Tagesklinik? Habe Angst!

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caithlin
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Tagesklinik? Habe Angst!

Beitragvon caithlin » 24. Januar 2017 20:23

Hallo,
War heute geschockt als die KiPsy meinte, wir sollten überlegen ob unsere Tochter (13) stationär oder eine Tagesklinik besuchen sollte.
Grund: Kind (ADS, eingestellt) hat schon länger unpassende Reaktionen auf Überforderung. Sie äußert Sachen wie 'nicht mehr in dieser Welt sein wollen' und 'einfach nur weg sein'. Dabei ist sie z. B. in der Nähe der Schule von der Schaukel gesprungen und eine Weile liegen geblieben, nachdem sie eine 5 bekommen hat. Danach hat sie Klassenkameraden davon erzählt. Laut KiPsy ist sie nicht depressiv.

Eigentlich wollten wir das Medikament (jetzt Medikinet) auf Ritalin wechseln, wegen Stimmungsschwankungen. Das möchte unsere Ärztin jetzt nicht mehr machen, sie möchte das sie in der Gruppe umgehen lernt mit schwierige Situationen. Sie wechselt nämlich schon seit Jahre immer mal wieder ihre 'Taktik'. Mal ist es ein halbes Jahr immer wieder Bauchweh und die Schule verpflichtete uns sie jedes Mal abzuholen. Seit wir uns (teils) verweigern und das Kind ohne Aufmerksamkeit ins Bett muss ohne Medien, bzw vorher zum Arzt geschleppt wird, hat sich das sehr gebessert. Jetzt wieder diese Aussagen und in der Klasse hat sie große Angst entwickelt sich zu melden und Arbeiten zu schreiben. Es läuft ja auch nicht gut...dabei ermutigen wir sie sehr und kriegt sie kein Ärger wenn sie schlechte Noten mit nach Hause bringt. Sozial ist sie ziemlich isoliert...
Manchmal ist sie aber auch wieder sehr fröhlich, wenn sie aus der Schule kommt und auch zu Hause.

Wir haben irgendwie große Angst, dass sie sich in einer Klinik ungünstiges Verhalten von den andere Teenies abguckt und es ihr Selbstwertgefühl noch mehr zerstört. Ich überlege ob es nicht reicht, sie z.B. die Schule wechseln zu lassen (von den Noten her (noch) nicht notwendig), obwohl sie sich sicherlich total schwer tun würde sich in ein neue Gruppe einzufügen. Oder (was die KiPsy nicht möchte) die Media zu ändern bzw eine etwas höhere Dosis, da sie mir jetzt echt unterdosiert vorkommt. Aber ich weiß es einfach nicht!

Wer hat da Erfahrungen?

caithlin
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Menolly
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Re: Tagesklinik? Habe Angst!

Beitragvon Menolly » 25. Januar 2017 19:40

Hallo caithlin,
Wir haben irgendwie große Angst, dass sie sich in einer Klinik ungünstiges Verhalten von den andere Teenies abguckt

das kann durchaus passieren.
Insgesamt kann ich dich gut verstehen.

Du hast ja mal davon geschrieben, das sie unter Stimmungsschwankungen leidet.
Jetzt ist es so, das Frauen solche Phasen ja mindestens 2 mal in ihrem Leben durch machen. Pubertät und Wechseljahre ;)
Das liegt einfach daran, das sich in dieser Zeit die Hormone umstellen, was zu Depressiven Verstimmungen führen kann.

Ich komme gerade in die 2. Phase :P , deshalb kann ich mich gerade ganz gut in deine Tochter hinein versetzen.
Ob Ritalin da besser helfen kann als Medikinet glaube ich nicht so unbedingt, denn auch Ritalin kann Wirklücken haben. Da spreche ich aus Erfahrung.

Also, Klinik würde ich jetzt auch nicht machen, aber vielleicht mal mit ihr zum Frauenarzt. Der kann ja auch mal ihren Hormonspiegel testen.
Es ist möglich Hormone zuzuführen. Das hatte ich zumindest als Jugendliche bekommen, weil es bei mir auch nicht so prickelnd war während der Pubertät. Diese "Pille" ist allerdings nicht zur Verhütung geeignet ( wollte ich nur anmerken :geek: )

Hat sie denn irgendwelche Außerschulischen Interessen?
Soziale Isolation ist in diesem Alter echt hart. Vielleicht gibt es irgendetwas was sie machen kann, wo niemand aus der Schule ist.
Manchmal ist es ganz gut, diese Nasen nicht auch noch in der Freizeit sehen zu müssen.
Du sollst Deine Freunde nicht trocknen und rauchen.
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caithlin
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Re: Tagesklinik? Habe Angst!

Beitragvon caithlin » 25. Januar 2017 20:13

@Menolly
Ja, zum Glück hat sie jetzt gerade angefangen mit Turnen, wo nur neue Mädchen sind (auch viele Jüngere) und demnächst nimmt sie Gitarrenunterricht. Es ist nicht so dass sie gar keine Freundinnen hat, nur trifft sie sich nicht häufig mit den 2-3 Mädels. In der Klasse frag ich mich auch ob es nicht mehr an der soziale 'Unreife' von meiner Tochter liegt als an den Anderen. Sie plappert machmal echt Sachen raus die halt nicht sehr günstig sind..(z.B. über ihre angebliche Depressionen). Dann hat sie (vermute ich) kurz die Aufmerksamkeit, aber danach finden die Andere sie schon etwas komisch, denke ich.

Sie hat aber auch irgendwie manchmal eine soziale Ader- mit Asperger, z.B. , mit Demenzkranken, mit Tiere..und gleichzeitig ist es halt schwierig mit Gleichaltrigen.

Hormone? Das hab ich jetzt noch gar nicht daran gedacht. :o Vielleicht nimm ich sie wirklich mal mit zum Frauenarzt..
Ich weiß noch, dass ich alles mit 13-14 auch sehr schwierig fand..

Diese Woche war recht gut. Sie kam fröhlich aus der Schule. Auch hilft es bestimmt mit dass wir bald einen Welpen bekommen.

Mein Mann ist inzwischen übrigens schon angetan von der Tagesklinik-Idee. Wir haben demnächst einen Termin beim KiPsy um es noch mal durchzusprechen.

LG, Caithlin
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caithlin
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Re: Tagesklinik? Habe Angst!

Beitragvon caithlin » 4. Februar 2017 09:30

Wir haben uns erkundigt nach den Tageskliniken im Umkreis und sie kommen definitiv nicht in Frage.

Eine neue Idee ist sie jetzt eventuell in ein Tagesinternat anzumelden, da wir wissen dass es dort viel Struktur und gute, begleitete Freizeitangebote in feste Gruppen gibt. Da wollen wir bald mal gucken gehen.

Nach längerem Reflektieren denken wir, dass es vor allem sozialen Ängste (mit Gleichaltrigen) sind und natürlich das ADS.

Frage ist wohl, ob sie auf ein weiteres Gymnasium mit recht hohen Anforderungen nich überfordert ist. Schreibt jetzt meist 4en. Aber ihr fehlt (vermute ich) vor allem die Struktur und engagierte Lehrer. Letztes Jahr hatte sie eine Lehrerin in 2 Hauptfächer die sie verstanden hat, sie unterstützt hat aber auch was verlangt hat- da hat sie fast nur 2en geschrieben und fühlte sich wohl in den Fächer.

Noch mal die Klasse wiederholen lassen (sie ist eh die Jüngste) in der neue Schule und die Möglichkeit G9 zu haben?

Oder eher Schulwechsel auf (recht gut strukturierte) Realschule aber ohne besondere 'Hilfestellung' in der Klasse rein zu kommen und keine begleitete soziale Anbindung nach der Schule?

Eine Einzel Psychotherapie könnte sie auch bei der KiPsy machen.

Caithlin
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Re: Tagesklinik? Habe Angst!

Beitragvon Sonnenblume123 » 4. Februar 2017 10:20

Hi!

Ich habe generell mit einer Tagesklinik gute Erfahrungen gemacht. Mein Sohn fuhr dort vier Monate morgens mit dem Taxi hin und ich habe ihn am Nachmittag abgeholt. Diese Zeit hat damals einerseits das Feuer aus der problematischen Schulgeschichte genommen, andererseits wurde er dort unter verschiedenen Situationen ( Gruppe, alleine, Stress, Sport, Team, Schule, Konzentration,.. usw.) beobachtet. Diese Beobachtungen wurden mit mir besprochen und danach erfolgte die medikamentöse Einstellung, die auch dann noch einmal eine Zeit beobachtet wurde. Diese Medikation war - im Rückblick betrachtet - aufgrund der Nebenwirkungen die falsche, aber dies war binnen der zwei Wochen, die er unter Medis dort hinging auch nicht zu erwarten.
Eine gute Einstellung erfolgte erst nach Jahren und durch einen Facharztwechsel.

Deine Bedenken kann ich gut verstehen. Sicherlich trifft Dein Kind dort auf Menschen, die "schräg" davor sind. Ich habe meinen Sohn damals als befreit erlebt. Er formulierte dies so.. "Endlich bin ich mal nicht immer derjenige,.. , sondern es gibt auch andere Verrückte." Ihm tat die Zeit gut. Und auch mir als Auszeit von der Schule und auch die Gespräche mit anderen Eltern, die ähnliche oder auch ganz andere Probleme hatten. Man ist nicht allein. Und das wird dem Kind und auch den Eltern bewusst.
Sicherlich ist dies von Klinik zu Klinik anders, aber für uns war es eine gute Entscheidung.
Noch heute sprechen wir von der Zeit und den Erlebnissen dort. "Weisst Du noch, als ich da immer mit dem Taxi in die Klapse gefahren bin... " Es war eine gute Zeit für uns, egal ob "Klapse" oder "Auszeit".

:D
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Re: Tagesklinik? Habe Angst!

Beitragvon lenilein » 16. Februar 2017 11:29

Was sagt denn deine Tochter zu dem ganzen?

Mit 13 Jahren ist sie ja schon in einem Alter in dem sie mitsprechen sollte.

Grade, wenn es um etwas, wie ein Internat geht.

Ich kenne dein Kind nicht, aber für mich wäre sowohl eine Tagesklinik, als auch ein Internat die reinste Hölle gewesen. Ich brauchte viel Zeit für mich, um mich nach der Schule zurück ziehen.
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Re: Tagesklinik? Habe Angst!

Beitragvon caithlin » 24. Februar 2017 20:21

@ lenilein
Danke für dein Beitrag. Ja das ist natürlich wichtig. Das sie aber die Schule wechseln sollte oder sitzen bleibt ist aber sehr wahrscheinlich. Wir waren jetzt gucken beim Internat und sie fand es schon interessant. Sie darf 3 Tage hospitieren und weiß, dass wir sie nicht gegen ihren Willen anmelden werden.

Allerdings ist sie im Moment so überfordert in der Schule, dass ich mich frage ob ein weiteres Gym (auch wenn es dann G9 wäre und sie die 8 wiederholt) sinnvoll wäre. Aber die Realschule bei uns ist überfüllt, da kriegen wir sie wahrscheinlich nicht unter.
Wie lange dauert die Pubertät bei ADS-Mädchen? :cry:

LG, Caithlin
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Re: Tagesklinik? Habe Angst!

Beitragvon Sheherazade » 25. Februar 2017 08:46

caithlin hat geschrieben:Wie lange dauert die Pubertät bei ADS-Mädchen? :cry:


Mal unabhängig von ADS, denn ich glaube nicht, dass die Pubertät damit länger, kürzer, schwerer oder leichter ist: Bei meinen Töchtern war mit 16 das schlimmste vorbei. ;)

Am "intensivsten" war allerdings die Zeit mit 13/14 Jahren.
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caithlin
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Re: Tagesklinik? Habe Angst!

Beitragvon caithlin » 25. Februar 2017 10:35

Mmmm...sie ist jetzt 13...

Was hält ihr von der Option sie (mit ihre Einstimmung) eine Reha machen zu lassen?
KiPsy meinte, das das nichts bringen würde. Ich wüsste aber nicht warum nicht.
Jugendlichen ADHS-Reha- würde man das überhaupt dieses Schulsemester noch hinbekommen? :?:

Eine positive Sache: sie meldet sich wieder in der Schule nach einem ersthaften Gespräch mit uns wie Ernst die Lage ist. :D

Allerdings hat sie immer noch bei alle schulischen und nicht- schulischen Sachen Ausreden warum sie nichts dafür kann wenn wieder was schief gelaufen ist. :|

LG caithlin
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Re: Tagesklinik? Habe Angst!

Beitragvon Sheherazade » 25. Februar 2017 11:18

caithlin hat geschrieben:Was hält ihr von der Option sie (mit ihre Einstimmung) eine Reha machen zu lassen?
KiPsy meinte, das das nichts bringen würde. Ich wüsste aber nicht warum nicht.


Das weiß ich auch nicht. Wir hätten unseren Großen auch gerne eine Reha machen lassen, er wollte aber nie. Gerade in der Pubertät finde ich das extrem sinnvoll, da zählen die Ratschläge und Meinungen der Eltern nur noch minimal und die Kids nehmen sich mehr von anderen Leuten an. Er ist dann alternativ drei Mal in der Ferienfreizeit von TOKOLive gewesen, das hat ihm unheimlich gut getan.
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Re: Tagesklinik? Habe Angst!

Beitragvon Hanghuhn » 26. Februar 2017 12:01

Hallo,

mal unabhängig von Tagesklinik usw., denke ich, dass Jugendlichen eine andere Umgebung durchaus gut tun kann. Dafür spricht z. B. auch, dass sich der Sohn von Sonnenblume123 dort durchaus wohl gefühlt hat.

Das muss aber nicht unbedingt bei Caithlins Tochter so sein. Auch ich war (und bin immernoch ein wenig) beim Umgang meines ADS-Kindes mit anderen Kindern ängstlich. Da es sich an einer Sprachheilschule befindet, ist es dort sozusagen unter seinesgleichen, was ihm sehr gut. Es hat sich prächtig entwickelt.

Ich spreche das an, weil ich Caithlins Bedenken sehr gut verstehen kann. ADS- und ADHS- Kinder sind sich bzgl. der Verpeiltheiten, Unorganisiertheiten u. ä. recht ähnlich. Allerdings haben sie ein nahezu gegensätzliches Tempo und Temperament.

Ich hatte das selbst einmal am eigenen Leib erfahren, als ich mit einer Studienkollegin (vermutlich ADHS), mit der ich mich auf mentaler Ebene recht gut verstand, in Urlaub fuhr. Ich war ihr ständig zu langsam. Wenn ich ihr Tempo hätte annehmen wollen, hätte es mich gestresst. Ihre ständigen Ermahnungen zur Eile stressten (und nervten) mich wirklich, ich wollte den Urlaub genießen. Mich störte, dass sie mit jedem über alles redete (so erschien es mir wenigstens damals), mit Leuten anbandelte, die mir unsympatisch waren, und überall ihre Nase 'reinsteckte.

Ich kenne aber auch Ferienlager. Ich habe es sehr genossen, mal weg von zu Hause zu sein, obwohl ich mich zu Hause sehr wohl fühlte.

Eigentlich wollte ich damit sagen, dass ich es wichtig finde, mit wem Deine Tochter in der Tagesklinik ist. Ich weiß nicht, inwieweit Du das beeinflussen kannst. Wahrscheinlich gar nicht. Ich würde es aber wenigstens ansprechen und nachfragen, wie die Strategie der Klinik diesbezüglich ist.
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Re: Tagesklinik? Habe Angst!

Beitragvon caithlin » 26. Februar 2017 14:20

@Hanghuhn
Die Tagesklinik bei uns kommt eben nicht in Frage, da sie recht klein ist und alle Kinder zusammen gewürfelt werden, von kleine aggressive Kerlchen bis total eingeschüchterte und ritzende Jugendlichen. Das Tagesangebot soll auch nicht gut sein, eher ein verwahren (laut meine Kollegin die da gearbeitet hat).

In der Tagesklinik weiter weg soll das nach Alter gestaffelt sein, da kenne ich mir aber zu wenig aus.

Einfluss? Nur ob sie dahin geht oder nicht, denke ich...und sie ist definitiv von der langsame Sorte ;)

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Re: Tagesklinik? Habe Angst!

Beitragvon caithlin » 3. April 2017 12:24

Nun ja..jetzt ist sie doch in der Tagesklinik. Sie stand so unter Druck und meinte selber, sie möchte dorthin oder aber sogar stationär. Wir haben das Gespräch mit der Therapeutin gesucht und da es gerade jetzt mehrere Jugendlichen mit ähnliche Themen dort gab (nicht so üblich), durfte sie sofort kommen, statt Wartezeit. Das haben wir dann auch gemacht.

Jetzt ist sie seit 2 Wochen dort und fühlt sich wohl. Der Druck ist weg, sie ist recht ausgelassen und reflektiert viel. Sie wird auch neu eingestellt mit den Medikamenten, inklusive Auslassversuch. Jetzt, wo sie dort reduziert haben auf 10 mg Ret. kann sie sehr wohl die Konzentration in der Schule halten (wohl Klinikschule mit wenige Kinder und nur 4 Stunden), auch nachmittags wirkt sie wacher dort. Das überrascht mich, weil als wir reduziert hatten vor ein paar Monate ging gar nichts mer. Mal gucken...

Von den kleinen und größere aggressiven-frechen Kinder lässt sie sich erst mal nicht stören. Viel Bezug zu den Gleichaltrigen hat sie nicht, scheint nicht so zu passen. Ansonsten hatte sie nur die erste Woche ein ganz ungewohnt frechen Ton drauf, ist aber wieder weg.

So weit so gut, jetzt mal abwarten...wir sind doch froh diesen Schritt gemacht zu haben, einfach um den Leidensdruck weg zu bekommen.

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Re: Tagesklinik? Habe Angst!

Beitragvon Menolly » 3. April 2017 12:29

Ich drück die Daumen. :zuneigung:
Du sollst Deine Freunde nicht trocknen und rauchen.
Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigene Spur.
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Re: Tagesklinik? Habe Angst!

Beitragvon caithlin » 21. April 2017 12:08

Ich gebe mal ein kurzes Update (weiß nicht wer das liest, aber vielleicht interessant für andere Eltern in ähnliche Situationen?).

Sie ist jetzt schon länger in der Tagesklinik. Das Angebot passt sehr gut (Kunsttherapie, therapeutisches Reiten, Gespräche mit der Psychologin), sie kommt zufrieden und ziemlich gelöst bis übermütig nach Hause.

Sie hat jetzt ein mehrwöchigen Auslassversuch. Die Psych. beschreibt sie als fröhlicher, wacher und fühliger (positiv gemeint, nicht überempfindlich) den andere Kindern gegenüber. Die Konzentration in der Schule dort kann sie gut halten, laut Psych. Selbst meint meine Tochter dazu, dass die schon teils schwer für sie ist und nicht immer geht. Dabei eine sehr kleine Klasse und angepasster Unterrichtsstoff.

Der Rat jetzt: sie wird es leider in unsere Deutschen Unterrichtssystem kaum ohne Medikamenten schaffen , aber da sie sozial besser dran ist ohne, besser so wenig wie möglich. Weiß noch nicht wie ich mich das vorstellen muss, vielleicht dann umretardiert, statt niedrigere Dosierung?
Zum Glück ist sie nicht so weit zurück vom Unterrichtsstoff her wie befürchtet. Sie ratet ganz klar zur Gesamtschule, nicht zur Realschule. Eventuell mit AOSF-Verfahren (emotionale Förderziel).

Mal abwarten, wir haben noch Zeit.
Aber schön, dass es ihr gut geht!

caithlin
Andershalt
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Re: Tagesklinik? Habe Angst!

Beitragvon Andershalt » Gestern 11:16

Habe mir deinen Beitrag durchgelesen. Hatte mal eine Freundin dessen Kind auch in einer Tagesklinik war.
Ihr hat das leider nichts gebracht. Ist schön zu lesen das es bei anderen Kindern funktioniert.

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