Wie meine Tochter (6) mit ADHS in der Schule behandelt wird

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ninjagirl
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Wie meine Tochter (6) mit ADHS in der Schule behandelt wird

Beitrag von ninjagirl » 26. September 2019 08:52

Hallo zusammen,

das ist mein erster Eintrag und Kontakt zu anderen Eltern, die ein ADHS Kind haben. Ich habe niemanden im Bekannten- oder Freundeskreis, der die Symptomatik kennt oder wie das Leben eines solchen Kindes aussieht.

Wir verzweifeln vor allem an der Schule und wie sie mit ihr dort umgehen.

Meine Tochter (jetzt 2. Klasse) hat seit ein paar Monaten den I-Status in der Schule und geht dort 2-3 mal in der Woche in eine spezielle Gruppe, dort machen sie Sport, Entspannungsübungen oder Hausaufgaben. Aus ihrer Klasse ist sie allerdings das einzige I-Kind, wodurch sie noch mehr auffällt aus ohnehin schon.

Immer wieder gibt es Ärger, weil sie Dinge verliert, vergisst oder nicht schnell genug findet. Neuerdings gibt es Smileys als Zensuren und durch ihre gestörte Merkfähigkeit und die verminderte Konzentration bekommt sie regelmäßig die schlechteste Note. Dabei ist sie zusätzlich noch hochbegabt, kann das aber überhaupt nicht abrufen. Machen wir die Aufgaben zu Hause in ruhiger Umgebung, sieht das aus, als hätte es ein anderes Kind geschrieben.

Nun ist sie einige Tage immer mal nicht da, was sie allerdings dann vergisst, ist die Lehrerin zu fragen, was sie nachmachen muss. Es steht auch nichts im Hausaufgabenheft, sie wollen, dass sie sich allein daran erinnert..

Aber wieso denn kann man diesem Kind keine Krücken geben, wieso hat sie den I-Status dann überhaupt, wenn darauf überhaupt nicht eingegangen wird. Sobald ein Test geschrieben wird, setzt bei ihr alles aus. Sie ist so unkonzentriert, dass sie einfachste Wörter falsch schreibt.

Auf ihre Bitte, in den Nebenraum gehen zu dürfen, weil es ihr zu laut ist, wurde nicht eingegangen.

Unseren Wunsch, dass sie Gehörschutz tragen darf, wurde abgelehnt. Die Kinder würden sie dann noch mehr hänseln. Aber wehe, sie ist nicht schnell genug mit Umziehen fertig, dann muss sie die ganze Sportstunde absitzen!!

Als sie letzte Woche ihr Heft nicht gefunden hat, in das sie HA nachtragen sollte (in der Hofpause!!) wurde sie von der Integrationserzieherin von einem langersehnten Ausflug ausgeschlossen! (Einen Tag später kam heraus, dass ein Kind ihr Heft versteckt hatte) . Begründung für diese harte Strafe: Sie hätte uns sagen sollen, ein neues Heft zu kaufen. Es stand nirgends eingetragen.

Warum macht man es diesen Kindern denn noch schwerer? Warum kann man diesen Kindern nicht ein wenig unter die Arme greifen?


Ich könnte heulen, jeden Tag!
ULBRE
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Re: Wie meine Tochter (6) mit ADHS in der Schule behandelt wird

Beitrag von ULBRE » 27. September 2019 00:50

Hallo,

willkommen in der Anderswelt :-)


Also...
Ähm...
...ich hätte dann mal zwei Fragen.

Erstens:
Dein Kind ist also auf einer streng xxxxxxischenen (egal welche Religion, aber es klingt sehr danach, einfach kalt und streng), sehr leistungsorientierten und unheimlich "menschenzugewandten" Schule ?
Bist Du sicher, dass sie da richtig ist ?

Zweitens:
Bekommt sie Medikamente ?
Wenn ja,welche, in welcher Dosis, wie häufig ?

So wie Du sie beschreibst, würde ich vermuten, sie bekommt keine.
Wenn das so ist, warum nicht ?

Viele Grüße

UlBre
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Falschparker
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Re: Wie meine Tochter (6) mit ADHS in der Schule behandelt wird

Beitrag von Falschparker » 27. September 2019 11:05

Hm, ja, Vorsicht. Eltern müssen sich an alles erst einmal gewöhnen. Wenn sich eine hilfesuchende Mutter an ein ADHS-Forum wendet und in der ersten Antwort wird rückgefragt, warum bekommt das Kind denn keine Medikamente, kann es passieren dass die Mutter nie wieder kommt. :oops:

Zumal es ja verschiedene Fragen sind. Einerseits: Auch mit Medis ist nicht immer alles perfekt. Auch mit Medis sollte einem ADHS-Kind Verständnis entgegengebracht werden, denn es wird gelegentlich weiterhin etwas verschusseln.

Dass die Lehrer nachhaken, ob alle Kinder sich die Hausaufgaben notiert haben, sollte eigentlich selbstverständlich sein, oder? Hier geht es doch um die zweite Klasse und nicht um die Uni. Und auch Nicht-ADHS-ler sind mitunter langsam mit Umziehen, oder?

Also worin besteht hier der I-Status? Dass das Kind in die Spezialgruppe gehen darf und sonst nicht? Da werden für Hunderttausende in den Schulen Rampen und Aufzüge eingebaut, um Kindern im Rollstuhl die Teilnahme zu ermöglichen, aber wenn es um ADHS geht, ist das Kind selbst schuld?

Ninjagirl, wenn es dir nicht gelingt das einzufordern, dann ist diese Schule wohl tatsächlich nicht die richtige. Aber auch wenn ein Schulwechsel das Problem individuell lösen könnte, sollten die Lehrerinnen damit nicht so einfach davon kommen! Denn es ist ja bequem, wenn schwierige Kinder einfach rausgeekelt werden.

Andererseits: Doch, ein Medikament könnte Vieles leichter machen für deine Tochter. Nicht weil die Lehrerinnen keinen Bock haben sich auf sie einzustellen! Sondern weil es für sie selbst natürlich viel besser ist, Erfolgserlebnisse zu haben und sich kompetenter zu erleben.

Aber es sind immer beide Faktoren bei einer ADHS: Die bestmögliche medizinische Behandlung, gerade auch mit Medikamenten, und die Schaffung eines Schulalltages, der es ihr jedenfalls nicht noch schwerer macht.

Viele Grüße und herzlich willkommen
Falschparker
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Elwirra
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Re: Wie meine Tochter (6) mit ADHS in der Schule behandelt wird

Beitrag von Elwirra » 27. September 2019 18:00

Auch ohne I-Status würde ich nicht wollen, das mein Kind so behandelt wird.
Und ich würde auch nicht wollen , das mein Kind in einer Klasse wäre, wo ein I-Kind so behandelt wird.
Dieses „Vorführen“ schürt auch Ängste und Unwohlsein bei anderen Kindern.
„An alle die behaupten, sie wüssten wie der Hase läuft:.......... "Er hoppelt!“ ;)
„Verfasser unbekannt“
ULBRE
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Re: Wie meine Tochter (6) mit ADHS in der Schule behandelt wird

Beitrag von ULBRE » 27. September 2019 19:44

Falschparker hat geschrieben:
27. September 2019 11:05
Hm, ja, Vorsicht. Eltern müssen sich an alles erst einmal gewöhnen. Wenn sich eine hilfesuchende Mutter an ein ADHS-Forum wendet und in der ersten Antwort wird rückgefragt, warum bekommt das Kind denn keine Medikamente, kann es passieren dass die Mutter nie wieder kommt. :oops:
Hm... ja, nein, weiss nicht...

Wenn schon eine Frage abschreckt, hab ich so n bisschen ein Problem, zu antworten, wenn ich gefragt werde.
Sollen wir hier wirklich antizipieren, dass jemand Antworten nicht hören will und deshalb nicht das sagen, was richtig wäre ? Zumal ich ja nichts unterstelle, sondern offen frage.
Nee, sorry, da wehrt sich was bei mir...

In concreto: registriert im März, liest also schon ein Weilchen.
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Re: Wie meine Tochter (6) mit ADHS in der Schule behandelt wird

Beitrag von Geisterfahrerin » 17. Oktober 2019 10:31

Hallo,

das klingt nicht so wirklich nach der richtigen Schule für dein Kind. Mein Sohn ist inzwischen in der 6. Klasse (2 Klassen wiederholt) und wir haben da schon einiges durch. Wenn du noch keine Lösung hast, schreib´bitte nochmal hier, dann versuche ich mal, dir ein paar Tipps zu geben.

LG Geisterfahrerin (ADHS mit Sohn ADS)
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Raupi
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Re: Wie meine Tochter (6) mit ADHS in der Schule behandelt wird

Beitrag von Raupi » 17. Oktober 2019 14:24

Falschparker hat geschrieben:
27. September 2019 11:05
Hm, ja, Vorsicht. Eltern müssen sich an alles erst einmal gewöhnen. Wenn sich eine hilfesuchende Mutter an ein ADHS-Forum wendet und in der ersten Antwort wird rückgefragt, warum bekommt das Kind denn keine Medikamente, kann es passieren dass die Mutter nie wieder kommt. :oops:
Ninjagirl hat sich leider nicht mal mehr zum Lesen wieder angemeldet... vielleicht fällt es ihr irgendwann wieder ein, dass sie hier Fragen gestellt hat...
LG, Raupi

"Wait, have I been talking to myself this whole time? Well, that's embarrassing."
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Re: Wie meine Tochter (6) mit ADHS in der Schule behandelt wird

Beitrag von Geisterfahrerin » 17. Oktober 2019 18:28

Raupi hat geschrieben:
17. Oktober 2019 14:24

Ninjagirl hat sich leider nicht mal mehr zum Lesen wieder angemeldet... vielleicht fällt es ihr irgendwann wieder ein, dass sie hier Fragen gestellt hat...
Sowas ist mir tatsächlich auch schon öfter passiert :mrgreen:

In dem Alter hatten wir die Medikamentenversuche schon hinter uns....

Wirken halt auch nicht bei jedem, das sollte man nie vergessen!
Overthesky
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Re: Wie meine Tochter (6) mit ADHS in der Schule behandelt wird

Beitrag von Overthesky » 17. Oktober 2019 18:47

ninjagirl hat geschrieben:
26. September 2019 08:52
Hallo zusammen,

das ist mein erster Eintrag und Kontakt zu anderen Eltern, die ein ADHS Kind haben. Ich habe niemanden im Bekannten- oder Freundeskreis, der die Symptomatik kennt oder wie das Leben eines solchen Kindes aussieht.

Wir verzweifeln vor allem an der Schule und wie sie mit ihr dort umgehen.

Meine Tochter (jetzt 2. Klasse) hat seit ein paar Monaten den I-Status in der Schule und geht dort 2-3 mal in der Woche in eine spezielle Gruppe, dort machen sie Sport, Entspannungsübungen oder Hausaufgaben. Aus ihrer Klasse ist sie allerdings das einzige I-Kind, wodurch sie noch mehr auffällt aus ohnehin schon.

Immer wieder gibt es Ärger, weil sie Dinge verliert, vergisst oder nicht schnell genug findet. Neuerdings gibt es Smileys als Zensuren und durch ihre gestörte Merkfähigkeit und die verminderte Konzentration bekommt sie regelmäßig die schlechteste Note. Dabei ist sie zusätzlich noch hochbegabt, kann das aber überhaupt nicht abrufen. Machen wir die Aufgaben zu Hause in ruhiger Umgebung, sieht das aus, als hätte es ein anderes Kind geschrieben.

Nun ist sie einige Tage immer mal nicht da, was sie allerdings dann vergisst, ist die Lehrerin zu fragen, was sie nachmachen muss. Es steht auch nichts im Hausaufgabenheft, sie wollen, dass sie sich allein daran erinnert..

Aber wieso denn kann man diesem Kind keine Krücken geben, wieso hat sie den I-Status dann überhaupt, wenn darauf überhaupt nicht eingegangen wird. Sobald ein Test geschrieben wird, setzt bei ihr alles aus. Sie ist so unkonzentriert, dass sie einfachste Wörter falsch schreibt.

Auf ihre Bitte, in den Nebenraum gehen zu dürfen, weil es ihr zu laut ist, wurde nicht eingegangen.

Unseren Wunsch, dass sie Gehörschutz tragen darf, wurde abgelehnt. Die Kinder würden sie dann noch mehr hänseln. Aber wehe, sie ist nicht schnell genug mit Umziehen fertig, dann muss sie die ganze Sportstunde absitzen!!

Als sie letzte Woche ihr Heft nicht gefunden hat, in das sie HA nachtragen sollte (in der Hofpause!!) wurde sie von der Integrationserzieherin von einem langersehnten Ausflug ausgeschlossen! (Einen Tag später kam heraus, dass ein Kind ihr Heft versteckt hatte) . Begründung für diese harte Strafe: Sie hätte uns sagen sollen, ein neues Heft zu kaufen. Es stand nirgends eingetragen.

Warum macht man es diesen Kindern denn noch schwerer? Warum kann man diesen Kindern nicht ein wenig unter die Arme greifen?


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Welches Bundesland ist denn das?
Overthesky
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Re: Wie meine Tochter (6) mit ADHS in der Schule behandelt wird

Beitrag von Overthesky » Gestern 09:46

ninjagirl hat geschrieben:
26. September 2019 08:52
Hallo zusammen,

das ist mein erster Eintrag und Kontakt zu anderen Eltern, die ein ADHS Kind haben. Ich habe niemanden im Bekannten- oder Freundeskreis, der die Symptomatik kennt oder wie das Leben eines solchen Kindes aussieht.

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Immer wieder gibt es Ärger, weil sie Dinge verliert, vergisst oder nicht schnell genug findet. Neuerdings gibt es Smileys als Zensuren und durch ihre gestörte Merkfähigkeit und die verminderte Konzentration bekommt sie regelmäßig die schlechteste Note. Dabei ist sie zusätzlich noch hochbegabt, kann das aber überhaupt nicht abrufen. Machen wir die Aufgaben zu Hause in ruhiger Umgebung, sieht das aus, als hätte es ein anderes Kind geschrieben.

Nun ist sie einige Tage immer mal nicht da, was sie allerdings dann vergisst, ist die Lehrerin zu fragen, was sie nachmachen muss. Es steht auch nichts im Hausaufgabenheft, sie wollen, dass sie sich allein daran erinnert..

Aber wieso denn kann man diesem Kind keine Krücken geben, wieso hat sie den I-Status dann überhaupt, wenn darauf überhaupt nicht eingegangen wird. Sobald ein Test geschrieben wird, setzt bei ihr alles aus. Sie ist so unkonzentriert, dass sie einfachste Wörter falsch schreibt.

Auf ihre Bitte, in den Nebenraum gehen zu dürfen, weil es ihr zu laut ist, wurde nicht eingegangen.

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Als sie letzte Woche ihr Heft nicht gefunden hat, in das sie HA nachtragen sollte (in der Hofpause!!) wurde sie von der Integrationserzieherin von einem langersehnten Ausflug ausgeschlossen! (Einen Tag später kam heraus, dass ein Kind ihr Heft versteckt hatte) . Begründung für diese harte Strafe: Sie hätte uns sagen sollen, ein neues Heft zu kaufen. Es stand nirgends eingetragen.

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Wer Krieg will, der soll ihn bekommen.

Den Krieg sollten aber nicht Eltern, deren Kinder jederzeit in Geiselhaft genommen werden können, führen,sondern andere. Übt Druck aus auf die Feinde in der Gesellschaft und nutzt dabei den legalen Rahmen voll aus...
ULBRE
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Re: Wie meine Tochter (6) mit ADHS in der Schule behandelt wird

Beitrag von ULBRE » Gestern 13:36

Geisterfahrerin hat geschrieben:
17. Oktober 2019 18:28
In dem Alter hatten wir die Medikamentenversuche schon hinter uns....

Wirken halt auch nicht bei jedem, das sollte man nie vergessen!
Hm...
MPH hat ne Responderrate von rund 75 %. Dürfte sich weiter verbessern, wenn verschiedene Präparate ausprobiert werden, da verschiedene MPH-Präparate (trotz dem selben Wirkstoff) individuell sehr unterschiedlich wirken.
AMP hat ne Responderrate von rund 85 %.
Dazu kommt, dass die Nonresponder von MPH und AMP nicht deckungsgleich sind.

Deshalb sollte die Nonresponderrate für Stimulantien nach sorgfältigem durchtesten nicht höher als 10 % liegen.
Und für die gibt es dann noch Guanfacin, Atomoxetin, medizinisches Cannabis, Nikotin (Pflaster/Dragees) und die ganze weitere Armee von Wirkstoffen...

Dass für jemanden gar keine Medis helfen, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich.

VG

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Falschparker
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Re: Wie meine Tochter (6) mit ADHS in der Schule behandelt wird

Beitrag von Falschparker » Gestern 18:41

Responderrate von 75 oder 85 oder sonstwas Prozent heißt, dass die Medikamente bei soundsoviel Leuten wesentlich helfen.

Aber nicht, dass alle ADHS-Probleme durch das Medikament weg sind und gar keine anderen Maßnahmen, wie beispielsweise in Absprache mit den Lehrern den schusseligen oder ablenkbaren Schülern das Leben etwas erleichtern (wovon meist viele Nicht-ADHS-Mitschüler mit profitieren), mehr notwendig sind.
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