids in der Schule waren) wo er sich mit mir über das Kind und dessen Dinge die ihm aufgefallen sind, unterhalten hatte. Aber auch das andere Kind und dessen große Probleme zu dieser Zeit in der Schule hat er gemeinsam mit mir versucht in den Griff zu bekommen (Gesprächsrunde vormittags in der  Schule des Kleinen mit Lehrerin, Schulwoorkerin, Direktorin, Hortleiterin und glaube die Schulpsychologin war auch dabei gewesen). Aber vorwiegend war seine Haupttätigkeit bei uns die Arbeit mit meinem Ältesten gewesen. Aber leider hat dieser sich dann nach anfänglich guter Zusammenarbeit mit dem Mann angefangen zu verweigern und die Hilfe wurde dann in gegenseitigem Einverständnis beendet. Denn damit alles auch gut funktionieren kann, muss auch die "Chemie" zwischen eingesetztem Erziehungsbeistand und dem Kind hauptsächlich stimmen. Das gleiche gilt auch bei einer/m SPFH, auch hier muss die Chemie zwischen Helfer/in und der Familie stimmen damit auch tatsächlich irgendetwas in der Familie bewegt werden kann.

Aber bei allen beiden wird man versuchen soweit wie irgendwie möglich die Termine dann so zu vereinbaren, dass es für alle Beteiligten akzeptabel und einrichtbar ist.

Du und dein Kind / deine Familie müssen sich aber auch auf einen solchen Helfer oder Erziehungsbeistand einlassen können um hier erfolgreich miteinander arbeiten zu können.

Und die versuchen dir /euch soweit wie irgendwie möglich zu helfen und evtl. euch weitere Schritte aufzeigen, die man evtl. noch gemeinsam (Eltern/Kinder) gehen könnte um die Familie zum einen noch näher zusammenzuschweißen und zum anderen eine angespannte familiäre Situation dauerhaft entspannen zu können damit es allen Familienmitgliedern innerhalb der Familie wieder richtig gut gehen kann. Oder die man als Eltern/Elternteil noch in Angriff nehmen könnte, damit auch nach und nach belastende Probleme abgebaut werden können und man selber wieder gelassener und entspannter wird.

Angst brauchst du davor auf keinen Fall zu haben.

glg
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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon lausmaus3 » 12. August 2014 19:57

Hallo,

danke erst mal für die Infos. Wenn nicht immer alle Familienmitglieder dabei sein müssen, könnte ich vielleicht auch mal am Vormittag einen Termin reinschieben, muss zwar vormittags arbeiten gehen, aber nicht jeden Vormittag. Wobei 7 Wochenstunden sind schon viel. Arbeiten solche Leute auch am WE?
Und ja, Angst bzw. Respekt habe ich  vor dem JA schon, man hört so viel negatives, auch wenn sicher vieles davon nicht stimmt bzw. falsch dargestellt wird.

Lg lausmaus3
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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon Binchen » 13. August 2014 11:02

Guten Morgen Leomaus3 und alle anderen hier,

ja, die Termine werden ja zwischen dir und der/dem Helfer selber ja abgesprochen und dabei wird halt dabei geschaut wer wann wie am besten könnte. Und bei uns war es halt dann mir am liebsten, dass die Termine mit mir als Mutter dann in den Vormittagsbereich lagen (war ja als arbeitsuchende mehr oder weniger halt zuhause) und die Termine mit den Kinder (ab und an auch die für die komplette kleine Familie) dann halt in der Zeit gelegen wurden, in die dann bereits vom Kiga bzw. der Grundschule dann zuhause gewesen waren und keine Therapietermine anstanden. Es war aber auch mal vorgekommen, dass ein Therapietermin bei einem meiner beiden angestanden hatte. Da wurde das vorher zwischen uns abgesprochen und ich nahm mit dem Kind die Therapiestunde wahr und der SPFH-Helfer/in bzw. der Erziehungsbeistand hat dann in dieser Zeit mit dem anderen Kind gemeinsam was unternommen (z.B. zur Kletterhalle gefahren, gemeinsam in den Wald spazieren gewesen, u.ä. auch mal ihn mit zu sich und seiner Familie mit nach hause genommen und dort dann gemeinsam was gebacken oder gekocht). Es ist halt alles nur eine Frage der Absprache zwischen Eltern(teil) und SPFH-Helfer/in bzw. Erziehungsbeistand.

Und leider gebe ich dir dann vollkommen Recht, man hört immer so viel negatives im Bezug auf die Jugendämter allgemein. Aber man sollte sich trotzdem davon nicht beeinflußen lassen und seine eigenen Erfahrungen mit dem zuständigen JA und deren Mitarbeiter machen.

Und eine Maßnahme wie die mit SPFH-Helfer/in bzw. Erziehungsbeistand kann jederzeit von euch auch wieder problemlos beendet werden oder halt, wenn es überhaupt mit der zugewiesenen Kraft nicht funktioniert, auch nach einem klärenden Gespräch auf dem JA mit der dortigen SB und der betreffenden Kraft/Erziehungsbeistand, auch geschaut werden welche andere Kraft/Erziehungsbeistand noch freie Kapazität hätte und dann euch als Familie bzw. das betroffene Kind in der nächsten Zeit dann betreuen könnte (arbeiten könnte).

Denn um gut gemeinsam miteinander arbeiten zu können, muss auch die Chemie zwischen der zugewiesenen Kraft und der Familie/dem Kind stimmen. Auch weil ein Vertrauensverhältnis dafür notwendigerweise zwischen den Beteiligten aufgebaut werden sollte um auch an den gesetzten und vereinbarten Zielen erfolgreich gemeinsam arbeiten zu können.

Dafür drücke ich euch alle beiden Daumen und das die Ziele langfristig dann gemeinsam von euch erreicht werden.

glg
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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon ripley » 13. August 2014 14:16

[quote="lausmaus3"]Und ja, Angst bzw. Respekt habe ich  vor dem JA schon, man hört so viel negatives, auch wenn sicher vieles davon nicht stimmt bzw. falsch dargestellt wird. [/quote]

Ich glaube, Du musst da lernen zu trennen.

Das EINE ist das JA. Dessen Mitarbeiter müssen zustimmen, dass Ihr eine SPFH/EH braucht - und diese bezahlen. Den/die JA-Mitarbeiter, der das bewilligt, siehst Du dann aber nur zu den sogenannten Hilfeplangesprächen (bei uns alle halbe Jahre etwa) und sonst nicht.

Das ANDERE ist der Mensch, der tatsächlich mit und bei Euch arbeitet. Und das ist gemeinhin KEIN direkter Mitarbeiter des JA, sondern ein externer Erzieher/Sozialpädagoge/Sonstwiequalifiziertermensch. Den siehste dann eben deutlich häufiger. Und, wie auch oben schon erklärt, solltest Du mit exakt diesem Menschen GAR nicht können (kommt ja vor), dann lassen sich da u.U. durchaus auch Alternativen finden.

Was den schlechten "Ruf" der JÄ angeht. Nunja, sollte ein Kind tatsächlich massiv misshandelt/missbraucht/vernachlässigt werden, dann holt das JA, wenn es keine Besserung dieser Verhältnisse sieht, so ein Kind schon mal aus einer derart misslichen Situation raus. Zu Recht, wie ich finde. Schön. Aber jetzt überleg mal, wie genau DIE Mutter, die vorher ihr Kind an den Ohren hochgehalten und dann in kochendheißes Wasser getunkt hat, diese JA-Maßnahme und ihre Berechtigung wertet? Was die übers JA sagt? Und wie sie das Familienleben bis dahin schildert?
Eben.

Ich behaupte nicht, dass im JA nur perfekte Leute arbeiten (unsere "Zuständige" war so ... "intellektuell herausgefordert" und noch dazu so träge, dass es geradezu gequietscht hat), aber im Grunde kann man durchaus davon ausgehen, dass die Mehrheit ihren Job so gut wie möglich macht und auch ansonsten ganz vernünftige und realistische Vorstellungen hat.

Und, wie gesagt, SIE sollen Deine Familie ja nicht "aufräumen", sie sollen zahlen!  :811:
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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon lausmaus3 » 13. August 2014 21:11

Hallo Zusammen,

wir haben nichts zu verstecken, unsere Kinder werden nicht misshandelt, wohnen in ordentlichen Verhältnissen, wir bekommen kein Geld vom Staat etc.

Insofern denke ich auch, das JA kann uns auch nichts negatives wollen , sehe es auch als Chance, unsere inzwischen doch schwierige Situation zuhause wegen dem ADHS, zu bearbeiten. Danke für Eure Statements.

lg lausmaus3
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Angie
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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon Angie » 13. August 2014 21:20

Unser SPFH  ............( scherzhaft von mir adoptierter ADHSler von 25 Jahren) war heute da und hat mit uns Kniffel gespielt.  :icon_mrgreen:

Kommt darauf an, wen man da erwischt, du kannst natürlich eine SPFH ablehnen, wenn die Sympathiechemie nicht passt. Kommt dann halt ein(e) andere(r).
Ich habe nix Schlimmes, ich habe....eij gugg mal nen Eichhörnchen.
Steph73
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Re: Erziehungsbeistandschaft oder sozialpädagogische Familienhilfe?

Beitragvon Steph73 » 19. Oktober 2014 11:23

Hallo zusammen,
ich habe einen 13-jährigen ADHSler und eine Krise jagt die andere. Es gibt nur Stress in der Schule, Disziplinarverfahren, Androhung der Rausschmisses etc.
Deswegen habe ich mich im Sommer an das JA gewandt, und nur gute Erfahrungen gemacht.
Im Gegensatz zu Psychologen und Therapeuten dürfen die Dich nämlich nicht auf die Wartelsite setzen, sonder sie MÜSSEN reagieren, wenn Du um Hilfe bittest.
Nennt das Kind wie ihr wollt, Beistand oder Familienhilfe, völlig egal.
Ich kann aber jedem nur raten, sich das Ja mit ins Boot zu holen, wenn es angebracht ist, weil das eine der wenigen Stellen ist, wo wirklich was gemacht werden kann

LG
Steph

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