Medikamente einklagen?

Dieses Board ist auch für Gäste sichtbar!
4sonnenscheine
Pagemaster
Beiträge: 71
Registriert: 19. Februar 2013 22:25

Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von 4sonnenscheine » 3. August 2013 20:24

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

das gibt es ja wohl nicht...
Wurde dein Kind angehört?
orange rose
Pagemaster
Beiträge: 205
Registriert: 21. Dezember 2012 13:37
Wohnort: rheydt

Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von orange rose » 4. August 2013 13:32

nein,zum glück nicht.
4sonnenscheine
Pagemaster
Beiträge: 71
Registriert: 19. Februar 2013 22:25

Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von 4sonnenscheine » 6. August 2013 07:38

Guten Morgen,

gestern war der Verfahrensbeistand unserer Tochter hier. Er hat erst mir mir gesprochen, dann mit ihr.
Mittendrin kam sie zu mir gerannt,hat geweint und gesagt: der glaubt mir nicht :-(
Ach man... es ist echt so schwer. Er sagt das Zeugnis (sie hat ein gutes Zeugnis....die Arbeit die dahinter steht sieht keiner) passt nicht zu ADS und der Arzt würde ja auch keine zwingende Notwendigkeit sehen. Er würde nochmal zu einer anderen Therapie raten. Ich könnte heulen...
wie haben schon so viele Therapien gemacht, nichts hilft richtig. Und mit den Medikamenten ging es ihr letztes Jahr zum ersten Mal gut.
Ich musste das nur mal loswerden...

Liebe Grüße  :baw:
orange rose
Pagemaster
Beiträge: 205
Registriert: 21. Dezember 2012 13:37
Wohnort: rheydt

Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von orange rose » 6. August 2013 08:47

zum glück nicht,sie war zu der zeit erst 8 jahre alt.


tja,ich überlege momentan auch mal wieder,ob ich einen anwalt aufsuchen sollte bzw das jugendamt kontaktiere.

mein ex-mann hat unserer tochter ohne mein wissen am wochenende keine medikamente gegeben sie darf es in den 2 wochen urlaub bei ihm auch nicht nehmen.

werde gleich als erstes unsere kinderärztin anrufen und dann .....mal sehn.

hab dazu ein neues thema hier eröffnet unter medikamente kinder.
orange rose
Pagemaster
Beiträge: 205
Registriert: 21. Dezember 2012 13:37
Wohnort: rheydt

Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von orange rose » 6. August 2013 09:09

hallo 4sonnenscheine :winken:

oh je
ich habe gerade erst deine bericht gelesen.

da krieg ich nackte wut.

das wir mütter irgendwann völlig am ende sind,interresiert dabei echt niemanden.

wir haben auch einen notendurchschnitt von2,75.....und der ist sehr hart erarbeitet.ich verstehe dich so gut.


habe gersde meine kinderärztin angerufen....sie ist 2wochen in urlaub.

ich muß aber fakten haben,wassie  am freitag mit meinem ex besprochen hat.
Benutzeravatar
Schussel
Andersweltler
Beiträge: 6
Registriert: 13. Oktober 2013 23:22

Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von Schussel » 15. Oktober 2013 11:01

Hallo 4sonnenscheine  :winken:

ich bin neu und habe diesen Thread gerade gesehen. Bei mir ist es auch so, dass sich der leibliche Vater schon seit Jahren gegen die MPH-Gabe ausspricht. Zuerst hieß es, das Kind hätte gar kein ADHS und er wollte eine zweite Meinung. Er schob das Verhalten des KIndes auf meine Erziehung und den Stiefvater, der seiner Meinung nach gewalttätig sei und das Kind schlagen würde. Die 2. Ärztin, die mein Ex übrigens ausgesucht hatte, sagte dann genau das selbe wie die 1. Stelle. Beide Ärztinnen empfahlen ganz klar MPH, da die anderen Therapien nicht den gewünschten Erfolg brachten und mein Sohn in der Schule immer schlechter wurde. Auch hat das Familienleben ganz stark unter den Symptomen meines Sohnes gelitten. Dann sagte er mündlich einer MPH-Gabe zu, gab aber nie seine Unterschrift, zögerte alles raus. Termine in der Klinik waren ungünstig usw. Es kam also zum Gerichtsverfahren, in dem es um die Übertragung des Sorgerechtes ging. Dabei sagte er zu, nach einem weiteren gemeinsamen GEspräch in der Klinik seine schriftliche Einverständnis zu geben. Das zog sich wieder alles, weil der TErmin wieder rausgezögert wurde. Bei dem Gespräch wurde wieder alles auf mich geschoben und es kam eine "Krankheit" namens KPU bzw. HPU auf den Tisch, die der Vater anscheinend auch hat, die vererbar wäre und die auch Symptome einer ADHS machen kann. Keiner hatte jemals davon gehört, aber gut. Schon seltsam, dass diese "Krankheit" beim Vater auf einmal diagnostiziert wurde....aber egal. Also wieder keine Einverständnis sondern die Abklärung dieser Stoffwechselerkrankung wurde gewünscht. Also umgehend einen Urintest des Kindesmachen lassen, den übrigens keine Kasse zahlt, da alles so wischiwaschi ist und nicht anererkannt, Orthomulekulare Medizin usw. Negativ. Wieder keine Einverständnis, wieder Anhörung, es hieß, das wäre der falsche Test gewesen, er hätte den richtigen gemacht und der wäre hoch positiv gewesen. Das Gericht wollte dann auch keine Entscheidung vor Ort treffen. Ganz nebenbei: Jugendamt und Verfahrenspfleger sprachen sich für eine Übertragung des Sorgerechtes in den Gesundheitsfragen auf mich aus. Es vergingen wieder Monate, in denen das Kind in den Sommerferien mit Nahrungsergänzungmitteln, Micronährstoffen, Fischölkapseln, Globuli, und was weiss ich noch antherapiert wurde, das dem Kind ganz viele Nährstoffe anscheinend fehlten. Ich vergaß zu erwähnen, dass die Stieftochter meines Ex über Jahre hinweg MPH wegen ADHS nehmen "musste". Jetzt allerdings nimmt sie den anderen Kram. Dann kam die Entscheidung des Gerichtes, dass das Sorgerecht für Gesundheit auf mich übertragen wird. Juhuuuu !! Ich also nachdem mein Sohn nach den Ferien wieder bei mir war hin zur Klinik mit dem Urteil. Als mein Sohn gründlich von der Ärztin aufgklärt worden ist sagt doch er : "Nö, nehm ich nicht !" Ich dachte, ich spinne ! Der Vater hatte ihn dermaßen bearbeitet, ihm gesagt, das wäre alles super-schädlich und würde seinen Kopf kaputt machen. Ich also in Tränen ausgebrochen, war wahnsinnig wütend auf meinen Sohn. Er wollte das andere Zeuchs vom Vater weiter nehmen. Okay, wir haben den Deal gemacht, dass er die Sachen 6 Wochen nehmen soll und wir schauen, ob sich was bessert. Nach drei Tagen sagte mein Kind, er hätte keine Lust mehr, das ganze Zeug zu nehmen, er will lieber die Tabletten. :-) Jetzt nimmt er seit einigen Wochen MPH und was soll ich sagen, es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Jetzt kam allerdings Post vom Oberlandesgericht Koblenz mit Termin zur Anhörung, weil die Gegenseite Beschwerde eingelegt hat. Und der Hammer: mein Sohn soll angehört werden. Ich weiss auch nicht, was wir noch alles brauchen, damit ich endlich das Sorgerecht durchbekomme. Alle Berichte sprechen für mich. Ich habe jedenfalls das Vertrauen in den Rechtsstaat schon lange verloren. Also man braucht viel Kraft um das wirklich durchzuboxen !    :smilie_wut_115:
Falschparker
Foruminventar
Beiträge: 5013
Registriert: 28. Mai 2008 13:37
Wohnort: Kleinstadt
Alter: 52

Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von Falschparker » 15. Oktober 2013 18:50

Hallo Schussel und  :w2:

eigentlich spricht deine Geschichte nicht gegen den Rechtsstaat, sondern gegen deinen Exmann. Er hat durch sein Handeln deutlich gemacht, dass es ihm gar nicht um das Wohl seines Kindes sondern um Krawall geht, und dem ist das Gericht schließlich auch gefolgt.

Da wird das Beschwerdeverfahren auch nichts Anderes ergeben. Dass sie euer Kind anhören müssen ist auch klar.

Es ist zu hoffen, dass bis zu diesem Termin noch so viel Zeit vergeht, dass auch er selbst mit Überzeugung vertreten kann, dass es ihm mit dem Medikament besser geht.

Auf KPU hättet ihr euch gar nicht einlassen müssen, das ist ja weder von Krankenkassen noch sonst fachlich anerkannt. Ich glaube nicht, dass euch diese zusätzliche Untersuchung vom Gericht auferlegt wurde?? Denn die Absprache bei der ersten Anhörung war doch dass der Vater in diesem Gespräch zustimmen würde?

Na, ich denke die Sache ist entschieden und das Verfahren beim OLG wird genau so ausgehen. Das im Übrigen dein Ex wird bezahlen müssen, hat er denn so viel Geld für so viel Streiterei?

Halt uns gerne auf dem Laufenden und mach bitte demnächst Abschnitte. Da viele von uns selbst ADHS haben fällt uns das Lesen sonst schwer.

Viele Grüße und alles Gute  :winken:
Falschparker
<><
Eule
Foruminventar
Beiträge: 2680
Registriert: 30. Oktober 2010 00:35
Wohnort: auf einem windigen Hügel bei Köln
Alter: 48

Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von Eule » 16. Oktober 2013 00:06

Och, laß das doch mal ein bißchen laufen. termin liegt ungünstig, Kind schreibt genau in dem Zeitraum Klassenarbeiten die wichtig sind und soll sich aufs lernen konzentrieren und nicht durch den Kleinkrieg den der Vaer angezettelt hat abgelenkt werden ....das kannst du doch auch ;-)

Zöger die Anhörung raus, laß deinen Junior gute erfahrungen mit den Medis machen und achte peinlichst darauf daß die Anhörung deines Sohnes keinesfalls sehr kurz nach einem Papa-Wochenende liegt. Nicht daß der Vater ihn wieder völlig aus dem Rhythmus bringt und manipuliert.

Wenn dein Ex zum Krawall machen irgendwelche Sachen immer wieder verzögert - warum solltest du dann nicht um deinem Kind Ruhe und Sicherheit zu verschaffen die gleiche strategie anwenden?!
Benutzeravatar
Schussel
Andersweltler
Beiträge: 6
Registriert: 13. Oktober 2013 23:22

Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von Schussel » 16. Oktober 2013 10:56

Hihi, okay, das mit den Abschnitten stimmt  :ja1:

Der Test auf KPU war nicht vom Gericht auferlegt, den machte ich einfach da mein Ex den haben wollte bevor er den Medis zustimmt. Er meinte sogar, wenn ich ihm die Rechnung anschließend schicken würde, würde er die Kosten übernehmen. Lachhaft, die habe ich bis heute nicht bekommen. So geht das mit allem.

Das Problem ist in der Tat, dass das WE vor dem Termin in Koblenz ein Umgangs-WE ist. Mein jetziger Mann hat auch schon gesagt, dass ich das Kind dann hier lassen soll. Aber so einfach ist das nicht. Ich denke ich mache es so, dass ich das Kind selber frage. Und wenn er hier bleiben möchte, damit er nicht den psychischen Stress mit dem Vater hat, dann ist das gut so. Aber mein Sohn hat auch schon gesagt, dass er vor Gericht dann sagt, dass ihm die Tabletten helfen.

Falschparker, meinst Du echt, dass er das bezahlen muss ? Das ist ja bei Familiensachen immer so, dass es halbe/halbe geht. Nur in Ausnahmefällen werden die Kosten einem allein auferlegt.

Viele Grüße  :winken:
Schussel
Antworten

Zurück zu „Familien und Sozialrecht*“