Anfang gesucht

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Hutmutter
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Anfang gesucht

Beitrag von Hutmutter » 6. Januar 2018 14:30

ich bin momentan im ÖHK Mülhausenhttp://www.oehk.de aber erstmal zu einer kurzen Lebensgeschichte.

In der Schule bin ich nie so richtig mitgekommen, dort wurde von der Schulärztin ADS vermutet. Da wurde aber nie weiter nachgeforscht, wahrscheinlich aus angst meiner Mutter vor der Medikation, das ganze hab ich damals sowieso nicht verstanden da war ich 11 oder 13. Geschafft habe ich es dann nur bis zum QHA, bin dann direkt danach in meine erste Ausbildung zum Technischen Assistent für Informatik die ich aber nach einen Jahr abgebrochen habe um eine Ausbildung zum Tischler anzufangen die ich nach drei Jahren mit 20 denke ich, ohne Berufsschulischen Abschluss aber mit Gesellenbrief Abschließen konnte. Danach ging es nur noch hin und her, jetzt bin ich 27 und habe schon fast das gesamte Bauhandwerk durch und war bei über 20 Firmen angestellt bei denen es immer das gleiche war. Anfangs ist immer alles neu und aufregend, aber nach kurzer Zeit klingt das ab und es fängt damit an das die Konzentration und Motivation stark nachlässt folgend kommt eine art Tranigkeit und Mündlichkeit die dann so stark wird das ich nur noch sehr wenig von meinem Umfeld auf der Arbeit wahrnehme. Das ganze endet damit das ich es regelmäßig verschlafe und ich ständig Fehler mache.

ins ÖHK bin ich nur aus dem Grund weil ich wegen der oben grob zusammengefassten Geschichte in eine depressive Haltung gefallen bin. Tests für ADHS/ ADS habe ich schon gemach da man es auch hier bei mir stark vermutet. Die Ergebnisse der Tests bekomme ich am Montag mitgeteilt und werde am Mittwoch nach vier sehr lehrreichen und auch lustigen Wochen entlassen.

zu meinen fragen: Ich möchte wissen wie ich anfangen soll?
In welchen Medizineichen Fachbereichen kann ADS behandelt werden?

die fragen können mir zwar die hier ansässigen Therapeuten auch beantworten oder auch bei einer Websuche kann man viel herausfinden, ist aber auch viel was man da findet. Ich brauch nur irgendetwas wo ich anfangen kann und möchte auch Infos von Denen die das ganze durchmachen oder schon durchgemacht haben, also auch unabhängige Informationen.

ich bedanke mich schon mal herzlich im voraus

die Hutmutter
laetitia
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Re: Anfang gesucht

Beitrag von laetitia » 6. Januar 2018 17:05

Willkommen im Forum!

Also AD(H)S gehört grundsätzlich zu den Psychiatrischen Störungen. Das heisst, sie hat mit dem Stoffwechsel vor Allem von Dopamin im Gehirn zu tun und nicht mit einer erworbenen psychischen Störung wie zum Beispiel Borderline oder einer posttraumatische Belastungsstörung.

Im Vordergrund steht die medikamentöse Behandlung, da sie am meisten hilft und das Probkem so gut wie eben möglich an der Wurzel angeht. Die verschreibt der Arzt, am Besten ein Psychiater, der auf ADHS spezialisiert ist.

Zusätzlich oder auch an Stelle der Medis (wobei ohne Medis oft keinen bleibenden Nutzen daraus erfolgt) gibt es die Möglichkeit eines Coachings (durch ärztlich verordnete Ergotherapie), Gruppen- und Einzeltherapie bei einem Psychologen (meist wird die Kognitive Verhaltenstherapie empfohlen) und sogenanntes Neurofeedbacktraining (wobei diese auch umstritten ist).

Wichtig ist, dass die entsprechenden Fachpersonen sich gut mit ADHS auskennen. Das ist leider schwierig, weil es immernoch viele gibt, die zwar vorgeben, auch ADHS zu behandeln, jedoch unzureichendes Wissen besitzen.

Bin gerade auch in der Situation wo ich entscheiden muss, ob mir die angefangene Gesprächstherapie was bringt...weil es mir gerade mit Elvanse gut läuft und der Therapeut aber meine Diagnose nicht nachvollziehen kann.

Im Moment ist im Forum leider nicht so viel los. Trotzdem wünsche ich dir einen guten Austausch und dass du die nötige Unterstützung findest.
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Maya18Max
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Re: Anfang gesucht

Beitrag von Maya18Max » 6. Januar 2018 22:32

Hallo und willkommen bei uns,

wichtig ist zunächst dass du einen wirklich "richtigen" Fachmann oder Fachfrau findest, die sich mit ADHS im Erwachsenenalter auskennen und nicht die Komorbiditäten (Begleiterkrankungen wie Depressionen, Angst usw.) als Grunderkrankung ansehen und diese behandeln. Wichtig ist AD(H)S zu behandeln und danach den "Rest".

Informier dich über das spannende aber auch komplexe Krankheitsbild. Ich sage eigentlich, dass es eine Besonderheit ist. Denn zunächst sieht man hauptsächlich das viele negative. Aber schau genau hin und du entdeckst viele schöne und tolle dinge, die ein AD(H)Sler "besonders" gut kann und versuche diese Dinge in den Vordergrund zu stellen. Nicht ganz einfach, aber mit ein wenig oder auch ein wenig mehr Übung kann das gelingen...

LG Maya
Eine völlig Chaotische Familie:
Und immer geht es Berg und Tal, wie bei einer Achterbahn :mrgreen:
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