Kur/Reha Klinik für Jugendlichen Depression

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Menolly
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Kur/Reha Klinik für Jugendlichen Depression

Beitragvon Menolly » 18. Juni 2016 10:31

Huhu,
jetzt brauche ich mal eure Hilfe.
Ich suche mich jetzt seit einer Woche rauf und runter durchs Internet, aber so ganz das richtige hab ich noch nicht gefunden.

Habt ihr vielleicht einen Tipp, wo ich eine Klinik finden kann, die sich mit Depressionen bei Jugendlichen auskennt?
Montag wollte ich dafür auch mal bei der Krankenkasse aufschlagen, aber vielleicht habt ihr ja auch etwas hilfreiches. :zuneigung:

Liebe Grüße
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Maya18Max
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Re: Kur/Reha Klinik für Jugendlichen Depression

Beitragvon Maya18Max » 18. Juni 2016 12:02

Hallo Menolly,

Frage mal bei der Prinzregent Luitpold Fachklinik in Scheidegg an. Wir waren dort zur Kinderreha und waren sehr zufrieden. Die haben auch ein “Jugendlichenbereich“. Die sind u.a. auf ADHS und somatische Krankheiten spezialisiert.

Ich wünsche Euch ganz viel Kraft und dass Ihr schnell einen guten Weg findet.

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Re: Kur/Reha Klinik für Jugendlichen Depression

Beitragvon Eule » 18. Juni 2016 12:55

Zwei Dinge fallen mir da ein:

Zum einen: Wenn es zusätzlich zur Depri auch eine ADHS-Diagnose gibt, ist es sinnvoll wenn eine Klinik gewählt wird die sich mit beidem auskennt. Denn oft ist ja in diesem Fall die Depri Ergebnis der Schwierigkeiten mit dem ADHS klarzukommen, so dass es wichtig ist neben der Behandlung der Depri und "Handwerkszeug" für den Umgang mit depressiven Tendenzen als "Rückfallprävention" auch auf die ADHS-Seite zu schauen. Lernt man es sein ADHS besser zu handhaben, ist auch das hilfreich um weniger depri-gefährdet und stabiler zu werden.

Zum anderen: Ich hatte vor einer halben Ewigkeit mal die Links zu Datenbanken, Beratungsstellen etc die mir als sinnvoll aufgefallen waren als ich für mich eine Klinik gesucht habe in einem Post zusammengefasst. viewtopic.php?f=367&t=48124 Vielleicht sind diese Datenbanken sinnvoller als einfach nur Google mit Stichworten zu füttern. Und wenn du mit mehreren Kriterien kombiniert suchst, sollte auch die Anzahl der Treffer überschaubarer werden, so dass es machbar ist sich dann gezielter Infos zu den jeweiligen Häusern zu suchen.

Meine Idee für Suchkriterien: Depression kombiniert mit Altersangabe (Aufnahme von Minderjährigen zwischen 12 und 18 sollte die Auswahl deutlich begrenzen) , und wenn das immer noch zuviele Treffer liefert dann zusätzlich (falls das zutrifft) ADHS/ADS, ggf beides probieren, oder die Entfernung nach zuhause begrenzen.

Sollte es ganz schlimm sein, und er Suizidgedanken haben, kommt nicht nur eine Kur/Reha, sondern ggf auch eine Krankenhauseinweisung in ein entsprechendes Fachkrankenhaus (manche Kliniken bieten beides) in Frage.

Einen konkreten Tipp habe ich leider nicht.
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Menolly
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Re: Kur/Reha Klinik für Jugendlichen Depression

Beitragvon Menolly » 18. Juni 2016 13:55

Danke ihr zwei. :zuneigung:

Ja Eule, das Problem ist ja wirklich eine Klinik zu finden die beides abdeckt.
Das macht das ganze ja so Kompliziert.

Deinen anderen Beitrag hatte ich auch schon gelesen. :knuddel:
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Re: Kur/Reha Klinik für Jugendlichen Depression

Beitragvon Eule » 18. Juni 2016 18:15

Was ich recht hilfreich fand in Sachen Depri, war vor vielen Jahren ein Kurs in 6 Terminen in einem Frauenzentrum, in dem Strategien zum Umgang mit Depris vermittelt wurden. Ungefähr das was heute gerne unter Psychoedukation oder Patientenschulung angeboten wird.

Da ging es dann unter anderem darum, zu lernen, sich bewusst zu machen woran man bei sich selbst die ersten Anzeichen einer Depression erkennt, sich zu überlegen was einem dann gut tut/hilft, um sich ein bisschen abzufangen ("persönlicher Antidepressionswerkzeugkoffer" mit kleinen wohltuenden Dingen wie Zeug fürs Wellnessbad, ein Ticket für eine Fahrt zum Lieblingspark, Telefonnummer eines wichtigen Freundes mit dem man über etwas reden kann das man mag statt über Probleme...) bis hin zu den Sachen wie in einer guten Phase jemanden einweihen dass man immer wieder depressiv abstürzt, und diesen Menschen zu bitten auf Anzeichen zu achten, und das dann auch anzusprechen und nachzufragen ob man es schafft was dagegen zu tun oder ob man Hilfe möchte. Und für den ganz bösen fall auch Telefonnummern von Arzt/Klinik parat haben. Ich weiß es leider nicht mehr wie dieser Kurs/ dieses Konzept hieß, aber das ganze hatte auch einen Namen der unter Fachleuten und Betroffenen bekannt war. Ist inzwischen mindestens 10 Jahre her, damals war bei mir von ADHS noch lange nicht die Rede.

Was mir dabei klar wurde: Irgendwie war meine Depression völlig anders als die der anderen Frauen in diesem Kurs. Gerade die die schwer mit ihrer Depression kämpften waren überhaupt nicht in der Lage gedanklich oder tatsächlich ihren "Notfallwerkzeugkoffer" zu packen. Zumindest benennen konnte ich die Dinge die für mich da rein gehörten schon. Was schwieriger war, war die ADHS-Desorganisation, die es nötig machte Dinge zu finden bei denen ich wirklich nur Straßenschuhe und Jacke anziehen musste um rauszugehen ohne zu frieren oder nass zu werden und sie umzusetzen - sowas wie "ich gehe meinem Lieblingssport nach" oder mache sonst irgendwas das eine gewisse Vorbereitung und das überlegte Einpacken irgendwelcher Utensilien erforderte, war in schwierigen Zeiten für mich zuviel. Und es war wichtig einen Ort zu haben der schnell erreichbar war von der Wohnung aus, der aber nicht gerade ein Ausflugsziel mit 1000 Leuten war, weil ich in Depri-Phasen sehr viel empfindlicher auf Geräusche reagiere und auch die Fröhlichkeit anderer Leute nicht gut ertragen kann. Das verblüffendste war die Erkenntnis dass "rausgehen trotz Depri" grundsätzlich eine gute Idee war, dass es aber wegen des nervigen Anblicks zu fröhlicher Leute schlau war das bei eher doofem Wetter oder wenn die meisten arbeiteten zu tun, und unbedingt einen Bogen um stark frequentierte Bereiche zu machen - wohl weil ich mich so nackt und hilflos fühlte wenn es mir mies ging, dass ich glaubte jeder müsste es mir ansehen und irgendwelche komischen Dinge über mich denken oder gar sagen.

Ich habe keine Ahnung ob es etwas ähnliches möglicherweise bei Volkshochschulen oder ähnlichen Bildungseinrichtungen die auch "Gesundheitskurse" anbieten in deiner Gegend gibt - aber vielleicht ist es eine Idee mal nach sowas zu suchen. Ich habe den Kurs damals gefunden weil ich nach den ersten Telefonaten mit möglichen Therapeuten schnell gemerkt habe dass ich mich auf Wartezeiten von mindestens einem Vierteljahr für ein Erstgespräch einrichten müsste, und dann eben was gesucht habe das recht zeitnah sozusagen als Überbrückung möglich wäre. Sicher hatte ich damals noch den Standortvorteil Großstadt - aber so ganz winzig ist ja dein Ort auch nicht.

Was das beides abdecken angeht: Zumindest für Erwachsene muss man schon bundesweit suchen um auch nur 10 bis 15 Kliniken zu finden die was von ADHS verstehen. Ich habe in erinnerung dass da bei einigen auch dabei stand dass unter bestimmten Voraussetzungen so etwa ab 14 oder 15 auch die Aufnahme von Minderjährigen möglich ist. Vielleicht schaust du auch mal nach solchen Kliniken, und guckst dir da auch entsprechend die HP jeweils an.
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Re: Kur/Reha Klinik für Jugendlichen Depression

Beitragvon Robinsmama » 22. Juni 2016 20:13

Maya18Max hat geschrieben:Hallo Menolly,

Frage mal bei der Prinzregent Luitpold Fachklinik in Scheidegg an. Wir waren dort zur Kinderreha und waren sehr zufrieden. Die haben auch ein “Jugendlichenbereich“. Die sind u.a. auf ADHS und somatische Krankheiten spezialisiert.

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Mein Sohn ist zur Zeit in Scheidegg und fühlt sich total wohl dort! Insgesamt hat er 6 Wochen bekommen. Du kannst dort anrufen, die sind total nett und hilfsbereit!
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Re: Kur/Reha Klinik für Jugendlichen Depression

Beitragvon Maya18Max » 22. Juni 2016 20:29

Robinsmama hat geschrieben:Mein Sohn ist zur zeit in Scheidegg und fühlt sich total wohl dort! Insgesamt hat er 6 Wochen bekommen. Du kannst dort anrufen, die sind total nett und hilfsbereit!
Allerdings. Da wird einem immer geholfen.


Bist du denn schon weiter gekommen Menolly??
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