stationäre Familientherapie

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Nick212
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stationäre Familientherapie

Beitrag von Nick212 » 25. März 2014 20:17

N abend zusammen,

hat von euch schon mal jemand ne stationäre Familientherapie gemacht? Muss der Vater da mit hin oder geht auch Mutter mit Kindern? 8 jähriger Sohn hat ADS und hyperk. Störung des Sozialverhalten.  2 jähriger Sohn zeigt auch schon Verhaltensauffälligkeiten.
Habe so garkeine Vorstellung, Verhaltenstherapeutin sagt, dass uns das sehr helfen würde.
LG
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Sheherazade
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Re: stationäre Familientherapie

Beitrag von Sheherazade » 26. März 2014 07:28

[quote="Nick212"]
Muss der Vater da mit hin oder geht auch Mutter mit Kindern?
[/quote]

Familie bedeutet normalerweise die ganze Familie. Eigentlich hätte dir der/diejenige, der/die dir die Familientherapie nahe gelegt hat, auch nähere Informationen geben können.
Sohn *2003 - Autist mit komorbider ADHS
Sohn *2001 - ADS
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Nick212
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Re: stationäre Familientherapie

Beitrag von Nick212 » 26. März 2014 08:55

Ah ok, danke. Tja wie das halt so ist, wenn nach Ablauf der Gesprächszeit noch was auf den Tisch kommt und man Abends erst Zeit zum Nachdenken hat, dann tauchen oft Fragen auf. :-)
Dann wird es so schnell nicht in Frage kommen, da mein Mann der alleinige Ernährer der Familie ist und wir den Urlaub einfach für andere Dinge brauchen, u.a. für die bevorstehende Geburt unseres Nachwuchses im Juni. Es sind uns ja noch einige andere Hilfen angeboten worden, die wir jetzt erst einmal probieren.
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Sheherazade
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Re: stationäre Familientherapie

Beitrag von Sheherazade » 26. März 2014 09:06

[quote="Nick212"]
Dann wird es so schnell nicht in Frage kommen[/quote]

Hol dir doch erst einmal nähere Informationen ein anstatt vorschnell alles in die Ecke zu schieben. Wer immer euch das empfohlen hat, wird einen Grund dafür gehabt haben.
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nixe
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Re: stationäre Familientherapie

Beitrag von nixe » 26. März 2014 09:08

[quote="Nick212"]
Dann wird es so schnell nicht in Frage kommen, da mein Mann der alleinige Ernährer der Familie ist und wir den Urlaub einfach für andere Dinge brauchen, u.a. für die bevorstehende Geburt unseres Nachwuchses im Juni. Es sind uns ja noch einige andere Hilfen angeboten worden, die wir jetzt erst einmal probieren.
[/quote]

Für die Geburt braucht er keinen Urlaub, da kann er Elternzeit nehmen. Für die Therapie braucht´s wahrscheinlich auch keinen Urlaub, das müsste meines Wissens auf Krankschreibung gehen.

Die Frage ist, ob *vor* der Geburt jetzt vielleicht der beste Zeitpunkt sein könnte für die Familientherapie. Danach wird´s eine ganze Weile erstmal schwierig sein. Ich würde Euch raten, dringend noch einmal um ein Beratungsgespräch zu bitten, da scheint mir zuviel Klärungsbedarf vorhanden zu sein.
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Hanghuhn
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Re: stationäre Familientherapie

Beitrag von Hanghuhn » 26. März 2014 09:25

@Nick212, ich rate Dir ganz dringend, Deinen Mann so früh wie möglich einzubeziehen. Je älter die Kinder werden, umso wichtiger ist das Verständnis ihres manchmal sehr originellen Verhaltens, umso wichtiger ist es auch, dass die Eltern an einem Strang ziehen.
Es nutzt Euch wenig, wenn Ihr später feststellt, dass es Euch doch wichtig hätte sein müssen.

[quote="Sheherazade"]
Hol dir doch erst einmal nähere Informationen ein anstatt vorschnell alles in die Ecke zu schieben. Wer immer euch das empfohlen hat, wird einen Grund dafür gehabt haben. [/quote]
Mit zwei Kindern mit Auffälligkeiten und einem weiteren kleinen Kind werdet Ihr jede Menge Hilfe gebrauchen können. Ihr braucht Urlaub für andere Dinge? Täusch Dich da mal nicht!
LG Hanghuhn
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Sheherazade
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Re: stationäre Familientherapie

Beitrag von Sheherazade » 26. März 2014 10:01

Ich habe eben noch mal ihre älteren Beiträge durchgelesen, scheinbar hat der 8-Jährige einen anderen Vater. Liest sich zumindest so.
Zuletzt geändert von Sheherazade am 26. März 2014 10:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: stationäre Familientherapie

Beitrag von Nick212 » 26. März 2014 10:42

Infos werde ich mir auf jeden Fall noch holen, habe Freitag Termin bei unserer Kinderpsyschologin. Hab nicht gemeint, dass die stationäre Therapie vom Tisch ist, nur das dies schwieriger umzusetzen ist für uns. Mein Mann kann nicht mal einfach 3 Wochen fehlen. Er ist die ganze Woche beruflich weg, am WE zu Hause. Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte nur erst die anderen Dinge ausprobieren. D.h. wir warten auf die Antwort von der Kita ( Heilp. / integr) ob mein Kleiner frühzeitig aufgenommen werden kann, falls nicht hab ich vom Juamt schon die Zusage für eine Tagesmutter für 25/Woche bekommen. Dann hoffen wir auf eine Zusage für die heilp. tagesgruppe für den Grossen. Eine Familienhebamme ist mir auch vorgeschlagen worden. Ich hoffe einfach, dass diese Hilfen uns eine Menge bringen. Auch möchte ich mit der Kinderpsyschologin klären, ob eine Tagesklinik gut wäre für den Grossen ( Schule läuft soweit gut). Wenn alles keinen Erfolg bringt, dann wäre die Klinik unsere letzte Lösung.
Der Grosse hat einen anderen Papa, zudem geht er alle 14 Tage am WE und Ferien wie sein Papa halt Urlaub hat. LG
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Re: stationäre Familientherapie

Beitrag von Hanghuhn » 26. März 2014 20:46

Bei meinem Mann würde das auch schlecht gehen, ich weiß also, dass das nicht so einfach ist. Aber gerade deshalb, weiß ich, wie es ist, wenn sich immer nur ein Elternteil informiert. Es ist alles andere als lustig, wenn man den anderen dabei beobachtet, wie er typische Fehler macht. Was macht man da?

Es gibt einen Haufen Erziehungsratgeber, aber keinen Ratgeber für uninformierte Ehepartner.
LG Hanghuhn
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Re: stationäre Familientherapie

Beitrag von Sheherazade » 27. März 2014 06:02

[quote="Hanghuhn"]
Es ist alles andere als lustig, wenn man den anderen dabei beobachtet, wie er typische Fehler macht. Was macht man da?
[/quote]

Alles selbst Gelernte/Erfahrene fast gebetsmühlenartig wiederholen. Man muss praktisch seinen Ehepartner mit erziehen. Was zwangsläufig zu Spannungen zwischen den Eheleuten und innerhalb der gesamten Familie führt und den Lernprozess insgesamt fast verdreifacht.

Ich kenne beides. Bei unserem Jüngsten hatte mein Mann auch keine Möglichkeit, sich einzubringen, er wollte zwar, aber er war sehr viel auf Montage. Als sich bei unserem älteren Sohn vor gut 4 Jahren herausstellte, dass er ADS hat, war es ihm in der Folgezeit aber möglich (dank eines sehr familienfreundlichen Arbeitgebers) sich öfter freizuschaufeln, was er dann auch ausgiebig gemacht hat für Termine beim KJP, für einen Elternkurs, für Gespräche bei den Therapeuten .....

Wir konnten beide feststellen, dass es diesmal unserem Kind bzw. allen unseren Kindern sehr gut tat, dass wir beide involviert und motiviert waren, dass wir alles schneller umsetzen konnten und dass wir sogar näher zusammenrückten. Gespräche über die Kinder sind nicht mehr so quälend, keiner fühlt sich mehr angegriffen oder über Gebühr belastet. Mein Mann hat in dieser Zeit gelernt, dass Verantwortung für die Kinder was schönes ist, auch wenn es anstrengt und ich habe gelernt, die Verantwortung gerne mit ihm zu teilen.
Zuletzt geändert von Sheherazade am 27. März 2014 06:05, insgesamt 1-mal geändert.
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