Medikamente einklagen?

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4sonnenscheine
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Medikamente einklagen?

Beitrag von 4sonnenscheine » 21. Mai 2013 19:08

Hallo,

wir würden unserer Tochter gern MPH geben, sie hatte es schon mal genommen und hat es gut vertragen und es hat sehr gut geholfen.
Doch leider erlaubt es der leibliche Vater nicht...wir haben eine Empfehlung von Kinderpsychiater,Verhaltenstherapeutin und Kinderarzt...
Ich weiß nicht was ich noch machen soll...der Maus geht es ständig schlechter,sie hält es nicht mehr aus.
Mein ihr da kann man Erfolg haben? Hat das schon jemand durch? Unterschrift ersetzen lassen oder einen Teil der Gesundheitsfürsorge übertragen lassen. Wisst ihr wie das abläuft?

Lg
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orange rose
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von orange rose » 22. Mai 2013 07:48

hallo 4sonnenscheine :winken:

ich hab das thema seit 3 jahren.habe hier schon einiges darüber geschrieben.

du kannst die gesundheitsfürsorge auf dich übertragen lassen.
denn die verweigerung des vaters dient ja in keinster weise zum wohle des kindes!
anwalt und jugendamt helfen dir dabei....warte nicht zu lange ....die medikamente helfen unseren kindern oft gut.

liebe grüsse :Sun:
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von 4sonnenscheine » 22. Mai 2013 08:28

Ja,unsere Anwältin hat uns auch Hoffnung gemacht. Wir haben ihr grad alle Berichte zugeschickt.
Allerdings habe ich große Angst, dass die Gesundheitsfürsorge dem leiblichen Vater übertragen werden könnte. Wir haben halt nur Empfehlungen der Ärzte, keiner sagt jedoch es sei zwingend notwendig. Beim leiblichen Vater gibt es selbstverständlich auch gar keine Probleme...nur bei uns. Die Maus leider und ich kann es bald nicht mehr ertragen sie so zu sehen.
Der leibliche Vater rennt momentan von Arzt zu Arzt (Psychiater) und lässt sich überall beraten. Er möchte, dass sie Omega 3/6 nimmt,das haben wir aber alles schon versucht. Man weiß ja leider nicht wie ein Richter entscheidet :-(
Weißt du wie das so abläuft?
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von Spanky » 22. Mai 2013 08:52

Hi,

das gleiche Problem habe ich auch gerade. Es wäre super, wenn Du uns auf dem Laufenden hältst.

LG
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von orange rose » 22. Mai 2013 08:55

hallo 4sonnenscheine

omega3 hilft nicht wirklich,jedenfalls nicht ausreichend.

laß dich nicht einschüchtern vom kindesvater.das sind reine machtspiele,die er mit dir spielt.ich sprech da leider aus erfahrung.

du kannst nachweisen,wie intensiv du dich um dein kind kümmerst und daß die kinder bei den kurzen besuchen beim vater immer lieb und angepaßt sind,ist auch völlig normal.

da,wo sie sich sicher fühlen,zeigen sie ihr wahres ich.
mein ex-mann hat viele jahre nicht geglaubt,was bei mir zu hause abläuft.

vertrau auf anwalt und gericht .....und vor allem auf dich  :ja1:
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Sheherazade
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von Sheherazade » 22. Mai 2013 09:38

[quote="4sonnenscheine"]
Wir haben halt nur Empfehlungen der Ärzte, keiner sagt jedoch es sei zwingend notwendig.
[/quote]

Kein Arzt wird ein Medikament, dass offiziell unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, bei einem Kind als zwingend notwendig bescheinigen. Die Empfehlungen sind das beste, was du (oder überhaupt jemand) kriegen kannst. Das wissen auch Anwälte, Richter und Sachbearbeiter beim Jugendamt.
Sohn *2003 - Autist mit komorbider ADHS
Sohn *2001 - ADS
2 Töchter *1998 und * 1989
Schmerz vergeht, aufgeben ist für immer.
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von nixe » 22. Mai 2013 09:51

Wenn es bei Richtern da eine Tendenz gibt, würde ich sagen, neigen sie zur Schulmedizin.
Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar. (Ingeborg Bachmann)
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von 4sonnenscheine » 22. Mai 2013 11:21

Danke :-)
Der Vater schiebt natürlich alles darauf, dass wir zu wenig Zeit für sie haben und und und (dass ich extra meinen Job aufgegeben habe um keine Spätdienste mehr machen zu müssen und da sein zu können hat er noch nicht bemerkt).
Wir haben 4 Kinder und natürlich nicht die Zeit die er hat (er hat keine Freundin und auch nur das eine Kind)...
Und er hatte früher die selben Probleme...vielleicht bemerkt er deshalb gar nicht wie schlecht es ihr geht.Er kennt es ja nicht anders.
Ich weiß,dass er ALLES dafür tun wird, damit sie keine Medikamente bekommt. Es ist echt ätzend...da will man seiner Tochter helfen und kann nciht
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von 4sonnenscheine » 22. Mai 2013 11:23

entschuldigt meine Rechtschreibfehler zwischendurch... ich gucke neben dem Schreiben grad noch nach den 2 Kleinen
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von 4sonnenscheine » 1. August 2013 22:37

Hallo,

ich wollte mich mal wieder melden.
In 2 Wochen ist nun die Gerichtsverhandlung, ich bin mal gespannt. Wir haben die Empfehlungen von den 2 Ärzten und der Therapeutin und das Jugendamt hat eine sehr gute Stellungnahme abgegeben. Ich hoffe so sehr, dass der Maus bald geholfen werden kann :-)

Liebe Grüße :-)
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von Falschparker » 1. August 2013 23:14

Schlimm, dass er es darauf ankommen lässt.  :kk:

Er macht sich nicht nur lächerlich vor den anderen Leuten, er verliert auch massiv Ansehen bei seiner Tochter dadurch. Wie steht er denn vor ihr da hinterher?

Dass ihm der Versuch, die Medikation zu verhindern, so viel wert ist, ist eigentlich völlig unverständlich.  :icon_rolleyes:

Meinst du heute in zwei Wochen?
<><
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von Falschparker » 1. August 2013 23:17

[quote="4sonnenscheine"]
Wir haben die Empfehlungen von den 2 Ärzten und der Therapeutin und das Jugendamt hat eine sehr gute Stellungnahme abgegeben.[/quote]

Nicht zu vergessen die massiven Schwierigkeiten bei Klassenarbeiten, von denen du hier http://www.adhs-anderswelt.de/index.php ... #msg580931 sprichst. Damit ist das Argument, in der Schule gebe es keine Probleme, auch widerlegt.  :811:
Zuletzt geändert von Falschparker am 1. August 2013 23:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von 4sonnenscheine » 1. August 2013 23:19

nein,am 13. Also nicht mehr ganz 2 Wochen. Heute kam eine super gute Stellungnahme vom Jugendamt...darüber habe ich mich total gefreut.
Meine Maus war heute Nachmittag bei ihrem Papa und hat ihm mal wieder die Meinung gesagt...was dass soll, dass er ihr nicht helfen will. Sie ist so mutig...!
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von Falschparker » 1. August 2013 23:27

[quote="4sonnenscheine"]Sie ist so mutig...![/quote]  :frauenpower:

Indem ich sage, er mache sich lächerlich, will ich nicht behaupten, ich schließe einen Misserfolg völlig aus. Wir kennen den Richter ja nicht.

Aber was das Verhältnis zwischen ihr und ihm angeht, wäre die Wirkung noch verheerender, wenn es ihm gelänge, die Medikation zu verhindern. Er müsste also eigentlich froh sein, wenn er scheitert.

Aber egal was passiert- es ist sehr gut dass ihr es versucht. Damit zeigst du deinem Mädchen auch wie wichtig sie dir ist.  :top:

(Wir erleben übrigens gerade etwas sehr Ähnliches. Unser Großer war für eine Woche in einem anderen Krankenhaus als sonst, und die Ärztin dort hielt sich für klüger als alle ihre Kollegen und stellte die Medis um- Neuroleptika kräftig hoch, dass er nicht mehr gerade gehen konnte, und MPH und Antidepressivum runter. Inzwischen ist er wieder in "seiner" Psychiatriestation- um das zu reparieren, was die Ärztin dort angerichtet hat.  :kk:

Da er seit einigen Tagen 18 ist, hatten wir natürlich große Angst dass man ihm sein MPH ganz wegnimmt. Aber es macht so einen Unterschied für seine Lebensqualität, immer noch.)
Zuletzt geändert von Falschparker am 1. August 2013 23:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von orange rose » 2. August 2013 10:20

hallo 4sonnenscheine

ich bin mir sicher,daß die vorraussetzungen sehr gut für dich sind :ja1:
du hast gute unterstützung und nachweise,die eine medikamention rechtfertigen.....daß müßte normalerweise auch den richter/die richterin überzeugen.

was auch möglich ist:daß der vater bei gericht in letzter minute einwilligt.....so war das bei uns-hab ich hier ja berichtet.

auf jeden fall drücke ich ganz fest beide daumen für euch....berichte dann bitte,wie es gelaufen ist.

liebe grüsse

elke :Sun:
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von 4sonnenscheine » 2. August 2013 14:31

er hat während der Verhandlung doch noch eingewilligt???
Ich rechne ja jetzt schon als damit, dass er das vielleicht noch macht. Aber während der Verhandlung ist ja dreist...
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von orange rose » 2. August 2013 15:06

hallo 4sonnenscheine

ja,erst im gerichtssaal im beisein vom jugendamt hat mein ex-mann in letzter sekunde eingewilligt.
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von 4sonnenscheine » 2. August 2013 20:47

brauchte er sich denn gar nicht rechtfertigen wieso er erst dann zugestimmt hat?
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von orange rose » 3. August 2013 08:42

hallo 4sonnenscheine

nein
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Re: Medikamente einklagen?

Beitrag von 4sonnenscheine » 3. August 2013 20:24

das gibt es ja wohl nicht...
Wurde dein Kind angehört?
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